Nach der Depression

Hallo zusammen,

ich hatte im vergangenen Winter ziemlich heftige (reaktive) Depressionen, der eine oder andere hier wird es mitbekommen haben. Vorher war ich ein Mensch, der extrem sorglos und dauer-glücklich durchs Leben gelaufen ist. Also nicht, dass ich keine Probleme hatte, ich konnte halt nur gut damit umgehen und hatte keine Sorgen deswegen.

Während der Depris war ich in Therapie, war auch alles wunderbar, hat geholfen, Thera wurde abgeschlossen und mit geht es richtig gut.

Aber: Ich bin viel nachdenklicher geworden, kann nicht mehr einfach so spontan handeln, überdenke jede Sache x-mal, bin verletzlicher geworden usw.

Ist das normal? Liegt es daran, dass ich von einem ziemlich glücklichen Zustand in ein sehr tiefes Loch gefallen bin und jetzt halt auch die „andere Seite“ kenne? Früher konnte ich mir nicht vorstellen, wie es ohne Hoffnung, Lebensfreude usw. ist, in allem habe ich noch was Positives gesehen (es war einfach da, ich musste nie danach suchen) und ich hatte in meinem Leben immer Glück, ohne etwas dafür zu tun. Irgendwie hat sich immer alles als richtig und gut herausgestellt. Wirklich immer.

Einerseits bin ich ja froh über die Erfahrung mit den Depressionen, andererseits belastet es mich ziemlich. Ich will mir keine Gedanken über jeden Mist machen, will mich nicht aufregen über Leute, die mir nicht passen - ich will einfach die Ruhe von vorher zurück. Leben und leben lassen: Mitnehmen, was geht und die anderen halt ignorieren, wenn es sein muss. Stattdessen mache ich aus Kleinigkeiten riesige Szenen, verachte manche Menschen geradezu (habe ein supertolles Schwarzweiß-Denken aufgebaut in den letzten Monaten) und traue mich quasi gar nichts mehr. Es könnte ja schiefgehen. Dass es vor nicht einmal einem Jahr doch funktioniert hätte, daran denke ich dann auch und mache einfach - aber irgendwann kommt dann mein Rückzieher, weil ich irgendetwas gefunden habe (ja, hier suche ich quasi danach!), was mir davon abrät.

So, das musste ich mal eben loswerden, vielleicht kennt das ja noch wer? Nur bitte keine Links zu irgendwelchen Depri-Seiten, davon kenne ich echt genug. *gg*

Grüßlis
Natascha

Liebe Natascha,
als Betroffene weiß ich, wie sehr man dazu neigt, sich und seine Befindlichkeit ständig zu überprüfen, jeden Gedanken und jede Reaktion zu sezieren…
Was Du beschreibst, ist einfach eine Beschreibung eines Reifeprozesses - und das ist was wertvolles!
Gruß,
Anja

hm -
Moin -

@Natascha: ich kenne dieses Gefühl nur zu gut, auch mit den unterschiedlichen Phasen. Noch vor einem Jahr konnte mich nix erschüttern, selbst wenn mal was schief ging, hatte ich einen unerschütterlichen Optimismus: das wird alles wieder… und es wurde! allerdings mit dem Unterschied, dass ich Depriphasen von früher kannte… Aber ich hatte es genossen, als das endlich vor einigen Jahren aufhörte und ich offenbar „echt glücklich“ war. Es ist sicherlich nachzuvollziehen, dass man umso frustrierter ist, wenn man merkt, die gleiche Scheiße fängt von vorn an…

Derzeit geht Optimismus kaum, seziere, ähnlich wie du beschreibst, jeden Gedanken, jedes Wort, jedes Handeln. Bin unfrei geworden. Und alles ist irgendwie schlecht, hat einen Haken… warum sollte es auch gut sein ???:wink:

@Anja/Natascha: meinst du wirklich, dass das ein (positiver) Reifeprozess ist? Sicherlich hat dieses Verhalten etwas damit zu tun, dass vielleicht im Denken etwas vorwärts gegangen ist… man anders hinterfragt. Aber könnte es nicht auch ein Kontrollmechanismus sein, der einerseits vielleicht verhindern soll, dass einem weh getan wird, was ich dahingehend aber als negativ empfinde, weil er eben andererseits auch verhindert, dass ich etwas Schönes überhaupt zulasse…

Wäre ja dankbar, wenn das stimmen würde und man letztlich was positives draus ziehen könnte - aber ich glaub nicht wirklich dran…

Liebe Grüße
die dose

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Hi,

Vorher war ich ein Mensch, der extrem sorglos und
dauer-glücklich durchs Leben gelaufen ist. Also nicht, dass
ich keine Probleme hatte, ich konnte halt nur gut damit
umgehen und hatte keine Sorgen deswegen.

Aber: Ich bin viel nachdenklicher geworden, kann nicht mehr
einfach so spontan handeln, überdenke jede Sache x-mal, bin
verletzlicher geworden usw.

Ich würde das auch einfach nur „Reife-Prozess“ nennen :smile:
Ein etwas holpriger vielleichet, aber generell völlig normaaaal.

Stattdessen mache ich aus Kleinigkeiten riesige Szenen,
verachte manche Menschen geradezu (habe ein supertolles
Schwarzweiß-Denken aufgebaut in den letzten Monaten) und traue
mich quasi gar nichts mehr. Es könnte ja schiefgehen.

Dieser Wandel, den Du beschreibst, ging ja ziemlich plötzlich.
Sowohl Deine lange Beziehung war ein plötzlicher Umschwung im Vergleich zu vorher, und das, was danach kam, ja auch. Kein Wunder, daß das nicht auf Anhieb perfekt klappt. Nimm Dir einfach ein wenig Zeit, Dich zurechtzufinden - und schwing Deinen Hintern heute in den Zug nach Essen :wink:

Gruß,

Malte.

Hi Anja,

als Betroffene weiß ich, wie sehr man dazu neigt, sich und
seine Befindlichkeit ständig zu überprüfen, jeden Gedanken und
jede Reaktion zu sezieren…
Was Du beschreibst, ist einfach eine Beschreibung eines
Reifeprozesses - und das ist was wertvolles!

dann will ich weder erwachsen (s. Vika *g*) noch reifer werden… Ich stehe mir damit doch nur selbst im Weg, hat Dosenbier ganz treffend geschrieben, finde ich: Einerseits hält es Verletzungen ab, andererseits lasse ich aber auch gar nichts mehr an mich ran - wodurch ich garantiert eine Menge schöner Dinge verpasse. Ich will es einfach so haben wie vorher, in den Tag hinein leben und schauen, wie es so wird…

Grüße
Natascha

Hi Dose,

@Natascha: ich kenne dieses Gefühl nur zu gut, auch mit den
unterschiedlichen Phasen. Noch vor einem Jahr konnte mich nix
erschüttern, selbst wenn mal was schief ging, hatte ich einen
unerschütterlichen Optimismus: das wird alles wieder… und es
wurde!

genau, warum Sorgen machen, es geht doch sowieso irgendwie weiter, und das auch noch gut…

allerdings mit dem Unterschied, dass ich Depriphasen
von früher kannte… Aber ich hatte es genossen, als das
endlich vor einigen Jahren aufhörte und ich offenbar „echt
glücklich“ war. Es ist sicherlich nachzuvollziehen, dass man
umso frustrierter ist, wenn man merkt, die gleiche Scheiße
fängt von vorn an…

Ja, kann ich mir gut vorstellen. Weiß nicht, was ich tun würde, wenn ich das bei mir bemerken sollte (was ich nicht glaube). Wie gesagt, im Grunde gehts mir ja gut, ich mache mich mit dem Nachdenken nicht verrückt bzw. ändere die Umstände, wenn ich merke, dass mir etwas zu nahe geht - wobei genau Letzteres mich dann auch teilweise wieder zum Grübeln bringt von wegen richtige Entscheidung und so… *nerv* Es ist wohl wirklich die Verletzlichkeit, vor der ich solche Angst habe. Wenn das nicht wäre, müsste ich nicht über alles nachdenken.

Derzeit geht Optimismus kaum, seziere, ähnlich wie du
beschreibst, jeden Gedanken, jedes Wort, jedes Handeln. Bin
unfrei geworden. Und alles ist irgendwie schlecht, hat einen
Haken… warum sollte es auch gut sein ???:wink:

Hm, wie gesagt, wenn ich etwas als schlecht (besonders für mich) empfinde, ändere ich es. Aber warum sind die Gedanken daran nicht einfach abzuschalten? Wäre doch viel einfacher.

Aber könnte es nicht auch ein
Kontrollmechanismus sein, der einerseits vielleicht verhindern
soll, dass einem weh getan wird, was ich dahingehend aber als
negativ empfinde, weil er eben andererseits auch verhindert,
dass ich etwas Schönes überhaupt zulasse…

Das, denke ich, ist es. Absolut dämlich eigentlich, oder?

Wäre ja dankbar, wenn das stimmen würde und man letztlich was
positives draus ziehen könnte - aber ich glaub nicht wirklich
dran…

Irgendwann wieder…

Grüße
Natascha

Hi S-i-S,

Ich würde das auch einfach nur „Reife-Prozess“ nennen :smile:
Ein etwas holpriger vielleichet, aber generell völlig
normaaaal.

aber es macht mich doch nicht reifer, mich vor dem Leben zu verstecken, weil ich auf irgendeine Weise Angst davor habe?!?

Dieser Wandel, den Du beschreibst, ging ja ziemlich plötzlich.
Sowohl Deine lange Beziehung war ein plötzlicher Umschwung im
Vergleich zu vorher, und das, was danach kam, ja auch. Kein
Wunder, daß das nicht auf Anhieb perfekt klappt. Nimm Dir
einfach ein wenig Zeit, Dich zurechtzufinden -

Ich will aber nimmer warten. Und daran arbeiten. Das nervt!

und schwing
Deinen Hintern heute in den Zug nach Essen :wink:

Nein.

Grüße
Natascha

1 „Gefällt mir“

Überbrückung
Hallo Natascha,

mich mit dem Nachdenken nicht verrückt bzw. ändere die
Umstände, wenn ich merke, dass mir etwas zu nahe geht - wobei
genau Letzteres mich dann auch teilweise wieder zum Grübeln
bringt von wegen richtige Entscheidung und so…

genau das meine ich. letztlich habe ich überhaupt keinen Grund, durchzuhängen. Eigentlich ist alles ok. Aber dann kommt etwas, das mir Angst machen könnte und schon überlege ich, ob ich das dann nicht gleich wieder aus meinem Leben eliminiere. Grüble hin und her, was nun der richtige Weg wäre. Denke mir aus, die und die Entscheidung wäre aber besser für mich, weil dann geht’s mir wieder gut und ich hab das problem einfach nicht mehr. etc. pp.

wohl wirklich die Verletzlichkeit, vor der ich solche Angst
habe. Wenn das nicht wäre, müsste ich nicht über alles
nachdenken.#

ja - schon… aber diese Verletzlichkeit hat Ursachen… und das blöde ist ja, dass man an den Ursachen so schnell gar nichts ändern kann. Man kann sie höchstens erkennen. Aber dann???

Kontrollmechanismus…

Das, denke ich, ist es. Absolut dämlich eigentlich, oder?

Völlig dämlich. aber der hat sicherlich seine Gründe, warum er da ist… blöderweise ist das ganz schön anstrengend dahinter zu kommen, warum, weshalb…

Irgendwann wieder…

yep - aber wie die Zeit bis dahin überbrücken?? diese Frage stellt sich mir schon…

Gruß von der dose

Hi,

Ich würde das auch einfach nur „Reife-Prozess“ nennen :smile:
Ein etwas holpriger vielleichet, aber generell völlig
normaaaal.

aber es macht mich doch nicht reifer, mich vor dem Leben zu
verstecken, weil ich auf irgendeine Weise Angst davor habe?!?

Nu wart’s doch mal ab. Was erwartest Du? Das sowas ruckizucki funktioniert?

Dieser Wandel, den Du beschreibst, ging ja ziemlich plötzlich.
Sowohl Deine lange Beziehung war ein plötzlicher Umschwung im
Vergleich zu vorher, und das, was danach kam, ja auch. Kein
Wunder, daß das nicht auf Anhieb perfekt klappt. Nimm Dir
einfach ein wenig Zeit, Dich zurechtzufinden -

Ich will aber nimmer warten. Und daran arbeiten. Das nervt!

Klar nervt das. Aber man bekommt nunmal nicht immer das, was man will.
Außerdem liegt’s ganz bei Dir, also gib Dir n Ruck und fahr…

und schwing
Deinen Hintern heute in den Zug nach Essen :wink:

Nein.

…doch.

Was hast Du zu verlieren?
Was hast Du zu gewinnen?

Gruß,

Malte.

Huhu,

Nu wart’s doch mal ab. Was erwartest Du? Das sowas ruckizucki
funktioniert?

wie lange geht das denn nun schon so? Ist ja nicht erst seit gestern…

Klar nervt das. Aber man bekommt nunmal nicht immer das, was
man will.

Ich habe bisher so ziemlich alles bekommen, was ich wollte. (Ob auf Dauer, ist eine andere Frage.) Warum dann nicht auch jetzt?

Außerdem liegt’s ganz bei Dir, also gib Dir n Ruck und fahr…

Das hat nichts damit zu tun, dass ich mir einen Ruck geben sollte oder was auch immer.

Was hast Du zu verlieren?
Was hast Du zu gewinnen?

Du weißt ganz genau, dass ich genau wegen dieser beiden Fragen nicht fahre.

Grüße
Natascha

1 „Gefällt mir“

Huhu,

Aber dann kommt
etwas, das mir Angst machen könnte und schon überlege ich, ob
ich das dann nicht gleich wieder aus meinem Leben eliminiere.

*seufz* ja.

Grüble hin und her, was nun der richtige Weg wäre. Denke mir
aus, die und die Entscheidung wäre aber besser für mich, weil
dann geht’s mir wieder gut und ich hab das problem einfach
nicht mehr. etc. pp.

Ja, nur bis die Entscheidung dann mal gefallen ist, ist es ganz besonders heftig. Und danach halt auch nicht unbedingt besser. :frowning:

ja - schon… aber diese Verletzlichkeit hat Ursachen… und
das blöde ist ja, dass man an den Ursachen so schnell gar
nichts ändern kann. Man kann sie höchstens erkennen. Aber
dann???

Ich weiß ganz genau, woher das bei mir kommt - aber genau Deine letzte Frage sagt es: Aber dann? Was mache ich mit dem Wissen? War nicht sehr schwer rauszufinden, und nun? Solche Situationen vermeiden - womit wir wieder beim Anfang wären…

Völlig dämlich. aber der hat sicherlich seine Gründe, warum er
da ist… blöderweise ist das ganz schön anstrengend dahinter
zu kommen, warum, weshalb…

Ich weiß ganz genau, dass der früher auch schon da war, nur habe ich ihn dann einfach ignoriert.

yep - aber wie die Zeit bis dahin überbrücken?? diese Frage
stellt sich mir schon…

Keine Ahnung.

Grüße
Natascha

Huhu,

Nu wart’s doch mal ab. Was erwartest Du? Das sowas ruckizucki
funktioniert?

wie lange geht das denn nun schon so? Ist ja nicht erst seit
gestern…

RIchtig, aber ich finde das trotzdem noch nicht „lange“.

Klar nervt das. Aber man bekommt nunmal nicht immer das, was
man will.

Ich habe bisher so ziemlich alles bekommen, was ich wollte.
(Ob auf Dauer, ist eine andere Frage.) Warum dann nicht auch
jetzt?

Weil das eben nicht immer funktioniert. Vielleicht ist ja auch das als Erfahrung was wert :wink:

Außerdem liegt’s ganz bei Dir, also gib Dir n Ruck und fahr…

Das hat nichts damit zu tun, dass ich mir einen Ruck geben
sollte oder was auch immer.

Doch, wäre mit Sicherheit ne witzige Aktion.

Du weißt ganz genau, dass ich genau wegen dieser beiden Fragen
nicht fahre.

Dann solltest Du mal die Fragen Fragen sein lassen und die Antworten betrachten:

Was hast Du zu verlieren?

Nichts.

Was hast Du zu gewinnen?

Alles. Von … bis …

Gruß,

Malte.

Hi,

RIchtig, aber ich finde das trotzdem noch nicht „lange“.

ich schon!

Ich habe bisher so ziemlich alles bekommen, was ich wollte.
(Ob auf Dauer, ist eine andere Frage.) Warum dann nicht auch
jetzt?

Weil das eben nicht immer funktioniert. Vielleicht ist ja auch
das als Erfahrung was wert :wink:

Nein, will ich nicht. *motz* Wenn es hier nicht rein um mich gehen würde, wäre es mir vielleicht sogar egal - aber es kann doch nicht sein, dass ich etwas nicht bewusst aus meinem Hirn streichen kann - sind ja keine verrückt spielenden Gefühle, sondern reine Einstellungssache. Aber geht nicht. Hätte ich nicht gedacht.

Doch, wäre mit Sicherheit ne witzige Aktion.

Klar, dachte ich zeitweise ja auch, jetzt aber nicht mehr.

Was hast Du zu verlieren?

Nichts.

Doch, Freizeit, Schlaf, Erholung.

Was hast Du zu gewinnen?

Alles. Von … bis …

Falsch: Nichts - außer der garantierten Erkenntnis, dass Nachtzüge nerven und ich doch lieber daheim geblieben wäre.

Grüße
Natascha

Hi,

Ich habe bisher so ziemlich alles bekommen, was ich wollte.
(Ob auf Dauer, ist eine andere Frage.) Warum dann nicht auch
jetzt?

Weil das eben nicht immer funktioniert. Vielleicht ist ja auch
das als Erfahrung was wert :wink:

es kann doch nicht sein, dass ich etwas nicht bewusst aus meinem Hirn
streichen kann

Doch, genau das nennt man „normal“. Andere sagen „Gewissen“ dazu oder so. Gedanken perfekt „wegdenken“ zu können, würde ich für sehr bedenklich halten.

Gruß,

Malte.

Huhu,

Doch, genau das nennt man „normal“. Andere sagen „Gewissen“
dazu oder so. Gedanken perfekt „wegdenken“ zu können, würde
ich für sehr bedenklich halten.

also, wenn ich mich gerade in dem allgemeinen „Normalzustand“ befinde… Nein danke! Und ich will ja gar nix wegdenken, ich will es halt wieder so hinnehmen können, wie es ist, ohne mich gleich gezwungen zu fühlen, alles umkrempeln zu müssen (und das dann manchmal auch zu tun, ohne es eigentlich zu wollen).

Grüße
Natascha

Moin,

Doch, genau das nennt man „normal“. Andere sagen „Gewissen“
dazu oder so. Gedanken perfekt „wegdenken“ zu können, würde
ich für sehr bedenklich halten.

also, wenn ich mich gerade in dem allgemeinen „Normalzustand“
befinde… Nein danke!

*ggg* Naja, nicht ganz, aber generell vermutlich eher schon. (Cooler Satz, eigentlich…)

Und ich will ja gar nix wegdenken, ich
will es halt wieder so hinnehmen können, wie es ist, ohne mich
gleich gezwungen zu fühlen, alles umkrempeln zu müssen (und
das dann manchmal auch zu tun, ohne es eigentlich zu wollen).

Wie lange erlebst Du das in genau dieser Form schon?
Solang das weniger als „Jahre“ sind, würde ich das als „Nu hab halt mal ein wenig Geduld…“ abhandeln. Wenn Du darauf keinen Bock haast, dann könnte es ja vielleicht zum allgemeinen Wohlbefinden beitragen, wenn Du endlich mal Deinen Sprachkurs machst oder sowas.

Gruß,

Malte, auch immer ungeduldig.

Gruß,

Malte.

Hi,

Einerseits
hält es Verletzungen ab, andererseits lasse ich aber auch gar
nichts mehr an mich ran - wodurch ich garantiert eine Menge
schöner Dinge verpasse. Ich will es einfach so haben wie
vorher, in den Tag hinein leben und schauen, wie es so wird…

Dann wird dir nichts anderes übrig bleiben als ganz langsam wieder die Verletzbarkeit zuzulassen. Das geht nicht so schnell.

Beispiel: Ich war letztens in München und hatte plötzlich wieder arge Probleme mit Angst vor Menschen(Soziale Phobie). Am liebsten hätte ich mich in einer Ecke versteckt, ich dachte das hab ich überwunden. Ich hab es dann nicht mehr ausgehalten und habe das Gegenteil vom verstecken gemacht. Ich bin in den Zoo gegangen, es war schönes Wetter und Wochenende. Ich bin also bewusst dahin gegangen wo viele Menschen sind, statt mich vor ihnen zu verstecken. Als ich draussen war ging es mir viel besser und das hat geholfen gegen die Angst.

Gruss Jan

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Hi,

*ggg* Naja, nicht ganz, aber generell vermutlich eher schon.
(Cooler Satz, eigentlich…)

nach wie vor: Ich will aber nicht so sein!

Wie lange erlebst Du das in genau dieser Form schon?
Solang das weniger als „Jahre“ sind, würde ich das als „Nu hab
halt mal ein wenig Geduld…“ abhandeln.

Nein, sehe ich nicht so. Wenns mir von heute auf morgen scheiße gehen kann, muss es anders herum auch möglich sein. Meine Meinung.

Wenn Du darauf keinen
Bock haast, dann könnte es ja vielleicht zum allgemeinen
Wohlbefinden beitragen, wenn Du endlich mal Deinen Sprachkurs
machst oder sowas.

Hab ich doch längst.

Grüße
Natascha

Hi,

ich weiß. Versuche ich ja auch, geht aber nicht so einfach.

Grüße
Natascha

Hi,

habe vrohin einen Schritt in Richtung Verletzlichkeit getan. Mal schaun, obs was bringt…

Grüße
Natascha