Kennt jemand triftige Gründe die ein Unternehmen dazu bewegen auf Outsourcing zu verzichten?
Ja! owT
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Schneller Zugriff auf Resourcen
Auf ausgelagerte Mitarbeiter kann man nicht mehr mit der gleichen hohen Priorität zugreifen wie auf Eigene. Wenn die ausgelagerte IT z.B. selbstständig am Markt agiert und einen schönen fetten Auftrag hat, dann hat man mit dem „kannst du mal schnell“ Pech gehabt.
Außerdem sind es betriebsfremde Menschen, die evtl. bestimmte Informationen nicht erhalten sollen, die es ihnen aber leichter machen würde ihre Arbeit zu tun.
Ausgelagerte Bereiche sind evtl. für Mitbewerber tätig.
Gruß
Stefan
Hallo Fragewurm,
Kennt jemand triftige Gründe die ein Unternehmen dazu bewegen
auf Outsourcing zu verzichten?
KnowHow !!
- Oft ist ein Herstellungsgeheimnis ein besserer Schutz als ein Patent.
- KnowHow ist an Personen gebunden. Bei einer Fremdfirma habe ich keinen Einfluss auf deren Personalpolitik.
- Ein Callcenter für Bestellungen funktioniert nur, wenn das Produkt keine Beratung benötigt. Eine Beratung in einem Callcenter geht nicht über das Vorlesen von Prospekten hinaus.
Das mal auf die Schnelle.
MfG Peter(TOO)
Hi!
Vor ein paar Monaten war hierzu ein umfangreicher Artikel im IHK-Magazin.
Einfach mal die IHK für München und Obberbayern anrufen. Oder bei mir im Büro vorbeikommen und Heft abholen.
Grüße,
Mathias
Kann man z. B. die Buchhaltung auslagern ins Ausland?
Hallo,
Kann man z. B. die Buchhaltung auslagern ins Ausland?
aber sicher kann man das:
http://www.isw-muenchen.de/download/esf-osterweiteru…
Mal sehen ob die Konsumenten irgendwann auch outgesourced werden.
Gruß
Frank
Konsumenten outsourcing
Mal sehen ob die Konsumenten irgendwann auch outgesourced werden.
Das ist doch logische Konsequenz davon, dass man den Leuten weniger Gehälter zahlen will: wer nichts hat, gibt auch nichts für Produkte der Konzerne aus - ein gefeuerter (Konzern X) Arbeiter wird auch sicher keine Produkte des Konzerns mehr kaufen, weil (Konzern Y aus China/Indien) ohnehin günstiger ist … also ist auf dem heimischen Markt nichts mehr zu holen.
Dann verlagern wir einfach unseren Markt in das boomende Land (Indien/China). Ne wahr?
Back to Topic:
Ein sehr schönes Spiel, welches mit dem Outsourcing in der IT gelaufen ist:
Konzern K kriegt ein Angebot eines Unternehmens U aus einem Billiglohnland. Die Leute würden für 1/5 der eigenen Angestellten arbeiten. K lädt also kurzerhand ein ganzes Team „Experten“ ein, bringt ihnen das ganze Knowhow bei, und als die Leute aus U es drauf haben, kriegen die Fachspezialisten aus K eine betriebsbedingte Kündigung in die Pfoten.
Jahre verstreichen, U macht die Sache relativ gut.
Dann hält U die Hand auf und will genausoviel wie die Fachspezialisten aus K gekostet hatten - die mittlerweile alle anderswo beschäftigt sind.
Also zahlt K den Leuten aus U Unsummen bei schlechterer Leistung als K damals von den Internen bekommen hatte.
K hat sogar noch den Bonus bekommen, dass die eigenen ehemaligen Spitzenleute ihr Knowhow und ihre Produktivität bestmöglich bei der Konkurrenz einsetzen - und U hat sowieso auch Verträge mit der Konkurrenz.
Des allen ungeachtet gibt es immer noch Unternehmen, die den „modernen Weg“ des Outsourcing beschreiten, da das, was überall schief geht, doch irgendwann mal irgendwo klappen muss ^^
Gruss,
Michael
Ooooooh ja!
Hallo,
Kennt jemand triftige Gründe die ein Unternehmen dazu bewegen
auf Outsourcing zu verzichten?
Grund 1 = Qualität : auch wenn es in Wolfgangs herrlichem Artikel - diesem hier: diesem http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv… (siehe auch seinen Folgeartikel in dem Thread) - um Leiharbeitnehmer geht, werde ich nicht müde, ihn auch in puncto Outsourcing zu erwähnen. Er greift nämlich auch sehr schön in den weiteren Grund, nämlich Grund 2 = Motivation des Mitarbeiters auf. Diesen Aspekt zu unterschätzen, kann tödlich sein.
Grüße
Renee
Tach,
Grund 1 = Qualität : auch wenn es in Wolfgangs
herrlichem Artikel - diesem hier: diesem
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
(siehe auch seinen Folgeartikel in dem Thread) - um
Leiharbeitnehmer geht, werde ich nicht müde, ihn auch in
puncto Outsourcing zu erwähnen. Er greift nämlich auch sehr
schön in den weiteren Grund, nämlich Grund 2 = Motivation
des Mitarbeiters auf. Diesen Aspekt zu unterschätzen, kann
tödlich sein.
ob nun die Qualität immer ein Argument „dagegen“ ist, mag ich doch bezweifeln. Spontan fallen mir hierzu Beispiele aus der Automobilindustrie ein und konkret der Porsche Boxter, den man bei Valmet in Finnland herstellen lässt. Gleiches gilt übrigens für die Auslagerung von Produktionsschritten an VW in Slowenien.
Letztlich kommt es immer darauf an, wie das Outsourcing ausgestaltet ist und was man ausgliedert. Mit dem nötigen Druck und einer gestandenen Planung UND Überwachung wird auch das auswärts hergestellte Produkt, die auswärts erbrachte Dienstleistung qualitativ nicht weniger schlecht/gut sein, als in good old germany.
Die Gründe die gegen eine Auslagerung sprechen, sind oftmals sehr unternehmensspezifisch und nicht immer gleich bzw. vergleichbar. Insbesondere dann, wenn das „insgesamte“ Kosten-Nutzen-Verhältnis einer Auslagerung bzw. Nicht-Auslagerung nicht mehr gegeben ist, bzw. nicht mehr in einem ökonomisch sinnvollen Bereich liegt, kann von einer Auslagerung abgesehen werden.
Letztlich ist aber erwiesen, dass sich das Outsourcing ebenso wie Fusionen in immer wiederkehrenden Wellen vollzieht. Momentan sind wir wieder einmal in einer Phase, wo die Auslagerung weniger stark vollzogen wird. Das wird sich aber auch wieder ändern.
VG
TraderS
der grund wurde unten schon umschrieben:
wenn die tätigkeit zu deiner kernkompetenz gehört, wenn sie einen großteil deiner wertschöpfung ausmacht, dann behälst du sie in deinen eigenen händen.
mit outsourcing know how abzugeben, dass deinen vorsprung wider die konkurrenz ausmacht, ist, wie in vorherigen beiträgen beschrieben, betriebswirtschaftlicher selbstmord.
reinigungskräfte, wach- und hausmeisterdienste und kantinen aber auch Zukauf von Standardteilen sind geeignete beispiele für outsourcing.