Hallo, ich benötige mal die Hilfe von Fachleuten.
Ich habe eine Spiegelreflexkamera und möchte nun auch mal einige Fotos bei Nacht machen. Der Hauptbahnhof von Hannover wird durch die Weihnachtsbeleuchtung vor dem Vorplatz sehr schön dargestellt. Dies möchte ich nun mal im Bild festhalten.
Das ich hierzu ein Stativ benötige ist klar. Ich habe in der Kamera einen 200er Film. Welche Blende und welche Zeit muß ich wählen, um ein schönes Foto zu erhalten. Ich kann von Blende 22 bis Blende 2,8 wählen. Auch die Einstellung „B“ für die Zeit ist vorhanden.
Ess wäre schön, wenn mir hierzu jemand brauchbare Hinweise geben kann.
Vielen Dank im vorraus.
Gruß Reiner
Hi
miss mit einem Beli vor, damit du Anhaltswerte für ne Belichtungsreihe bekommst, danach machst du eine Reihe. Nimm keinen Negativfilm und wähle NICHT das Grosslabeor, nach meiner Erfahrung bekommst du dann im Rahmen derer Möglichkeiten EIN (oder immer wieder das gleich belichtete) Foto zurück, da die automatisch abgleichen beim printen. Nimm POsitiv-Film, da kannst du dann auf dem Leuchtpult vernünftig nachvollziehen, was du verändert hast durch Verlängerung der Zeit (oder veränderung der Blende). Schreib am besten ein Protokoll.
HH
p.s.
ein mechanischer oder elektronischer (je nach SLR) (Draht)Auslöser wäre von Vorteil bei langen Zeiten mit der B-Einstellung
Hallo Reiner,
wie Helge schon schrieb, nimm einen Diafilm.
Wenn die Kamera einen eingebauten Belichtungsmesser hat, kannst Du den Wert als Startwert nehmen.
Dann mach eine Belichtungsreihe +/- 2-3 Blendenstufen in Halb oder (besser) Drittelstufen.
Wenn das Deine Kamera nicht kann (keine manuelle Einstellmöglichkeiten), veränder einfach die Angaben zur Filmempfindlichkeit, dann hast Du auch die Drittelblenden.
Drahtauslöser, auch bei Automatikbetrieb ist empfehlenswert.
Wenn die Belichtungszeiten deutlich länger als zwei drei Sekunden werden, mußt Du den sog. Schwarzschildeffekt beachten.
Dadurch kommt es zu einer Verringerung der effektiven Empfindlichkeit, und manchmal auch zu Farbstichen.
Gandalf
Hallo Rainer,
ich habe mal Nachtaufnahmen gemacht und kann mich den Vorrednern nur anschließen. Allerdings stellte sich bei mir ein anderes Problem dar: die Aufnahmen waren ausnahmslos verwackelt!
Da ich mit Stativ und mangels Drahtauslöser mit Selbstauslöser gearbeitet habe und garantiert die Finger bei der Belichtung nicht an der Kamera hatte, kann ich mir nur vorstellen daß die Verwacklungseffekt durch den Spiegelschlag verursacht wurde. Also vielleicht (wenn vorhanden) eine Spiegelvorauslösung benutzen und/oder ein stabiles Stativ (ich hatte aus Gewichtsgrüden auf meiner nächtlichen Tour ein „Leichtbau“-Stativ mit C-förmigen Stativkopf dabei).
Viele Grüße
HylTox
Hallo Reiner
hier noch ein paar noch nicht genannten Anmerkungen:
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Denke über Nutzung der sog. „Blaue Stunde“ nach, in der der Himmel kurz nach Verschwinden der Sonne unter dem Horizont noch schwach leuchtet. Das ist häufig interessanter als ein pechschwarzer und daher „nicht vorhandener“ Himmel.
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je nach Motiv und Meßtechnik (was hast Du für eine Kamera?) lässt eine Belichtungsautomatik und bei Nachtaufnahmen meist zuviel Licht auf den Film; bei mir ist meistens eine Blendenstufe unter dem Automtikwert ideal
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Ein Zeitauslöser ist ein eleganter Ersatz für den Drahtauslöser für eine Kamera auf Stativ
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mit sehr weit geschlossenen Blenden, d.h. langen Belichtungszeiten, kannst Du bewegte Objekte (Personen) verschwinden lassen.
Gruß
und viel Spaß
Oliver
Hallo reiner !
schau mal hier :
Hilfe bei besonderen Fotos (Reiner, 25.11.2004 13:51)
das sollte eigentlich reichen.
t.
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