Hallo!
Mein Partner leidet unter der Demenz seiner Mutter. Sie hat die typischen Symptome, mal lichte, mal weniger lichte Phasen. Manchmal erkennt sie ihn, dann denkt sie wieder, er ist sein Bruder oder ihr Bruder. Er leidet darunter, weil er sie liebt, weil er ihr Hauptansprechpartner und ihre Hauptpflegeperson ist und sie aber immer nur von anderen Personen spricht und nie von ihm. Er hat lange nicht wahrhaben wollen, dass es mit ihr so ist, wie es ist, sieht es aber jetzt, wo sie durch einen Sturz (ohne größere Folgen, aber mit schwerem Schreck und so) in Kurzzeitpflege in einem Heim untergebracht ist, ein wenig mehr ein.
Seine Verwandtschaft macht ihm Vorwürfe weil sie „so viel schlechter aussieht als vor 2 Jahren“. Das tut sie. Aber ist das nicht normal bei alten Menschen, dass die irgendwann mal beginnen, abzubauen? Vor allem, wenn sie geistig immer stärker nachlassen?
Es ist für uns alle 3, die wir in einem Haushalt leben, eine schwierige Situation. Ich habe keine enge Bindung zu seiner Mutter, muss sogar zugeben, dass ich sie, obwohl sie eine sehr liebe Frau ist, nicht besonders mag. Ich habe sie halt nur als anstrengenden Pflegefall kennengelernt und ohne sie wäre unser Leben viel leichter. Dennoch verstehe und akzeptiere ich, dass es seine Mutter ist und er sie liebt. Und ich sehe, wie er leidet. Ich möchte ihm helfen, ihn unterstützen. Aber wie gehe ich am besten mit dieser Situation um?
Habt ihr Ideen? Buchtipps? Internetseiten, die ihr mir empfehlen könnt?
Das wär sehr lieb.
Danke
igel

