Hallo,
Immer wieder geistert z.Zt. das Wort „Nachhaltigkeit“ durch Deutschlands Medien.
Ich persönlich ( man möge mir verzeihen )finde das Wort z.K…
Erklärt mir mal bitte jemand den Sinn dieses Wortes?
Oder ist das mal wieder so eine typische Worthülse unserer Politiker?
Nur erfunden um sich wichtig zu machen oder den Bürger zu beeindrucken?
Ahnlich dem unsäglichen „bar“ bei jeder Gelegenheit.
Möglicherweise hat sich ja schon jemand diese Wortes angenommen und eine schöne Glosse darauf geschrieben.
Vielleicht „Zwiebelfischchen“?
Wer hilft mir weiter?
Danke und schöne Grüße.
Rüdiger Bergner.
Hallo Rüdiger,
Erklärt mir mal bitte jemand den Sinn dieses Wortes?
Oder ist das mal wieder so eine typische Worthülse unserer Politiker?
Interessierte mich auch, ob einer derer es erklären könnte 
Drambeldier hat sich auch schonmal (zu Recht) darüber aufgeregt:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
Gruß
Markus
Hallo,
dieses Wort hörte ich erstmals in Zusammenhang mit der Agenda 2000, ich setzte es gleich mit beständig, langlebig, solide.
Meine Vermutung ist, dass durch die positive Besetzung im Zusammenhang mit der Agenda dieses Wort sich weit verbreitete. Chic und gut ;-(
Inzwischen kann ich’s nicht mehr leiden.
LG, Karin
Hi Karin,
dieses Wort hörte ich erstmals in Zusammenhang mit der Agenda
2000, ich setzte es gleich mit beständig, langlebig, solide.
der Begriff ist vor zweihundert Jahren aufgekommen und meint eine Bewirtschaftung von Forsten, die dauerhafte Erträge sichert. Einfach ausgedrückt, es muss sichergestellt sein, dass immer soviel nach wächst, dass die Nachkommen auch noch davon leben können.
Meine Vermutung ist, dass durch die positive Besetzung im
Zusammenhang mit der Agenda dieses Wort sich weit verbreitete.
Positive Besetzung? Die gute Absicht ersetzt leider nicht die Tat. Dagegen steht meine Vermutung, dass 99 % der Politiker und der Tschorrnalisten nicht wissen, was das Wort bedeutet. Da der Mensch das Neue liebt, vor allem, wenn es hinreichend unscharf ist, benutzt er es halt.
Gruß Ralf
Hi Karin,
dieses Wort hörte ich erstmals in Zusammenhang mit der Agenda
2000, ich setzte es gleich mit beständig, langlebig, solide.
es ist aber in der entwicklungspolitischen Debatte schon erheblich viel länger im Gebrauch. Mit der Beständigkeit und Langlebigkeit hast Du auf jeden Fall recht. Es ging damals (wie heute) um Maßnahmen, die über den kurzfristigen Projektcharakter hinaus, Wirkung zeigen. Also z.B. den Leuten nicht mal eben Nahrungsmittel zu liefern, sondern ihnen Möglichkeiten an die Hand zu geben, etwas anzubauen, sodass sie auch was zu futtern haben, wenn die Hilfsorganisationen weg sind. Oder Programme zu entwerfen, die von den Leuten selbst mitgeplant werden und die dadurch einen langen Bestand haben.
Liebe Grüße
Burkhard
Hi,
ich würde es „dauerhafte Wirksamkeit“ übersetzen und empfinde im Übrigen den gleichen Widerwillen gegen dieses Wort.
Liebe Grüße,
Susanne
Hallo allerseits.
Die Kritik ist meines Erachstens etwas überzogen. Das Wort ist - wie bereits erwähnt - schon älter und gehört der Wortbildung und dem Sinn nach in die Familie
Vor-sicht / Nach-sicht
Vor-halt / Nach-halt
Vor-sorge / Nach-sorge
Vor-lauf / Nach-lauf
Vor-sehen / Nach-sehen
und bestimmt noch einige andere.
Mit freundlichen Grüßen
Alexander Berresheim
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