wir wohnen in einer Häuserreihe mit Einfamilienhäusern und mein Nachbar zwei Häuser weiter treibt mich mit ständiger Lärmbelästigung bald in den Wahnsinn. Vor ein paar Jahren hat er das Haus erworben und dann gemütlich 3 Jahre das Haus saniert, umgebaut, saniert und umgebaut. Man kann sich vorstellen, dass dies wirklich anstrengend für alle Nachbarn waren, da er viele Sägearbeiten auch noch zusätzlich im Garten (wohlgemerkt bei schönem Wetter) durchgeführt hat. Dann war ein Jahr Ruhe (Gott sei Dank!) Nun hat er sein Gartenhaus wohl zum Hobbykeller umgebaut und lärmt ohne unterlass mit elektrischen Sägen, Hämmern und obendrein durch ständige Beschallung durch ein Radio bei schönem Wetter. Da er sich auch nicht an Ruhezeiten hält, hat er damit wirklich die Grenzen des Zumutbaren überschtritten. Die direkten Nachbarn scheinen darauf gar nicht zu reagieren, aber bei mir brennen bald alle Sicherungen durch.
Welche rechtlichen Handlungsmöglichkeiten bzw. gesetzlichen Regelungen gibt es in diesem Fall, da es ja um ein Eigenheim geht und kein Vermieter eingeschaltet werden kann?
Bin dankbar für jeden Hinweis!
LG, Lene
also rein rechtlich gesehen, darf dein Nachbar schon lärm machen. Ansonsten dürfte in Deutschland ja niemand mehr bauen, sanieren etc.
Was jedoch nicht zulässig ist, ist übermäßiger Lärm zu den Ruhezeiten (sprich Mittagszeit, Nachtruhe).
Auch übermäßig lautes Radio (über lang andauernden Zeitraum) ist nicht zulässig.
Wie es allerdings, mit dem Lärm außerhalb der Gesetzlichen ruhezeiten aussieht, kann ich dir auch nicht zu 100% sagen.
Ich glaube aber, das Lärm über einen sehr langen Zeitraum (ab einem bestimmten dezibel pegel) aucgh nicht erlaubt ist.
Dass müsstest du aber, bei einem Anwalt der auf soetwas spezialisiert ist erfragen.
Ich würde dir einfach nahelegen, dich mal mit deinem „Nebennachbarn“ auszusprechen.
Ansonsten, bleibt dir innerhalb der Gesetzlichen ruhezeiten und bei überlauter Radiobeschallung über längere Zeit, immer noch der Griff zum Telefonhörer. Dann mal eben, die örtliche Polizeiwache angerufen und die Kollegen in Blau kümmern sich darum.
einschlägig für Deine Probleme sind das Bundesemissionsgesetz, in Verbindung mit dem Ordnungswidrigkeitengesetz und dem Landesgesetz in Sachen Lärm. Es gibt in Eurem Bundesland bestimmt Lärmverordnungen, welche akustische Emissionen regeln. Hamburg hat sogar eine Rasenmäherverordnung.
Grundsätzlich muß man Lärm dulden, wenn er nicht explizit verboten ist. Bei Arbeitslärm muß, soweit ich weiß, zwischen gewerblichen und privatem Lärm unterschieden werden. Gewerblicher Lärm ist strenger reglementiert. Das Radio darf er gar nicht so aufdrehen, daß es andere stört. Da kann man zu jeder Zeit etwas gegen machen.
Am besten wäre natürlich ein klärendes Gespräch, aber ich denke, darüber ist Eure Beziehung schon erhaben, oder? Dann würde ich ein Lärmprotokoll machen und jedes einzelne Mal die Polizei rufen, um die Ruhe herzustellen. Mittels Lärmprotokoll wäre es dann auch möglich, das Ganze zivilgerichtlich als EInzelfall regeln zu lassen. Wenn es wirklich soweit gekommen ist, würde ich den anwältlichen Rat oder die öffentliche Rechtsauskunft (ÖRA) einschalten.
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Bitte stelle deshalb keine Fragen zu persönlichen Fällen (in ich-Form).
soviel ich weiss, gibt es hier je nach Bundesland unterschiedliche Vorgehensweisen / Rechtsgrundlagen.
Ich kann also nur wiedergeben, was ich von NRW her kenne.
Werktags müssen grundsätzlich alle Beschwerden die tagsüber auflaufen über das Ordnungsamt der zuständigen Gemeinde geführt werden.
Diese sind verpflichtet, dem nachzugehen; dauert wohl öfter etwas, da die wenigen Mitarbeiter meistens überlastet sind. Ist eine bestimmte Anzahl an Beschwerden vorhanden werden sie den Verursacher aufsuchen, oder vorladen und er erhält eine Verfügung, wie er sich zu verhalten hat. Eventuell auch Androhung eines Bussgeldes.
Abends und Nachts kann man nur die Polizei rufen, die (falls sie Zeit haben) den Lärmverursacher belehren. Wichtig ist aber, dass es immer einen Bericht dazu gibt, der bei einem evtl. Rechtsstreit (Gericht / Schiedsmann) sehr hilfreich ist.
Ist die Lärmbelästigung wieder sehr hoch und fällt auch in die Ruhezeit, sollte man Anzeige wegen wiederholter Ruhestörung erstatten.
Problematisch ist aber offenbar das Verhalten Eurer Nachbarn. Seid Ihr die einzigen die sich Beschweren, sieht es schnell so aus, als wärt Ihr die „Querulanten“. Also erst mal in der Nachbarschaft verlässliche(!!) Rückendeckung besorgen.
Hoffe schon mal damit helfen zu können.
Auf jeden Fall solltet Ihr im Ordnungsamt Eurer Gemeinde anfragen, wie man dagegen vorgeht.
bezüglich der Lärmbelästigung während der gesetzlich geregelten Ruhezeiten kannst Du im Internet entsprechende Gerichtsurteile finden.
Mit Hinweis darauf kannst Du Deinen Nachbarn mal per Post bitten, sich zumindest daran zu halten.
Wirkt das nicht, bleibt Dir nur der Weg zu einem Anwalt.
Mir einer entsprechenden Rechtsschutzversicherung ist das Ganze dann zudem teilweise kostenneutral.
genau das gleiche hatte ich vor Jahren auch. Nur dass dies mein direkter Nachbar ist.
Sonntags mit der Motorsäge im Garten.
Da bleibt nur eins wenn der Mann in der Ruhezeit Lärm macht, die Polizei anrufen, vorsichtshalber dass ganze mit der Kamera (ein Handy tuts auch) aufzeichnen.
Natürlich beim Anruf darauf bestehen dass die Polizei gleich kommt und erst auf das Video verweisen wenn der Lärm eingestellt wurde.
M. M. darf man ausserhalb der Ruhezeit Lärm in einer gewissen Lautstärke machen. Die genauen Bedingungen kenne ich nicht.
also mir fällt momentan nichts anderes ein, als die Polizei zu rufen, wenn die Nachbarn mal wieder lärmen. Bei Nachbarschaftsstreitigkeiten wird ja häufig ein Schlichtungsverfahren betrieben, was meiner Meinung nach nicht viel bringt, da solche Nachbarn oft sehr uneinsichtig sind. Da kommt man mit der Polizei meiner Meinung erheblich weiter oder vorher einfach mal das Gespräch suchen, vielleicht ist es den Nachbarn gar nicht bewusst, was die mit ihrem Lärm den anderen antun.
es gibt evtl. in der Gemeinde einzuhaltene Ruhezeiten z.B. zur Mittagszeit. Die sollten auch Werktags gelten. Sollte er sich tatsächlich nicht an die Ruhezeiten halten, ist eine Anzeige wegen Lärmbelästigung möglich.
Ansonsten empfehle ich erst einmal den direkten Weg von Nachbarn zu Nachbarn ohne mit irgendwelchen rechtlichen Sachen zu drohen.
Hallo,
es gibt mehrere Möglichkeiten. Um die Situation nicht schlimmer zu machen, als sie ist, würde ich erst mal mit den Nachbarn sprechen, die wie du sagst, scheinbar
nicht darauf reagieren.Ich denke,da liegst du völlig daneben, denn jeder will seine Ruhe haben. Es gibt ja viele Gründe, so zu tun. Geh hin und frag nach.Bitte verkneife dir, auch nur den Anschein zu erwecken, dass du einen „Feldzug“ starten möchtest. Frag einfach, wie deine Nachbarn den Lärm empfinden und ob sie mit dem Krachmacher schon mal gesprochen haben. Sicher weißt du es ja nicht.
Das wäre der erste Schritt.
Oder du gehst die Sache ganz anders an und lädst den
lärmenden Nachbarn zu einer Tasse Kaffe ein, oder fragst ihn einfach mal, ob er für ein paar Minuten Zeit hat zu dir/euch kommen könnte.Sag ihm, dass du etwas mit ihm besprechen möchstest, was dir sehr wichtig ist.
Natürlich kannst du ihm auch einen Brief schreiben und mit dem Ordnungsamt und der Polizei drohen, aber meistens geht sowas nach hinten los.
Falls du dich der Sache nervlich nicht gewachsen fühlst, kannst du auch deine Rechtsschutzversicherung ??? bitten einen Mediator einzusetzen. Wenn der das Problem telefonisch , nach Absprache mit dir, lösen kann, kostet es deinen Nachbarn nichts.Soweit erstmal.
Ich wünsche dir alles Gute,und immer erst denken, dann reden,weil man ja ein Wort,das aus dem Mund raus ist nicht zurücknehmen kann. LG