NAbendynamo

Hallo,
zwischenzeitlich hab ich mich nun endlich für ein neues Trekkingrad entschieden (Gudereit 60plus). Damit bin ich auch sehr zufrieden. Es hat einen Nabendynamo und nun frage ich mich, wie der funktioniert. Ich mein nicht im Detail, aber er hat einen Lichtsensor an der Lampe und je nach Stellung geht das Licht an, wenn man ins Dunkle kommt. Funktioniert auch gut. Bei einem „normalen“ Dynamo ist es ja so, daß durch „anschalten“ das Treten schwerer wird, mal ganz blöd gesagt. Wie funktioniert das im Nabendynamo? Er ist ja wohl eh nicht so belastend wie ein herkömmlicher, aber ist der sozusagen immer „an“, und nur die Lampe wird bei Bedarf mit Strom versorgt, oder schaltet da auch irgendwas um, was dann die Energie für die Lampe liefert? Müßte dann ja auch zu einer zusätzlichen Reibung bei Licht kommen?
Also kurz, muß man die Kraft zur Energiegewinnung fürs Licht immer aufbringen, oder nur, wenn das Licht an ist?

Danke, liebe Grüße

Diana

Es gibt verschiedene Nabendynamos. Sie funktionieren im Prinzip so wie Elektomotoren, im Gehäuse drehen sich praktisch Pole, die Strom erzeugen. Bei den hochwertigeren Modellen kommt nur Strom für das Licht, wenn die Lampe an ist bzw. wenn der Sensor gemeldet hat, dass jetzt das Licht sich einschalten soll.
Einen „Rollwiderstand“ hat man zwar auch, wenn die Lampe nicht in Betrieb ist, aber bei guten Modellen reduziert dieser sich um etwa 50 - 70 % bei Nichtbetrieb der Lampe.

Hallo Diana,

zwischenzeitlich hab ich mich nun endlich für ein neues
Trekkingrad entschieden (Gudereit 60plus).

Dann mal herzlichen Glückwunsch zum neuen Fahrrad.

Es hat einen Nabendynamo und nun frage ich
mich, wie der funktioniert. Ich mein nicht im Detail, aber er
hat einen Lichtsensor an der Lampe und je nach Stellung geht
das Licht an, wenn man ins Dunkle kommt. Funktioniert auch
gut. Bei einem „normalen“ Dynamo ist es ja so, daß durch
„anschalten“ das Treten schwerer wird, mal ganz blöd gesagt.

Der „normale“ Dynamo hat einen geringeren Wirkungsgrad (=Verhältnis von reingesteckter Energie zu entnommener Energie) als ein guter Nabendynamo.

Wie funktioniert das im Nabendynamo? Er ist ja wohl eh nicht
so belastend wie ein herkömmlicher, aber ist der sozusagen
immer „an“, und nur die Lampe wird bei Bedarf mit Strom
versorgt, oder schaltet da auch irgendwas um, was dann die
Energie für die Lampe liefert?

Du kannst keinen elektrischen Strom „verkaufen“, wenn kein Verbraucher Strom abnimmt. Der Dynamo dreht sich zwar in der Nabe mit, aber außer den geräteeigenen Verlusten, die wie Didi schon schrieb nur einen Bruchteil dessen ausmachen, was du antreiben musst, wenn Energie entnommen wird, fällt nichts an, was mehr Kraft als ein normales Vorderrad kosten würde.

Müßte dann ja auch zu einer zusätzlichen Reibung bei Licht kommen?

Es kommt zu einem zusätzlichen, aber sehr viel geringerem Kraftaufwand. Reibung entsteht keine zusätzlich, da ja mechanisch nichts hinzugeschaltet wird.

Also kurz, muß man die Kraft zur Energiegewinnung fürs Licht
immer aufbringen, oder nur, wenn das Licht an ist?

Also: Wenn das Licht aus ist, musst Du die Kraft für das Vorderradlager und die Wirbelstrom- und Magnethystereseverluste aufbringen, wenn das Licht an ist, musst Du zusätzlich die Kraft aufbringen, die den Kräften entgegensteht, die Dynamo am Drehen der stromführenden Spulen durch die Magnetpole hindern wollen. Beides ist lang nicht so viel, wie die zusätzlichen Verluste, die z.B beim Reiben einen Seitenläufers am Reifen anfallen.

Wenn Du mehr wissen willst, gerne, aber Vorsicht, ich bin Elektro-Ingenieurin.

Gruß, Karin

Hallo,

es hängt davon ab, was für einen Nabendynamo du fährst. Der SON hat, wenn kein Strom abgenommen wird, einen Widerstand wie eine mittelgute Nabe (ca. 0,2 Watt Verlust bei 30 km/h, wenn ich mich recht erinnere). Bei eingeschaltetem Licht wird da 5 - 6 Watt draus (wovon die Lampe 3 Watt verbraucht).
Die Shimano haben im Betrieb einen nicht ganz so guten Wirkungsgrad wie der SON und in ausgeschaltetem Zustand sind immer noch deutliche Verluste vorhanden (bei den älteren Modellen sollen die sogar höher gewesen sein als in eingeschaltetem Zustand).

http://www.veloplus.ch/info/info-beleuchtung.html

Gruss, Niels

Probieren geht über Studieren!
Hallo Diana,

ich kann mich nur anschließen, Herzlichen Glückwunsch!

Zum Dynamo, halte einfach mal ein paar Vorderräder der Nachbarschaft hoch, mit Dynamo, ohne, alt, neu, eingeschaltet, ausgeschaltet und schmeiß sie mal mit der Hand an, und beobachte wie lange sie laufen, wieviel Kraft sie Dir entgegenstellen.

Ist zwar sehr subjektiv, hängt stark vom Trägheitsmoment (Gewicht) des Vorderrades ab, aber für einen ersten Eindruck ganz gut. Ich jedenfalls bin mit meinem SON im Leerlauf und um Betrieb sehr zufrieden, habe ihn immer auf Automatik stehen und merke oft nicht, ob ich mit oder ohne fahre.

Ach ja, noch ein Detail:
Sind die Lampen aus, liefert der Nabendynamo keinen Strom, aber eine riesige Spannung (ca. 160V glaube ich) Das ist zwar nicht so schlimm, aber die Kabel (bis zum Schalter) sollten einigermaßen in Ordnung :smile:

achim