Hallo Mietrechtsexperten…
Die Tochter meiner Lebensgefährtin mietete vor knapp einem Jahr eine Wohnung. Im Mietvertrag steht eine Mindestmietdauer von 2 Jahren, was meiner Ansicht nach rechtlich durchaus anfechtbar wäre, was aber nicht direkt Gegenstand des jetzigen Problemes ist.
Sie möchte jetzt die Arbeitsstelle wechseln (was noch nicht feststeht) und deshalb umziehen. Hat mit der Vermieterin gesprochen, Nachmieter wäre OK. Anzeige aufgegeben, Nachmieter gefunden und der Vermieterin präsentiert, die den Mann auch akzeptierte.
Sie erhielt am Telefon (nicht beweisbar) die Auskunkt, sie könne „nun also anfangen, eine neue Wohnung zu suchen“, und sollte schriftlich geben, daß sie zum 30.6. aus der Wohnung raus ist, damit der Nachmieter einziehen kann.
Diese Bestätigung hat sie am 25.4. gefaxt („Ich bestätige meinen Auszug zum 30.6.“), am 28.4. sollte Vertragsschluß mit dem Nachmieter sein.
Am 30.4. kam ein Fax von der Vermieterin, „kann ich Ihrem Wunsch bezüglich des Nachmieters, Herrn xxx, aufgrund der Liquidität leider nicht nachkommen.“ Sie bietet an, einen anderen, liquiden Nachmieter zu stellen.
So, und nun? Klar ist, daß der Vertrag eigentlich zum 30.6. endet, nur ist das nicht beweisbar. Rechtschutzversicherung besteht nicht, ein Anwalt würde fast das selbe kosten wie die Miete für die 13 Monate, wenn die Sache vor Gericht geht, und der Ausgang dort ist ja auch relativ unklar. Wenn man nun einen neuen Nachmieter findet und der Vermieterin präsentiert, erkennt man damit ihr Herauswinden aus der Vertragsbeendigung an? Kann man der Dame eigentlich mal kräftig an den Karren fahren wegen der wahrscheinlich unrechtmäßig eingeholten Schufa-Auskunft? Fragen über Fragen…
Danke für die Mühe…
Pop
Was aber wäre die Konsequenz? Daß die Kündigungsfrist 3 Monate beträgt, oder daß eigentlich gar kein Mietvertrag besteht und sie jederzeit gehen kann? Ja wohl eher ersteres, und das wäre auch schon einiges wert.