mein Sohn ist fast 5 1/2 Jahre alt und nachts immer noch nicht trocken.
Tagsüber wurde er mit ca. 2 Jahren trocken.
Als seine Schwester mit 2 Jahren mit einem mal plötzlich auch nachts trocken wurde (das hat sich leider mittlerweile wieder geändert) gab er sich Mühe und blieb dann auch an ca. jedem 2ten Tag trocken.
Aus irgendeinem Grund klappt das bei seiner kleinen Schwester plötzlich nicht mehr und genau das selbe ist bei ihm. Zur Zeit ist seine nächtliche Windel an 30 Tagen im Monat naß. Er weiß auch genau warum das so ist. Er hat wohl irgendwann mal aufgeschnappt, daß wir der Meinung waren, daß er zu tief schläft und das deshalb nachts nicht merkt. Wenn man ihn jetzt fragt, ob er sich nicht bemühen will, sagt er dann, er könne das aus eben diesem Grund nicht.
Ihn stört dieser Zustand im Moment wohl eher nicht. Mich stört der Zustand allerdings schon. Und zwar aus folgendem Grund: wenn er mal bei einem Freund oder einer Freundin übernachten will, muß er halt eine Windel mitnehmen. In dem alter scherzen dann die Kinder darüber und sagen, der ist ja noch ein Baby, der brauch ja noch ne Windel.
Im Moment haben wir diesbezüglich noch nichts unternommen. Das Einzige das wir mal gemacht haben ist, daß wir versucht haben ihn durch Belohnung zu motivieren. Z.B. 2 mal hintereinander trocken dann kriegst du ne Kleinigkeit.
Ihr würdet mir weiterhelfen wenn ihr mir entweder Tipps gebt was ich tun kann. Oder wenn ihr wißt an wen ich mich wenden kann.
Ich bin mir ziemlich sicher, daß wenn ich nichts unternehme sich auch nichts ändern wird, außer das er älter wird.
schläft und das deshalb nachts nicht merkt. Wenn man ihn jetzt
fragt, ob er sich nicht bemühen will, sagt er dann, er könne
das aus eben diesem Grund nicht.
blöde Frage, aber wie kann ein Kind sich denn „Mühe geben“, wenn es schläft? Soweit ich weiß hängt das damit zusammen, dass es tagsüber lernt, trocken zu sein, und das wirkt sich mit der Zeit auf die Nächte aus. Da es da aber keine aktive Kontrolle hat, dauerts nachts halt länger.
Ich würde an deiner Stelle das Ganze vom Kinderarzt abchecken lassen - vielleicht steckt eine organische Ursache dahinter?
das Problem haben wir auch.
Unser mittlerweile siebenjähriger ist auch im Schnitt einmal pro Woche ausgelaufen.
Der Kinderarzt beruhigte uns und sagte, daß bei den fünfjährigen noch rund 5 % und bei den zwölfjährigen noch rund 1 % mehr oder weniger oft nachts in die Hose pinkeln.
Das ist eine hormonell bedingte Entwicklungsverzögerung und man kann (seiner Meinung nach) nur etwas mit einer sog. Klingelhose dagegen tun.
Das Ding wird nachts angezogen und wenn es naß wird, gibt es ein lautes Kingeln.
Dann muß das Kind aufstehen (anfangs mit den Eltern) und aufs Klo.
Dort soll dann ein Magnet deponiert werden, mit dem das Klingeln abgestellt werden kann.
Erfolgaussichten - seiner Meinung nach hoch.
Die Kosten aber auch!
Die Hose kostet rund 100,- € und wird nicht unbedingt von der Kasse bezahlt (nachfragen!).
Unser Schusselkopp hat die Hose allerding verbummelt, als er bei einem Freund übernachtet hat
Wir sind uns noch nicht sicher, ob wir die Hose (diesmal aber bestimmt auf eigene Kosten) noch mal kaufen sollen.
Dann: klären, ob er wirklich NACHTS einnäßt - oder erst in der Früh, weil es bequemer ist als aufstehen. Das war nämlich der Grund, weshalb mein Großer in dem Alter noch eine Windel hatte - hätten wir nicht irgendwann aufs Windelanziehen vergessen, wären wir ihm nie draufgekommen - als wir sie dann einfach wegließen, gab´s auch tatsächlich keine einzige „Panne“.
unser älterer Sohn wurde erst mit 3,5 Jahren trocken -
dann aber fast gleichzeitig tags und nachts.
Der jüngere Sohn wurde schon mit knapp 2,5 (ohne irgend-
welche Erziehungsmassnahmen unsererseits übrigens) tagsüber
trocken, aber nachts hat er bis er etwa 7 war Windeln
gebraucht.
Er schlief einfach zu fest (bestätigt dadurch, dass er
ausser Haus immer nachts aufwachte und zur Toilette ging).
Als er in die Schule kam, fing es ihn selbst an zu
stören, er traute sich auch nicht, bei Freunden zu schlafen
(obwohl ich fast sicher bin, dass es dort geklappt hätte –
siehe oben). Auf seine Bitte hin, weckten wir ihn immer
bevor wir zu Bett gingen (also etwa 23 Uhr) und brachten
ihn aufs Klo. Er wurde selten richtig wach, entleerte
seine Blase und die Erfolgschancen waren bei 50%. Da er
selbst WOLLTE, nutzte eine Belohungsstrategie nichts.
Ich glaube heute, er brauchte einfach so lange.
dasselbe Problem hatte meine Schwester auch mit meiner 6-jährigen Nichte. Bis sie vom Arzt gründlich durchgescheckt wurde. Immer wiederkehrende Blasenentzündungen, die allerdings sonst keine merklichen Beschwerden verursachten, waren die Ursache. Da meine Nichte nie über Schmerzen geklagt hatte, wäre meine Schwester da nie drauf gekommen, zumal tagsüber alles okay war. Weiß nicht, obs die Problematik auch bei Jungs gibt, aber den Arzt mal ne Urinprobe checken lassen kost ja nix
LG, Ironlady
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„Alle“ ist relativ, die Tochter einer Bekannten war mit 9 Jahren noch nicht trocken, selbst tagsüber konnte sie das nicht immer steuern. Organisch soll alles völlig gesund gewesen sein, Psychologen mussten sich dann kümmern, aber so richtig hatte es nix gebracht. Siche eine Ausnahme, die aber sicher nicht die einzige sein wird.
Ich persönlich halte ja nix von diesen ‚lass sie doch in die Windel pullern‘. Die Kinder merken in ihren Hightech-Windeln nicht, dass nasse Hosen was unangenehmes sind, woher sollen sie’s dann lernen. Wenn nicht grade Minusgrade herrschen, soll man die Windel ruhig weglassen und lieber Wechselwäsche dabei haben, was denkt ihr, wie schnell sich Kinder das Einpullern abgewöhnen, wenn sie merken, wie eklig sich das anfühlt.