Nach müdl. Zusage erhöht Bank kurzfristig Zinssatz

Achtung - kein trivialer Text

Hallo,

Do 25.11
ich habe bei der Sparda Hannover am Do 25.11 ein Angebot bekommen das sich zusammensetzt aus zwei Wohnriester Bausparverträgen und einem separaten Darlehen, dies ist nicht das Diskussionsthema, das Konstrukt paßt.

Fr 3.11
Am Fr 3.11 habe ich alle notwendigen Unterlagen die laut Checkliste der Sparda Notwendig (Notarvertrag, wohngebäude versicherung etc. etc) sind in der Filiale abgegeben.

Fr. 10.11
Am Fr. 10.11 zu dem ich wieder bei der Bank war mußte ich feststellen, das von den Unterlagen nichts zur Prüfung eingereicht wurde.

Die Unterlagen habe ich alle am Fr 10.11 mit meiner Frau unterschrieben und abgegeben. Ich habe Ihm ausdrücklich gesagt er soll alles noch am Freitag in die Wege leiten.

Dienstag 14.12
Am Dienstag 14.12 teilte ich der Bank mit, dass ich beim Notar unterschrieben habe, zuvor habe ich mehrfach an die Bank gemailt und auch angerufen bis ich Ihn endlich erreicht hatte. Er bestätigte mir, dass alles nach Plan läuft und er die Zusagen bei der Schwäbisch Hall eingeholt hat.

Donnerstag 23.12
Heute erhielt ich ein Brief von der Sparda Hannover, dass aufgrund sehr kurzfristiger Zinserhöhung, mein Antrag den ich am 10.12 unterschrieben habe, angeblich nicht rechtzeitig via Post bei der Bausparkasse angekommen sei und daher nun leider nur ein Zins von 3,6% gegeben werden kann.

Zitat: Leider muss ich ihnen mitteilen, dass der Antrag nicht wie geplant am Montag 13.12 bei der Bausparkasse eingegangen ist. Somit gab es eine Änderung bei den Konditionen. Wir haben leider keinen Einfluss auf den Postversand und der Zustellung der Briefe.

Statt 3,45% soll ich nun 3,6% nominal zahlen.
Das macht einen Betrag von 180€ p.a. aus auf ~ 13Jahre ca. 2400Euro.
Monatlich ca. 15 Euro.

Montag 13.12
Wir haben aber von der Bausparkasse bereits eine Zusage für den Darlehensteil (Auszahlungsphase erhalten). Diese trägt das Datum vom Montag dem 13.12. Das heißt, der Antrag muss Montag bereits dort gewesen sein.

Ich finde das ist ein absolutes Unding. Am Montag habe ich einen Termin bei der Bank, dann wird Tacheles geredet. Meiner Meinung nach hat der arme Berater geschlürt oder war sehr überlastet und ist mit den Anträgen nicht hinterher gekommen. Muss ich dafür nun gerade stehen?
Bin für jede Argumentation und Verhandlungsstrategie sehr dankbar.
Trotz dieser unverschämtheit, kann leider keine ander Bank mithalten mit den Konditionen

Viele Grüße und allen festliche Feiertage.

Donnerstag 23.12
Heute erhielt ich ein Brief von der Sparda Hannover, dass
aufgrund sehr kurzfristiger Zinserhöhung, mein Antrag den ich
am 10.12 unterschrieben habe, angeblich nicht rechtzeitig via
Post bei der Bausparkasse angekommen sei und daher nun leider
nur ein Zins von 3,6% gegeben werden kann.

Stimmt, um den 20. rum sind die Zinsen erhöht worden.

ist. Somit gab es eine Änderung bei den Konditionen. Wir haben
leider keinen Einfluss auf den Postversand und der Zustellung der Briefe.

Völlig korrekt.

Statt 3,45% soll ich nun 3,6% nominal zahlen.

So ärgerlich das für Dich ist, da wird wohl nichts zu machen sein.

Wir haben aber von der Bausparkasse bereits eine Zusage für den Darlehensteil (Auszahlungsphase erhalten).

Die Zusage ist für den Zinssatz nicht relevant. Das kreditinstitut definiert unter welchen Bedingungen dieser zum Tragen kommt (z.B. Unterlagen am xx.xx. auf dem Tisch der Bausparkasse).

Ich finde das ist ein absolutes Unding.

Passiert aber regelmäßig, wenn Zinserhöhungen anstehen.

Meinung nach hat der arme Berater geschlürt oder war sehr
überlastet und ist mit den Anträgen nicht hinterher gekommen.

Vermutlich.

Muss ich dafür nun gerade stehen?

Ja.

Bin für jede Argumentation und Verhandlungsstrategie sehr dankbar.

Warum sollen die Kreditgeber verhandeln ? Du hast den Kaufvertrag unterschrieben und mußt das Objekt bezahlen. Mit den erhöhten Konditionen kann niemand mithalten, also bringt auch ein Wechsel des Kreditgebers nichts.

Guten Tag,

deinen Antworten nach könnte man denken das du bei einer Bank arbeitest (ist nicht verwerflich).

Ich stimme dem nicht zu und werde das nicht akzeptieren! Die Bank hat immer handlungsspielraum und muss mir hier in gewisserweise entgegenkommen für etwas das Sie selbstverschuldete hat muss nicht der Kunde aufkommen.

Ich habe auch noch andere Angebote diese muss ich dann nochmal genauer unter die Lupe nehmen.

deinen Antworten nach könnte man denken das du bei einer Bank arbeitest (ist nicht verwerflich).

Irrtum, ich bin u.a. freier Finanzierungsvermittler.

Ich stimme dem nicht zu und werde das nicht akzeptieren!

Das ist Dir unbenommen, ich habe Dir nur den Standpunkt der Bank vermitteln wollen.

Die Bank hat immer handlungsspielraum und muss mir hier in gewisserweise entgegenkommen für

Warum muss sie ? Sie legt die Konditionen fest und Du nimmst an oder lehnst ab.

Ich habe auch noch andere Angebote diese muss ich dann nochmal genauer unter die Lupe nehmen.

Dann war Deine vorangegangene Aussage, auch die erhöhten Konsitionen seien besser als die Alternativangebote, verfrüht.

Ich stimme dem nicht zu und werde das nicht akzeptieren! Die
Bank hat immer handlungsspielraum und muss mir hier in
gewisserweise entgegenkommen für etwas das Sie
selbstverschuldete hat muss nicht der Kunde aufkommen.

Ich bin nun seit über 35 Jahren im Bankgewerbe. Die Aussage, das eine Bank immer Handlungsspielraum hat, ist schlicht falsch. Das hier ein Fehler der Bank vorliegt, ist Deine subjektive Einschätzung. Wenn in Deinem Fall tatsächlich ein objetiver Fehler der Bank vorliegt, muss sie Dir nicht entgegenkommen sondern Dich so stellen, als wäre der Fehler nicht passiert.

Ich habe auch noch andere Angebote diese muss ich dann nochmal
genauer unter die Lupe nehmen.

Das ist sicher ein guter Weg

Gruss Roland

Hallo werwatcha,

idR steht auf einem Konditionsangebot, wie lange sich die Bank daran hält. Das solltest Du prüfen.

Der zweite Schritt ist der, dass die Angebotsannahme schriftlich (durch Unterzeichnung der Darlehensunterlagen) binnen dieser Frist erfolgte.

Durch die Vermittlung von „Verbundprodukten“ (Bausparer, Versicherungen etc.) erhalten die Banken Provision. Diese werden oftmals zur Konditionsberechnung einbezogen (etwa Sonderzins weil Abschluß von anderen Produkten). Kuppelprodukte sind zwar verboten, also die Vergabe des Darlehens darf nicht an den Abschluß der Nebenprodukte gebunden sein, in der Praxis aber durchaus eingerechnet.

Für Deine Argumentation sollte dies also ein „Druckmittel“ sein. Als Finanzierer sollte Deine Hinterbliebenen-, Berufsunfähigkeits- und Krankentagegeldabsicherung primär existenziell notwendig sein. Offene Verträge also der Bank anbieten. Auch ein Bausparer für kommende Renvierungen sollten hier gleich besprochen werden.

Viel Erfolg!
Mela