Nach kurzen Anlassen aus - ungesund?

Hallo,
ich wollte mal fragen, ob es für den Motor schädlich ist, wenn er angelassen wird, kurz fährt, ausgeschalten und dann wieder angelassen wird für eine längere Fahrt.

Ich frage nur, weil ich mein Auto immer erst aus der Tiefgarage fahren muss und dann hinterher das Tor zu zumachen.

Irgendwie doof, das Auto da mit laufenden Motor stehen zu lassen, es könnte ja fix einer reinspringen. Aber wenn der Motor zusehr drunter leidet ihn sofort wieder auszumachen, ist das natürlich auch keine Alternative

Gruss

Sina

hi sina, lass den motor laufen !! es ist ein unglaublicher verschleiß ihn kurz nach dem kaltstart auszumachen und ihn dann wieder zu starten !! auch die umwelt wird es dir danken, da der kat so schneller auf betriebstemp. kommt ! deine abgasanlage sowieso (kondenswasser/rost)! jeder startvorgang bedeutet verschleiß - der kraftstoffverbrauch fällt auch nicht ins gewicht !!

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Hallo Sina,

den Motor kurz anzulassen, um die 50 Meter aus der Tiefgarage zu fahren und ihn dann anschließend wieder auszumachen, ist so ziemlich das schlechteste, was Du einem Motor antun kannst. Hier kommt alles zusammen, was der Motor nicht mag. Kaltes Motoröl (ist zähflüssiger), kalter Motorblock, kühles Kühlwasser, tiefere Temperaturen usw. führen zu einem erhöhten Verbrauch und einer erhöhten Schadstoffbelastung. Wenn Du danach auch nur im Wesentlichen im Stadtverkehr unterwegs bist, müßte Dein Verbrauch recht hoch sein.

Ich veranschauliche Dein morgentliches Losfahren mal folgendermaßen: Du liegst im warmen Bett, schön kuschelig warm. Auf einmal steht Aufseher Schmidt in Deinem Zimmer, brüllt Dich so wie Du bist raus und treibt Dich sofort zu einem 200m Sprint. Danach liegst Du sofort wieder im Bett, um dann zum Marathon gerufen zu werden. Das würdest Du auch nicht gerne machen.

Also, Du Deinem Motor, Deinem Geldbeutel und der Umwelt etwas Gutes und laß den Motor laufen.

Mal ne andere Idee: ich kenne es von Tiefgaragen so, daß bei der Ausfahrt irgendwo ein Schlüsselschalter, ein Seilschalter oder gar ein Funksender verfügbar sind, die das Tor auf Knopfdruck, Schlüsseldrehen oder Ziehen schließen, ohne das man Aussteigen oder gar den Motor abstellen müßte. Könnte man das bei Eurer Tiefgarage nicht auch realisieren ? Du bist doch sicherlich nicht die einzige, die dieses Problem hat. Frage doch mal beim Besitzer bzw. Verwalter der Tiefgarage nach, ob man so etwas nicht installieren könnte.

Bis denn dann,

Felix

Hallo Sina,

wie meine Vorschreiber schon anmerkten, ist es äusserst schädlich
für den Motor, ihn für die paar Meter anzulassen, rauszufahren,
und auszumachen, um ihn ein paar Sekunden später erneut zu
starten.
Besser wäre folgendes: Nimm den Zweitschlüssel immer mit, fahr
den Wagen aus der Tiefgarage, lass ihn laufen…und schliess mit
dem Zweitschlüssel ab! Dann kannst Du das Tor/Gitter oder was auch
immer in aller Ruhe schliessen, danach Deinen PKW wieder öffnen,
und losfahren.
Aber bitte nicht vergessen: Den Zweitschlüssel IMMER bei Dir am
Mann…sorry…an der Frau lassen! (Mantel/Jackentasche) NIE im
Wagen deponieren, sonst erlischt Dein Versicherungsschutz bei
einem evtl. Diebstahl!

Gruß
Michael

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Hallo Sina!

Nicht etwa, um die Verwirrung komplett zu machen, sage ich Dir: Mach’ den Motor ruhig aus! Der Motor war beim Starten in der
Tiefgarage nicht betriebswarm und ist nach ein paar Metern bis vor das Tor immer noch kalt. Wenn Du dann den Motor ausmachst,
um kurz danach erneut zu starten, startest Du wiederum den fast kalten Motor. Na und? Der Motor wäre durch eine Minute im
Leerlauf auch nicht nennenswert wärmer geworden. Es ist schlichter Unfug, darin eine Schädigung des Motors sehen zu wollen. Wichtig ist, daß irgendwann einmal eine ordentliche Betriebstemperatur erreicht wird, damit als Kondensat und Verbrennungsprodukt ins Öl gelangtes Wasser verdunstet. Bis der Motor Betriebstemperatur erreicht hat, vermeidet man sehr hohe Drehzahlen. Sonst gibts rein nichts zu beachten.

Schließlich ist die mögliche Belästigung von Anwohnern durch vermeidbares Laufenlassen eines Motors ein wesentlicher
Gesichtspunkt, der hinter im übrigen unhaltbaren Befürchtungen von Gras-wachsen-hörenden Motorfreaks zurück zu stehen hat.

Ich würde den Sachverhalt nur anders sehen, wenn es um erneutes Starten eines Diesels bei Minus 20°C ginge. Wenn man den
nämlich endlich in Gang hat, schaltet man ihn besser nicht gleich wieder aus, weil eine vielleicht nicht mehr ganz frische Batterie u. U. keinen zweiten Startversuch schafft. In der Tiefgarage kann es aber nie richtig knackig frieren.

Gruß
Wolfgang

Hallo SIna,

ein Kaltstart, vor allem im WInter, ist schlecht für den Motor, weil das Motoröl nach der Standzeit nicht mehr überall im Motor ist, wegen derKölte auch eine Weile braucht bis es sich verteilt hat und in derZeit bis dahin nicht alle Teile richtig geschmiert werden.
Daran ändert sich aber durch das kurzfristige Ausschalten nichts weiter. Zumal der Wagen in der Tiefgargae steht und moderne Mehrbereichsöle auch bei tiefen Temperaturen gut schmieren.
Zudem gehen die heutige Autos nicht mehr an Motorschäden kaputt, sondern nach 15 Jahren an allen möglichen Nebenaggrgaten. Da lohnt dann irgendwann die neue Kuppluing nicht mehr, weil die Reifen auch schon am Ende sind, die Bremsen es nicht mehr lange machen und schon seit einiger Zeit die Heizung defekt ist etc.
Die Motoren sind selten das Problem.

Tu also der Umwelt inklusive deinen Nachbarn den Gefallen und mach den Motor weiter aus.

Max

Hi,

wenn Du den Motor gleich wieder startest, und die Batterie mitspielt, mach ihn ruhig aus.
Ein Problem könnte nur dann auftreten, wenn Du den Motor nach nur kurzem Betrieb für längere Zeit abstellst (Kondensation an den kalten Metallflächen).

LG
Stuffi

Geb ich auch mal meinen Senf dazu…

Ich würd’ zum Garagentorschließen (ich gehe mal davon aus, dass es nur wenige Sekunden dauert) den Wagen anlassen.
Grund für meine Einschätzung: Bei meinem Wägelchen ist eine Abschaltautomatik eingebaut, die den Motor in Leerlaufphasen (z.B. an der Ampel) ausschaltet. Interessanterweise schaltet diese Automatik den Motor nur dann ab, wenn er seine volle Betriebstemperatur erreicht hat. Ich gehe mal davon aus, dass sich die Ingenieure dabei etwas gedacht haben.
Abgesehen vom Verschleiß verbraucht ein Kaltstart (zumindest bei Minusgraden) scheinbar deutlich mehr Sprit, als kurzes Laufenlassen des Motors.

Andererseits scheinen Motoren heutzutage was den Verschleiß betrifft einiges abzukönnen. Wenn ich einige Kollegen so sehe: Klirrende Kälte - raus aus dem Werk, rein ins Auto, linken Fuß kaum drin, Tür noch offen, aber schon mit heulendem Motor losbrettern…
Mir wird da immer ganz komisch zu Mute, aber da beißt die Maus keinen Faden ab - deren Autos fahren auch nach Jahren täglicher Vergewaltigung noch tadellos.

Gruß

Stefan

Da habe ich auch noch etwas zu fragen…
Hallo Wolfgang

Bis
der Motor Betriebstemperatur erreicht hat, vermeidet man sehr
hohe Drehzahlen. Sonst gibts rein nichts zu beachten.

Lässt sich dieses ‚sehr hohe Drehzahlen‘ allenfalls in konkrete Werte fassen? Sind Drehzahlen von maximal 4000 U/Min beim kalten Motor schon zuviel?

Schließlich ist die mögliche Belästigung von Anwohnern durch
vermeidbares Laufenlassen eines Motors ein wesentlicher
Gesichtspunkt, der hinter im übrigen unhaltbaren Befürchtungen
von Gras-wachsen-hörenden Motorfreaks zurück zu stehen hat.

Findest Du, dass es wirklich weniger Lärm macht, wenn der Motor wenige Sekunden später wieder angelassen wird? Im Normalfall hört man einen Motor, der im Leerlauf ist, nur in unmittelbarer Nähe. Wenn dagegen jemand sein Auto anlässt, so ist das erheblich lauter. Zumindest meiner Beobachtung nach.

CU
Peter

Hallo Peter,

Lässt sich dieses ‚sehr hohe Drehzahlen‘ allenfalls in
konkrete Werte fassen? Sind Drehzahlen von maximal 4000 U/Min
beim kalten Motor schon zuviel?

das weiß ich nicht. Es kommt auf den Motor an. 4000 Upm liegen bei manchem Diesel schon kurz vor dem roten Bereich. Ich würde beim Fahren mit kaltem Motor nichts an bestimmten Drehzahlen festmachen, weil es praxisfern ist. Zurückhaltend fahren, früh schalten und wenn man sofort auf der Autobahn ist, fährt man eben ein paar Minuten nur 100 oder 120 km/h.

Findest Du, dass es wirklich weniger Lärm macht, wenn der
Motor wenige Sekunden später wieder angelassen wird?

Es geht um vermeidbaren Lärm und um vermeidbaren Gestank. Wer in der Nähe einer Tiefgaragenzufahrt wohnt und alle paar Minuten stänkert ihm jemand die Bude voll, urteilt vielleicht anders als der Zeitgenosse, der ausgerechnet vor dem Küchenfenster der Nachbarn Kondenswasser verdunsten lassen möchte.

Gruß
Wolfgang

Hallo Sina,

ich gehöre eigentlich zur Fraktion „laufen lassen“, aber die heutigen Motoren sollten das durchaus abkönnen, trotz kurzer Laufzeit in der Warmlaufphase, zwischendurch abgestellt zu werden.

Da Dein Wagen in der Tiefgarage steht, ist es wie bereits erwähnt auch nicht sooooo kalt dort.

Bei Laternenparkern und -10° oder kälter, sehe ich größere Bedenken, auch wegen der Batterie, die sich über jede Versorgung seitens der Lima freut.

gruß

dennis

Hallo Peter

Lässt sich dieses ‚sehr hohe Drehzahlen‘ allenfalls in
konkrete Werte fassen? Sind Drehzahlen von maximal 4000 U/Min
beim kalten Motor schon zuviel?

Also 4000 find ich gemessen an den Fahrzeugen die ich bisher gefahren bin schon ein wenig happig. In den meisten Betriebsanleitungen steht doch drin, dass man bei kaltem Motor mit niedrigen Drehzahlen und nicht schneller als z.B. 100km/h fahren soll. Richte dich doch einfach nach der Drehzahl, die der Motor deines Wagens bei dieser Geschwindigkeit im höchsten Gang hat, und bleibe beim Beschleunigen mit den Drehzahlen unter diesem Wert.

Gruß

Stefan

Hallo Wolfgang

das weiß ich nicht. Es kommt auf den Motor an. 4000 Upm liegen
bei manchem Diesel schon kurz vor dem roten Bereich. Ich würde
beim Fahren mit kaltem Motor nichts an bestimmten Drehzahlen
festmachen, weil es praxisfern ist.

Ok. In meinem Fall ist es kein Diesel, sondern ein Benziner. VW Polo 16V von 1997. Etwas über 100’000km runter.

Zurückhaltend fahren, früh
schalten und wenn man sofort auf der Autobahn ist, fährt man
eben ein paar Minuten nur 100 oder 120 km/h.

Hmmm… hier in der Schweiz sind auf der Autobahn eh nur 120km/h erlaubt. Streckenweise nur 100… wenn das soweit kein Problem darstellt, lieg ich ja richtig. :smile:

Bezüglich schalten: Wenn ich an einer Ampel losfahre, dann geb ich eben im Normalfall Gas, weil ich zügig wegkommen will. Dabei drehe ich den Motor halt vielleicht ein wenig höher (meist bei etwa 3000 schalte ich dann, je nachdem mal ein wenig früher oder später), um möglichst rasch in einen hohen Gang zu kommen.

Der Tourenzähler geht bis 7000, oder sinds 8000? Jedenfalls fängt der rote Bereich nicht vor 6000 Touren an. Und wenn ich im 5. Gang bei Tempo 100 fahre, habe ich auch etwas in den 3000 Touren.

CU
Peter