Nach der Vollnarkose ein neuer Mensch

Ja, Ihr habt richtig gehört.

Mein Sohn (5 Jahre) hatte vor einem Monat eine Operation unter Vollnarkose.

Seitdem ist er wie ausgewechselt. Er ist viel lebendiger, springt herum, wo er früher doch so träge war, ist lustiger, vitaler etc.

Er ist kaum wiederzuerkennen.

Kann die Narkose für ihn bewusstseinserweiternd gewesen sein?

Was meint Ihr?

Zur Info: er hatte eine Beschneidung, aber es war nicht so, dass es ihm vorher schlecht ging oder er Schmerzen hatte. Die OP war medizinisch notwendig (bitte hierüber jetzt keine Diskussion - ist anderes Thema).

Hi,

Kann die Narkose für ihn bewusstseinserweiternd gewesen sein?
Zur Info: er hatte eine Beschneidung, aber es war nicht so,
dass es ihm vorher schlecht ging oder er Schmerzen hatte. Die
OP war medizinisch notwendig (bitte hierüber jetzt keine
Diskussion - ist anderes Thema).

wenn die OP medizinisch notwendig war, dann hat er jetzt nach der OP Beschwerden nicht mehr, die er vorher hatte. Somit ist eine Verbesserung eingetreten, was die Veränderung erklärt.

Gruß
Cess

Hi Jaqueline,

ich denke (auch), dass die Veränderungen mit den Gründen/Ursachen für den operativen Eingriff zu tun haben.

Ansonsten erinnert mich Deine Geschichte an die alte Dame im Krankenhaus, die immer wieder um ein EKG (also Herzmessungen unter Belastung auf einem Ergometer) bat, weil „ihr das so gut getan habe“.

Dahinter steckte ganz einfach, dass die Dame nach der Anstrengung müde war und somit besser schlafen konnte . . .

Hi,

vielleicht hat ihn die Tatsache, dass er eine für ein Kind sehr beängstigende Situation gut gemeistert hat „gepuscht“? Sein Selbstbewusstsein aufgebaut??
Die Narkosemedikamente sind bei einmaligem Gebrauch nicht Bewusstseins - oder Charakterverändernd.

viele Grüße

Susanne

Durchgangssyndrom
http://www.lebertransplantation.de/durchgang.htm

hi du,

ich denke wenn es einen medizinischen grund gegeben hat dass er den eingriff „haben“ musste, wird er auch einschränkungen erlebt haben - das muss ja nicht bewusst gewesen sein - unterschwelliges aber hat eine hohe macht - wenn diese faktoren nicht mehr da sind - denn egal wie subtil, steter tropfen höhlt den stein - dürfte es mehr als befreiend gewesen sein. - es kann ein schmerz gewesen sein, aber auch kein schmerz, eine einschränkung, etwas unangenehmes oder die auswirkungen die sonstwie banal gewesen sein können - innerlich kann sich das belastend anfühlen. und wenn es selbst da keine art körperlichem schmerz oder ähnliches gegeben hat, kann es auch psychisch gewesen sein. vielleicht ist dein sohn besonders weil er nicht verdrängt hat und deshalb könnt ihr heute die veränderung sehen.
vielleicht seid ihr auch einfach „nur“ aufmerksamer als andere eltern, besorgter, sensibler… keine ahnung.

egal was einen menschen belastet - egal wie unterschwellig, fällt es weg, ists einfach befreiend - und für ein kind wird sich das nochmal intensiver anfühlen - gerade weil es das alte evtl nie ausdrücken/ formulieren konnte, sich also auch nicht mitteilen - wie auch, es kannte ja nur „das“ - ich kann mir aber vorstellen das er in einigen jahren evtl bewusst einen unterschied erkennen kann - rückwirkend - was fühlte sich anders an vor der op und wie - oder was war aufmal nimmer vorhanden.

vielleicht kannst du eines tages die richtigen fragen stellen und erfährst so was anders war - wenn er in dem alter ist gefühle besser beschreiben zu können und worte wissen für dinge für die er heute keinen namen kennt. und wenn er bewusst vergleichen kann.

jedenfalls hast du wohl heute einen sohn der befreit ist von einer last und das finde ich persönlich wunderbar für ihn - wie ohne fessel oder ohne graue brille oder welche bildhaften vergleiche einem sonst so einfallen können - befreit eben… - und so würde ich ihn nicht als neu sehen, sondern eben als befreit - nun kann er er selbst sein, weil das was ihn „gedeckelt“ hat, unterdrückt hat - einfach nicht mehr vorhanden ist.

da fällt mir auf, man hört selten von so einem schönen verlauf nach einer OP - das wäre direkt eine kleine feier wert.

jedenfalls denke ich nicht dass die narkose hier verantwortlich ist sondern die gesundung selbst, der wegfall von dingen dessen existenz nicht bekannt waren - schon gar nicht als belastung - und wie gesagt nichtmal der person selbst wars bekannt - aber wenns nicht mehr da ist fühlt mans dennoch. das kennt jeder erwachsene auch. wie solls da erst einem kind gehen…

hoffe du verstehst mich trotz meines ausdruckstiefs und der wiederholungen im text

LG
nina

Hallo Jaqueline,

Sie schreiben :

"Mein Sohn (5 Jahre) hatte vor einem Monat eine Operation unter
Vollnarkose.

Seitdem ist er wie ausgewechselt. Er ist viel lebendiger,
springt herum, wo er früher doch so träge war, ist lustiger,
vitaler etc.

Er ist kaum wiederzuerkennen.

Kann die Narkose für ihn bewusstseinserweiternd gewesen sein?

Was meint Ihr? "

Vor einiger Zeit hat mir eine Frau ganz ähnliches erzählt. Sie fühlte sich nach dem Erwachen aus der Narkose wie neu geboren.
Das ist aber nichts Übersinnliches, sondern hat mit der ziemlich großen Portion Sauerstoff zu tun, die sie nach der Operation bekam.
Diese „große Portion Sauerstoff“ geht in alle Körperzellen und belebt ungemein. Es ist sozusagen ein Geheimtipp.
Bei allen Operationen bittet sie ausdrücklich um diese Sauerstoff-Gabe.

Gruß
Angelika