Mutter/Tochter-Verhältnis

Ich habe keine Ahnung, wie weit ich hier ausholen darf, aber ich habe seit ca. 2 Jahren massive Probleme mit meiner jetzt fast
9jährigen Tochter.
Kurze Beschreibung unserer Verhältnisse:
Mit meinem Sohn (18) war ich 6 Jahre alleinerziehend, habe bis heute immer 40 h/Tag gearbeitet, seit 11 Jahren lebe ich mit
meinem jetzigen Ehemann zusammen und wir habe bes. 8jährige To.
Finanziell geht es uns gut, was aber nicht so wäre, wenn ich
meinen Volltagsjob aufgeben würde. Mein Sohn hat damals definitiv viel weniger Aufmerksamkeit - nicht Liebe - erfahren, da es sich damals eben so ergab (6.oo h KITA, 18.00 h zu Hause), da wir allein in schlechten Wohnbedingungen lebten (ehem.DDR).
Auch finanziell ging es uns gar nicht toll. Meine Tochter dagegen hat von Anfang an 3 feste Bezugspunkte, viel Liebe und viel Aufmerksamkeit von Vater, Bruder, Mutter erhalten und erhält es noch. Mittlerweile aber bringt sie die ganze Familie
durcheinander. Seit ihrem Schuleintritt läuft alles schief.
Sie kann sich nirgendwo mehr einordnen, nicht in die Klasse, nicht auf dem Spielplatz, nicht in der Familie. Sie treibt nur
quer. Zu mir ist sie dermaßen frech - und Sie können mir glauben,
ich bin selbst nicht auf den Mund gefallen - aber was bei uns teilweise abläuft, ist nicht mehr normal. Respekt, damit meine ich gesunden Respekt vor mir als Mutter hat sie gar nicht mehr.
Ich bin z. B. dumm, wenn sie mal groß ist und ich krank, dann
läßt sie mich liegen oder schubst mich die Treppe runter, sie haßt mich, weil ich ihr die oder das nicht erlaube. So in der Art geht es zu Hause und auch in der Schule ab.
Mittlerweile liegen meine Nerven derart blank, daß ich direkt froh bin, wenn ich sie morgens abgebe und arbeiten gehe. Mir graut vor jedem Wochenende (mein Mann ist fast nie da, 3-Schicht-System). Selbst mein Sohn, sonst die Ruhe in Person, hält es nicht mehr aus und sagt, wenn ich solche Sachen gemacht hätte,
da hättest Du wohl nicht so lange gefackelt (habe ihn ein einziges Mal regelrecht verkloppt, da war er 10, das hat er nie vergessen).
Ja, das ist jetzt recht lang geworden, aber ich hab einfach keine Ahnung, was ich tun soll. Aufhören zu arbeiten, um mehr Zeit für sie zu haben, ist nicht, Teilzeit geht nicht (Klinik),
Psychologen suchen??? Ich will mir erstmal so Rat holen.
In unserem Freundeskreis gibt es ähnliche Fälle, die aber immer
irgendwie erklärbar sind (Scheidung der Eltern, Alkohol u.s.w.).
Na klar, ist bei uns durch diese Situation auch nicht alles perfekt, aber eben erst dadurch. Niemand kann sich mehr ent-
spannen und ich sehe regelrecht, wie meine Familie auseinanderläuft.
Vielen Dank für die Geduld beim Lesen dieses langen Artikels.
Ich bin sehr dankbar für jeden ehrlich gemeinten Rat von außen.

Heidi

Bildung und Erziehung
Die Not der Eltern war schon immer gross, doch heute ist es vielfach unverständlich. Sie haben ja Alles und die Kinder auch.
Doch Hand aufs Herz, haben sie wirklich Alles? Haben die Kinder das was sie brauchen? Hat ihre Tochter jemand der ihr zuhört, der sie versteht, der ihr sagt sie sei lieb? Wann haben Sie ihr das letzte Mal gesagt, dass sie eine ganz liebe Tochter sei und sie ganz stolz sind auf sie? Wann haben Sie das letzte Kompliment von ihrem Partner bekommen? Wann hat der Sohn gehört das er es gut macht und sie ihn lieb haben.
Heute haben wir vieles Zeugs, aber Zeit um sich zu schauen die fehlt. Wir verbringen Stunden an der Autobahn, doch für die Kinder bleibt sehr wenig Zeit übrig.
Geben Sie auf den Kampf mit ihrer Tochter, beginnen Sie einmal ruhig zu werden und zu überlegen, was ein Kind braucht.
Was denken Sie?
Herzlich

hallo heidi!
erst mal mein mitgefühl für deine situation.
aber es gibt sicher einen „grund“ für das verhalten deiner tochter, nur ist der jemandem innerhalb der familie meist gar nicht ersichtlich.
deshalb finde ich die idee, evt. eine famlientherapie zu machen oder so gar nicht schlecht. auf alle fälle wäre es falsch, deiner tochter die „sündenbock-rolle“ zuzuschreiben. probleme innerhalb einer familie werden nie nur von einer person verursacht, auch wenn es so aussieht.
hast du vielleicht die möglichkeit, einmal mit deiner tochter eine woche allein zu verreisen? ich denke, so fernab vom alltag könnte sich zwischen euch doch die lage etwas entspannen.
so unmöglich sie sich auch im augenblick benimmt, sei versichert, sie ist wahrscheinlich im augenblick mit sich selbst auch höchst unzufrieden.
also, geduld und evtl. hilfe von außen suchen.
liebe grüße
saskia *dieimaugenblickeinenunausstehlichensohn(18)zuertragenhat*

Liebe Saskia,

herzlichen Dank für Deine ermunternden Wort, wir werden mal
schauen, ob Hilfe von außen nicht doch besser ist, ich denke ja auch oft, schaden kann es sicher nicht.
Alles Gute noch für Dich und den hoffentl. bald wiederausstehlichen „Erwachsenen“. Zum Glück ist bis jetzt
dieser Kelch an mir vorbeigegangen.

Heidi

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Aber sicher, in jedem Punkt kann ich Ihnen völlig recht geben, Zeit ist genau der Punkt, den heute wenig Menschen haben, die
im Arbeitsverhältnis stehen. Auch wir haben viel, viel zu wenig Zeit, leider. Aber alle Zeit, die wir haben, verbringen wir mit
unseren Kindern. Ich lebe mit meinem Mann 11 Jahre zusammen, seit 6 Jahren verheiratet, wir haben noch nie, nicht auch nur einen einzigen Tag ohne unsere Kinder verbracht (der große ist 18 und stammt nicht von ihm, er hat ihn aber seit Grundschulkind mit erzogen und die beiden verstehen sich gut). Leider können wir aber an dem Zustand nichts ändern, wir brauchen unsere Jobs, um über die Runden zu kommen. Auch das ist wichtig für die Existenz der Familie, was meiner Tochter natürlich noch nicht
verständlich ist. Und genau Ihre Antwort ist, was ich befürchte, was mir auch jeder Psychologe sagen wird, sie brauchen einfach
m e h r Zeit für ihr Kind, mehr Aufmerksamkeit, mehr Päsenz.
Und genau dies kann ich ihr leider nicht bieten.

Ich bedanke mich sehr für Ihren Beitrag.
H.

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Die Not der Eltern war schon immer gross, doch heute ist es
vielfach unverständlich. Sie haben ja Alles und die Kinder
auch.
Doch Hand aufs Herz, haben sie wirklich Alles? Haben die
Kinder das was sie brauchen? Hat ihre Tochter jemand der ihr
zuhört, der sie versteht, der ihr sagt sie sei lieb? Wann
haben Sie ihr das letzte Mal gesagt, dass sie eine ganz liebe
Tochter sei und sie ganz stolz sind auf sie? Wann haben Sie
das letzte Kompliment von ihrem Partner bekommen? Wann hat der
Sohn gehört das er es gut macht und sie ihn lieb haben.
Heute haben wir vieles Zeugs, aber Zeit um sich zu schauen die
fehlt. Wir verbringen Stunden an der Autobahn, doch für die
Kinder bleibt sehr wenig Zeit übrig.
Geben Sie auf den Kampf mit ihrer Tochter, beginnen Sie einmal
ruhig zu werden und zu überlegen, was ein Kind braucht.
Was denken Sie?
Herzlich

Aber sicher, in jedem Punkt kann ich Ihnen völlig recht geben,
Zeit ist genau der Punkt, den heute wenig Menschen haben, die
im Arbeitsverhältnis stehen. Auch wir haben viel, viel zu
wenig Zeit, leider. Aber alle Zeit, die wir haben, verbringen
wir mit
unseren Kindern. Ich lebe mit meinem Mann 11 Jahre zusammen,
seit 6 Jahren verheiratet, wir haben noch nie, nicht auch nur
einen einzigen Tag ohne unsere Kinder verbracht (der große ist
18 und stammt nicht von ihm, er hat ihn aber seit
Grundschulkind mit erzogen und die beiden verstehen sich gut).
Leider können wir aber an dem Zustand nichts ändern, wir
brauchen unsere Jobs, um über die Runden zu kommen. Auch das
ist wichtig für die Existenz der Familie, was meiner Tochter
natürlich noch nicht
verständlich ist.

Warum denn nicht? Enthalten Sie ihr vor, wofür Sie alles Geld ausgeben? Wir haben unserem älteren Sohn (bald 9) schon von klein auf - altersadäquat - gesagt, wofür wir Geld brauchen (essen, wohnen, Spielzeug, Kleidung, reisen etc.) und warum ich auch arbeiten gehe und nicht den ganzen Tag mit ihm zusammen sein kann (angefangen haben wir mit, wir können dann kein Spielzeug mehr kaufen u.ä., später dann, wir müssten unser Haus verkaufen, er hätte keinen Garten mehr, wir könnten seine Familie väterlicherseits (6000 km entfernt) nicht mehr besuchen etc.) und er hat es akzeptiert - gelegentlich murrend, gelegentlich mussten wir ihn an die Konsequenzen erinnern, aber er hat es akzepiert und ich denke, er versteht das sehr wohl. Wir haben aber auch immer unmißverständlich klargemacht, daß er vieles beeinflußen kann - positiv wie negativ - daß aber die Entscheidung, geht Mama arbeiten oder nicht, nicht in seinen Zuständigkeitsbereich fällt, diese wird - wenn überhaupt - von Mama und Papa entschieden und von sonst niemandem.

Inzwischen halte ich allerdings auch nicht mehr damit hinter dem Berg, daß ich zwar auch des Geldes wegen arbeiten gehe, daß ich meinen Job aber für nichts und niemanden (na ja so ungefähr) aufgeben würde, weil ich ihn einfach gerne mache und mir dort den Ausgleich für die Kinder hole. (nein, ich bin keine Rabenmutter und keine Karrierefrau!) Lassen Sie sich vom Kind vor allem kein schlechtes Gewissen einreden, schließlich gehen sie gerade wegen des Kindes arbeiten, um ihm vieles zu ermöglichen! Wichtig (und bei uns, Gott sei Dank, ideal gelöst) ist die Qualität der „Fremdbetreuung“, Kinder müssen nicht den ganzen Tag mit Mama zusammensein, aber sie brauchen verläßliche und liebevolle Betreuungspersonen und qualitative (nicht quantitative) Zeit mit den Eltern. Unser Sohn hat aber z.B. gegen die Fremdbetreuung irgendwann aufbegehrt, weil er sich zu sehr eingeschränkt gefühlt hat (er wurde in einer Familie betreut), wir haben dann mit ihm besprochen, wie die Alternativen aussehen und sind zur Zeit dabei einen für alle akzeptablen (Muttern ist schließlich besorgt!) Modus Vivendi zu finden.

Überlegen sie auch mal, ob sie vielleicht versucht haben, sich „freizukaufen“. Wir merken das bei unserem Sohn zur Zeit, er ist ebenfalls unausstehlich und verlangt immer mehr und mehr Konsumgüter, was er aber tatsächlich möchte (so unser Eindruck) ist nicht noch ein Computerspiel, sondern die Bestätigung, daß er uns wichtig ist und wir ihn lieben, genausoviel mindestens wie seinen jetzt drei Jahre alten Bruder. Wir suchen noch nach einem Weg, ihm das unmißverständlich klarzumachen. Bis wir ihn gefunden haben, müssen wir die Unausstehlichkeit unseres Sohnes wohl noch ein Weilchen ertragen.

Ich finde es übrigens toll, sich Hilfe bei „Experten“ zu holen, ich denke, dafür sind sie da. Rat einzuholen bedeutet ja keinen Imageverlust, sondern die Chance, andere Meinungen zu hören und dann zu entscheiden, was davon kann ich für mich gebrauchen.

Susanne

Und genau Ihre Antwort ist, was ich

befürchte, was mir auch jeder Psychologe sagen wird, sie
brauchen einfach
m e h r Zeit für ihr Kind, mehr Aufmerksamkeit, mehr Päsenz.
Und genau dies kann ich ihr leider nicht bieten.

Ich bedanke mich sehr für Ihren Beitrag.
H.

Sicherlich gibt es verschiedene Ratschläge.
Hat die Tochter ev.zuviel Aufmerksamkeit bekommen?
Laßt sie doch mal links liegen.
Wenn sie was will soll sie kommen und bitte sagen.
Ansonsten nicht reagieren, wenn sie ihre Muken bekommt.
Sie will sicherlich fernsehen.
Dann aber mit bitte und nur das, was Du für richtig hälst.
Versuche mal weiter unten den Wunschzettel eines Kindes zu öffnen.
Wenn er nicht mehr da ist maile mir, ich habe ihn kopiert.
Gruß
PiRo

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Herzlichen Dank für die Antwort, leider habe ich den Wunschzettel eines Kindes nicht gefunden, wäre aber interessiert.

PS: das „Nichtreagieren“ ist es ja gerade, was so schwerfällt, weil sie die stärkeren Nerven hat. Klar heißt bei mir nein einfach nein, aber damit bin ich am meisten gestraft: geht los
mit demonstrativem Heulen, weiter mit Vorwürfen, Fragen, Be-
schuldigungen, zum Schluß manchmal die blanke Wut. Dann sind
wir alle fix und fertig, nur um kurze Zeit später selbiges
nochmal zu erleben. Alles probiert, ich hoffe, es wird besser,
je eher sie begreift, daß auch sie einen Nachteil davon hat.

Also nochmals Danke für den Beitrag.

Heidi

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Hallo,

ich habe jetzt zum dritten mal einen Beitrag von Ihnen gelesen (Kyra Richiger) in dem Sie stets versuchen, Fragenden einzureden, daß irgendetwas in ihrer Erziehung schief läuft, daß sie mal nachdenken sollten, was Sie alles falsch machen. Einmal fragte ein Vater, warum sein Sohn Fingernägel kaut, Sie betitelten Ihre Antwort mit „Armer Junge“ und legtem dem Vater nah, mal über sein Verhältnis zu seinem Sohn und der Liebe , die er Ihm gibt nachzudenken. Ein anderes Mal wunderten Sie sich unaufgefordert darüber, daß viele Eltern zu schnell die Gedult verlieren würden. „Schließlich haben wir heute doch alles, was wir brauchen“. Mir gefällt diese Art der Verallgemeinerung nicht.
Ich fragte Sie das schon damals: Haben Sie Kinder ? Wie kompetent sind Sie, um solche Aussagen zu treffen? Oder reden Sie „nur aus dem Bauch heraus“? Vielleicht wollen Sie mir ja jetzt mal antworten !
Heidi, Dir brennt Dein Problem offensichtlich wirklich unter den Nägeln. Ich hole mir hier auch immer mal Meinungen ein, aber bitte, such nicht alle Fehler bei Dir, und nimm nicht Ratschläge an, Deine Tochter zu ignorieren und Sie dadurch zum Bittesagen zu bringen. Das sind uralte Ansichten, die schonmal eine Generation Duckmäuser erzeugt hat. Achtung Leute, nicht gleich schimpfen, natürlich sind nicht alle Duckmäuser geworden, aber es gibt heute andere Erkenntnisse über Erziehung. Bitte, dieses Forum ist schön und gut, aber eben nur eine Ansammlung von Leihen, und Du und Deine kleine Tochter, Ihr solltet einen Profi aufsuchen. Sei Dir sicher, moderne Erziehungswissenschaftler und Psychologen kenne die Welt sehr genau und wissen, daß fast alle Mütter wenigstens teilweise arbeiten gehen müssen. Du wirst solche profanen Antworten wie die, daß Dein Kind mehr Zuneigung braucht und Ihr eigentlich Eure ganze Familie überdenken solltet nicht bekommen. Du wirst professionelle Hilfe bekommen. Und denk nicht, daßes ein Versagenseingeständnis ist, wenn man externe Hilfe einholt. das zeigt eher Verantwortungsbewußtsein und verdient Respekt. Laß mich wissen wie es weiter ging, laß Dir keine Fehler einreden und strafe Deine Kleine nicht mit Mißachtung.

Gruß, Stephan

ich war mit drei kindern immer berufstätig, wir hatten einen kleinen familienbetrieb, und wir hatten die gewohnheit, die freie zeit immer möglichst gemeinsam zu verbringen. genau das war anscheinend nicht das beste. auf einen rat hin, hab ich meine karge zeit so eingeteilt, daß immer einer der drei mich allein für sich hatte. für ein spiel , shoping, oder zuschauen, mitmachen beim sport, aber wenn schon, dann „ungeteilte aufmerksamkeit“ für einen allein, und wenn es in der woche nur einmal der fall war.interesse zeigen für alles was (anfangs spärlich) mitgeteilt wird, und diese kostbare zeit sollte aber nicht für vokabelprüfen mißbraucht werden…in dieser einen oder zwei stunden allein mit dem nachwuchs sollte es auch keine pflicht geben zu reden, jetzt und gleich etwas einzurenken, auf die respektlosen äußerungen würde ich gar nicht reagieren, jemanden zu ärgern hat nur sinn, wenn sich der andere auch wirklich ärgert… fachlichen rat einzuholen finde ich schon gut, da diese probleme altersbedingt eigentlich erst der anfang sind !

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ich war mit drei kindern immer berufstätig, wir hatten einen
kleinen familienbetrieb, und wir hatten die gewohnheit, die
freie zeit immer möglichst gemeinsam zu verbringen. genau das
war anscheinend nicht das beste. auf einen rat hin, hab ich
meine karge zeit so eingeteilt, daß immer einer der drei mich
allein für sich hatte. für ein spiel , shoping, oder
zuschauen, mitmachen beim sport, aber wenn schon, dann
„ungeteilte aufmerksamkeit“ für einen allein, und wenn es in
der woche nur einmal der fall war.interesse zeigen für alles
was (anfangs spärlich) mitgeteilt wird, und diese kostbare
zeit sollte aber nicht für vokabelprüfen mißbraucht
werden…in dieser einen oder zwei stunden allein mit dem
nachwuchs sollte es auch keine pflicht geben zu reden, jetzt
und gleich etwas einzurenken, auf die respektlosen äußerungen
würde ich gar nicht reagieren, jemanden zu ärgern hat nur
sinn, wenn sich der andere auch wirklich ärgert…
fachlichen rat
einzuholen finde ich schon gut, da diese probleme
altersbedingt eigentlich erst der anfang sind !

Also vielen Dank für die Antwort. Das ich meine Zeit nicht auf beide Kinder gleich verteilen kann, liegt schon am Altersunterschied der beiden Kinder (9 und 17 1/2), deshalb war es ja für mich so verwunderlich, daß es mit dem Sohn so gut lief und hier und jetzt überhaupt nicht, obwohl ich weiß, daß Kinder immer unterschiedlich sind, nur ich mir bei „gleicher“ Erziehung, die natürlich schon aufgrund der gesammelten Erfahrungen niemals gleich sein kann, so gravierende Unterschiede nie ertäumt hätte. Ich kann nur Bewunderung an Sie aussprechen: 3 Kinder und immer gearbeitet. Ich hab 2 und bin irgendwie nicht so ganz klar in der Situation, doch mittlerweile, nicht zuletzt durch dieses Brett, unserer Freunde und auch Kollegen der Meinung, da gehn wir durch. Das es nicht unbedingt leicht wird, haben wir ja gewußt, aber es gibt auch die schönen Seiten, die man vor lauter Problemen manchmal gar nicht mehr sieht.

Also vielen Dank nochmal für Ihre Worte und alles Gute für Sie und Ihre Familie

Heidi

:Ich
habe keine Ahnung, wie weit ich hier ausholen darf, aber

ich habe seit ca. 2 Jahren massive Probleme mit meiner jetzt
fast
9jährigen Tochter.
Kurze Beschreibung unserer Verhältnisse:
Mit meinem Sohn (18) war ich 6 Jahre alleinerziehend, habe bis
heute immer 40 h/Tag gearbeitet, seit 11 Jahren lebe ich mit
meinem jetzigen Ehemann zusammen und wir habe bes. 8jährige
To.
Finanziell geht es uns gut, was aber nicht so wäre, wenn ich
meinen Volltagsjob aufgeben würde. Mein Sohn hat damals
definitiv viel weniger Aufmerksamkeit - nicht Liebe -
erfahren, da es sich damals eben so ergab (6.oo h KITA, 18.00
h zu Hause), da wir allein in schlechten Wohnbedingungen
lebten (ehem.DDR).
Auch finanziell ging es uns gar nicht toll. Meine Tochter
dagegen hat von Anfang an 3 feste Bezugspunkte, viel Liebe und
viel Aufmerksamkeit von Vater, Bruder, Mutter erhalten und
erhält es noch. Mittlerweile aber bringt sie die ganze Familie
durcheinander. Seit ihrem Schuleintritt läuft alles schief.
Sie kann sich nirgendwo mehr einordnen, nicht in die Klasse,
nicht auf dem Spielplatz, nicht in der Familie. Sie treibt nur
quer. Zu mir ist sie dermaßen frech - und Sie können mir
glauben,
ich bin selbst nicht auf den Mund gefallen - aber was bei uns
teilweise abläuft, ist nicht mehr normal. Respekt, damit meine
ich gesunden Respekt vor mir als Mutter hat sie gar nicht
mehr.
Ich bin z. B. dumm, wenn sie mal groß ist und ich krank, dann
läßt sie mich liegen oder schubst mich die Treppe runter, sie
haßt mich, weil ich ihr die oder das nicht erlaube. So in der
Art geht es zu Hause und auch in der Schule ab.
Mittlerweile liegen meine Nerven derart blank, daß ich direkt
froh bin, wenn ich sie morgens abgebe und arbeiten gehe. Mir
graut vor jedem Wochenende (mein Mann ist fast nie da,
3-Schicht-System). Selbst mein Sohn, sonst die Ruhe in Person,
hält es nicht mehr aus und sagt, wenn ich solche Sachen
gemacht hätte,
da hättest Du wohl nicht so lange gefackelt (habe ihn ein
einziges Mal regelrecht verkloppt, da war er 10, das hat er
nie vergessen).
Ja, das ist jetzt recht lang geworden, aber ich hab einfach
keine Ahnung, was ich tun soll. Aufhören zu arbeiten, um mehr
Zeit für sie zu haben, ist nicht, Teilzeit geht nicht
(Klinik),
Psychologen suchen??? Ich will mir erstmal so Rat holen.
In unserem Freundeskreis gibt es ähnliche Fälle, die aber
immer
irgendwie erklärbar sind (Scheidung der Eltern, Alkohol
u.s.w.).
Na klar, ist bei uns durch diese Situation auch nicht alles
perfekt, aber eben erst dadurch. Niemand kann sich mehr ent-
spannen und ich sehe regelrecht, wie meine Familie
auseinanderläuft.
Vielen Dank für die Geduld beim Lesen dieses langen Artikels.
Ich bin sehr dankbar für jeden ehrlich gemeinten Rat von
außen.

Heidi

Danke Stephan,

ich wollte nur nicht unhöflich sein, da Frau Richiger m i r
ja geantwortet hat, ich lese alles aufmerksam durch, was
ich darüber denke, wollte ich hier nicht ausführen.
Kenne das Brett noch nicht so lange, war aber erstaunt, wieviel
Leute doch antworten und bin mit einigen auch in Kontakt, welche
ich mir ausgesucht habe. Mehr möchte ich dazu nicht sagen außer
nochmal vielen Dank.

Heidi

Hallo,

ich habe jetzt zum dritten mal einen Beitrag von Ihnen gelesen
(Kyra Richiger) in dem Sie stets versuchen, Fragenden
einzureden, daß irgendetwas in ihrer Erziehung schief läuft,
daß sie mal nachdenken sollten, was Sie alles falsch machen.
Einmal fragte ein Vater, warum sein Sohn Fingernägel kaut, Sie
betitelten Ihre Antwort mit „Armer Junge“ und legtem dem Vater
nah, mal über sein Verhältnis zu seinem Sohn und der Liebe ,
die er Ihm gibt nachzudenken. Ein anderes Mal wunderten Sie
sich unaufgefordert darüber, daß viele Eltern zu schnell die
Gedult verlieren würden. „Schließlich haben wir heute doch
alles, was wir brauchen“. Mir gefällt diese Art der
Verallgemeinerung nicht.
Ich fragte Sie das schon damals: Haben Sie Kinder ? Wie
kompetent sind Sie, um solche Aussagen zu treffen? Oder reden
Sie „nur aus dem Bauch heraus“? Vielleicht wollen Sie mir ja
jetzt mal antworten !
Heidi, Dir brennt Dein Problem offensichtlich wirklich unter
den Nägeln. Ich hole mir hier auch immer mal Meinungen ein,
aber bitte, such nicht alle Fehler bei Dir, und nimm nicht
Ratschläge an, Deine Tochter zu ignorieren und Sie dadurch zum
Bittesagen zu bringen. Das sind uralte Ansichten, die schonmal
eine Generation Duckmäuser erzeugt hat. Achtung Leute, nicht
gleich schimpfen, natürlich sind nicht alle Duckmäuser
geworden, aber es gibt heute andere Erkenntnisse über
Erziehung. Bitte, dieses Forum ist schön und gut, aber eben
nur eine Ansammlung von Leihen, und Du und Deine kleine
Tochter, Ihr solltet einen Profi aufsuchen. Sei Dir sicher,
moderne Erziehungswissenschaftler und Psychologen kenne die
Welt sehr genau und wissen, daß fast alle Mütter wenigstens
teilweise arbeiten gehen müssen. Du wirst solche profanen
Antworten wie die, daß Dein Kind mehr Zuneigung braucht und
Ihr eigentlich Eure ganze Familie überdenken solltet nicht
bekommen. Du wirst professionelle Hilfe bekommen. Und denk
nicht, daßes ein Versagenseingeständnis ist, wenn man externe
Hilfe einholt. das zeigt eher Verantwortungsbewußtsein und
verdient Respekt. Laß mich wissen wie es weiter ging, laß Dir
keine Fehler einreden und strafe Deine Kleine nicht mit
Mißachtung.

Gruß, Stephan

Guen Tag!!

Sie schreiben das es seit der Schule ist!?
Warum suchen sie nicht dort mal nach einem anhaltspunkt?
Wo kommen sie her?

Wen es über haupt nicht geht sollte man sich mal mit dem Jugendamt in verbindung setzten, vieleicht können die Ihnen besser helfen. Damit ist nicht gemeint das sie Ihr kind abschiebn solleen.

Haben sie mal über ein intrenat nachgedacht?

Oder der große Bruder mal seine Macht ausspiel sollte?

Auf jeden fall so wie sie es schreiben sollte sich kein Kind verhalten da mus im Umfeld des Kindes was sein. z.B. Freundinnen, schule oder Hort.