Myanmar

Hallo liebes Forum,

ich beabsichtige Ende März alleine(keine Gruppenreise) nach Myanmar zu fahren. Hat das jemand von Euch schon mal gemacht? Was muss man bei der Planung beachten? Bin für jeden Tipp sehr dankbar.
Vielen Dank für Eure Mühe!

Gruß
Malu

Hallo Malu,

ich hab’ zwei Links für Dich, die Dir vielleicht weiterhelfen könnten:

1.) http://www.teufel-on-tour.de/
2.) http://www.ingrids-welt.de/

Im Forum von Ingrids Welt findest Du mit Sicherheit jemanden, der Dir ein gutes Stück weiterhelfen kann. Aber lies erstmal auf der „Teufelseite“.

Viele Grüße
Theo

Hallo Malu

Der Vorschlag von Theo S. ist sehr gut: Die Seite von Oliver Teufel gibt Dir schon mal einen schönen Einblick, wie so ein Urlaub mehr oder weniger abläuft.

Wieviel Erfahrung hast Du denn schon mit Rucksackreisen?
Sollte dieses Dein erster Trip werden, dann wäre vielleicht ein anderes Land besser geeignet, um erste Erfahrungen mit den asiatischen Begriffen von Zeit und Komfort zu knüpfen.

Vietnam, Malaysia, Philippinen und Thailand sind meiner Meinung nach gute Einstiegsländer.

Zwei Dinge sind immer Vorraussetzung bei solchen Reisen:

  1. eine unerschüttliche Geduld und
  2. Selbstbewusstsein
    Alles anderes ergibt sich.

Vorab würde ich mir als erstes einen aktuellen Reisefüher zulegen und den ersten Teil davon durcharbeiten. Dort findest Du auf 100 Seiten und mehr alle Informationen zu dem Land selbst, zu den Reisevorbereitungen und praktische Tipps jeglicher Art.

Gute Reiseführer sind zB. der Loose:
http://www.amazon.de/Stefan-Loose-Travel-Handb%C3%BC…

oder der Lonely Planet:
http://www.amazon.de/Myanmar-Burma-lowdown-Golden-My…

Wobei darauf zu achten wäre, dass der Reiseführer so aktuell wie möglich ist.

Kurz bevor Du das Visum beantragt, würde ich mich hier nochmal über die politische Situation informieren.
http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinfor…

Myanmar ist übrigens kein Urlaubsland. Willst Du Dich erholen, dann bist Du da falsch. Willst Du aber was erleben, dann wirst Du dieses Land lieben.

Ansonsten wünsche ich Dir viel Spass.
Meine Myanmarreise fand während der Regenzeit statt und gehört zu meinen schönsten Erfahrungen.

Gruß
schatten

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Hallo zusammen,

Eure Tipps sind wirklich gut. Den " teuflischen" Bericht habe ich mit sehr großem Interesse gelesen und beschäftige mich jetzt mit den von Euch genannten Reiseführern. Je mehr ich lese, desto mehr freue ich mich auf diese Reise.Das Visum erhalte ich - wie mir die Botschaft schrieb- sehr schnell. Mit dem Rucksack werde ich nicht reisen. Ich mach es mir etwas bequemer. Da mir leider für diese Reise nur ca 14-17 Tage zur Verfügung stehen, muss ich den Aufenthalt sehr genau planen. Kennt einer von Euch vielleicht einen guten zuverlässigen Führer ( englisch-oder deutsch-sprachig) in Yangon, Bagan, Mandalay und Inle See, den ich von hier aus schon kontaktieren könnte? Die einzelnen Entfernungen zwischen den Städten werde ich mangels Zeit mit dem Flieger zurücklegen müssen.
Gruß
Malu

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Hallo Malu

Mit dem Rucksack werde ich nicht reisen. Ich mach es mir etwas
bequemer.

Wie denn? Mit Taxis und großem Reisekoffer zwichen Hotels, Flughäfen und Sehenswürdigkeiten zu pendeln?
Nimm es mir nicht übel, aber damit hast Du das Reisen in solchen Ländern nicht verstanden. Es geht darum, mit Land und Leute in Kontakt zu treten und nicht diese zu meiden und sich nur auf die Sehenswürdigkeiten zu stürzen.

Myanmar bedeutet, zwischen 20 Burmesen in einem Minibis eingezwängt zu sitzen, mit einer alten Oma halb auf dem Schoß und ein paar Hühnern zwischen den Füßen.

Myanmar bedeutet, sich zu Fuß, mit dem Fahrad, der Perdekutsche oder dem Ochsenkarren zu bewegen und nicht mit dem Taxi bis vor den Eingang einer Pagode gebracht zu werden.

Da mir leider für diese Reise nur ca 14-17 Tage zur
Verfügung stehen,

Inklusive den Flugtagen von Deutschland aus? Das ist wenig. Das wird nur ein herumgehetze.

muss ich den Aufenthalt sehr genau planen.

Genau hier wird es schwierig. In Myanmar kann man nicht alles durchplanen. Dafür gibt es zuviel unvorhersehbares, was eintreten kann:

  • weggeschwemmte Brücken, die wochenlang nicht wieder aufgebaut werden
  • Gebiete, die von heute auf morgen für den Tourismus gesperrt werden (off limits)
  • Flüge, welche ohne Begründung getrichen werden
  • und, und, und

Vergiß nicht: Myanmar hat eine Militärdiktatur. Und alles, und ich meine alles , unterliegt der Willkür des Militärs.

Kennt einer von Euch vielleicht einen guten zuverlässigen
Führer ( englisch-oder deutsch-sprachig) in Yangon, Bagan,
Mandalay und Inle See, den ich von hier aus schon kontaktieren
könnte?

Führer von Deutschland aus zu kontaktieren ist quatsch. In den Städten und Touristengebieten gibt es die MTT’s (Myanmar Travel & Tour Office), wo man Führer, Sondergenehmigungen und Informationen bekommt. Hilfreich ist auch immer das Hotelpersonal.

Die einzelnen Entfernungen zwischen den Städten werde
ich mangels Zeit mit dem Flieger zurücklegen müssen.

Dazu verweise ich auf einen Artikel des „Auswärtigen Amtes“:
http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinfor…
Die Sicherheit des zivilen Flugverkehrs innerhalb Myanmars kann im Einzelfall durch veraltetes bzw. mangelhaft gewartetes Fluggerät lokaler Luftverkehrsgesellschaften beeinträchtigt sein. Zuletzt haben sich am 19.02. (abgebrochener Startversuch mit Verletzten) und am 04.03.2008 (Ausfall einer Turbine) zwei Zwischenfälle mit Turboprop-Maschinen der Air Bagan auf Inlandsflügen ereignet. Die deutsche Botschaft in Rangun rät ihren eigenen Beschäftigten seit Jahren, aus Sicherheitsgründen auf Flugreisen mit der staatlichen Inlandsfluggesellschaft Myanma Airways (IATA-Code: UB) zu verzichten.

Auszug aus dem „Loose“(2006/S.81):
Nicht nur die Maschinen sind veraltert, auch die Piloten lassen es an Vorsicht fehlen. Vornehmlich werden Kampfflieger der birmanischen Luftwaffe beschäftigt, die ein bißchen risokofreudiger fliegen als ihre zivilen Kollegen bei den europäischen Fluggesellschaften.

Im Ganzen habe ich das Gefühl, Du hast Dir noch keinen Begriff davon gemacht, was Reisen in Myanmar wirklich bedeutet.

Gruß
schatten

Hallo Schatten,

vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.

all diese Dinge, die Du beschreibst, sind mir inzwischen auch bekannt durch die Lektüre der Reiseführer und Reiseberichte. Was die Zeit anbelangt, so gehöre ich leider nicht zu den „Privilegierten“, die sich einen so langen Urlaub leisten können wie Du. Meine Studienzeiten sind leider vorbei.Ich weiss genau, was mir durch diese Art des Reisens entgeht. Das werde ich auch vermissen und ich bedaure es sehr, dass ich nicht so reisen kann wie Du mit hautnahmem Kontakt zur Bevölkerung. Aber für mich stellt sich leider die Frage : so, wie ich es vorhabe oder überhaupt nicht.
Ich habe auch schon gelesen, dass wohl die Mandalay Airline noch die
beste unter den bestehenden sein soll.

Viele Grüße
Malu

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Hallo Malu

vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.

Gerne geschehen.

all diese Dinge, die Du beschreibst, sind mir inzwischen auch
bekannt

Okay, - das ist schon mal das wichtigste.

Was die Zeit anbelangt, so gehöre ich leider nicht zu den
„Privilegierten“, die sich einen so langen Urlaub leisten
können wie Du.

Was meinst Du mit nicht leisten können? Zeitlich oder finanziell?
Das Reisen im Land selbst muss nicht teuer sein. Das Teuerste ist wohl der Hin- und Rückflug. Und sämtlicher Luxus im Land selbst, wie:

  • gehobene Unterkünfte
  • Taxis
  • Führer
  • richtige Restaurants
  • Alkohol

Tipp 1:
Geld kannst Du auch sparen, wenn Du z.B. statt zu einer Bank die Geldwechsler südlich der Sule-Pagode aufsuchst. Die tauschen auch EUROs.
Wichtig: nimm keine 90, 45 und 15 Kyat-Scheine an. Die sind zwar noch gültig, aber Du wirst evt. Schwierigkeiten haben, diese wieder los zu werden, da niemand diese Scheine annehmen will.

Meine Studienzeiten sind leider vorbei.

Habe nie studiert und meine Schulzeit ist seit 25 Jahren vorbei. Na und? 2006 war ich 3 Monate mit dem Rucksack in SOA unterwegs.

Ich weiss genau, was mir durch diese Art des Reisens entgeht. Das
werde ich auch vermissen und ich bedaure es sehr, dass ich
nicht so reisen kann wie Du mit hautnahmem Kontakt zur
Bevölkerung. Aber für mich stellt sich leider die Frage : so,
wie ich es vorhabe oder überhaupt nicht.

Tipp 2:
Eventuell wären weniger Reiseetappen sinnvoller. Z.B. den Inle weglassen und damit mehr Zeit für den Kontakt mit den Einheimischen haben.

Aber falls Du alle Etappen mitnehmen möchtest, dann empfehle ich Dir Yangon als letzten Aufenthalt mit einzuplanen. Solltest Du Tage in Bagan oder am Inle „verlieren“, so bist Du wenigstens im Zeitdruck wegen dem Rückflug.

Gruß
schatten

Korrektur

Solltest Du Tage in Bagan oder am Inle „verlieren“, so bist Du
wenigstens im Zeitdruck wegen dem Rückflug.

Sollte natürlich heißen:

Solltest Du Tage in Bagan oder am Inle „verlieren“, so bist Du
wenigstens nicht im Zeitdruck wegen dem Rückflug.

Hallo Schatten,

vielen Dank für Deine Antwort. Meine begrenzten Möglichkeiten beziehen sich auf die Zeit. Ich kann mir eine längere Abwesenheit leider nicht leisten. ( Bin kein Arbeitnehmer). Aber Dein Tipp, die Reise auf zwei Reisen zu verteilen, ist nicht schlecht, ebenso Dein Rat was den Rückflug betrifft. Ich werde- wie sich gerade herausgestellt hat- die Reise auf den Spätherbst verschieben müssen. Das scheint auch die bessere Reisezeit zu sein.
Nochmals vielen Dank!
Gruß
Malu

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