My home is my school

Hallo Allerseits,

ich fand die nachfolgende Sendung sehr bemerkenswert:
http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/flashplaye…

Es geht hier um den Heimunterricht, der in Deutschland üblicherweise verboten ist. Was haltet ihr von dem Thema?

Gruß
Carlos

Hi,

Es geht hier um den Heimunterricht, der in Deutschland
üblicherweise verboten ist.

üblicherweise, aber mit Ausnahmen. Mal wieder Religionsfanatiker haben sich durchgesetzt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Zw%C3%B6lf_St%C3%A4mme_…

TM

Hallo,

http://de.wikipedia.org/wiki/Zw%C3%B6lf_St%C3%A4mme_…

Bist du sicher, dass das der richtige Link ist?

Gruß
Elke

Hallo,

danke Eklastic!
Diesen „Hauptlink“ hatte ich vergessen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hausunterricht
…Nach einer Schätzung der Evangelischen Zentralstelle für
Weltanschauungsfragen werden in Deutschland zwischen 40 und 80
Kinder aus religiösen Gründen nicht zur Schule geschickt.
Insgesamt wird die Zahl der Kinder, die zu Hause unterrichtet
werden, derzeit auf 500 bis 3000 (Focus) geschätzt…

TM

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Hallo,

Es geht hier um den Heimunterricht, der in Deutschland
üblicherweise verboten ist.

üblicherweise, aber mit Ausnahmen. Mal wieder
Religionsfanatiker haben sich durchgesetzt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Zw%C3%B6lf_St%C3%A4mme_…

Der Link funktioniert nicht richtig, aber auch die „zwölf Stämme“ haben keinen Heimunterricht, sondern eine eigene Schule genehmigt bekommen. „Im Februar 2006 wurde der Glaubensgemeinschaft unter Auflagen vom bayerischen Staat eine eigene Schule genehmigt.“

Cheers, Felix

Linkkorrektur
Hi,

http://de.wikipedia.org/wiki/Zw%C3%B6lf_St%C3%A4mme_…

Klammer werden wohl auch in Zukunft nicht in Links gehen, darum:
http://tinyurl.com/b7axkk

J~

Hi,

komisch, bei mir geht mein falscher Link, auch nachdem ich den Cache leerte um zu testen. Aber danke! Nun passt es ja.

TM

Hallo erstmal! =)
Also ich bin eigentlich ein totaler Gegener von solchen „homeschooling“ Sachen, wie sie ja in USA extrem praktiziert werden. Denn nicht nur, dass ja bekanntlich die Kinder von ihren Eltern oft nichts annehmen können, sondern auch die Tatsache, dass die Bildung dabei echt auch auf der Strecke bleibt, spricht gegen eine Einführung. Auch sollte man den sozialen Aspekt nicht ganz außer Acht lassen, denn in der Schule findet man gute Freunde, man kommt mal aus seinen 4 Wänden heraus, lernt neue Leute kennen, und muss sich auch auf neue Leute einstellen können, z.B. Lehrer. Oft wird solchen Kindern die Zukunft verbaut, weil ihre Eltern meinen, sie müssten die Bildung ihrer Kinder selbst in die Hand nehmen! In manchen Ländern, z.B. Kanada, spielt das Zeugnis ja nicht ganz so eine große Rolle (hab ich mal wo gelesen) aber in Deutschland hat man ohne guten Schulabschluss von einer Schule, die einen guten Ruf hat, kaum noch Chancen auf einen Ausbildungsvertrag.
Und selbst wenn man als Eltern nicht mit der Bildungspolitik einverstanden ist, dann gibt es immer noch Alternativen, z.B. die Montessori Schulen etc. Also ich finde keinen einzigen positiven Aspekt, denn welcher Schüler lernt schon freiwillig?
Schönen Abend noch,
Mrs. Jones :wink:

Hallo,

es soll mir mal ein Befürworter des Heimunterrichts beantworten, wie er sämtliche Fächer einer 10., 11. oder 12. Klasse angemessen fachlich unterrichten möchte?!

Diese Ideen mögen auf dem Grundschulniveau umsetzbar sein und meist werden in den lieben Medien auch nur jüngere Kids gezeigt.

Hallo,

ich bin dagegen-dagegener-am dagegensten. Ich finde auch absolut keine sachlichen Gründe, die dafür sprechen würde (außer die, für die es sowieso bereits die Ausnahmen gibt). Gerade christliche Fundamentalisten (ich meine das jetzt nicht wertend) verstehe ich in ihrer Argumentation überhaupt nicht: Die überwiegende Mehrzahl von denen, die immer mal wieder ins Licht der Öffentlichkeit treten sind ja 1.Generation in ihrer jeweiligen Religion, also waren sie auch auf öffentlichen Schulen und haben sich trotzdem/gerade darum für ihre Religion entschieden und zwar auf einer informierten Grundlage (sie kennen ja die Alternativen). Ihren Kindern sollten sie die gleiche Möglichkeit einräumen.
Unsere momentane Schulsituation ist ganz sicher nicht ideal, aber sie ist für JEDEN verbesserungsbedürftig, wir sollten gemeinsam daran arbeiten, Schulen zu schaffen, in die jeder gehen kann. Wenn die Straße voll mit Schlaglöchern ist, baue ich mir ja deswegen auch keinen privaten Trampelpfad daneben.
Das ist meine PERSÖNLICHE Meinung. (persönlich denke ich aber, dass ich damit goldrecht habe!)

Viele Grüße

Moin Michael,

Diese Ideen mögen auf dem Grundschulniveau umsetzbar sein

Nee, auch da nicht. Denn dann brauchten wir keine Grundschullehrer und könnten arbeitslose Mamis und Papis einstellen die sich für kompetent genug für diese Aufgabe halten.
Die wären dann bestimmt auch billiger als ausgebildete Lehrkräfte, und der Staat könnze eine Menge Geld sparen.

;-»
Pit

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Frage zur Rechtslage
Hallo,

weil in einigen Kommentaren „in Deutschland“ auftaucht: gibt es für den Unterricht zu Hause wirklich bundeseinheitliche Vorschriften, oder ist das nicht doch eher Ländersache, wie es im Bildungsbereich üblich ist?
Als ich 13 oder 14 war kamen an mein Gymnasium zwei Brüder, die bis dahin von Privatlehrern zu Hause unterrichtet worden waren. Ein Sonderfall waren sie nur insofern als die Familie reich genug war, diese Privatlehrer zu bezahlen - also keine Krankheiten, Auslandsaufenthalte, unzumutbare Wege zu einer „normalen“ Schule oder ähnliches.
Das ist allerdings lange her (Anfang der 60er) und es könnte sein, dass sich die Rechtslage verändert hat. Es soll sich bitte niemand die Mühe Mühe machen, die Vorschriften einzelner Bundesländer zu durchforsten. Aber falls jemand zufällig etwas Genaueres weiß …

Grüße
Pit

Danke für eure Beiträge (o.w.T.)

Hallo,

…Nach einer Schätzung der Evangelischen Zentralstelle für
Weltanschauungsfragen werden in Deutschland zwischen 40 und 80
Kinder aus religiösen Gründen nicht zur Schule geschickt.

Apropos evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen … ist es eigentlich in Deutschland mittlerweile möglich, seine Kinder in eine öffentliche Schule zu schicken, ohne sie irgend einer Indoktrination der beiden Hauptaberglaubensrichtungen auszusetzen?

Ich wurde seinerzeit gezwungen, am Religionsunterricht teilzunehmen. Damals fand ich es nur lästig, rückblickend finde ich es skandalös. Immerhin war ich auf einer öffentlichen Schule.

Gruß

Fritze

Hallo Fritze,

… ist es eigentlich in Deutschland mittlerweile möglich,
seine Kinder in eine öffentliche Schule zu schicken, ohne sie
irgend einer Indoktrination der beiden
Hauptaberglaubensrichtungen auszusetzen?

Ich wurde seinerzeit gezwungen, am Religionsunterricht
teilzunehmen. Damals fand ich es nur lästig, rückblickend
finde ich es skandalös. Immerhin war ich auf einer
öffentlichen Schule.

ich weiß ja nicht, wie alt Du bist, aber in Bayern war Ethik schon vor 24 Jahren Standard für die ungetauften, andersgläubigen usw.

Nur leider hat der Unterricht nicht immer was getaugt.

Gruß, Karin

Hallo,

… ist es eigentlich in Deutschland mittlerweile möglich,
seine Kinder in eine öffentliche Schule zu schicken, ohne sie
irgend einer Indoktrination der beiden
Hauptaberglaubensrichtungen auszusetzen?

wie Kuhmax sagte, geht das.
Reliunterricht konnte man fern bleiben ohne Ersatzunterricht.
Allerdings wird ab der 8. Klasse in B-W Ethik zur Pflicht.
Man kann sich auch NICHT aud Religionsfreiheit berufen!
http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidunge…

Gruß