Muttermalentfernung

Hi

Am Donnerstag habe ich einen Termin für ein Muttermalscreening (das wird von meiner KK übernommen, einmal im Jahr, obwohl ich erst Anfang 20 bin).

Ein Muttermal ist ziemlich groß geworden in der letzten Zeit, in Form und Farbe uneinheitlich und erhaben.

Bei einem früheren Hautarztbesuch hieß es, ich müsse ein Screening kaufen, und das Mal nach 3 Monaten nochmal kontrollieren lassen, damit man sagen könne, wie wahrscheinlich Hautkrebs ist.

Ich habe die blöde Befürchtung, dass diesmal wieder nur eine Wahrscheinlichkeit für Hautkrebs rauskommt, weder ne Entwarnung, noch ne Bestätigung. Sicher sagen kann man es doch aber erst, wenn man eine Gewebeprobe ins Labor geschickt hat oder?

Was würde mich, gesetzt den Fall, der Hautarzt sagt wieder nix Konkretes, die Entfernung kosten? Und kriegt man dann eine Laboruntersuchung dabei? Was würde die ggf. extra kosten?

Mich ärgert das total, dass die Hautärzte nur die Dollarzeichen in den Augen haben, wenn sie einem ein Screening verkaufen wollen. In meinem Fall handelt es sich um ein einziges, abnormales Muttermal, alle anderen sind ok! Die könnten es auch eben rausschneiden, gucken, ob es Krebs ist und ich hab meine Ruhe… Der Krankenkasse wäre das auch sicherlich lieber als ständig zum Arzt latschen…

Grüße

Karana

Hallo,

Sicher sagen kann man es doch
aber erst, wenn man eine Gewebeprobe ins Labor geschickt hat
oder?

So ist es.

Was würde mich, gesetzt den Fall, der Hautarzt sagt wieder nix
Konkretes, die Entfernung kosten?

Nichts, das zahlt die Krankenkasse

Und kriegt man dann eine
Laboruntersuchung dabei? Was würde die ggf. extra kosten?

Auch nichts.
Zuerst wird eine Probe genommen, und ins Labor geschickt.

Ist das Laborergebnis negativ, ist die Sache erledigt.

Ist das Ergebnis positiv, wird nochmal nachgeschnitten, und das Stück erneut ins Labor geschickt, um sicherzustellen dass alles erwischt wurde.

Die
könnten es auch eben rausschneiden, gucken, ob es Krebs ist
und ich hab meine Ruhe… Der Krankenkasse wäre das auch
sicherlich lieber als ständig zum Arzt latschen…

Genau so kenne ich das.
Vielleicht mal über einen anderen Hautarzt nachdenken.

Gruß,
Woody

Genau so kenne ich das.
Vielleicht mal über einen anderen Hautarzt nachdenken.

Hi

Danke für die Antwort, dann weiß ich demnächst über meine „Rechte“ als Patient bescheid und kann mich nicht mehr so leicht abwimmeln lassen.

Ich war inzwischen schon bei 3 verschiedenen Hautärzten und alle wollten sie mir ein mehrmaliges Hautscreening empfehlen. Direkt nachgeguckt, was mit dem Muttermal ist, hat keiner.

Ich war bisher immer nicht aufdringlich genug oder was, dass ich drauf bestanden habe, dass dieses eine Muttermal konkret untersucht wurde. Es ist ja nicht gerade so, dass ich das aus Langeweile mache, und ein konkreter Krebsverdacht besteht auch, nach dieser „ABCD-Regel“, wo jeder 2. Hautarzt Flyer zu im Wartezimmer liegen hat.

Man wird sehen, was der Besuch am Donnerstag bringt.

Grüße

Karana

Hallo,

ich für meinen Teil bin froh, dass sie nicht einfach auf Verdacht jedes Muttermal heraussäbeln, sondern es erst weiter beobachten wollen, wenn du deine anders lautenden Wünsche dazu nicht konkret geäußert hattest.
Seit mir als Kind ein Muttermal entfernt wurde, weil es eventuell einmal hätte verdächtig werden können, prangt eine erhabene, hypertrophe Narbe auf meinem Rücken, welche erfolgreich jeder kosmetischen Behandlung strotzt.

Selbstverständlich wiegt die Hautkrebsprävention stärker als der ästhetische Aspekt.

Grüße
Liete

Hallo…

naja… ganz so einfach wie es da steht, ist es nicht.

Der Hautarzt entscheidet, ob es sich um einen atypischen Nävus (ein auffälliges Muttermal) handelt oder nicht. Durch ein Dermatoskop (diese Art Lupe, die der Hautarzt nutzt) kann man nochmals deutlich genauer unterscheiden.

Ich war inzwischen schon bei 3 verschiedenen Hautärzten und
alle wollten sie mir ein mehrmaliges Hautscreening empfehlen.
Direkt nachgeguckt, was mit dem Muttermal ist, hat keiner.

Sicher kannst Du einen zweiten Hautarzt, um seine Meinung bitten. Und evtl. greift dieser schneller zum Messer und setzt seine OP-Kriterien lockerer … vielleicht aber auch nicht.

Langeweile mache, und ein konkreter Krebsverdacht besteht
auch, nach dieser „ABCD-Regel“, wo jeder 2. Hautarzt Flyer zu
im Wartezimmer liegen hat.

Und diesen konkreten Krebsverdacht sieht der Arzt anscheinend nicht. Vielleicht ist auch nochmal zu betonen, dass sich der schwarze Hautkrebs meist nicht aus einem vorbestehenden Muttermal entwickelt, anders als man immer annimmt.

Und es ist nunmal nicht so, wie der Vorredner schreibt, dass man einfach ne kleine Probe entnimmt und dann entscheidet, ob das Muttermal raus muss. In ein pigmentiertes Muttermal hineinzuschneiden (Ausnahme: angeborene großflächige Muttermale) ist ein Kunstfehler; wenn dann wird das ganze Muttermal entfernt. Sollte sich in der Gewebeuntersuchung die Bösartigkeit bestätigen, wird nochmals ein Sicherheitsabstand nachgeschnitten.

Sicher solltest Du den Arzt auf die beobachteten Veränderungen hinweisen. Sollte er dennoch keinen dringenden Verdacht auf eine bösartige Entartung stellen, kannst Du dich ja immer noch beraten lassen, was eine Entfernung kosten wird.

Viele Grüße.

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