Nach Absage nach Gründen fragen?

Hallo zusammen,

nach einem vielversprechenden Vorstellungsgespräch habe ich leider nach vier Wochen Bedenkzeit doch nicht die Stelle bekommen.
(Das das Gespräch gut verlaufen ist, habe ich mir auch nicht eingebildet, sondern wurde mir persönlich auch so vermittelt, falls die Frage jetzt wieder kommt :wink:)
Für mich ist die Sache klar: Nach vorne gucken und weiterbewerben.
Nun haben mich zwei Bekannte darauf angesprochen, den Betrieb nochmal zu kontaktieren und nach den Gründen für die Absage zu fragen. Mir kam das nicht in den Sinn, da für mich die Sache gelaufen ist.
Ist es üblich, nochmal anzurufen oder stehen die Gründe beim Schreiben in der Regel dabei?

Gruß*Diana

Hallo,

Nun haben mich zwei Bekannte darauf angesprochen, den Betrieb
nochmal zu kontaktieren und nach den Gründen für die Absage zu
fragen. Mir kam das nicht in den Sinn, da für mich die Sache
gelaufen ist.
Ist es üblich, nochmal anzurufen oder stehen die Gründe beim
Schreiben in der Regel dabei?

Gründe werden kaum angegeben. Jedoch kannst du danach fragen (am Besten durch Anruf). In nicht seltenen Fällen weiß die Personalabteilungn ichts von den Vorgängen der Fachbereiche. Wenn diese keine Rückmeldung geben, wird davon ausgegangen, dass der Bewerber ungeeignet war und es wird (nicht selten) automatisch eine Mail versandt.

Auf jeden Fall muss man sich für das Vostellungsgespräch bedanken (bei dem du das gespräch hattes). Das ist ein Akt der Höflichkeit.

Hi!

Du kannst natürlich frundlich dort nachfragen.

Schlimmstenfalls erfährst Du nichts, in der Regel bekommst Du eine Standardantwort (anderer Bewerber hat noch ein wenig besser aufs Profil gepasst), und ganz selten erfährst Du sogar den tatsächlichen Grund…

Zu verlieren hast Du nichts, wenn Du freundlich bist!

LG
Guido

Hallo Diana,

nach einem vielversprechenden Vorstellungsgespräch habe ich
leider nach vier Wochen Bedenkzeit doch nicht die Stelle
bekommen.

ähnliches habe ich gerade nach einer kürzeren Zeit erlebt.

(Das das Gespräch gut verlaufen ist, habe ich mir auch nicht
eingebildet, sondern wurde mir persönlich auch so vermittelt,
falls die Frage jetzt wieder kommt :wink:)

Bei mir war ich mir allerdings nicht sicher, ob das Gespräch wirklich so einhellig gut verlaufen sei.

Nun haben mich zwei Bekannte darauf angesprochen, den Betrieb
nochmal zu kontaktieren und nach den Gründen für die Absage zu
fragen. Mir kam das nicht in den Sinn, da für mich die Sache
gelaufen ist.

Ich habe dieses in dem Sinne getan, dass ich mein Bedauern über die Entscheidung ausgedrückt und meinen Gesprächspartner auf seine Absage-Mail höflich darum gebeten habe, mir doch zu sagen, woran es „gehakt“ habe. Als Begründung führte ich an, dass ich gerne an mir arbeiten und mich auch ggf. durch Fortbildung verbessern würde. Ich bekam auch durchaus eine aussagefähige Antwort.

Ist es üblich, nochmal anzurufen oder stehen die Gründe beim
Schreiben in der Regel dabei?

Also, bei mir standen keine Gründe in der Mail, angerufen habe ich nicht, weil ich das von meinem jetzigen Arbeitsplatz aus hätte machen müssen, und die Mail schien ganz in Ordnung zu sein.

Gruß, Karin

Hallo Diana,

(Das das Gespräch gut verlaufen ist, habe ich mir auch nicht
eingebildet, sondern wurde mir persönlich auch so vermittelt,
falls die Frage jetzt wieder kommt :wink:)

Wenn Du einen einigermaßen angenehmen Eindruck hinterlassen hast, wird man Dir meist einen ebensolchen entgegenbringen.
Das ist mehr oder weniger Freundlichkeit und hat erst mal wenig damit zu tun, ob Du für die Stelle in Frage kommst.
Das machen wir genauso.

Ist es üblich, nochmal anzurufen oder stehen die Gründe beim
Schreiben in der Regel dabei?

Ich habe es bisher noch nicht erlebt, daß ein Kandidat oder Kanditatin eine solche Rückfrage gestartet hat.
Aber es kann sein, daß die von der Personalabteilung ohne Rückfrage bei uns beantwortet wird.
Wenn dem so ist, kannst Du Dir sicher ausrechnen, welchen Wert diese Antwort hat (siehe oben - Höflichkeit).

Aber selbst wenn die Frage zu uns käme, was sollten wir antworten?
Die formalen Qualifikationen hattest Du, sonst wärst Du nicht zum Vorstellungsgespräch geladen worden.
Im ersten Termin (ca. 10 Kandidaten) wird (bei uns!) in kleiner Runde mit den Kandidaten gesprochen und abgeklärt, ob die Persönlichkeit! einigermaßen ins Team passt.
Davon kommen dann drei oder vier in die zweite Runde, wo eine Besichtigung der Labore stattfindet und die anderen Mitarbeiter Gelegenheit haben kurz mit den Kandidaten zu sprechen.
Die werden dann gefragt und wir kommen wieder in kleiner Runde auf einen Kandidaten, dem ein Angebot gemacht wird.

So.
Warum kommen die anderen nicht weiter?!
Das kann sein, daß eine Person eher unsympatisch erscheint, oder irgendwie nicht so recht ins Team passen könnte.
ABer alles natürlich im Konjungtiv.
Wie soll ich Dir denn so etwas mitteilen?
Vielleicht ist die Art, die bei uns nicht so ganz angekommen ist, beim nächten Termin gerade gefragt.
Und wenn Du von mir hörst, Du hättest Dich vielleicht besser so und so bei uns!!! verkaufen können, kommst Du dann mit Deiner Art, die Du dann bewust nicht mehr annimmst beim nächsten gerade nicht an.

Natürlich gibt es auch Kandidaten, die rein formal nicht passen, aber die läßt man dann auch nichts so positives spüren.
In Deinem Fall war es wahrscheinlich etwas Zwischenmenschliches, das bei einem anderen Kandidaten schlicht besser gepaßt zu haben scheint.

Gandalf

Danke, euch vieren für eure Antworten.

Nur zum Verständnis: Mich interessierts nicht die Bohne, warum ich nicht genommen wurde. Ich bin, wie ich bin, meine Qualifikationen sind so, wie sie sind. MIr fiel eben nur auf, dass mich 2 Bekannte fragten, warum ich denn nicht da anrufen würde und deshalb die Frage, ob das so üblich ist.

@Gandalf: Sicherlich sind Chefs auch freundlich, wenn man selber freundlich ist. Nur wurde mir eine bessere Stellung angeboten. Hatte mich eigentlich für was anderes beworben. Auch Bewerber haben Urteilsvermögen, obs gut gelaufen ist oder nicht und dem kann man ruhig Glauben schenken.
Die Firma wird im Oktober eröffnet, da ist es eben schwierig, zu sagen, wer ins noch nicht vorhandene Team passen kann :wink:

Gruß*Diana

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Diana,

@Gandalf[…]

Deinen Fall kenne ich nicht, ich habe nur erläutert, wie wir es normalerweise machen. Und die Wahrscheknlichkeit, daß andere es auch so machen oder zumindestens ähnlich, ist sicher gegeben.

Gandalf

Hallo Gandalf,

ganz Recht, meinen Fall kennst du nicht. Warum schätzt du ihn dann ein?
Ich fragte nicht nach möglichen Gründen meiner Absage, sondern nach allgemeinen Konventionen. „Wenn du freundlich bist…“ und „In deinem Fall war es wahrscheinlich…“ hört sich doch nach einer Antwort auf eine andere Frage an, nicht? Trotz alledem danke ich dir für den Einblick in dein Unternehmen.

Nix für ungut.
Gruß*Diana

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Diana,

ganz Recht, meinen Fall kennst du nicht. Warum schätzt du ihn
dann ein?

das beantwortest Du doch selber hier!

Ich fragte nicht nach möglichen Gründen meiner Absage, sondern
nach allgemeinen Konventionen.

Und die habe ich Dir gesagt.
So wie wir machen das zumindestens eine Reihe anderer Firmaen auch.
Somit kann man das zumindestens in einem gewissen Rahmen als allgemeinen Konvention bezeichnen.

Aber wenn Dich das nicht interessiert - auch gut.

Gandalf

Ist es üblich, nochmal anzurufen oder stehen die Gründe beim
Schreiben in der Regel dabei?

Nein, die Wenigsten machen das…
und verschenken damit die Möglichkeit einiges dazu zu lernen.

Bei vielversprechenden Gesprächen frage ich immer nach und bekomme, wenn ich meinen fachlichen Gesprächspartner direkt anmaile auch meist ein Feedback. Die Personalabteilung wird Dir niemals den wahren Grund für Deine Ablehnung liefern.

Gruß bobesch

genau so isses!

Nein, die Wenigsten machen das…
und verschenken damit die Möglichkeit einiges dazu zu lernen.

gruß
ann

Nix geht mehr seit Mitte August… AGG
Hallo,

seit Mitte August ist das AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) in Kraft. Die damit verbundenen Konsequenzen zwingen mich gerade dazu, als Grund nur noch zu sagen: Es gab jemanden, der besser dem Profil entsprach.
Nicht ein Hinweis mehr, denn sonst könnte es für das Unternehmen teuer werden.

Gruss

Jörg-Holger