Nachnamen

Es gibt einige männliche Vornamen, die auch als Nachnamen gebräulich sind: Hermann, Ernst, Ludwig u.a.
Kennt Ihr weibliche Vornamen, die es bis zum Nachnamen geschafft haben?! Mir fällt keiner ein.

Gruss, Frank

Hallo,

D-Info schmeisst gleich haufenweise Namen aus, z. B.:

Maria
Anna
Lena
Rita
Silvia
Magda
Magdalena
Inge
Ruth
Hilde

Wahrscheinlich gibt´s noch viel mehr.

Gruss
Peter

Hallo Frank,

ich gehe auch davon aus, dass die weiblichen Namen gegenüber den männl. extrem selten sind, aber wie bereits erwähnt, es gibt sie schon.
Unsere Nachbarin heißt Frau Greth und ihr Sohn natürlich Herr Greth.

Gruß, Renate

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Ich kenne eine Familie Christel (kommen aus Siebenbürgen),
enige Leute mit Nachnamen Heide, Hild, Viola, Stefani, Helwig (=
Heilwig, Helvik)
ferner schon gelesen: Wiebke, Silva, Rose, Mieke, Kirsten,
Kat(h)rein, Hauke, Hanke, Flora.
Es gibt darüberhinaus sehr viele weibliche italienische Vornamen,
die dort auch Nachnamen sind (wei z. B. Bruna).

Gruß
R.B.

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hi frank!

Kennt Ihr weibliche Vornamen, die es bis zum Nachnamen
geschafft haben?! Mir fällt keiner ein.

mir fällt nur eine entfernt bekannte familie mit dem nachnamen „heike“ ein…

aber wie kommt es überhaupt, dass vornamen zu nachnamen werden? ich kenne es sonst nur von z.b. „eriksson“ oder so, wo also die kinder gekennzeichnet werden als kind von sowieso:
leif, sohn des erik = leif eriksson.

ich glaube, im russischen ist das ähnlich? „wladimirowitsch“ bedeutet „sohn wladimirs“???

viele grüße
jonas

hi frank!
ich kenne es sonst nur von z.b. „eriksson“ oder so, wo
also die kinder gekennzeichnet werden als kind von sowieso:
leif, sohn des erik = leif eriksson.

ich glaube, im russischen ist das ähnlich? „wladimirowitsch“
bedeutet „sohn wladimirs“???

… Beispiel Lenin (der eigentlich mit Nachnamen Uljanow hieß):
Voller Name Wladimir Iljitsch Lenin (bzw. Wladimir Iljitsch
Uljanow); Iljitsch = Sohn des Ilja.
Im Isländischen ist es bis heute so, dass der Nachname nichts
anderes ist als der Vorname des Vaters. Ich würde dort also nicht
Rudolf Böhler heißen sondern Rudolf Waltersson (da mein Vater
Walter mit Vornamen hieß). Und hätte ich eine Schwester
Elisabeth, würde sie Elisabeth Waltersdottir (= Walterstochter)
heißen. Nachnamen unserer Art gibt es dort gar nicht. Also auch
keine Nachnamen weiblicher Art, da immer der Vorname des Vaters
benutzt wird.

Gruß R.B. (Waltersson)

Hallo,

Im Isländischen ist es bis heute so, dass der Nachname nichts
anderes ist als der Vorname des Vaters. Ich würde dort also
nicht
Rudolf Böhler heißen sondern Rudolf Waltersson (da mein Vater
Walter mit Vornamen hieß). Und hätte ich eine Schwester
Elisabeth, würde sie Elisabeth Waltersdottir (=
Walterstochter)
heißen.

So weit so schön

Nachnamen unserer Art gibt es dort gar nicht.

Doch, wenn auch nicht besonders häufig. Diese stammen dann aus der Zeit der dänischen Vorherrschaft.

Also auch
keine Nachnamen weiblicher Art, da immer der Vorname des
Vaters benutzt wird.

Jetzt wird´s gemein: prinzipiell ist es auch möglich, den Namen der Mutter zu verwenden (dann würde ich Ingeson heissen) oder ganz wild: den Namen von Vater und Mutter (Ingeson Helmutson).

Mehr Info´s dazu hier:
http://www.cs.umd.edu/~bthj/bthj/nofn.html

Gruss
Peter Helmutson

Hallo Peter Helmutson,

das finde ich hoechst interessant, ich kannte das nicht. Zwei Fragen:

  • gibt es so viele Vornamen oder haben dann viele den gleichen „Nachnamen“, hier in Mexiko stellte sich bei den Wahlen heraus, dass es trotz Doppelnamen 2.424 wahlberechtige Buerger gibt (also unter 18 nicht inbegriffen und das sind fast noch einmal so viele, naemlich 41 Millionen), die Juán Hernandez Hernandez heissen!!!
  • kennst Du zufaellig eine dort verheiratete Oestereicherin??? Ich frage das deshalb, weil ich mich mit unseren oesterr. Behoerden seit Jahren herumschlage, die mir den kompletten Familiennamen meines Mannes in meinen Dokumenten aufzwingen wollen, genauso wie es in seiner Geburtsurkunde steht, naemlich der Nachname seines Vaters UND seiner Mutter!!! damit bin ich jedoch hier seine SCHWESTER und da wir Kinder haben …
    da wuerde ich lieber Romanson heissen …
    Wie gesagt, wuerde mich interessieren
    Liebe Gruesse, Angelika, Colima, Mexico

Im Isländischen ist es bis heute so, dass der Nachname nichts
anderes ist als der Vorname des Vaters. Ich würde dort also
nicht
Rudolf Böhler heißen sondern Rudolf Waltersson (da mein Vater
Walter mit Vornamen hieß). Und hätte ich eine Schwester
Elisabeth, würde sie Elisabeth Waltersdottir (=
Walterstochter)
heißen.

So weit so schön

Nachnamen unserer Art gibt es dort gar nicht.

Doch, wenn auch nicht besonders häufig. Diese stammen dann aus
der Zeit der dänischen Vorherrschaft.

Also auch
keine Nachnamen weiblicher Art, da immer der Vorname des
Vaters benutzt wird.

Jetzt wird´s gemein: prinzipiell ist es auch möglich, den
Namen der Mutter zu verwenden (dann würde ich Ingeson heissen)
oder ganz wild: den Namen von Vater und Mutter (Ingeson
Helmutson).

Mehr Info´s dazu hier:
http://www.cs.umd.edu/~bthj/bthj/nofn.html

Gruss
Peter Helmutson

Hallo Angelika,

tja, ich bin natürlich kein Isländer, aber

  • gibt es so viele Vornamen oder haben dann viele den gleichen
    „Nachnamen“, hier in Mexiko stellte sich bei den Wahlen
    heraus, dass es trotz Doppelnamen 2.424 wahlberechtige Buerger
    gibt (also unter 18 nicht inbegriffen und das sind fast noch
    einmal so viele, naemlich 41 Millionen), die Juán Hernandez
    Hernandez heissen!!!

Island hat gerade mal 270.000 Einwohner, da wird man sicher nicht auf soo hohe Zahlen kommen. Die Chance, dass mehrere Leute den gleichen Namen haben, ist natürlich trotzdem hoch, da es wie überall sicher populäre Vornamen gibt (Björn, Gunnar etc.).

  • kennst Du zufaellig eine dort verheiratete Oestereicherin???
    Ich frage das deshalb, weil ich mich mit unseren oesterr.
    Behoerden seit Jahren herumschlage, die mir den kompletten
    Familiennamen meines Mannes in meinen Dokumenten aufzwingen
    wollen, genauso wie es in seiner Geburtsurkunde steht,
    naemlich der Nachname seines Vaters UND seiner Mutter!!! damit
    bin ich jedoch hier seine SCHWESTER und da wir Kinder haben

Da muss ich leider passen. Das was Du da schilderst, ist wieder mal typisch für die Bürokratie, echt klasse. Sowas könnte Dir in Island wahrscheinlich nicht passieren, da es nicht üblich ist, den Namen des Mannes anzunehmen (aber aus Gründen der Tradition unter Umständen möglich). Die Frau behält einfach ihren Nachnamen.


da wuerde ich lieber Romanson heissen …

Nee, …dottir, nach Deinem Vater bzw. Deiner Mutter.

Wie gesagt, wuerde mich interessieren

Sorry, dass ich das nicht genauer weiss.

Liebe Grüsse zurück nach Mexico aus dem gerade nicht besonders sonnigen München

Peter

Hallo ,

das finde ich hoechst interessant, ich kannte das nicht. Zwei
Fragen:

  • gibt es so viele Vornamen oder haben dann viele den gleichen
    „Nachnamen“,

Mein Bruder lebte mal 1/4 Jahr in Island und erzählte mir, dass
es sinnlos ist, im Telefonbuch jemanden zu suchen, von dem man
nicht genau die Adresse weiß – wenige Vornamen, daher auch wenige
Nachnamen und viele gleiche Kombinationen aus Vor-/Nachname!

Aber bei den wenigen Leuten kennt man sich ja …

Gruß R.B. (Waltersson)

russische Namensform

Im Russischen gibt es den (1) eigenen Vornamen (2) Vatersnamen (3) Familiennamen. Wladimir (1) Iwanowitsch (2)
Bowin (3). Bei der höflichen Anrede nennt man

Vornamen + Vatersnamen. z.B. Sergej Antonowitsch. Frauen besitzt der Name eine weibliche Form z.B. Natascha Iwanowna (Tochter der Iwan) Bowina.

Gruss, Abs

hallo alle,

Aber bei den wenigen Leuten kennt man sich ja …

ich hab jetzt erfahren, dass die namen aller jetztigen und bisherigen (soweit rekonstruierbar?) isländer im expo-pavillon über eine leinwand laufen… beeindruckende selbstdarstellung auch durch diesen aspekt :smile: auch dort hieß es, der name des vaters oder der mutter könne zur bildung des nachnamens verwendet werden.

viele grüße
jonas