Mein Nachbar plant auf seinem Grundstück ein Haus zu bauen und möchte demnächst zu mir kommen, damit ich meine Einwilligung gebe.
Ist dabei etwas zu beachten? Sollte man einen Architekten/Anwalt/??? hinzuziehen? Oder ist das eine reine Formsache?
Alexander
Das ist keine Formsache, wenn das geplante Bauwerk Dich stört. Stören kann es, wenn Grenzbebauung vorgesehen ist, die Grenzabständige zu gering sind, Dreck und Gestank (Gaststätte, Schweinemästerei, Giftgasfabrik) direkt bei Dir im Wohnzimmer reinkommen kann. Wenn aber die Nachbarrechte eingehalten werden, dann kannst nichts machen.
Normalerweise darfst Du den Plan genau prüfen. Du mußt also nicht zwischen Tür und Angel unterschreiben. Schau die Pläne einige Tage genau an, lasse Dir erklären, was vorgesehen ist. Dann kannst entscheiden, ob Du zustimmst (eine zu Unrecht verweigerte Zustimmung verhindert nicht den Bau des Hauses!). Wenn Du Dich nicht auskennst, dann kannst immer noch den Architeken oder Anwalt fragen.
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Kanonen auf Spatzen?!
Hallo Klaus,
hast Du Probleme mit Deinen Nachbarn?!
Wenn ein normales Wohnhaus gebaut werden soll, daß den örtlichen Gegebenheiten entspricht, sollte die Unterschrift reine Formsache sein. Schau Dir mit dem Nachbarn gemeinsam die Pläne bei einem gemütlichen Bier (Wasser, Saft…) an, laß Dir erklären was er vorhat und meist kannst Du dann schon direkt unterschreiben. Wenn er ein Gewerbeobjekt mitten in einem reinen Wohngebiet plant oder sonstwas monströses, wird er Probleme mit der Baugenehmigung kriegen.
Gandalf
der schon so was unterschrieben hat und auch schon hat unterschreiben lassen ohne Probleme damit zu haben
Der Vorbesitzer meines Hauses hat auch naiv in alles eingewilligt. Der Nachbar hat das schamlos ausgenutzt, über die Grundstücksgrenze gebaut, Begrünungen beseitigt, Versprechen nicht eingehalten und, und , und…
Ich habe einen juristischen Kleinkrieg führen müssen und nur die gröbsten Mißstände bereinigen können. Größte Vorsicht !!!
Hallo Alexander!
Man sollte natürlich nicht gleich mißtrauisch werden, aber man muß auch aufpassen und sich nicht selbst behindern!!!.
Ohne, dass der neue Nachbar es überhaupt will, hast Du irgendeine Baulast im Grundbuch, die Dich dein Leben lang an irgendeiner Veränderung Deines Hauses/Grundstücks hindert, die Du gern mal machen würdest.
Bevor Du mit Deinem Nachbarn auf dem Bauamt irgend etwas unterschreibst, ließ Dir den Text genau durch!! Es kann sein, daß Du, durch seine Baumaßnahme, selbst etwas verändern mußt. Dafür eine Frist bekommst und dies nach dieser Frist vom Bauamt kontrolliert wird. So ist es uns passiert.
Also nicht einfach ein Formular unterschreiben, von dem Du denkst, es ist nur Deine großzügige Genehmigung. Es könnte gleichzeitig eine Aufforderung an Dich sein, etwas zu verändern oder nicht zu verändern, mit dem Du überhaupt nicht einverstanden bist.
Gruß Werner
Hallo Klaus,
hast Du Probleme mit Deinen Nachbarn?!
Wenn ein normales Wohnhaus gebaut werden soll, daß den
örtlichen Gegebenheiten entspricht, sollte die Unterschrift
reine Formsache sein. Schau Dir mit dem Nachbarn gemeinsam die
Pläne bei einem gemütlichen Bier (Wasser, Saft…) an, laß Dir
erklären was er vorhat und meist kannst Du dann schon direkt
unterschreiben. Wenn er ein Gewerbeobjekt mitten in einem
reinen Wohngebiet plant oder sonstwas monströses, wird er
Probleme mit der Baugenehmigung kriegen.Gandalf
Ich glaube, Du hast Deine Antwort beim „Falschen“ untergebracht. Mit meinem Nachbarn habe ich kein Problem, aber die Frage m.E. korrekt beantwortet. In der Vergangenheit habe ich sogar ohne große Nachfrage den Bauantrag des Nachbarn unterschrieben. Doch aufpassen muß man in jedem Fall, oder willst Du eine Schweinemästerei (zwischenzeitlich ein jur. Synonym für solche Bauwerke, die stören) in der Nähe haben? Nicht nur einmal haben Nachbareinwände ein problematisches Bauprojekt zu Recht zum Scheitern gebracht. Die Urteile dazu füllen viele Regalmeter. Es ist halt typisch Juristerei, das Konfliktdenken.
der schon so was unterschrieben hat und auch schon hat
unterschreiben lassen ohne Probleme damit zu haben
… ich denke der kommt mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit zu dir weil er von dir das ok zu einer baulichen maßnahme braucht die der „gesetzgeber“ sprich die baubehörde sonst nicht genemigen würde. !
oft ist dies z.b. der abstand zu deinem grundstück.
oder die bauhöhe. oder ein fenster das sonst nicht genehmigt würde.
warten, anhöhren, überlegen, nochmal überlegen und dann entscheiden. vielleicht macht er ja lustige grillabende - und da willst du doch eingeladen werden ?
friedrich
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Hi Friedrich,
das mit der Unterschrift war bei mir deshalb nötig, weil ich in mein neues Dach eine Gaube eingebaut habe. Übrigens mußten beide Nachbarn unterschreiben, obwohl ich durch die Gaube nur auf ein Nachbargrundstück schauen kann. So schlimm muß es also nicht sein. Am besten setzt man sich mit dem Nachbarn zusammen, schaut sich die Pläne an, läßt sich die Baumaßnahme erklären und entscheidet dann. Meist ist alles nicht so schlimm, ansonsten kannst Du immer noch versuchen, Dich mit dem Nachbarn zu einigen.
Gandalf
Hallo Gandalf,
das wichtigste zuerst. für einen guten malt und ner guten zigarre bin ich immer zu haben. hier in cölln stehn ein paar flaschen zur verkostung. demnächst bin ich im smokersclub eingeladen. mal sehen was sich dahinter verbirgt.
sicher ist es nicht immer „schlimm“ aber aus leidvoller erfahrung kann ich nur sagen holzauge sei wachsam !
bei mir war’s grenznahe bebauung und ein grosses wozi-fenster.
der typ schaute mir immer auf den frühstückstisch. auch weil das fundament 75 cm zu hoch gelegt worden war. sah fürchterlich aus ! aber um der guten nachbarschaft willen habe ich nicht protestiert. würde ich heute nicht wieder machen.
mfG
friedrich
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Link ins Plauderbrett
Hi Friedrich,
wenn Du magst, schau mal unter
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarticl…
Gandalf