Nachhilfe

hallo ihr lieben

ich fang im herbst in jena an zu studieren und hab mir überlegt wie ich nebenbei noch was verdienen kann, obwohls nicht unbedingt not tut, aber man braucht sich ja nicht ausschließlich auf dem „sponsored by papi“ status auszuruhen.
so, da bin ich also auf die gute alte nachhilfe gekommen, passt vielleicht auch irgendwie, ich will nämlich lehrerin werden.
meine steckenpferde sind geographie und französisch mit 15 bzw. 14 punkten in der 12. klasse. englisch liegt mir ähnlich wie französisch, wobei ich das nicht als leistungskurs hab.

naja, in einem der drei fächer wird sich ja vielleicht was finden lassen.
ABER: was kann ich mir als dann frisch gebackene studentin zutrauen? bis zu welcher klassenstufe?
wieviel geld wird beim studienkreis oder der schülerhilfe pro zeiteinheit (45 min? 60 min? 90 min?) gezahlt?
wieviel geld könnte ich als privater nachhilfelehrer verlangen?
im generellen: was verlangen nachhilfeschüler? wird da mehr neben dem eigentlichen lehrplan hergelernt oder sagen die mir am anfang übungsschwerpunkte?
wie lang dauert so ein arbeitsverhältnis? so lang wies schuljahr oder bis einer keine lust mehr hat?

gruß und vielen dank
yvi

Hallo Yvi,

du solltest dir erstmal Fächer aussuchen in denen du Gut bist (bereits abgehakt)
Als nächstes überlegst du dir, wie gut du bist und mit welchen Altersklassen du gut auskommst oder mit welchen du Schwierigkeiten hast(nicht jeder hat den Nerv für 5.Klässler, mir sind sie aber am liebsten :wink: gebe schon lange Nachhilfe) Ich selbst verlange 5€ pro Stunde (was sehr billig ist, habe aber Schüler die jeden Tag kommen) der Schnitt liegt bei uns so um die 8€ bei Studenten kostete meist von 10-15€ und Lehrer bzw. studienkreis noch etwas mehr.Ich mache es so, das die erste Stunde umsonst ist um sich kennenzulernen, da man ja noch nicht weiß ob man miteinander kann.
Zum Unhterricht an sich, ich finde deine Aufgabe besteht darin ihnen das zu vermitteln was sie im Unterricht nicht verstehen Bsp: Es wurde ein Text durchgenommen, zu dem Hausaufgaben sind, aber der Schüler bekommt sie alleine nicht hin, also nochmal den Text durchgehen, fragen zu stellen und dann die Hausaufgaben machen. Wenn das, was in der Schule verlangt wird, gut klappt, kann man natürlich auch andere Sachen machen bzw. vorarbeiten oder eben Nachholen zum vertiefen.

Zur Dauer, ja sagen wir mal, so lange bis du genügen Zeit dafür hast, bzw. dein Studium nicht darunter leidet, wenn du merkst das das nich so dein Ding ist musst du halt deinen schülern auch sagen das es nicht mehr geht.

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen

Liebe Grüße
Noa

Hallo yvi,

ich versuche mal ein paar Aspekte darzustellen.

Wenn Du in einem Institut arbeitest hast:

Vorteil: Schüler werden „gestellt“, Lehrmaterial ist vorhanden, oft kanns Du kostenlos Kopien anfertigen, Bücher oder hauseigenes Lehrmaterial ist vorhanden

Nachteil: Du verdienst natürlich weniger, dürfte so bei ca. 15 bis 20 Teuro liegen

Die Institute sehen es natürlich nicht gerne, wenn Du nach 2 Wochen „tschüß“ sagst, die möchten gerne eine Bindung bis zum Ende des Schulhalbjahres.

Wenn Du selbstständig die Nachhilfe anbietest:

Vorteil: Du kannst durchaus 25 Teuro verlangen, wenn Du in´s Haus kommst, evtl. auch Fahrkosten.

Nachteil: Du musst Dir evtl. die Bücher, vielleicht auch die Lösungsbücher (ich weiss nicht ob´s sowas für Sprachen gib) kaufen, also sind die ersten 3 Stunden ohne Gage. Kopien wirst Du selber zahlen. Du kannst Dich nicht mit Kollegen austauschen, was ja manchmal hilfreich ist.

Zur Qualifikation:

Meist wird Nachhilfe ja von 5-er Kandidaten gefordert. WEnn Du also in den Fächern sicher bist kannst Du problemlos bis zum Abi Nachhilfe geben, wenn Du natürlich einen 2-er-Kandidaten hast, der unbedingt eine 1 haben möchte, solltest Du wirklich sehr, sehr sicher sein, dass Dein Wissen ausreichend ist.

Zum Schluß:
Wenn Schüler von den Eltern in den Nachhilfeunterricht „getrieben“ werden, ist das ein furchtbar frustrierendes Unterfangen, es kommt nicht dabei heraus.

Wenn Schüler aber selber feststellen, dass sie „rumgelümmelt“ haben und diese Defizite aufholen wollen, macht die Arbeit richtig Spaß.

Viel Erfolg im Studium und Spaß mit den Schülern

Gruß Volker

Hallo yvi,

ich fang im herbst in jena an zu studieren und hab mir
überlegt wie ich nebenbei noch was verdienen kann, obwohls
nicht unbedingt not tut, aber man braucht sich ja nicht
ausschließlich auf dem „sponsored by papi“ status auszuruhen.
so, da bin ich also auf die gute alte nachhilfe gekommen,
passt vielleicht auch irgendwie, ich will nämlich lehrerin
werden.

oder Hausaufgabenbetreuung in nem Hort, wenn es das an Deinem Studienort auch gibt.

Das hat meine Tochter länglich in „ehrenamtlich“ für eine Aufwandsentschädigung in etwa der Höhe der zuerst genannten Nachhilfe-Entgelte gemacht. Vorteil: Die Erwartung der Notenverbesserung ist nicht so hoch, es kommt darauf an, dass die Hausaufgaben gemacht werden. Nachteil: Du hast das ganze Programm, d.h. alles was die Kinder auf haben.

Gruß, Karin

hallo du liebe :wink:

naja, in einem der drei fächer wird sich ja vielleicht was
finden lassen.
ABER: was kann ich mir als dann frisch gebackene studentin
zutrauen? bis zu welcher klassenstufe?

Das ist schwierig zu sagen. Prinzipiell: Ist das „Jemandem-helfen“ organisch gewachsen oder entschließt Du Dich jetzt „einfach so“?
Sprich, bist Du es gewohnt, Leuten auch etwas zu erklären, Mitschülern oder Schülern niederer Klassenstufe? Hast Du Dich schon einmal mit anderen zu einer Lerngruppe zusammengefunden und dort ein wenig für Erleuchtung sorgen können?
Gehst Du gerne aus der Klasse, um - verbal flüssig! - Dinge vorrechnen, erklären, entwickeln (Schemata, Diagramme, …) zu können?

Falls nicht, wird das eine sehr ungewohnte Erfahrung, wenn es darum geht, daß Du Leuten Sachen nahebringen mußt, die Du verstehst, Deine Schützlinge aber nicht.

Auf Deine Frage mit der Klassenstufe gemünzt: Gymnasiale Oberstufe erfordert deutlich mehr Vorbereitung als Mittelstufe (Realschule, Gymnasium)! Nicht, damit Du irgendwie der Herausforderung gewachsen bist, sondern weil Dein Schützling durchaus unangenehm *fragen* kann.

Etwas vereinfacht: Mittelstufe kommt recht rasch komplett aus dem Handgelenk geschüttelt, aber Oberstufe - Vorsicht. Detailkenntnisse empfohlen.

wieviel geld wird beim studienkreis oder der schülerhilfe pro
zeiteinheit (45 min? 60 min? 90 min?) gezahlt?
wieviel geld könnte ich als privater nachhilfelehrer
verlangen?

Du mußt Dich entscheiden: Versuchst Du, Dich in einem relativ offiziellen Rahmen einzubringen oder willst Du einfach als Student privat nebenher Nachhilfe erteilen?

Preise sind schwierig. Diese Frage taucht periodisch hier immer wieder auf.
Es kommt vorallem darauf an, WO man wohnt. In den Neuen Ländern ist Nachhilfe *deutlich* billiger als in den Alten Ländern.

Um Dir eine Orientierung zu geben: In den Altern Ländern ist 10 EURO pro Stunde schon hinterhergeschmissen, 15, 20 EURO absolut keine Seltenheit. Ich habe schon Studenten erlebt, die 25 EURO pro Stunde verlangt *und bekommen* haben. Wohlbemerkt teilweise auf 45-Minuten-Einheiten bezogen und dann nur fürs Kommen und stringent den Stoff pauken. Bei solchen Erlebnissen zweifelt man am Verstand vieler Eltern.

Ich berechne 7,50 EURO/90 Minuten und komme grundsätzlich nachhause zu den entsprechenden Schülern.

Darüber hinaus solltest Du möglichst gut für Service sorgen - auch zum Selbstschutz.

Grundsätzlich IMMER die Aufzeichnungen aus dem Unterricht aushändigen lassen, um den Kenntnisstand zu ermitteln und vorallem den Stil des Fachlehrers kennenzulernen, NIEMALS gegen den Stil des Fachlehrers arbeiten - das verwirrt praktisch jeden Schützling über alle Maßen.

Darüber hinaus führe ich immer eine oder zwei kostenlose Teststunden durch. Mn merkt schnell, ob die Chemie stimmt und der Schüler zurechtkommt, aber man findet auch für sich selbst heraus, ob man sich dieses oder jenes Kind überhaupt antun möchte.
Man sollte auf keinen Fall blindwütig alles nehmen! Schon gar nicht, wenn man dann mal etabliert ist und sich einen kleinen Namen erkämpft hat.
Es gibt einfach solche Fälle, da beißt man sich mit selbst unter Aufwendung aller Tricks und Materialien die Zähne aus. Zumeist artet das oft in Streß aus, der über dem ertragbaren Maße liegt.
Einsichtig, oder?

Neben den Teststunden führe ich zum Auftakt erst einmal einen großen schriftlichen Test durch, in dem ich nach Kenntnissen frage, die der Schüler zu dem Zeitpunkt eigentlich haben sollte/müßte. Das verschafft zusätzlichen Überblick über Schwächen, Lücken, aber auch Stärken.

Was gäbe es noch zu sagen?

Erarbeite Dir individuelle Arbeitsmaterialien. Ich bereite zum Beispiel für die Stoffgebiete immer ein paar ausführliche Arbeitsblätter, Aufgabensammlungen und kurze Lernblätter auf. Besonders die Lernblätter stoßen auf große Resonanz, weil die Schüler meinen, es würde sich sehr gut mit solchen Übersichten lernen. Außerdem kommt eine gewisse Sauberkeit und Ordnung in den Hefter - die Heftführung vieler Schüler heutzutage ist KATASTROPHAL.

Hier mußt Du vorsichtig sein - wenn Du den Hefter auf den Stand des Stoffes prüfst, gehe davon aus, daß die Mitschriften unvollständig sind. Über das Internet bekommst Du problemlos die Lehrpläne jeder Schulform jedes Bundeslandes. Die sind eine echte Stütze, und beantworten wichtige Frage:

* Welche Anforderungen werden an den Schüler gestellt?
* Welche konkreten Inhalte fallen an/ sollten bekannt sein?
* Wie werden/sollen welche Inhalte empfohlenermaßen umgesetzt werden?

Ein weiterer wichtiger Punkt: Disziplin und kontinuierliches Lernen. Sicher, Du sollst geduldig erklären und Zugang zum Schüler finden, doch ohne irgendein produktives Arbeitsklima geht es nicht. Es geht strikt nach Deinen Spielregeln, ansonsten bleibt’s. Du brauchst Dir weder Vorlaut auf der Nase herumtanzen zu lassen, noch mußt Du Dich von Eltern drangsalieren lassen.
Denk immer daran: Für regelmäßige Nachhilfe müssen Spaß und Gesundheit erhalten bleiben. Es ist nicht Sinn der Sache, daß Du Dich aufreibst und geistig-nervlich verschleißt!

Kontinuierliches Lernen: Stichwort Übungsaufgaben. Sprich den Stoff ausreichend theoretisch durch und versuche dann, Übungsaufgaben durchzuziehen. Bei den von Dir genannten Fächern ist das sicher genauso gut möglich, wie in den Naturwissenschaften oder der Mathematik. Am besten bereitest Du die Aufgaben in einer Art Aufgabensammlung auf, die Du gleich zu Beginn eines Stoffkomplexes austeilst und dann Schritt für Schritt durchgehst.

Dazu kommen Hausaufgaben und freiwillige Hausaufgaben - dieses System kann ich rundum empfehlen. Die Pflichtaufgaben muß/sollte der Schützling erledigen. Diese kannst Du dann in der jeweils nächsten Stunde ausführlich durchsprechen. Den freiwilligen Teil stellst Du - wie der Name schon sagt :wink: - zur Wahl. Der Schützling kann ihn bearbeiten, oder nicht. In der darauffolgenden Stunde solltest Du ihm die Möglichkeit geben, zum freiwilligen Teil Fragen zu stellen. Stellt er keine, übergehst Du die Aufgaben einfach. Die Lösungen gibst Du ihm einfach so, ohne Lösungsweg, rein die von Dir erwarteten Ergebnisse.

Ziel ist es, daß das Kind nachhaltig udn eigenverantwortlich lernt. Die ganze Nachhilfe-Show nützt nichts, wenn der Schüler wieder in das Nichts-tun zurückverfällt, sobald derjenige nicht mehr da ist, der sonst immer streng und fordernd über die Schulter geschaut hat.

Nach und nach solltest Du deshalb die Pflichtaufgaben im Umfang mehr und mehr reduzieren und die freiwilligen Aufgaben dagegen ausbauen. Meine Erfahungen: Es funktioniert beim Großteil der Schüler. Anfangs werden keine oder kaum Fragen gestellt, doch dann bearbeiten sie den freiwilligen Teil intensiver, also eigenverantworlich. Sie beschäftigen sich damit, versuchen die Aufgaben zu knacken. Dabei geht es primär nicht um die vollständige Richtigkeit, sondern darum, *DASS* sie überhaupt herumknobeln.
Über den Daumen würde ich sagen, klappt das (vorallem in Mathe) bei 75% der Kinder.

Was gäbe es noch? Wiederhole viel. Immer 'mal wieder elementare Aufgaben für die Grundfertigkeiten einstreuen. Eingangstests schreiben lassen und quasi Noten vergeben. Damit kannst Du dann auch hübsch Statistik betreiben und Fortschritte et cetera dokumentieren/ visualisieren/ feststellen.

Denk aber immer daran. Nicht zuviel Mühe. Investiere zu Anfang einmalig richtig viel Zeit, um Dir für Deine Schwerpunkte AUSFÜHRLICHE Ausarbeitungen anzulegen. Diese kannst Du dann recht einfach auf die individuellen Bedürfnisse des Schülers zuschneiden. Ähnliches führst Du bei den Aufgaben und Lernblättern durch. Nicht immer dasselbe dem Schüler vor die Nase werfen, dennoch clever von einem soliden, ausführlichen Grundstock an Material profitieren! Viel am Computer rationalisieren, damit die Vorbereitungszeiten klein bleiben. Sonst ist der finanzielle Gewinn bald in keiner Relation mehr mit dem Aufwand. Das ist ebenfalls nicht Sinn der Sache.
Lasse Dir - falls Du viel Materialien verteilst - auch hier und da einen Bonus in Sachen Druckkosten berechnen. Eine einmalige Pauschale pro Quartal oder was auch immer. Denk Dir etwas aus. Natürlich nicht zu teuer.

Halte Deine Materialien auch aktuell, speziell in Geographie ist das ein nicht zu unterschätzendes Problem, denn es erfodert Rechechere, geopolitisches Interesse und gute Ohren, um keine neue Entwicklung auf dem Globus zu verpassen.

im generellen: was verlangen nachhilfeschüler? wird da mehr
neben dem eigentlichen lehrplan hergelernt oder sagen die mir
am anfang übungsschwerpunkte?

Siehe oben. Generell erst einmal nahe am notwendigen Stoff bleiben. Du hast es mit Schülern zu tun, nicht mit Studenten. Einem Schüler - so traurig es klingt - bringt es selten etwas, wenn man Unmengen zusätzlichen Stoffes bespricht, selbst wenn es hochinteressant sein sollte. Hier mußt Du Dich zügeln - die Verlockung ist groß, in einer Art euphorischem Anfall von Idealismus alles Mögliche in den Schützling einprägen zu wollen.

wie lang dauert so ein arbeitsverhältnis? so lang wies
schuljahr oder bis einer keine lust mehr hat?

Letzteres. Geschickt ist es natürlich, gleich zu Anfang daraufhinzuweisen, daß nur eine regelmäßige Nachhilfe ohne Lücken udn anderem Kokolores etwas bringt. Adressaten sind hier die Eltern - diese mußt Du überzeugen.

MfG

vielen vielen dank!

das ist super ausführlich, hat mir sehr weitergeholfen!
generell würde ich lieber beim studienkreis o.ä. arbeiten als total frei.
zum thema nicht gegen den lehrer arbeiten:
mein freund gibt mathenachhilfe und bürstet da seinen ganz eigenen strich: ohne tafelwerk und ohne taschenrechner. scheint zu funktionieren, obwohl ich mir von ihm lieber nichts erklären lasse, weil er nicht mit dem arbeitet, was ich selber an mitteln zur verfügung habe (aufgaben vom lehrer sind aber nun mal drauf angelegt, dass sie mit gelerntem lösbar sind), sondern trick 17 aus ner schublade zieht.

zum thema helfen wollen:
das ist eigentlich tief drin, ich will seit vier jahren lehramt studieren, war eigentlich immer die tante vom dienst („du kannst das doch, erklär mal“), treff mich regelmäßig mit einem aus meinem mathekurs zum üben (und erklären) und habe ein praktikum in der grundschule gemacht. vorträge halt ich generell gern (wenn das thema mir ins blut übergeht, aber das ist bei meinem oben genannten fächern durch die bank der fall), und hab auch das gefühl, dass sie verständlich ankommen.

gruß
yvi

vielen vielen dank!

Selbstverfreilich.

das ist super ausführlich, hat mir sehr weitergeholfen!

Das war auch das Anliegen des Geschreibsels :wink: … freut mich :smile: :smile:

zum thema nicht gegen den lehrer arbeiten:
mein freund gibt mathenachhilfe und bürstet da seinen ganz
eigenen strich: ohne tafelwerk und ohne taschenrechner.

Das handhabe ich ähnlich. Nur fallen solche Maßnahmen nicht weiter auf, höchstens, wenn der Schüler plötzlich anfängt, per Hand besser zu rechnen, als die „Taschenrechnereinhämmergeneration“.

Ich sprach eher vom schriftlichen Stil.
Gerade in Mathematik gibt es oft viele, viele, viele verschiedene Methoden, Dinge zu notieren, mit Symbolen auszudrücken und Formeln niederzuschreiben.

Hier sollte man stets die Notation des Lehrers achten, alles andere wäre fatal. Außerdem möchte ich nicht die Federführung des Fachlehrers untergraben.

Das ist eine Regel, von der alle profitieren - ich setze mich keiner Kritik aus und habe die ÜBersicht, der Schüler bleibt mit der Notation vertraut und wird nicht verwirrt, dem Fachlehrer wird nicht ins Handwerk gepfuscht.

Gewisse Dinge stellt man selbstverständlich anders an. Man soltle das aber subtil tun, so daß keinem auf die Füße getreten wird.

zum thema helfen wollen:
das ist eigentlich tief drin, ich will seit vier jahren
lehramt studieren, war eigentlich immer die tante vom dienst
(„du kannst das doch, erklär mal“), treff mich regelmäßig mit
einem aus meinem mathekurs zum üben (und erklären) und habe
ein praktikum in der grundschule gemacht. vorträge halt ich
generell gern (wenn das thema mir ins blut übergeht, aber das
ist bei meinem oben genannten fächern durch die bank der
fall), und hab auch das gefühl, dass sie verständlich
ankommen.

Na dann viel Glück, Landsfrau.
Laß Dich von dem wilden Völkchen der Thüringer nicht unterkriegen :wink:

MfG

ohne Taschenrechner
Moin,

mein freund gibt mathenachhilfe und bürstet da seinen ganz
eigenen strich: ohne tafelwerk und ohne taschenrechner.

Das handhabe ich ähnlich. Nur fallen solche Maßnahmen nicht
weiter auf, höchstens, wenn der Schüler plötzlich anfängt, per
Hand besser zu rechnen, als die
„Taschenrechnereinhämmergeneration“.

Kommt mir bekannt vo. Eine meiner Nachhilfeschülerinnen war ziemlich erschüttert, als ich ihr das erste Mal den Rechner weggenommen habe und sagte, sie solle das doch mal so versuchen. Inzwischen klappt das „zu Fuß“ schon ganz gut…

Gruß

Kubi

Ahoi.

Einer meiner Schüler hat deswegen sogar (mit sage und schreibe 14 Jahren!) angefangen wie ein Schloßhund zu heulen.

Natürlich hab ich ihn da heulen lassen, bis er im Kopf endlich wieder klar wurde und diesen lächerlichen Anfall hat sein lassen; er konnte sich nach 8 Monaten Nachhilfe von einer 4 auf eine stabile 2 verbessern.

Was man nicht alles erreichen kann, wenn man die Kuschelpädagogik sein läßt. Es erstaunt immer wieder. :smile:

MfG

Nachhilfe = Luxus?
Hallo Volker!

Habe ich Dich richtig verstanden, dass 25 Euro für 1 Stunde (60 Min.)+ Fahrtkosten für die Nachhilfe von einer Studienanfängerin bezahlt werden?

In unserem Umfeld wird zwischen 10 und 20 Euro bezahlt, und dafür gibt es 60 bzw. 90 Minuten richtig gute Nachhilfe.
Von einer Mathe-Referendarin (zugegeben, die 10 Euro sind wirklich günstig), bzw. von einem Dipl.-Mathematiker, der ins Haus kommt.

25 Euro, bei allem Verständnis für die Vorbereitung etc., aber das erscheint mir vollkommen überzogen.

Wer kann sich denn das noch leisten?

Und - nun muss ich mal etwas unfreundlich werden - eigentlich sollte der Stoff doch weitgehend vom Lehrer im Unterricht vermittelt werden.

Ich kann einfach nicht glauben, dass alle nachhilfebedürftigen Schüler faul oder dämlich sind.

…und nun ziehe ich den Kopf ein :wink:

Angelika

hi

Und - nun muss ich mal etwas unfreundlich werden - eigentlich
sollte der Stoff doch weitgehend vom Lehrer im Unterricht
vermittelt werden.

Ich kann einfach nicht glauben, dass alle nachhilfebedürftigen
Schüler faul oder dämlich sind.

…und nun ziehe ich den Kopf ein :wink:

nicht zwingend, auch wenn einige meiner noch-kameraden wirklich zum abschießen sind mit ihrer lethargischen, chronischen faulheit, aber das sind dann wahrscheinlich auch die, denen nachhilfe nichts nützt. aber manchmal zündets wahrscheinlich auch erst, wenn man die erklärung ein wenig anders hört, oder nochmal, weils in der schule zu schnell ging. und manche wollen vielleicht auch aus ehrgeiz besser werden und gehen zur nachhilfe.
ich berichte dir mehr, falls ich mal selber nachhilfe gebe *G*

Angelika

gruß
yvi

H wie Hola.

Ich muß Dich ernüchtern.

Ich habe einen solchen - in meinen Augen - Wucher selbst erlebt, sogar schon häufiger.

Es gibt genügend Eltern, die zahlen 20, 25 oder 30 EURO die Stunde - für Studenten. Da kann man als Student jeden Preis nennen, die legen es einfach. Wie gesagt, anzutreffen ist dies aber eher in den Alten Ländern, weil dort allgemein aus genau genommen nicht nachvollziehbaren Gründen die Nachhilfe allgemein teurer, regional sogar sehr viel teurer ausfällt.

Und ob dann die Qualität stimmt, ist eine ganz andere Frage.

Was Volker dort für Preise genannt hat, schüchtert auch erstmal ein. Ich wüde nie und nimmer mehr als 15 EURO für eine Nachhilfestunde von 90 Minuten zahlen. Es steht einfach in keiner Relation mehr, selbst wenn dann üppige Lehrmaterialien ins Haus flattern.

MfG