Ich wollte Euch kurz informieren was aus meinem Erbpacht-Projekt geworden ist, für die, die sich dafür interessieren.
Eure Antworten haben mir sehr geholfen und wir haben uns dann mit den Verpächtern getroffen und ein paar Dinge ausgelootet etc. Es wurde gesagt, daß der Verpächter durchaus bereit ist, daß Grundstück zu veräußern, so in 10 bis 15 Jahren.
Im Endeffekt hat für uns folgende Rechnung gezählt: bei einer jährlichen Zahlung von € 6000 über 10 Jahre würden wir € 60.000 auf den Tisch legen - und uns würde kein Grashalm auf dem Grundstück gehören. WIr hätten zwar ein Vorkaufsrecht, wenn der Besitzer dann verkaufen möchte, aber keinen Vorzugspreis, der diese Summe irgendwie angemessen berücksictigt. Daß heißt die Zahlung fürs Grundstück ist zwar wohl geringer als wenn wir gleich den Kauf finanzieren müßten, aber damit ist der Teil nur aufgeschoben, und zwar zu einem Preis, der uns zu hoch war.
Ich danke euch trotzdem für eure Antworten, hat mir sehr geholfen.
Im Endeffekt hat für uns folgende Rechnung gezählt: bei einer
jährlichen Zahlung von € 6000 über 10 Jahre würden wir €
60.000 auf den Tisch legen - und uns würde kein Grashalm auf
dem Grundstück gehören. WIr hätten zwar ein Vorkaufsrecht,
wenn der Besitzer dann verkaufen möchte, aber keinen
Vorzugspreis, der diese Summe irgendwie angemessen
berücksictigt. Daß heißt die Zahlung fürs Grundstück ist zwar
wohl geringer als wenn wir gleich den Kauf finanzieren müßten,
aber damit ist der Teil nur aufgeschoben, und zwar zu einem
Preis, der uns zu hoch war.
Das hat aber auch rein gar nichts mit dem zu tun, was man üblicherweise als Erbpacht bezeichnet. Da reden wir von Laufzeiten von 99 Jahren und insoweit davon, dass man für die eigene und die Folgegeneration das Grundstück wie ein Eigentümer nutzen kann, und dafür dann statt eines einmaligen Kaufpreises eben jährliche Pachtzahlungen hat. Daher machen Laufzeiten unter ~60 Jahren bei Erbpacht überhaupt keinen Sinn, weil man dann ja nicht mal in der eigenen Generation sicher sein könnte das Hausgrundstück zu konstanten Bedingungen nutzen zu können.
Natürlich kann man neben dieser klassischen Erbpacht auch andere Finanzierungsvarianten entwickeln, wie z.B. einen privaten Mietkauf (bitte nicht mit dem Unfug des gewerblich vermittelten Mietkaufs verwechseln). Dann müssen die Konditionen aber entsprechend sein. D.h. man muss gleich zu Anfang wissen, was einen der Spaß zum Schluss insgesamt gekostet haben wird und darf dabei eben nicht schlechter als beim sofortigen Erwerb + Zinsen liegen. D.h. durch die zunächst nur zu vereinbarende Ratenzahlung hat der Verkäufer einen Zinsverlust gegenüber der Situation, dass er den Kaufpreis sofort komplett bekommen und dann anlegen würde. Andererseits hat der Käufer eben einen Zinsvorteil, weil er nicht sofort den gesamten Kaufpreis bei einer Bank finanzieren muss. Auf der Mitte zwischen diesen beiden Zinssätzen müsste man sich also treffen um eine für beide Seiten interessante Finanzierungsvariante zu finden. Alles andere ist Unfug.
Kann ich nicht ganz nachvollziehen. Wie hoch war denn der Erbbauzins und was hat das Grundstück für einen Wert.
Mehr als 4,5 Prozent Erbauzins habe ich noch nicht gesehen, bei einer jährlichen Zahlung von 6.000 EURO müsste das Grundstück weit über 130.000 EURO wert sein. Das mal eben zusätzlich (per Fremdkapital) zu finanzieren ist auch nicht ohne - zumal bei einer 1-prozentigen Tilgung mit de Bankzinsen eher eine viertel Million draus wird.
Für uns hat sich die Erbaupacht (99 Jahre) bei 3 Prozent Erbbauzins gelohnt, frühestens nach 50 Jahren zahle ich im Ergebnis mehr als bei Kauf mittels Bankdarlehen. Das gesparte Geld für das Grundstück kann ich in eine höhere Anfangstilgung für den Hauskredit einsetzten, was dort auch Zinsen spart.