Hallo Malu
Mit dem Rucksack werde ich nicht reisen. Ich mach es mir etwas
bequemer.
Wie denn? Mit Taxis und großem Reisekoffer zwichen Hotels, Flughäfen und Sehenswürdigkeiten zu pendeln?
Nimm es mir nicht übel, aber damit hast Du das Reisen in solchen Ländern nicht verstanden. Es geht darum, mit Land und Leute in Kontakt zu treten und nicht diese zu meiden und sich nur auf die Sehenswürdigkeiten zu stürzen.
Myanmar bedeutet, zwischen 20 Burmesen in einem Minibis eingezwängt zu sitzen, mit einer alten Oma halb auf dem Schoß und ein paar Hühnern zwischen den Füßen.
Myanmar bedeutet, sich zu Fuß, mit dem Fahrad, der Perdekutsche oder dem Ochsenkarren zu bewegen und nicht mit dem Taxi bis vor den Eingang einer Pagode gebracht zu werden.
Da mir leider für diese Reise nur ca 14-17 Tage zur
Verfügung stehen,
Inklusive den Flugtagen von Deutschland aus? Das ist wenig. Das wird nur ein herumgehetze.
muss ich den Aufenthalt sehr genau planen.
Genau hier wird es schwierig. In Myanmar kann man nicht alles durchplanen. Dafür gibt es zuviel unvorhersehbares, was eintreten kann:
- weggeschwemmte Brücken, die wochenlang nicht wieder aufgebaut werden
- Gebiete, die von heute auf morgen für den Tourismus gesperrt werden (off limits)
- Flüge, welche ohne Begründung getrichen werden
- und, und, und
Vergiß nicht: Myanmar hat eine Militärdiktatur. Und alles, und ich meine alles , unterliegt der Willkür des Militärs.
Kennt einer von Euch vielleicht einen guten zuverlässigen
Führer ( englisch-oder deutsch-sprachig) in Yangon, Bagan,
Mandalay und Inle See, den ich von hier aus schon kontaktieren
könnte?
Führer von Deutschland aus zu kontaktieren ist quatsch. In den Städten und Touristengebieten gibt es die MTT’s (Myanmar Travel & Tour Office), wo man Führer, Sondergenehmigungen und Informationen bekommt. Hilfreich ist auch immer das Hotelpersonal.
Die einzelnen Entfernungen zwischen den Städten werde
ich mangels Zeit mit dem Flieger zurücklegen müssen.
Dazu verweise ich auf einen Artikel des „Auswärtigen Amtes“:
http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinfor…
Die Sicherheit des zivilen Flugverkehrs innerhalb Myanmars kann im Einzelfall durch veraltetes bzw. mangelhaft gewartetes Fluggerät lokaler Luftverkehrsgesellschaften beeinträchtigt sein. Zuletzt haben sich am 19.02. (abgebrochener Startversuch mit Verletzten) und am 04.03.2008 (Ausfall einer Turbine) zwei Zwischenfälle mit Turboprop-Maschinen der Air Bagan auf Inlandsflügen ereignet. Die deutsche Botschaft in Rangun rät ihren eigenen Beschäftigten seit Jahren, aus Sicherheitsgründen auf Flugreisen mit der staatlichen Inlandsfluggesellschaft Myanma Airways (IATA-Code: UB) zu verzichten.
Auszug aus dem „Loose“(2006/S.81):
Nicht nur die Maschinen sind veraltert, auch die Piloten lassen es an Vorsicht fehlen. Vornehmlich werden Kampfflieger der birmanischen Luftwaffe beschäftigt, die ein bißchen risokofreudiger fliegen als ihre zivilen Kollegen bei den europäischen Fluggesellschaften.
Im Ganzen habe ich das Gefühl, Du hast Dir noch keinen Begriff davon gemacht, was Reisen in Myanmar wirklich bedeutet.
Gruß
schatten