Mutter - Kind Syndrom; oder eher Manie?

Hallo Experten,

also auf diesem Brett hab ich noch nie gepostet, aber wird ja jeder schließlich mal Erwachsen (wobei mein Freundeskreis ja immer meint ich sei das größte Kind der Welt dem benehmen nach, und ich wer nächstes Jahr 30 - sch…).
Ich hab grad echt nen Hals und könnt mich aufregen. Folgendes Problem:
Mein Klassenkamerad und ich sind dicke Kumpels. Er war bei mir Trauzeuge und auch anders rum. Seit August hat der Kerl Nachwuchs, eine völlig unkomplizierte Tochter.
Das ganze fing an, das die ersten 2 Monate kein Besuch erlaubt war, auch nicht für Opi´s und Omi´s´. Begründung: Das Kind braucht Ruhe und muss sich an die Außenwelt gewöhnen…
Ich hab jetzt Anfang Nov. sehen dürfen, wow, 1 Stunde lang… und wurde zum Taufpaten erklärt. Mach ich ja gerne…
Mittlerweile ist das Kind nur noch auf Mami fixiert, d.h. im Wachzustand muss es bei Mami sein, sonst wird gebrüllt. Kein
Kinderwagenfahren, kein Sitzen in der Wippe…

Als ich jetzt von der Taufe am 23.12. nähere Detals erfahren habe, bin ich fast explodiert.
Das Kind nimmt am Gottesdienst nicht Teil, sondern wartet im Gemeindehaus auf die Prozedur. Ist zu anstrengend.
Zu den Festivitäten geht es auch ncht mit, da das Kind ja 2 Stunden gestillt werden muss, dann an der „Quelle“ einschläft.

Liebe Experten, ist solch ein Verhalten normal? Wenn ja, hab ich eigentlich keine Lust auf Kinder, ich finde da macht man sich im Bekanntenkreis ja lächerlich…
Kann ich der Dame mal näher treten und mal die Meinung sagen? Oder ist das zu herb. Mein Kumpel geht bei der Sache ziemlich unter…

Gruß,

Wolpi

Moien!

Das Verhalten ist schon etwas krankhaft. Kinder brauchen sicherlich viel Ruhe gerade in der heutigen hektischen Zeit (net umsonst gibts viele hyperaktive…) aber es darf auch net „eingesperrt“ werden.
Gerade die sozialen Kontakte zu anderen dürfen auch am anfang net fehlen - zumindest ergeben Untersuchungen, daß dies für spätere Zeiten wichtig ist.

Ich habe auch noch nie gehört, daß eine Taufe quasi ohne das Kid durchgeführt wird - einfach lächerlich…

Allerdings bezweifel ich, daß die Mutter sich hier was von Dir sagen lassen wird, wenn sie nicht mal auf die anderen (Opi und Männe, usw…) hört, denn die denken vermutlich ähnlich…

Bernd

Hallo Sven,

du beschreibst ja ein ziemlich extreemes Beispiel. Ich kenne Kinder, die mehr frische Luft nicht geschadet hat. Mutter war mit Kind 2 Wochen nach der Geburt bei einer Gemeinde-Veranstaltung (einige km weg von zuhause, viele unbekannte Leute). Die junge Dame ist jetzt 4 und hat keine Schäden (körperlich, verhaltensmässig) davongetragen.
Sicher ist dies auch ein Extrembeispiel in der anderen Richtung. Aber ich denke irgendwo zwischendrin passt es.

Mittlerweile ist das Kind nur noch auf Mami fixiert, d.h. im
Wachzustand muss es bei Mami sein, sonst wird gebrüllt. Kein
Kinderwagenfahren, kein Sitzen in der Wippe…

das kann ich schlecht einschätzen dies könnte in dem Alter noch normal sein, dass es fremdelt.

Als ich jetzt von der Taufe am 23.12. nähere Detals erfahren
habe, bin ich fast explodiert.

verständlich.

Zu den Festivitäten geht es auch ncht mit, da das Kind ja 2
Stunden gestillt werden muss, dann an der „Quelle“ einschläft.

Vielleicht ist das ja ne prüde Familie. Ich kenne Frauen im Bekanntenkreis, die ihr ind (im Be´kanntenkreis ziemlich offen stillen, andere wechseln mal schnell das Zimmer (wg. Ablenkung).

Tschuess Marco.

Hallo Wolpi,

Ich hab grad echt nen Hals und könnt mich aufregen. Folgendes
Problem:
Mein Klassenkamerad und ich sind dicke Kumpels. Er war bei mir
Trauzeuge und auch anders rum. Seit August hat der Kerl
Nachwuchs, eine völlig unkomplizierte Tochter.
Das ganze fing an, das die ersten 2 Monate kein Besuch erlaubt
war, auch nicht für Opi´s und Omi´s´. Begründung: Das Kind
braucht Ruhe und muss sich an die Außenwelt gewöhnen…

Was für ein Unsinn! Natürlich ist der Kontakt zu anderen Menschen wichtig. Natürlich in Maßen, nicht immer 10 Leute gleichzeitig, die auf das Kind runterstarren und „heiteitei“ machen. Das Kind hat (wenn/da es gestillt wird), naturgemäss zunächst den engsten Kontakt zur Mutter (da braucht sich diese mal keine Sorgen zu machen); aber der Vater sollte dann direkt die zweite Bezugsperson sein. Und auch Opa und Oma sind existent, zu ihnen darf auch eine Beziehung aufgebaut werden; und auch zum Patenonkel! Das Kind baut zu den einzelnen Personen eine Bindung auf, die (in dieser Phase) so stark ist, wie regelmässig (häufig) die Person in sein Erscheinungsbild tritt und für es „sorgt“.
Wenn das Kind Ruhe braucht, dann sicher vorallem in Hinsicht darauf, dass man es nicht den ganzen Tag mit TV oder Radio (Musik) berieselt.

Ich hab jetzt Anfang Nov. sehen dürfen, wow, 1 Stunde lang…

Es mag sein, dass das Kind, je nachdem, wie lange es schon vor Deinem Besuch wach war, nach der einen Stunde dann tatsächlich müde war /Hunger hatte (-> Schlafen). Was hattest du für einen Eindruck von ihr, asl Du Dich trennen musstest? oder war der Besuch für die Mutter zuviel?

und wurde zum Taufpaten erklärt. Mach ich ja gerne…
Mittlerweile ist das Kind nur noch auf Mami fixiert, d.h. im
Wachzustand muss es bei Mami sein, sonst wird gebrüllt. Kein
Kinderwagenfahren, kein Sitzen in der Wippe…

Das heisst, das Kind muss seine Mutter spüren? Es war noch nie in einem Kinderwagen? Das wäre nicht ganz normal.
Ansonsten kann es Fremdel-Brüllen sein.
Das Kind zeigt schon, wenn es sich langweilt, es gelangweilt wird; da muss man ein Gespür für entwickeln, wann etwas zuviel ist (im schlimmsten fall fängt das Kind an zu brüllen).

Als ich jetzt von der Taufe am 23.12. nähere Detals erfahren
habe, bin ich fast explodiert.
Das Kind nimmt am Gottesdienst nicht Teil, sondern wartet im
Gemeindehaus auf die Prozedur. Ist zu anstrengend.

Wer sagt denn das, wer hat das bestimmt? Es ist normal, dass die Kinder diese „Prozedur“ miterleben, von Anfang bis Ende. Sie dauert ja keine Stunden. Vielleicht schläft sie sogar ein… Und wenn jemand nur Angst hat, dass das Kind anfängt zu brüllen, dann ist daran gar nichts peinlich, sondern ganz normal, weil die Situation ungewohnt für das Kind ist. Aber man kann das Kind nicht immer vor allem, was unangenehm sein könnte, bewahren! Es lernt, mit unbekannten Situationen umzugehen.
Der Pfarrer wird wohl nicht auf diese Idee gekommen sein. – Für wen findet denn diese Taufefeier statt?!

Zu den Festivitäten geht es auch ncht mit, da das Kind ja 2
Stunden gestillt werden muss, dann an der „Quelle“ einschläft.

na gut. Ist die Frage, ob das Kind zufällig bei festivitäten-Beginn im Wach- oder Schlafrhythmus ist. wenn es wach ist, warum sollte es nicht daran teilnehmen dürfen (evtl. in einer ruhigeren Ecke); was sind da für Festivitäten geplant - eine Rockband, die aufspielt?
Ansonsten: wenn es dann nach dem Taufgottesdienst /Messe (?) seine Still- und Schlafphase hat, dann hat es die eben; Mama zieht sich mit dem Kind zurück,und wenn das Kind schlafen gelegt worden ist (es wird ja wohl nicht an der Brust der Mama schlafen müssen!?), geht die Feier mit Mama weiter. Das Kind kann doch in einem ruhigen Raum schlafen.

Beides, das währenmd des Gottesdienstes nicht anwesende Kind und das auf der Feier abwesende Kind wirft die Frage auf: wer kümmert sich in der Zeit um das Kind? Die Mutter?
Wenn nicht die Mutter: wer dann? fremdelt das Kind dann nicht? Will die Mutter ihre Ruhe haben?

Liebe Experten, ist solch ein Verhalten normal?

Ich wünsche Dir, dass Du noch Freude an Kindern haben wirst!

Kann ich der Dame mal näher treten und mal die Meinung sagen?

Ja. Als Pate und Freund hast Du ein gewisses Mitspracherecht. Keine (jetzt so beliebte) bedingungslose Solidarität. Ansonsten geht auf Dauer das Verhältnis zu dem Kind und zu Deinem Freund kaputt.

Oder ist das zu herb. Mein Kumpel geht bei der Sache ziemlich
unter…

Das ist schade für den Papa. Vielleicht fällt ja bei seiner Frau der Groschen, wenn ihr (auch) mal jemand, der nicht zur Familie gehört (und den Mut hat, etwas zu sagen) sagt, dass ihm da einige Dinge nicht gefallen.

Du scheinst ein gutes Gefühl entwickelt zu haben, was gut ist, und was Dich stört. Siehst Du, dafür braucht man nicht Vater oder Mutter zu sein :smile: .

Im Zweifelsfall würde ich das Patenamt ablehnen.

Ich frage mich, was die Mutter und/oder der Vater des Kindes unter einem Taufpaten verstehen: wozu soll er da sein? Soll er nur Geld abdrücken, Geschenke mitbringen? Oder darf er auch eine Beziehung zu dem Kind aufbauen, mit ihm spielen, singen, erzählen, Hausaufgaben machen, in den zoo gehen, ins Kino, ein fahrrad reparieren, Probleme mit Mama oder Papa bereden, über Gott und die Welt diskutieren…?

Was möchtest du als Pate machen?

Man darf die Babies nicht in Watte packen. Sie müssen andere Menschen sehen, hören und spüren, damit sie sich selbst er-fühlen lernen und in der Welt zurecht finden. Wann will die Mutter damit anfangen, wenn nicht von Anfang an? Das Unbekannte/Fremde wird immer überwältigender, je länger sie wartet, dem Kind etwas davon zu zeigen.

Gegen „unkindliche“ Veranstaltungen, die die Eltern(teile) warnehmen (müssen/wollen), ist auch nichts zu sagen, solange das Kind eine Bezugsperson hat, die für das Kind da ist (also: Kind nicht einfach in der Disco „abstellen“ und mit Freunden tanzen gehen,) und solange es nicht jeden Tag hierhin und dahin gebracht wird.

Viele Grüsse,
Deborah (keine Expertin, aber Mutter)

…und ich dachte schon…
Hallo Debbie, Marco & Bernd,

Danke für die aufmunternden Worte, Ihr habt alle 3 mir eigentlich aus der Seele gesprochen.

Ich krieg ja nicht mit, was hinter den Kulissen zwischen den beiden abgeht, aber ich denke das Mami das macht, was sie für richtig hält und das Kind sozusagen „für sich behalten“ will.
Aber es will Ihr ja keiner wegnehmen.

So, und in meinem Ehrenamt werd ich wohl mal mit sagen dürfen, dass ich das Prozedere ziemlich scheisse finde, dass z.B. die Mutter mit Kind im Gemeindesaal wartet, bis die Taufe ist und dann mal kurz zur Taufe mitsammt Kind abgeholt wird.

Nochmal zum Thema fremdeln:
Das Kind schreit nicht wenn es zu jemand anderem kommt, das Kind wurde ja bisher kaum aus der Hand gegeben. Es ist halt nur so, dass wenn das Kind nur quakt, die Mutti schon rennt und duziduzi macht. Fremdeln ist für mich was anderes…

In diesem Sinne nochmals Danke für die erfrischenden Beiträge,
ich hoffe ich krieg die Sache in den Griff…

Gruß,

Wolpi

Hallo Experten,

also auf diesem Brett hab ich noch nie gepostet, aber wird ja
jeder schließlich mal Erwachsen (wobei mein Freundeskreis ja
immer meint ich sei das größte Kind der Welt dem benehmen
nach, und ich wer nächstes Jahr 30 - sch…).

Es heißt doch in der Bibel: „Wenn Ihr nicht werdet wie die Kinder …“ hihihi … also ich bin auch ein „zugroß geratenes Kind“ *kicher*

Mein Klassenkamerad und ich sind dicke Kumpels. Er war bei mir
Trauzeuge und auch anders rum. Seit August hat der Kerl
Nachwuchs, eine völlig unkomplizierte Tochter.
Das ganze fing an, das die ersten 2 Monate kein Besuch erlaubt
war, auch nicht für Opi´s und Omi´s´. Begründung: Das Kind
braucht Ruhe und muss sich an die Außenwelt gewöhnen…

Wer sich was genauer damit beschäftigt, weis daß das Kind auch im Mutterleib schon einiges von der Außenwelt mitbekommt.

Ich hab jetzt Anfang Nov. sehen dürfen, wow, 1 Stunde lang…
und wurde zum Taufpaten erklärt. Mach ich ja gerne…
Mittlerweile ist das Kind nur noch auf Mami fixiert, d.h. im
Wachzustand muss es bei Mami sein, sonst wird gebrüllt. Kein
Kinderwagenfahren, kein Sitzen in der Wippe…

Also - ich habe zwar keine eigenen Kinder, aber einige gleichaltrige Freunde mit mehreren Kindern. Und die sind heilfroh, wenn man das Kind auch mal ( zum schlafen oder auch nur so ) „ablegen“ kann ( Kinderwagen, Wippe, Spieldecke ). Und auch aus pädagogischer Sicht finde ich das nicht ok. Das Kind wird viel zu sehr überbehütet und eingeengt. Und - auf deutsch gesagt - verzogen!

Als ich jetzt von der Taufe am 23.12. nähere Detals erfahren
habe, bin ich fast explodiert.
Das Kind nimmt am Gottesdienst nicht Teil, sondern wartet im
Gemeindehaus auf die Prozedur. Ist zu anstrengend.

Das haben soooo viele Kinder vorher „überlebt“ und keine Schäden davon getragen … Was soll denn da anstrengend sein? Es wird ja wohl sowieso in Mamas Arm oder Kinderwagen oder so sein … und erfahrungsgemäß schlafen viele Kinder dabei - auch bei Kirchenmusik …

Zu den Festivitäten geht es auch ncht mit, da das Kind ja 2
Stunden gestillt werden muss, dann an der „Quelle“ einschläft.

Ja und? Dann wird es eben auf dem Fest gestillt … das wird einer jungen Mutter bei einer Tauffeier ja wohl keiner übel nehmen … Und wenn das Kind schläft - na dann schläft es eben.

Liebe Experten, ist solch ein Verhalten normal? Wenn ja, hab
ich eigentlich keine Lust auf Kinder, ich finde da macht man
sich im Bekanntenkreis ja lächerlich…

Ich finde das Verhalten sowohl als Mensch aber auch als gelernte Erzieherin alles andere als normal. Wenn die so weiter machen haben sie später ein Kind mit häftigsten Verhaltensauffälligkeiten. Es scheint, daß Du da schon eine ganz vernünftige Ansicht von Kindererziehung hast … keine Bange vor eigenen Kindern - die werden es sicher gut bei Dir haben!

Kann ich der Dame mal näher treten und mal die Meinung sagen?
Oder ist das zu herb. Mein Kumpel geht bei der Sache ziemlich
unter…

Wenn Dir viel an Deinem Kumpel liegt, dann würde ich schon mal versuchen, ihm zu erklären, daß das alles ziemlich daneben ist.

Gruß, Aggie

Hallo Wolpi,

aus eigener Erfahrung:

Wir sind zeitgleich von 2 Kindern Paten geworden:

1 x in Deutschland, die Mutter verhält sich genau so, wie Du auch beschrieben hast. Mein Freund ist Pate und durfte das Kind am Altar (immerhin) zum ersten Mal anfassen. Und dabei blieb es dann auch für über 2 Jahre. Fürs Foto mit der 800 km weit angereisten Uroma mußte bei der Mutter erstmal insistiert werden, ich bekam auf meine Frage, ob ich die Kleine mal nehmen darf, gleich ein Nein (und habe nie wieder gefragt).

Inzwischen ist sie knapp 3, ist recht nett. Aber sie hat lange Zeit schon gebrüllt, wenn Fremde sie angesehen haben!
Auch ihre Großeltern dürfen die Kleine nicht nehmen, halten oder sonst etwas. Wie gesagt, langsam wird es besser, weil sie älter ist und mehr selbst entscheidet.

Ich halte es für komplett plemplem (und habe reichlich Erfahrung mit Kindern…)

Das andere Kind ist von guten Freunden, die mit dem 2 Monate alten Buben extra zur Taufe nach Deutschland aus USA kamen. Es war eine wunderbare Feier, bei der insg. 3 Kinder getauft wurde. Lukas hat kurz vor der eigentlichen Taufe kurz gequakt, seine Mama verschwand mit ihm ins „Kirchenhintere“ und stillte nochmal. Niemand hat sich irgendwie daran gestört. Die Tauffeier war in kleinerem Rahmen und die glückliche Mutter war noch glücklicher, wenn jemand anders den Kleinen hielt, damit die auch mal beidhändig essen konnte. Nachdem bei denen die Mama den guten Job hat und Papa noch keine GreenCard, ist er „Mr. Mom“, macht das prima und relativ locker. Und wir haben sie jetzt 2 mal besucht in USA - Lukas ist ein offenes, glückliches Kind - nach kurzer Gewöhnung (klar, so oft sehen wir ihn ja nicht) ist er begeistert von Besuch, zeigt, was er kann. Er läßt sich von mir füttern, tragen, an die Hand nehmen. Hat natürlich auch mal einen Trotzanfall - aber er ist einfach normal zu uns.

Ich glaube nicht, daß zu großes Überbehüten eines Kindes gut ist - je mehr sie im normalen Leben „mitlaufen“, desto besser. Man kann doch - außer in verrauchte Räume - Kinder nahezu überall hin mitnehmen, auch auf einer geselligen Party finden sich immer Begeisterte, die stundenlang ein Kind sitten. Und ganz viele Kinder sind hingerissen von Leuten, die ewig mit ihnen spielen, kitzeln, wettrennen usw. Soviel Zeit hat oft zu Hause niemand für sie.

Wendy

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Hallo Wolpi,

es ist leider nicht selten, daß die Mutter einen übertrieben behütetenden und/oder antiautoritären Erziehungsstil durchzieht und dadurch die junge Familie einsam macht. Ob das bei Euch auch einmal so wird, bestimmt Deine Frau.

Dein Kumpel hat, wie Du andeutest, was Kindererziehung anbelangt, bei der Mutter nichts zu sagen: Du aber dann schon gleich überhaupt garnichts!
Wenn Dir die Freundschaft mit Deinem Kumpel wertvoll ist, dann triff Dich mit ihm mehr an Orten, wo geraucht wird.
Wenn Du bei ihnen zu Besuch bist, dann vermeide nicht nur das Gespräch über Erziehungsfragen sondern möglichst auch eigene Kommentare über das Kind selbst, denn es gibt da so viele Fettnäpfchen, in die besonders ein noch kinderloser hineintappen kann.

Eine Kindstaufe in absentia ist zwar grotesk, aber immer noch besser als wenn das Kind ungetauft bliebe. Du wirst damit Patenonkel und darfst es vielleicht doch mal in den Arm nehmen.

Gruß

Wolfgang Berger

was ist schlimm an einem ungetauften Kind (owT)
.

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Hallo Wolpi,
letzendlich weiß man ja nicht genau, warum die junge Mutter so reagiert. Vielleicht hat sie nach der Geburt eine Schwangerschaftspsychose gehabt (kein Witz, hat was mit der Umstellung des Hormonhaushaltes zu tun), vielleicht tobt sie auch eigene Verlustängste an dem Kurzen aus, vielleicht hat sie aber auch nur festgestellt, daß ihr Kind einen festen Rythmus braucht, damit sie nachts auch mal schlafen kann. Ich würde einfach mal vorbeifahren und mir von ihr einfach erklären lassen, warum sie so handelt. Wichtig dabei: mach ihr keinen Stress, weil das treibt sie in eine Verteidigungsposition und damit in eine isolierte Position; und dahin nimmt sie ihr Kind mit. Dann kommt vielleicht keiner mehr an sie ran. Also zuhören, evtl Hilfe anbieten. Mit der Patenschaft übernimmst Du in gewissen Sinne Verantwortung für das Kind. Und der wirst Du so erst mal am Besten gerecht. Ist meine Meinung

schöne Weihnachten
Gruß
Suse

many Thanxxx…
Hallo, hier nochmal Wolpi!

Nachdem ich hier jetz hoffentlich genug Weihnachtspkt. verteilt habe, die auch sicher alle berechtigt waren, werd ich heut abend die Sache zusammen mit meiner Frau angucken und uns gegenseitig auf die Schulter kloppen.

Dem Paps werd ich mal auf die Seite ziehen, wir haben nach der Taufe noch dieses Jahr Klassentreffen, und Ihm von meiner Aktion erzählen. Soviel Vertrauen muss sein.

Noch ne Anmerkung zur Taufe: Das Kind ist nicht abwesend, sondern nur im Nebengebäude und wird samt Mami zur Taufzeremonie
hereingeholt. Klaro?
Und zumanschließenden Mittagessen geht Mami mit Kind auch nicht mit, da das Kind ja Hunger hat und 2 Stunden zum Auftanken braucht. Hello & goodby so to say…

Grüße an alle & danke nochmals,

Sven

Hallo,

das kommt auf die Eltern an. Wenn sie sehr religiös sind, ist ein ungetauftes Kind echt schlimm. Meine Eltern sind beide sehr katholisch und mir ging es nach meiner Geburt sehr schlecht. Für meine Eltern wäre es sehr schlimm und sehr traurig gewesen, wäre ich ungetauft gestorben. Für viele Menschen (ich zähle mich auch dazu) ist die Taufe ein wichtiger religiöser Akt.

LG,
Daisy

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akzeptiert, aber…

fuer mich eben nicht, und Wolfgangs Aussage klang so absolut.

ich bin auch als Heide ein froehlicher und glaube ich, angenehmer, Zeitgenosse.
mach’s gut, Daisy.
Elke