Kann´s mir nicht verkneifen jetzt… 
Hallo!
Bei mir auf dem Bau helfen gelegentlich einige Leute aus der
Nachbarschaft. Selbstverständlich ohne jede Bezahlung
Natürlich ! Wer hätte was anderes behauptet !
, also
reine Nachbarschaftshilfe. 2 Architekten stiefeln gelegentlich
über die Baustelle. Auch das sind Freunde, die gratis
arbeiten.
Kannst du mir solche Gratisarbeiter mal vorbeischicken ?
Ich achte zwar sehr darauf, daß Helm, Schutzbrille,
nötigenfalls Gehörschutz getragen wird, daß Leitern, Gerüste
und Werkzeuge in Ordnung sind, daß nirgends ungesicherte
Öffnungen sind, kurz: Unfallverhütungsvorschriften werden
eingehalten. Trotzdem kann auf dem Bau immer etwas passieren.
Nun hörte ich, daß man sich als Bauherr samt helfenden
Nachbarn und helfenden Freunden bei der Berufsgenossenschaft
gegen Unfall versichern kann. Weiß jemand darüber Näheres?
Die normalen Unfallversicherungen des Betreffenden greifen, wenn sich ein Unfall ereignet. Aber du kannst dir sicher sein, dass in dem Falle die Umstände des Ereignisses genauestens unter die Lupe genommen werden. Sorry, aber dass komplett jedwede Bauleistung für nichts und null übernommen wird, nimmt dir keiner ab. Hier wird abgeschätzt, ob es sich wirklich nur um Nachbarschaftshilfe oder um einen Schwarzbau im großen Stil handelt - und der Eindruck Letzteren drängt sich mir nach deinen Schilderungen auf, so sehr ich mich dagegen auch wehre.
Außerdem arbeiten Leute von diversen Firmen in ihrer Freizeit
auf der Baustelle und bringen schweres Gerät mit. Einer holt
30 Kubikmeter Betonbruch ab, ein anderer baggert das Loch für
die Kläranlage. Das sind nun keine direkten Nachbarn, aber es
sind Leute aus dem Ort oder aus dem Nachbardorf. Man kennt
sich eben. Auch die arbeiten alle kostenlos. Allenfalls
wechselt mal ein Fünfziger für Sprit den Besitzer.
da gehen ja die Probleme schon los - der Baggerfahrer erwischt einen anderen mit der Baggerschaufel. Hat der Eigentümer des Arbeitsgerätes, also die den Führer beschäftigende Baufirma, ihr Einverständnis gegeben ? Kann ich mir nicht vorstellen - mir würde nie einfallen, einem Mitarbeiter den Runterschleiß meiner Werkzeuge geradezu für Jontev zu gestatten, und das schon gar nicht im geschilderten Umfang.
Wie kann ich die Sache versicherungsmäßig abdecken, wenn dabei
jemand mit Planierraupe, Bagger oder LKW zu Schaden kommt?
Auch über die Berufsgenossenschaft? Läuft das noch unter
Nachbarschaftshilfe?
Nachbarschaftshilfe ist, wenn mir einer eine lose Tapetenbahn hie und da festklebt. Das komplette Wohnzimmer tapezieren ( es kommt immer auf die Umstände an - ist´s mein Schwager und ich gebe ihm dabei 5 Bier und eine Pizza , mag das sein – hingegen ist es der Bruder meines Nachbarn und ich gebe ihm 50 Euro dafür … der Unterschied wird schnell klar ! )
geht eher schon in die Richtung Schwarzarbeit.
Gruß
Wolfgang
An deiner Stelle wäre ich da seeeeeeehr vorsichtig !
HM