Die Überschrift betrifft gleich 2 verschiedene Sachverhalte:
1.)
Es heißt doch immer daß Müller mit Abstand der häufigste deutsche Vornamen sei. Aus eigener Erfahrung muß ich sagen, daß mir der Name viel seltener begegnet ist als etwa Meier und Schmidt. So hatte ich zu Schulzeiten nie einen Lehrer der Müller hieß und nur vereinzelt Mitschüler. Ist die Stellung des Namens Müller noch aktuell?
2.)komt es mir so vor als seien seltene, ausgefallene nachnamen früher verhältnismäßig öfter vertreten gewesen als heute, etwa wenn man in alten texten liest. Kann das sein daß die mit der Zeit weniger werden?
Die Überschrift betrifft gleich 2 verschiedene Sachverhalte:
1.)
Es heißt doch immer daß Müller mit Abstand der häufigste
deutsche Vornamen sei. Aus eigener Erfahrung muß ich sagen,
daß mir der Name viel seltener begegnet ist als etwa Meier und
Schmidt. So hatte ich zu Schulzeiten nie einen Lehrer der
Müller hieß und nur vereinzelt Mitschüler. Ist die Stellung
des Namens Müller noch aktuell?
Also das Lehrerehepaar Müller an unserer Schule hatte vier Müllerkinder…dafür hatten wir keine Schmidts als Lehrer ).
Du weißt doch, daß Statistik nicht heißen muß, daß immer und überall die Häufigkeit gemäß der statistischen Verteilung auftritt.
2.)komt es mir so vor als seien seltene, ausgefallene
nachnamen früher verhältnismäßig öfter vertreten gewesen als
heute, etwa wenn man in alten texten liest. Kann das sein daß
die mit der Zeit weniger werden?
Es kann natürlich passieren, daß bestimmte seltene Nachnamen mit der Zeit austerben. Trotzdem denke ich, daß sowas auch eine Frage der Wahrnehmung ist. Nimm mal ein Telefonbuch einer beliebigen Stadt und forste es durch, Du wirst überraschtr sein, wie viele der Namen Dir vorher als Nachnamen unbekannt waren.
Das kommt oft auf die Region an. Zum Beispiel an unserer Schule in Engelsdorf/Leipzig: da gibt es Unmengen (um nicht zu sagen massig) Seidels, aber nur wenig Müllers. Ich selbst kenn grad mal mich, und 2 Lehrer, die so heißen. Aber Seidel, da gibbet viele…
Ich hab meine Muddi mal danach gefragt, sie meinte, dass es hier mal eine „Bauerndynastie“ (so ihre Worte *g*) gab, in einer (bzw. der) Engelsdorfer Straße. Mit Überraschung stellte ich dann fest, dass einer der Seidels aus unserer Klasse ebendort wohnhaft war.
Im Ruhrgebiet ist es auffällig, dass es dort viele Leute mit polnischen Namen gibt (Kowalski z.B.) gibt, mehr als hier im Osten, was eigentlich ja näher an Polen dran ist. Das ist wohl auf des Ruhrgebiets Geschichte zurückzuführen.
Im Ruhrgebiet ist es auffällig, dass es dort viele Leute mit
polnischen Namen gibt (Kowalski z.B.) gibt, mehr als hier im
Osten, was eigentlich ja näher an Polen dran ist.
um die Jahrhundertwende begann fast über Nacht der Kohleabbau im Ruhrgebiet, dafür hat man erstmal gar keine Arbeiter gefunden. Die wurden in Massen aus dem damaligen Polen geholt. Schon bewundernswert, wie schnell die hier eingebunden wurden.
Dass es im Osten weniger polnische Namen gibt als im Ruhrgebiet, ist auch schnell erklärt: Nach dem Krieg wurde Polen im Osten ein Stück abgezwackt (etwa die heutige Ukraine) und als Entschädigung hat man den deutschen Osten (grob gesagt Schlesien) Polen zugeschlagen. Anschließend war der Vorhang dicht, eine Vermischung wie in fast allen anderen Grenzregionen hat es zu DDR-Zeiten ja kaum gegegeben.