Hallo,
Hallo Mom,
Ich habe viele Jahre nach meiner Ausbildung und der Geburt
meines Kindes mit meiner Mutter zusammen gewohnt. Ich habe
gearbeitet und sie hat meinen Sohn betreut.
Hört sich erstmal nett an,ist aber lediglich eine Ausnutzung deiner Situation und abhängig machen, um selbst etwas zu gelten. ( Kann man schön in der Nachbarschaft rumtragen: Ja, wenn Mom MICH nicht hätte …!) Ausserdem
Ganz heimlich
schlichen sich Schwierigkeiten ein, deren Anzeichen ich
übersehen habe. Sie wollte ein gemeinsames Konto… Von da an
hatte ich von meinen 3000 DM im Monat nicht mehr viel! Am
Monatsende konnte ich mir manchmal nicht mal mehr die
Fahrkarte zu meinem Arbeitsplatz leisten.
Sagt doch wohl schon genug über die Hintergründe der „großzügigen Hilfe“ deiner Mutter. Betrachte es doch mal von der Seite: Deine Mutter ist deine Mutter, vor allem in Notsituationen. Und solange du das nicht ausnutzt, halte ich es für ihre Pflicht und durchaus normal, ihre Mutterliebe auf ihren Enkel mit zu übertragen und dafür Sorge zu tragen, dass es euch ALLEN gut geht, solange es in einem „normalen“ Rahmen liegt. Dafür gibt es doch Familien oder? Damit man sich hilft und zur Seite steht, im Guten wie im Schlechten!
Mit 29 Jahren habe
ich dann meinen Mann kennengelernt und bin „Ruckartig“ bei ihr
ausgezogen. Erst war ich allein 500 km weit weg. Sie wollte,
bis ich alles geregelt habe - Arbeit, Wohnung, Schule, das
Kind behalten, damit er weiter auf die Schule gehen kann und
nicht 3 Monate vor Schuljahresende wechseln muß.
… und sie Zugriff auf deine Finanzen behält … Ausserdem ist so ein Kind ein prima Druckmittel im Sinne von: " Das brauche ich vor allem für DEINEN Sohn! Und wenn ich mich schon um alles kümmern muß, dann zahl`wenigstens. Das ist ja wohl das Geringste, was du tun kannst!
( Na, O-Ton getroffen?)
Dann hat sie
uns dauernd telefonisch terrorisiert.
Ist doch klar, direkten Zugriff hat sie ja auch nicht mehr, wie denn sonst? ;o)*g*
Ich soll doch nur am
Wochenende zu meinem Freund fahren, Arbeit kann ich doch auch
von zu Hause aus suche u.s.w.
S.o.
In einer Hauruck-Aktion bin ich hin und habe mein Kind und
alle seine Sachen ins Auto und bin weg.
Ich würde sagen, das war wohl keine Hau-Ruck-Aktion, sondern schlichter Aufschrei: Ich kann nicht mehr!
Bei meiner
Kontoauflösung schlugen mir plötzlich 10.000 DM Schulden
entgegen. Der Vermieter wollte auch noch 5.000 haben!!! Und
ich habe all die Jahre nix gemerkt. Sie ist gut im Vertuschen.
Sorry, aber das ist deine eigene Schuld, wer nicht aufpasst auf seine Kohle, kann sie schnell verlieren. Geht schneller als 5€ auf der Straße finden. Ich kenne das, pure Beqquemlichkeit und Naivität. Ist ja bequem, wenn Mama das alles regelt… Leider hat sie dich dabei gehörig ausgenommen.
So habe ich als erstes in meiner neuen Stadt einen 20.000 DM
Kredit beantragt und all „ihre“ Schulden bezahlt. Aber damit
war es noch nicht getan. In einer Familienkonferenz habe wir
beschlossen, dass wir Kinder die Hälfte der Miete weiterhin
für sie zahlen. Das ging alles von meinem neuen Konto ab
warum wohl??? Ich meine, ging es von deinem Konto ab? Kann es sein, das du an einem ausgeprägten Helferleinsyndrom leidest? DU KANNST NICHT ALLE BELANGE DEINER FAMILIE REGELN, ÜBERLASS AUCH MAL WAS DEN ANDEREN! ( Das war kein Anschreien, sondern Eindringlichkeit!)
und
meine Schwestern haben ihren Teil an mich überwiesen. Einen
Teil, den größten, hat meine Oma gezahlt.
Korrekt! So macht man das in einer Familie (s.o.)
Den sollte meine
Mutter mir immer vom Konto meiner Oma überweisen, aber das kam
nie an. So blieb ich wieder auf den meisten Kosten sitzen.
War doch wohl klar, oder??? Wann merkst du die Einschläge eigentlich? Weißt was, ich glaube, ich mail dir gleich mal meine Kontodaten, dann könntest du für meine Sachen auch noch aufkommen! *IRONIE*
Das
habe ich dann gekündigt. Seit dem muß sie allein klarkommen.
Na endlich
Meine Oma ist (leider) nicht mehr da.
Beileid!!!
Das ganze Erbe war
plötzlich auch weg. Keiner von uns hat geprüft, wo es war.
Wen wundert`s???
Aber ich denke mir meinen Teil.
Als ich noch bei ihr wohnte hatte ich zwei Katzen. Die wollte
sie behalten. Die Hintergedanke war, von mir „Unterhalt“ zu
bekommen. Also schickte ich ihr mtl. 100 DM. Ein Katze starb
durch ein Auto. Dennoch zahlte ich weiter, als ich sie mal
ansprach, ich könne ja das Geld halbieren, war plötzlich eine
andere Katze meine (?) Ich weiß doch wohl, welche Katzen ich
hatte - muß dazu sagen es lebten 6 Katzen in der Wohnung.
Oh Gott (sorry!)
Nun
bekomme ich kein Geld mehr vom Amt. Bin seit 1 Jahr zu Hause.
Daher habe ich sie angerufen und ihr gesagt, ich kann es nicht
mehr zahlen. Sie fing an zu heulen und zu jammern. Seit Tagen
ruft sie mich an und „bettelt“.
Beantrage eine Geheimnummer ;o) Oder geheinfach nicht ans Telefon. So ein AB wirkt Wunder. Meine Freunde wußten, ich ging nur ans Telefon, wenn ich wußte, wer dran war. Dann kannst du entscheiden, ob du mit ihr sprechen möchtest! Das bringt ne Menge Ruhe ins Haus!
Vor allem merkt sie dann, dass du nicht mehr springst, wenn sie pfeift.
Ich wäre doch verheiratet! Und
sie ist allein.
OOOOhhh, die Arme! Selbst schuld, soll sie sich doch einen Partner suchen!
Meinen Mann hat sie nie akzeptiert, und er
sieht auch nicht ein, dass er für sie zahlen soll.
Richtig so! Besser du hörst in diesem Punkt auf ihn. Mach bloß nicht den Fehler, euer Familieneinkommen heimlich an deine Mutter zu schicken! Damit setzt du nur deine hoffentlich gute Ehe auf`s Spiel!
Sie hat ihn
wie Dreck behandelt und sogar unsere Hochzeit nicht
mitgemacht.
Wir sollten letztes Jahr sogar einen Kredit für sie aufnehmen,
Warum sollte er dann für sie aufkommen? Wäre das Verhältnis familiärer, könnte man ja noch anderes in Erwägung ziehen.
damit sie all ihre Raten bei Versandhäusern auf einmal zahlen
kann. Dabei zahle ich ja noch 2 Jahre einen ab, den sie mir
verpasst hat in unserer „gemeinsamen“ Zeit.
DAS REICHT!!!
Großes Problem: ich kann evtl. ab 1.5. wieder arbeiten. Soll
ich dann weiter für sie zahlen?
GRRRRRR!!!
Sie tut mir ja auch leid,
Klar, ist ja deine Mutter, aber Liebe geht nicht über den Geldbeutel.
dass
sie sowenig Geld hat. Obwohl sie mir nie gesagt hat, was sie
eigentlich bekommt (an Rente).
Warum auch, ist ihre Sache. So wie euer Familieneinkommen eure Sache ist. Ihr lebt ja nicht alle zusammen, so dass man wissen muß, wieviel Geld man zusammen hat und entsprechend haushalten kann.
Wie soll ich nur mit ihr
umgehen? Wenn ich ihr nicht helfe habe ich ein mieses Gefühl.
Wenn ich ihr helfe, soweit das überhaupt noch möglich ist,
wird sie immer wieder ankommen und was haben wollen. Ich habe
schon so viel für sie getan. Was soll ich nur tun?
Hilf ihr theoretisch. Biete ihr an, mit ihr eine Schuldnerberatung aufzusuchen. Organisiere das dann ( Dort anrufen, nachfragen, was die an Unterlagen brauchen, das mit deiner Mutter aussortieren, Termin machen, gemeinsam hinfahren, Zuhören und ihr beistehen auch die nachfolgenden Wege zu gehen.) Und mach ihr unmißverständlich klar, das ihre Privatbank endgültig geschlossen hat!Sie ist da nicht länger Kundin!!! Wenn sie das nicht will … selbst schuld! Tür zu!!!
Ach ja, eine Kredit hat sie von ihrer Bank aber bewilligt
bekommen. Da fehlt ihr natürlich jetzt meine Unterstützung?
Die braucht sie ja dann nicht. Von der Bank kriegt man nur Geld, wenn man ein regelmäßiges Einkommen nachweisen kann. Und die Banken gehen nicht mehr so lockerflockig wie früher mit unserem Geld um und schmeißen Kredite unter`s Volk, die nie zurückgezahhlt werden können.
Ich muß abschließend sagen, dass unsere Familie nie eine war.
Mein Vater war ein Schw… und hat uns geschlagen und meine
Mutter hat nichts unternommen. Er hat aus Wut meinen Hund
getötet. Heute will sie davon nicht mehr wissen. Sie hätte nie
was bemerkt.
Das ist ein anderes Problem, dass du vielleicht mal mit einem Therapeuten besprechen solltest. Hilft oft mehr, zumal du von deiner Mutter / Familie ( von Zuhause aus, Mutter, Vater, etc.) keine Hilfe erwarten kannst. Dabei solltest du auch an deine eigene Familie denken, denn meist nimmt man alte Verhaltensmuster von zuhause mit in die eigene Familie, auch unbewußt und macht die gleichen Fehler, auch wenn man das nicht will.
Manchmal denke ich, ich will mich von ihr
loskaufen. Aber dazu hätten die 20.000 doch schon gereicht,
oder?
Nein, du versuchst, die Schuldgefühle, die sie dir über Jahre eingetrichtert hat, zu befriedigen. Und das über den Weg des Geldes, weil es das ist, was sie möchte. Ich verstehe das so, dass sie dir nur ihre Zuneigung ( im wahrsten Sinne des Wortes ) schenkt, wenn du sie dafür „belohnst“. Du „erkaufst“ dir damit eher ihre Liebe, die sie dir sonst vermutlich nicht gewähren würde.
Mir geht es echt schlecht, da ich in der Zwickmühle stecke.
Bitte helft mir.
Ich hoffe, dass ich dir ein bißchen helfen kann mit meiner Meinung. Du brauchst viel Kraft, ein großes Stück „Härte“ und die Liebe deiner Familie (Mann, Kind)
Stifflers Mom
Liebe Grüße
Sabine