Hallo mal wieder an die Italienischkönner!
Ich les grad einen Roman („Generazione 1000 Euro“), der in Mailand spielt; da wird von den Kreativen einer Werbeagentur in Gesprächen immer mal wieder als Verneinung „naa“ (doch wohl nasaliert gesprochen gedacht) verwendet.
Fragen:
Ist diese Übernahme aus dem Süddeutschen tatsächlich - zumindest in N-Italien - gebräuchlich? Jugend-Slang?
Hat das jemand von euch schon mal selbst gehört?
Dank und Gruß!
Hannes
Hallo Hannes, ich habe es oft in Mailand als umgangssprachlichen „Laut“ gehört.
Meistens wird das „naaaahh“ noch von einer Grimasse unterstrichen. Es bedeutet etwa ein angewidertes „Nein“.
Woher es nun genau kommt kann ich nicht sagen, würde aber die Meinung, daß es angeblich aus dem Süddeutschen kommen soll, nicht teilen. Die mailänder Umgangssprache (speziell unter den Yuppies und Jugendlichen) ist ebenfalls oft vielen Veränderungen ausgesetzt, je nach dem was gerade „in“ ist. Das „naaaa“ (genau wie Du sagst, nasal ausgesprochen)gibt es schon lange.
Gruß, marrio64
Besten Dank!!
würde aber die
Meinung, daß es angeblich aus dem Süddeutschen kommen soll,
nicht teilen.
Ich hatte mir halt gedacht, nachdem München zwischen Weihnachten und Dreikönig/Befana voller Mailänder ist, vom Oktoberfest ganz zu schweigen, könnte die Übernahme von da her erfolgt ein. „Naa“ ist ja herzulande die gängige Vokabel zur Verneinung.
Die mailänder Umgangssprache (speziell unter den
Yuppies und Jugendlichen) {…]
Auch deshalb interessiert mich der Roman, vor allem aber, weil er einer der ersten Texte war, der das „Prekariat“ zum Thema hat, von einem der precari geschrieben.
Schöne Grüße!
Hannes
Hi Hannes!
Ist diese Übernahme aus dem Süddeutschen tatsächlich -
zumindest in N-Italien - gebräuchlich? Jugend-Slang?
Ich schließe mich Marco Riolo an und behaupte, daß dieses „Naaa“ nicht aus dem Deutschen kommt.
Hat das jemand von euch schon mal selbst gehört?
Ja, bei uns sagt man das auch.
Und wir haben sogar das „saa“ ;o)) (Aber recht kurz ausgesprochen)
Dank und Gruß!
Gerne!
Schöne Grüße,
Helena
Berichtigung:
von einem der precari geschrieben.
Nein, von zweien:
Antonio Incorvaia / Alessandro Rimassa.
H.