Nachts nur Wasser in die Nuckelflasche?

Hallo,

unsere Tochter is 15 Monate alt und hat sich nach dem Abstillen an die Flasche gewöhnt, die sie auch jetzt noch unbedingt braucht, zum Einschlafen und zum Wiedereinschlafen nach nächtlichem Aufwachen.

Sie hat auf Anraten des Kinderarztes Reismilch bekommen (wegen Allergien in der Familie), was ihr sehr gut bekommt.

Wir haben schon immer etwas warmes Wasser dazugemischt, kein Problem.

Nun hat jemand meiner Frau erzählt, Reismilch enthalte Stärke, die verwandelt sich beim Nuckeln in Zucker, und das Kind bekommt nachts ständig seine Zähne von Zuckerlösung umspült.

Somit hat meine Frau gesagt, wir müssen den Reismilchgehalt schrittweise auf Null setzen und den Wassergehalt auf 100 %.

Was in Schritten von 10 % pro Tag geschieht. Es scheint, daß unsere Tochter eine Toleranzschwelle von 40 % hat, danach schmeißt sie die Flasche weg und brüllt und brüllt im Halbschlaf.

Gestern abend war meine Frau ausgegangen, ich hatte aus alter Gewohnheit eine 50-50-Mischung gemacht (ohne Absicht, ganz gedankenlos) und wir wunderten uns nur, wie gut sie ein- und durchschlief. Ab und zu mal ein kurzes Aufwachen, Griff zur Flasche, und dann wieder einschlafen.

Letzte Nacht war wieder die verdünnte Lösung drin, es gab kein Einschalfen und ab 2 Uhr nachts nur Geschrei ( und mir fällt hier an der Arbeit ständig der Kopf auf die Tastatur)

So viel der langen Vorrede. Nun die kurze Frage, stimmt das mit der Stärke und dem Zucker, und ist das wirklich so riskant?

Vielen Dank für Eure Tips
Dan

Hi,

also aus eigener Erfahrung sollte Kinder mit 15 Monaten durchschlafen und das ganz ohne zwischen Mahlzeiten oder Getränke. Bei unseren Kindern haben wir es so gemacht, dass es zum Abendessen noch normale Dinge zu essen und trinken gab, danach wurden die Zähne (so gut es halt geht) geputzt und das war es. Wenn wirklich mal eines nachts Durst hatte, z.B. wenn es Fieber hat, dann gab es nur noch Wasser.

Sicherlich ist es eine Frage der Gewohnheit und Wasser schmeckt nun mal nach nichts aber sei gewiss, es ist nur eine kurze Phase bis sich das Kind daran gewöhnt hat.

Vielleicht sollte ihr einmal schauen ob eurer Kind zum Abendbrot auch satt wird/ist und dann so langsam in Richtung durchschlafen tendieren.

Viel Glück und Viele Grüsse
Me

Hallo Dan,
vielleicht ist es nicht mehr ganz zeitgemäß - aber meine beiden Töchter (heute 10 und 13) bekamen Milch ausschließlich als Mahlzeit und nie gegen Durst!

Die Zubettgeh-Mahlzeit wurde eingenommen, baden bzw. waschen, Nachtwäsche, kleines Einschlafritual, Gute-Nacht-Lied, Licht aus. Schlafen.
Sind sie mal nachts wachgeworden (und waren im Alter, wo sie keine Nachtmahlzeit mehr brauchten) gab es mal paar Schluckchen ungesüßten Fencheltee.
Ich habe dazu nie Festbeleuchtung angemacht und auch nicht die Kinder herum getragen. Sie wurden im Bettchen kurz umgelagert und es gab ein paar (in Uhrzeigersinn) kreisende Streicheleinheiten auf dem Bereich zwischen Rücken und Po zusammen mit ein paar beruhigenden Worten oder hab ein kleines Gute-Nacht-Liedchen gesummt. Bloß nicht das Kind richtig wach werden lassen.

Mit 15 Monaten essen Kinder ja auch schon richtig und das hält ja vor. Ich würd auch probieren die Fläschchen gegen Tasse auszutauschen.

Viel Erfolg!
*lg Birgit

Hi,

unsere Tochter is 15 Monate alt und hat sich nach dem
Abstillen an die Flasche gewöhnt, die sie auch jetzt noch
unbedingt braucht, zum Einschlafen und zum Wiedereinschlafen
nach nächtlichem Aufwachen.

Etwas Angewöhntes kann man wieder abgewöhnen… auch wenn es eine Tonne Nerven verbunden mit schlaflosen Nächten bedeutet, nach denen man selbst auf dem Zahnfleisch kriecht. Die Zähne Deiner Tochter werden es Dir danken.

Sie hat auf Anraten des Kinderarztes Reismilch bekommen (wegen
Allergien in der Familie), was ihr sehr gut bekommt.

Aber sicher als Nahrungsmittel, nicht als Nuckelflaschen-Einschlafhilfe?

Nun hat jemand meiner Frau erzählt, Reismilch enthalte Stärke,
die verwandelt sich beim Nuckeln in Zucker, und das Kind
bekommt nachts ständig seine Zähne von Zuckerlösung umspült.

Alles was dauerhaft die Zähne umspült kann sich schädlich auf den Zahnschmelz auswirken. Wasser spült ebenfalls den schützenden Speichel fort und ist als Dauerlösung daher kaum besser.

Was in Schritten von 10 % pro Tag geschieht. Es scheint, daß
unsere Tochter eine Toleranzschwelle von 40 % hat, danach
schmeißt sie die Flasche weg und brüllt und brüllt im
Halbschlaf.

Dann lasst es doch ganz weg - wenn dann doch kein Unterschied mehr besteht? :open_mouth:)
Nein, ernsthaft. Ich weiss ja nicht, wie sie ins Bett gebracht wird. Meine Kinder brauchten ein Ritual: ein bisschen spielen, ein Bad, ein Liedchen. Licht aus.

Wenn sie geweint haben - kurz beruhigt, sie einfach spüren lassen, dass sie nicht allein sind. Kein großes Theater veranstalten - Nachts ist es langweilig (das haben wir vermittelt und sind gut damit gefahren).

Wenn Deine Tochter ein sehr ausgeprägtes Nuckelbedürfnis hat, dann hilft vielleicht ein Schnuller? Der ist sogar gut für die Kieferausformung.

Griff zur
Flasche, und dann wieder einschlafen.

Die Flasche ist hier das Trösterchen, das eigentlich die Eltern sein sollten :smile:.

( und mir fällt
hier an der Arbeit ständig der Kopf auf die Tastatur)

Wenn sie Zahnschmerzen bekommt, wird es sicher nicht besser… :wink:

So viel der langen Vorrede. Nun die kurze Frage, stimmt das
mit der Stärke und dem Zucker, und ist das wirklich so
riskant?

http://www.ipr-systems.com/lexikon/special/schwange.htm

Etwas nach unten scrollen, rechts schauen.

LG
Eva

Bitte abgewöhnen!
Hi Dan,

ich möchte nur noch mal bekräftigen, was Eva gesagt hat.

Kinder sollten zu keiner Tages- und Nachtzeit dauerhaft an einem Fläschchen nuckeln, das macht die Zähne kaputt! Und zwar (und das wissen viele Eltern nicht) sogar, wenn nur Wasser in der Flasche ist.

Mit Wasser geht es zwar nicht so schnell wie mit Zucker- oder Stärkehaltigen Getränken, aber es geschieht dennoch. Alles dauerhafte Nuckeln zerstört den Zahnschmelz.

Nuckelkaries ist eine wirklich fiese Sache. Ich weiß, es ist schrecklich anstrengend, einem Baby so eine Angewohnheit wieder abzugewöhnen, aber Ihr solltet es versuchen, Eurem Kind zu Liebe.

Liebe Grüße,
Nike

Hallo

Also meine Yochter ist 10 Monate und sie nimmt auch noch einen kleinen Schluck vorm ins Bett gehn aber dannach wird ihr die Flasche weg genohmen und nachts bekommt sie dann nichts mehr (ausnahmen gibt es evtell wenns sie tagsüber nur wenig gegessen hat zahnen aber das is sehr selten). Und wir wollen ew ihr sobald sie ein Jahr ist ganz abgewöhnen! Am Anfang hat sie auch öfter mal nachts die Flasche bekommen nachdem ich nicht mehr gestillt hab! Aber das haben wir ihr schnell abgewöhnt weil es wirklich nicht gut für die zähne ist!

Wie kann man sowas abgewöhnen! Also so habens wir gemacht: Strickt erstmal nur noch zum einschlafen eine Flasche danach weg nehmen und nichts mehr! Die erste woche wird sie auch nachts kommen dann hingehen Trösten vielleicht ein Lied singen bis sie ruhig idt in den ersten zwei tagen haben wir es zum teil so lange gemacht bis sie an der Schulter eingeschlafen ist dann rausgehen und in ruhe lassen auch wenn das kind jetzt schreit! Schon nach dreit Tagen kamm sie weniger in der Nacht und nach einer Woche gar nicht mehr weil sie gemerkt hat es lohnt sich nicht!
Und genau auf die selbe weise dann mit einem längeren Abendritual (Man sollte sich zum ins Bett bringen ungefähr eine halbe stunde Zeit nehmen) abgewöhnen viel Liebe statt Milch (bzw Flasche) ist die Lösung! Die Kinder ziehen oft die Liebe der Flasche von Natur aus vor!!!

Und das Dauernuckeln ist übrigens nicht nur wegen der Karies schlecht sondern sorgt auch dafür das später Zahnspannge getragen werden muss egal was in der Flasche ist!

Gruss Isa

hallo dan,

ausgerechnet in der essen & trinken, aktuelles heft, steht die erklärung, daß die körpereigene opiatproduktion im darm angergt würde. da hättest du eine erklärung.
die stärke wird auch dort im darm erst in zucker umgewandelt.
kinder sollten nicht nur wegen der zähne nicht dauernd trinken, es ist auch sonst nicht ungefährlich.
aber da es zur zeit GLAUBE ist, daß der mensch ganz viel trinken müsse, erpare ich mir die thematik auszuwalzen.

strubbel
r:open_mouth:)

Hallo,

meinen Vorrednern kann ich nur zustimmen.
Gewöhnt dem Kind bitte das Dauernuckeln am Fläschchen ab. Sie ist 15 Monate alt und schon längst in der Lage aus einem Becher zu trinken, wenn sie Durst hat.
(Also wenn sie trinken möchte gibts den Becher)

Nehmt Ihr auch Fläschchen mit, wenn ihr ausser Haus geht? Falls ja, ist das ebenso unnötig.

Ein Ritual fürsZubettgehen ist sehr wichtig für Kinder, und bereitet sie auf die Nachtruhe vor. Dass kinder nachts wach werden ist ganz normal, denn auch das Durchschlafen muß erst gelernt werden. Selbst wir Erwachsene werden innerhalb unserer Schlafphasen mitunter fast ganz wach.

Sattelt um auf andere beruhigende Tätigkeiten, wenn die Kleine aufwacht. Gebt die Verantwortung für die nächtliche Geborgenheit/Sicherheit nicht in die „Obhut“ eines heimlich zerstörenden Fläschchens. Ihr seid dafür da Geborgenheit zu geben, auch wenn es viele Nerven kostet und sehr zeitintensiv ist, gewöhnt ihr und Euch das wieder ab.

Übers Nuckeln und Saugen hab ich noch was hier, dann wird vielleicht auch klarer, warum überhaupt genuckelt werden muß auch wenn die Nahrungsaufnahme schon lange anders funktioniert :wink:
Siehe auch:
http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Aktuelles/a_H…
http://kind.qualimedic.de/Nuckelflasche.html

Wenn Du Dich weiter umsehen möchtest google mal nach „nursing bottle syndrome“
Hier ein paar Bilder, die hoffentlich abschreckend wirken:
http://images.google.de/images?q=nursing%20bottle%20…

Gruß
Maja

Es heisst „nursing bottle syndrom“ also ohne e am Ende

Tee
Hallo
Sehr viele Menschen haben nachts eine Flasche am Bett ,ich bevorzuge eine mit Verschluss,den man mit den Zähnen aufziehen kann . Ich denke Kinder haben nachts auch Durst.
Meine haben immer Fencheltee bekommen ,natürlich ohne Zucker .
das war kein Problem,Zähne sind in Ordnung .

Gruss
Kosmokatze

Nochmal ich,

http://www.aerzte-seite.de/modules.php?name=News&fil…

„Karies (Zahnfäule) In der Mundhöhle leben einige hundert Bakterien, die mit der Nahrung einen festen, klebrigen Belag auf den Zähnen bilden, die so genannte Plaque. Über die Nahrung aufgenommene niedermolekulare Kohlenhydrate werden von den Bakterien des Zahnbelags, vor allem von Streptococcus mutans, verstoffwechselt. Dabei entstehen Säuren, die den Zahnschmelz angreifen und entmineralisieren, bis letztendlich ein Loch entsteht.“

Etwas über Stärke (Polysaccharid) als solche:
http://www.chemienet.info/8-kh1.html

Stärke=Zucker?
http://www.medizinfo.de/ernaehrung/zucker.htm

und zum Schluss noch dies:
http://www.kzbv.de/m41.htm?/zahninfo/vorsorge/erwach…
http://www.babyundkinderpflege.de/Erste_Zahnpflege.htm

Dass besonders bei vorgeschädigten Zähnen sogar Wasser gefährlich ist weisst Du ja schon.

Damit dürfte Deine Frage geklärt sein :wink:

Gruß
Maja

Danke an alle …
… für die vielen Informationen. Wir werden die Sache angehen.
VG
Dan
PS: Strubbel, dir habe ich noch direkt ein Frage druntergeschrieben.

Wasser, leicht OT

aber da es zur zeit GLAUBE ist, daß der mensch ganz viel
trinken müsse, erpare ich mir die thematik auszuwalzen.

Da du dies hier erwähnst, die Thematik würde mich interessieren…

Ich trinke nämlich nur wenn ich Durst habe, und meine Mitmenschen nerven mich ständig mit strengen Regeln: Mindestens 3 Liter am Tag usw.

Ich habe das mal auf Anregung eines schon fast religiösen Wasser-Trink-Fanatikers einige Wochen gemacht und bin dann übel erkrankt.

Inzwischen trinke ich wieder, wenn ich Durst habe, und esse, wenn ich Hunger habe und bin wieder kerngesund.

Also Deine Meinung dazu würde mich interessieren.

Gruß
Dan