Liebe/-r Experte/-in,
von meinem Apfelbaum ragten ein Paar Äste zur Nachbarin Drijupin hinauf - ca. 30 cm. Sie wies mich darauf hin heuer im Sommer, daß, wenn ich es nicht wegschneide, so macht es ihr Sohn Florian. Ich sagte, daß ist ja Wahnsinn, da hängen viele grüne Äpfel dran. Ich schnitt, dann vom Ast alles ab bis zu den Früchten. Vom Apfelbeerenstrauch schnitt ich die kleinen Äste ganz weg, aber nicht alle.
Nach einiger Zeit lagen im Garten unter den Johannisbeeren zwei große Äste mit den grünen Äpfeln - die wurden einfach abgeschnitten. Auch weitere Äste des Apfelbeerenstrauches wurden von den Drijupins einfach abgeschnitten und in meinen Garten geworfen
Ich verstehe ja, daß da was weg muß (Garageneinfahrt von Drijupin) war aber nicht im voraus zu sehen, daß da einige Äste hinüber wachsen - und empfand es als ziemlich brutal, weil ich meinte, daß so viel nicht hätte weg müssen, weil ja auch auf der Seite von Drijupin ein Maschenzaun mit Betonwandl ist, wo Blumenstöcke stehen.
Ich sagte dann auch kein Wort zur Nachbarin.
Jetzt sah ich am Sonntag, daß unterhalb der Garage (= direkt zu mir an die Grenze gebaut) von Frau Drijupin auf meiner Seite ca. 50 - 60 cm breit bis zum Kinderspielplatz alles ausgeschnitten war - teilweise bis zum Boden.
Ich fragte Frau Drijupin und sagte ihr, daß es Hausfriedensbruch ist. Sie sagte, daß, wenn ich es nicht selber mache, daß sie es machen dürfen, denn da gibt es ein bayerisches Gesetz, daß sie es machen darf, wenn ich es nicht selber mache.
Ihre Garage steht nach dem Bebauungsplan direkt an der Grenze und sie will jedes Jahr, daß ich meine Johannisbeeren zurückschneide oder zurückbinde, damit ihre Mauer immer trocken bleibe (das ist diese sowieso, weil es eine Ostwand ist, wo der Balken vom Dach zu mir herüber steht auf einem kleinen angeböschten Hügel steht, den ich hinmachen mußte).
Heuer im Sommer hatte sie mich schon einmal darauf hingewiesen und ich sagte ihr, daß sie an die Grenze gebaut hatte, aber nicht von mir verlangen kann, daß ich weg gehen muß mit meinen Pflanzen. Sie sagte dann, daß ich für alle Schäden der Mauer aufkommen müsse. Ja, ich dachte, daß es dann erledigt sei. Ich wurde auch nicht darüber informiert, daß sie zu mir kommen und alles ausschneiden. Die Johannisbeeren stehen mit der Stockmitte ca. 60 cm weg von der Grenze zu ihr. Sie hatte alle Pflanzen in diesem Bereich an der Grenze bei mir bis zu ca. 50 bis 60 cm ausgeschnitten.
In dem Bereich von 50 cm zur Grenze waren Brombeeren, die sich dort selbständig hin vermehrt hatten als auch eine wild aufgegangene Himbeere - alles ist jetzt weg - die Johannisbeeren auf der Westseite erheblich zurückgekürzt.
Geht man bis zur Gemeindegrenze, wo der Maschenzaum der Gemeinde ist (dahinter ist die Hecke der Gemeinde) und blickt Richtung Drijupin, so kann man sehen, daß die Hecke der Gemeinde dort ca. 3 m hoch ist. Die Äste davon ragen in den Garten von Frau Drijupin ca 1 m - dort ist kein Blatt oder kein Ast geknickt oder geschnitten, obwohl des die Südseite ist. Die Blattäste reichen an das Holzgartenhaus der Drijupins - scheinbar macht das überhaupts nichts (es könnte ja auch anfaulen). Und bei mir auf der Ostseite von Frau Drijupin wurde von den Drijupins alles zum Boden ausgeschnitten.
Ich bitte um Information, wie die rechtliche Lage ist.