Nach 2 Unfällen kann in meinem Beruf nicht

Hallo an alle! Kurz zu meine Geschichte: Ich bin 29 und ein Lokführer , habe in letzten 4 Jahren 2 Personenunfälle gehabt. Dabei sind Menschen verstorben. Letzter Unfall ereignete sich vor 2 Jahren. Seit dem habe Ich mit zusammen gekniffenen Zähnen und ständige Angst vor neuen Unfall weiter gearbeitet. Immer mit der Angst das irgendwann mall der Zeitpunkt da ist und man muss es wider miterleben, am Schlimmsten ist die Gedanke einen Kind im Gleis zu haben. Und vor paar Monaten war es beinah so weit, habe zwar noch rechtzeitig gebremst kann aber seit dem den Blick einer 6 jährigen Mädchen nicht verdrängen, wie Sie im Gleis steht. Seit dem kann Ich nicht mehr Arbeiten, dieser Vorfall hat bei mir auch die davorliegenden Unfälle in Erinnerung hergeholt. So das ich nicht mehr schlafen kann, dauernd Magen schmerzen habe, brechen muss, Panikanfälle bekomme. Ich hab mich auch schon an den Psychologen gewandt, wird aber nicht besser, verschlimmert sich mit jeder Woche weiter. War bei Arbeitsagentur um die Umschulung zu beantragen, erfülle zwar alle Voraussetzungen bekomme aber durch Arbeitsamt keine Finanzierung. Die Agentur verweist auf die Berufsgenossenschaft und die Berufsgenossenschaft erkennt den Fall nicht als Krankheit. Und somit fülle ich mich von beiden Anstalten im stich gellassen. Nun brauche ich Tipps wie Ich in so einem Fall handeln soll? Ob einer in ähnlichen fall die Erfahrung gemacht habe? (nicht unbedingt als Lokführer) Bin noch bei meiner Firma angestellt, aber wohl nicht mehr Lange da ich mich in letzten Monaten stark in der Arbeit eingeschränkt habe.

Danke für eure Kommentare und Tipps
Max

Vielleicht solltest du einmal über eine Reha nachdenken.

Du bist da vielleicht auch nicht beim richtigen Psychologen gelandet. Es gibt Rehakliniken, die sich nicht nur speziell auf Traumafolgestörungen spezialisiert haben, sondern sogar solche, die eine spezielles Angebot für Berufsgruppen haben, die besonders häufig von so etwas betroffen sind. Das hat neben anderen Vorteilen schon einen ganz wichtigen, nämlich das Signal: Du bist nicht alleine mit deinem Problem.

Eine dieser Kliniken bspw. http://www.vital-kliniken.de/fileadmin/user_upload/P…

Ansonsten kannst du vielleicht selber auch noch einmal gucken unter den Stichworten PTBS, Lokführer.

Ich würde das auf jeden Fall über diese Schiene laufen lassen! Du musst die Probleme sowieso in den Griff bekommen, gleich, ob du den Beruf wechselst oder nicht. Denn das wird nicht weggehen, nur weil du nicht mehr im Führerstand stehst! Erst dann kann man sagen, ob eine Umschulung sinnvoll ist.

Was den Kostenträger angeht: Eigentlich Berufsgenossenschaft. Wenn die sich stur stellen, Widerspruch einlegen. Hilfreich ist aber auch ein guter, Trauma erfahrener Psychologe oder für den Antrag möglicherweise noch besser Psychiater, der ebenfalls Druck macht. Ansonsten Antrag bei der Rentenversicherung stellen und im Antrag auf den Unfall hinweisen. Dann kaspern die das auch untereinander aus.

Und es schadet vielleicht auch nicht, in der Klinik mal nachzufragen. Die dürften Erfahrungen haben, wenn sich Kostenträger sperrig anstellen.

Das hier noch als Ergänzung - du hast ein Recht auf Hilfe!

http://www.e-fachanwalt.de/verwaltungsrecht-trauma-n…

Hallo,

Hallo an alle! Die Agentur
verweist auf die Berufsgenossenschaft und die
Berufsgenossenschaft erkennt den Fall nicht als Krankheit. Und
somit fülle ich mich von beiden Anstalten im stich gellassen.

Auch wenn es nicht für diesen Teil das passende Brett ist, Du solltest unbedingt einen Anwalt für Arbeits- und Sozialrecht aufsuchen. Zu dem Problem der PTBS bei Unfällen im Zusammenhang mit dem Führen von Schienenfahrzeugen und der Kostenträgerschaft der BG gibt es mittlerweile eine umfangreiche Rechtsprechung .
Bezüglich einer Umschulung (berufl. Reha) solltest Du Dich an Deine örtlich zuständige reha-Servicewstelle wenden. Die können für Dich rechtsverbindlich die Zuständigkeit klären.
http://www.reha-servicestellen.de/

Nun brauche ich Tipps wie Ich in so einem Fall handeln soll?
Ob einer in ähnlichen fall die Erfahrung gemacht habe? (nicht
unbedingt als Lokführer) Bin noch bei meiner Firma angestellt,
aber wohl nicht mehr Lange da ich mich in letzten Monaten
stark in der Arbeit eingeschränkt habe.

Du brauchst auch eine adäquate ärztliche Behandlung. Solange die BG die Verantwortung ablehnt, kannst Du Dir einen Facharzt für Psychiatrie frei suchen.
Nach meiner Erfahrung reicht bei derart „verschleppten“ Störungen oft eine ambulante Therapie und/oder Reha nicht aus, sondern es ist eine stationäre Behandlung nötig.

Danke für eure Kommentare und Tipps

Max

&Tschüß
Wolfgang