wie verpackt man eine nicht so gut gelaufene Selbständigkeit (1 1/2 Jahre) im Lebenslauf, wenn man sich wieder auf eine nichtselbständige Stelle bewerben möchte im kaufmännischen Bereich.
Man muss ja immmer denken, dass einen die Personalabteilung einer Firma als Looser sieht, oder ist das nicht so?
Das tut mir leid für Dich, dass deine Karriere-Pläne nicht so ganz aufgegangen sind! Ich würde das mit dem „verpacken“ abhänig von der Art der Beschäftung und der Selbstständigkeit machen.
Bsp:
Ich hatte Radio-Kollegen (Technik und Redaktion) die waren Freiberufler/Selbständig und haben sich intern auf freie Stellen beworben ud wurden genommen…
Ich würde das an Deiner Stelle so „verpacken“, dass ich nun nach neuen Herausforderungen suche, da die Selbstständigkeit nichts für mich war! Ein Argument was mich am Arbeiten „auf eigene Rechnung“ immer stört ist, dass man sehr viel Zeit mit „Fachfremden“ Dingen zu tun hat (Buchhaltung, Aquisw, Werbung, Bürokram…) und für das Kerngeschäft weniger Zeit bleibt als für einen Angestellten… So in der Art.
… beherrsche alle Bereiche der Personalwirtschaft sicher und umfassend
… beherrsche alle Bereiche der praktischen und theoretischen Bürotätigkeiten sicher und umfassend
… bringe fundierte Erfahrungen in der Personalwirtschaft mit
… verfüge über (sehr)(gute) steuer-, und/oder sozialversicherungs-, und/oder sozialrechtliche und/oder arbeitsrechtliche Kenntnisse
… habe ich (sehr) viele Bewerbungen gesichtet und Bewerbungsgespräche geführt (und kann auf eine sehr zuverlässige Intuition bei der Auswahl geeigneter Kandidaten zurückblicken)
… Erfahrung in der (selbständigen) Kundenakquise
… eigenständige Arbeitsweise
… Verhandlungsgeschick
… Öffentlichkeitsarbeit
… und
… und
… und
ich hatte das Problem auch, als ich mich bei einem bisherigen Auftraggeber auf eine feste Stelle bewarb.
Ich denke ein Verweis auf eine geringe/stark schwankende Auftragslage oder mangelnde Wirtschaftlichkeit „das rechnet sich nicht“ wird hoffentlich in der Regel akzeptiert. Deswegen bist Du aus meiner Sicht noch kein „looser“. Jeder weiß, wieviele Faktoren über Erfolg und Mißerfolg entscheiden. Es ist doch gut, etwas gewagt zu haben und dann zu erkennen, wann Änderungen aus wirtschaftlicher Sicht nötig sind. Beides wird auch in guten Betrieben benötigt.