Nachbarn

Liebe/-r Experte/-in,

wir haben ein Problem mit unseren Nachbarn, die über uns wohnen. Sie haben den Laminatboden vom Vorgänger übernommen, der sehr schlecht verlegt/isoliert ist. Wir haben uns beim Vorgänger schon beschwert, weil man jeden Schritt bei uns hören kann. Zudem hat er öfter nachts gefeiert. Da er erstmal nicht reagiert hat, haben und beim Vermieter ebenfalls beschwert (Lärmprotokoll). Sie haben mit ihm gesprochen, er reagierte nicht, es ging lange hin und her, letzendlich ist er ausgezogen, weil er eine Wohnung gekauft hat.

Beim jetzigen Mieter das gleiche Problem + sie haben ein kleines Kind, das seit ca. 2 Jahren permanent durch die ganze Wohnung rennt, Dinge auf den Boden knallt., usw. Bei uns wackelt manchmal die Deckenlampe im Wohnzimmer, und das Sofa vibriert. Wir haben mit ihnen gesprochen, es wurde nicht besser, dann das gleiche mit dem Vermieter (Lärmprotokoll, etc.). Der Vermieter sagt, sie haben sich das Laminat angeschaut es ist OK, und der Mieter sagt, sie wären gar nicht laut. Es ging wieder hin und her, wir sind dann zum Anwalt gegangen, er hat einen Brief geschrieben. Antwort vom Vermieter: es ist alles OK, wir bilden es uns nur ein. Ich habe das Gefühl, da wir uns schon mal beschwert haben, nehmen sie es gar nicht ernst. Der Anwalt hat mit Mietminderung „gedroht“, hat allerdings gesagt, dass wir keine Chance haben, weil es um ein Kind geht.

Der Vermieter meinte, wir sollen den Lärm von anderen Nachbarn bestätigen lassen. Aber sie hören es nicht, denn es ist direkt über uns. Auch unsere Bitte, sich bei uns den Lärm mal anzuhören, haben sie abgelehnt.

Wir haben die Nachbarn gebeten, einen Teppich oder Teppichboden zu verlegen, damit wir es alles nicht so laut hören. Sie sagten, sie hätten kein Geld dazu.

Können wir denn gar nichts tun? Wir werden bald wahnsinnig! Wir arbeiten die ganze Woche, möchten wenigstens am Abend dund am WE unsere Ruhe haben.
Ich habe schon Angst nach Hause zu kommen, weil ich nicht weiß, was mich erwartet. Habe oft Kopfschmerzen, kriege Herzrasen…

Danke im Voraus!

Mit freundlichen Grüßen
Susi

Susi, bitte entschuldige, ich habe auf „antworten“ geklickt, du hast vermutlich das Mail nicht bekommen. Wer-Weiss hat mir geschrieben und mir den „richtigen“ Weg beschrieben.
Alos, ich versuchs nochmal, jedoch kürzer, ich hab das Mail nicht mehr.

Ich denke alle Beteiligten sollten zusammensitzen, jemand müsset die Sitzung leiten (Gemeindevertreter oder Sozialarbeiter oder Mieterverband oder Quatierpräsident).
Habt ihr in Deutschland keinen Mieterschutz, das sind in der Schweiz bezahlte Rechtsanwälte.
Wenn alles bricht, zieh um, es lohnt sich nicht krank zu werden.

Gruss

Heidi

Hallo Susi

ich schreib mal aus der Gegenperspektive

muss sagen es ist mir symphatisch, dass ich hier sowas lese.
Ich bin selbst Mutter und unter mit wohnt eine Berufstätige.
Ich habe auch nur einen Teppich, kein Laminat, keine Schalisolierung und mein Kind spielt auch.
Und ich habe Drohanrufe bekommen, gefälschte Protokolle wurden abgeliefert, erfundenes.
Müll im Briefkasten, Voddoopüppchen vor der Tür.
Hasstiraden, böse Briefe.

Ich habe sehr gelitten, weil ich dauernd mein Kind gemassregelt habe und mich nicht gewehrt habe.
Mein kind empfand mich bald nur noch als Meckertante.

Und die Frau von unten hat nicht aufgegeben, und ich habe immerzu nur gezittert und nachher psychosomatisch Fersensporn an den Füssen entwickelt, so dass ich selbst vor schmerz kaum laufen konnte, habe mich nicht getraut in der Wohnung zu gehen.

Hat sich alles gebessert, ich habe nun noch ein Baby.
Ich sag schon nochmal LeiSER!!
aber nicht ständig- ich kann wieder leben.

es ist für beide seiten schlimm.

Wichtig ist dass sie freundlich aber bestimmt sind.

Bieten sie den Nachbarn Teppich an, bieten sie, wenn sie können eine finanzielle Hilfe dazu, oder zumindest dass es abgezahlt werden kann.
Gehen sie zum Mieterbund und lassen sich beraten, ob es möglich ist, dass der Vermieter das investieren muss.

Laden sie die Leute zu was anderem ein und kommen darauf beiläufig.
Erläutern sie ihre Lage so dass die anderen Mitgefühl bekommen können.

Ansonsten: Machen sie mal einen Spaziergang, nicht permanent, aber vielleicht ist das ein zeichen, dass sie mal raus sollten, ehrlich.

Ich habe auch als Mieterin selbst oft Lärm erlitten.

Immerzu st da wo ich lebe Baustelle oder es sind Handwerker da.
Es wird gebohrt, gemäht, gerufen, motorengeräusche.
Eisenbahn.

schlimm, ja, schlaflosigkeit sogar.
aber vielleicht kann man auch was anderes machen als zuhause sein.

ich weiss nicht ob sie mit meiner antwort was anfangen könne.
es gibt ja wirklich situationen in leben wo mensch eher gefahr läuft tatsächlich sich verfolgt zu fühlen und in problemtrance zu verfallen

frage.

Wann ist es denn mal gut?

Und wie kriegen sie mehr davon?

Und was wäre wenn es über nacht alles so wäre wie sie wollen
?

Und was würden sie vermissen wenn es so wäre?

Jeder sollte bei sich anfangen,…

liebe Grüsse
Eveline

hab dir ja bereits geantwortet