Hallo,
Hallo,
wir sind alle ziemlich fertig: gestern hat sich eine Freundin
der Familie vor die U-Bahn geworfen. Ihr Ehemann ist
erstaunlich ruhig, sieht zwar total fertig aus, aber ich
glaube er steht quasi unter Schock, das Ganze ist noch gar
nicht richtig bei ihm „angekommen“.
Das ist, glaube ich zu denken, normal.
Wir haben ihm angeboten bei uns zu übernachten wann immer er
das möchte, auch Anrufe bzw. Gespräche zu jeder Tages und
Nachtzeit angeboten , wann immer und was immer er möchte.
Viel mehr kann man ja nicht machen, ausser zu signalisieren
„Wir sind da, wenn du uns brauchst“ - oder?
Nein, viel mehr kann man nicht machen. Und sollte man auch nicht.
Für uns ist das
alles natürlich auch sehr schwer und ein riesiger Schock, aber
ich mache mir wirklich Sorgen um ihren Mann.
Was kann man noch tun?
(Sei mir nicht bös, wenn ich jetzt so ein Gleichnis bringe!)
Das ist das Gleiche, wie wenn ich in einen Media Markt kommt, um mal eine halbe Stunde zwangsweisen Zeitaufenthalt totzuschlagen.
Wenn die Verkäufer gerade einen Arschtritt bekommen haben, dass sie mehr Umsatz bringen sollen, kannst du in keine Abteilung gehen, ohne dass die die Schleimis gleich zu dritt auf die Pelle rücken, um dir ihre überteuerten Ladenhüter anzudrehen: Es nervt.
Der Mann braucht jetzt Zeit für sich.
Er geht schlafen, wacht früh auf, fühlt sich wohl, und aber, sobald er zur Vollbesinnung kommt, sieht er die jetzige Wahrheit und weiß dass nichts mehr so ist, wie es früher war.
Er fragt sich: Warum, warum, warum hat sie das getan? Was habe ich (also er) getan, nicht getan, übersehen, geringeschätzt? Wie schlecht muss es ihr gegangen sein, dass sie diesen Schritt ging? Warum hab ich das übersehen? Was hätte ich tun können, um es zu verhindern, ihr zu helfen?
Damit will und muss er sich erstmal selber befassen.
Wenn er das Bedürfnis verspürt, sich euch zu öffnen, wird er es tun, sobald die Zeit gekommen ist und sofern er euch für die richtigen Leute dafür hält.
Es tut mir sehr leid und ich möchte dir mein Mitgefühl ausrichten!
To.i