Hallo zusammen!
Ich sitze über meiner Diplomarbeit, die sich mit der Partnerschaftsqualität von Scheidungskindern im mittleren Erwachsenenalter beschäftigt.
Nun habe ich eine Studie vor mir liegen. Es handelt sich hierbei um eine Langzeitstudie mit einem Zeitraum von einem Jahr. Da ich diese in meiner Arbeit unterbringe muss ich sie auch kritisch betrachten. Nur leider stehe ich etwas auf dem „Schlauch“.
Ich komme einfach nicht auf Argumente, die den kurzen Betrachtungszeitraum kritisch darstellen. ich weiss es gibt welche!!!
Hat jemand von Euch einen Vorschlag/Argument, warum ein einjähriger Betrachtungszeitraum nachteilig ist?
Vielen Dank! wwb
P.S. in dieser Studie werden explizit die Persönlichkeitsvariablen betrachtet und wie sie die Partnerschaftsqualität beeinflussen (ein hoher Neurotizismuswert geht mit einer geringen Partnerschaftsqualität nach einem Jahr einher…)
Nun habe ich eine Studie vor mir liegen. Es handelt sich
hierbei um eine Langzeitstudie mit einem Zeitraum von einem
Jahr.
Hallole,
Langzeitstudie über ein Jahr hört sich schonmal gut an…
Ich empfehle Dir dieses Buch, da findest du die Argumente, die du brauchst.
Zum Beispiel das, dass man eine Studie dann beendet, wenn sich Ergebnisse herausstellen, die der Auftraggeber hören möchte, weil bei längerem Versuchen diese Ergebneisse nur als Randerscheinungen entlarvt würden.
Langezeitstudie ist zwar ein dehnbarer Begriff, aber nur 1 Jahr? je nachdem was die herausfinden wollten kann es tatsächlich sein, dass sie nicht lange genug geschaut haben, um eine normalisierung beobachten zu können. Gabs überhaupt Vergleichswerte von denselben Personen von vor der Scheidung?
Korrelationsanalysen sind sehr beliebt, aber es wird regelmässig vergessen, dass sie eigentlich nur ein Hinweis sind, was man expliziter untersuchen könnte. Insbesondere wenn das erst so im Nachhinein enstanden ist.
Bei langezitstudien sollte man sich immer den drop-out ansehen und in seine analysen einbeziehen (wenn es mehr als Hausnummer 3% sind), da man sonst Gefahr läuft, einen bias zu bekommen. Klar - je länger man beobachtet, desto mehr fallen raus, also muss man sich auf den Greund für den drop out ansehen (weg gezogen, verstorben, non-compliance,…)
das wärrs, was mir spontan dazu einfällt.
Grüße,
JPL
da hast Du aber eine gute Kristallkugel wenn Du annimmst, dass der Autor meiner Empfehlung keine Ahnung hat.
Ich fand das Buch sehr lesenswert. Es beschreibt die Tricks von Firmen, die ihre Produkte mit einem wissenschaftlichen Mäntelchen auf den Markt bringen.
da hast Du aber eine gute Kristallkugel wenn Du annimmst, dass
der Autor meiner Empfehlung keine Ahnung hat.
Das meinte ich nicht. sonder dass es a) durchaus einen sinn haben kann, eine Studie vorzeitig abzubrechen und b) es Leute gibt die noch mehr Ahnung davon haben. Das Buch soll nett erzählt sein, wenn man sich wirklich für die wissenschaftlichen Hintergründe interessiert ist es aber noch lange nciht das Ende der Fahnenstange.