Hallo,
Mich täte mal interessieren, warum man - auf der Seite im Bett liegend - immer nach einer gewissen Zeit das starke Bedrürfnis bekommt, sich umzudrehen.
Gibt es dafür organische Gründe, oder ist es psychologisch verursacht?
Liebe Grüße,
Giogio
Hallo!
Als Laie denke ich:
Das ist im Menschen so verankert.
Weil man trombosegefährdet wäre, würde man sich im Schlaf nicht bewegen.
Und weil sich jede Seite einmal ausruhen will.
Grüße, jeanne
Hallo Giogio,
Menschen die sich wegen Krankheit oder Altersschwäche nicht mehr selbst im Bett drehen können liegen sich wund, bekommen offene entzündliche Stellen, weil das Gewebe, auf dem man mit seinem Eigengewicht liegt, dauerhaft belastet und nicht gut durchblutet wird.
Das ist ein Extremzustand, aber wahrscheinlich genau der Grund warum man sich im Schlaf dreht. Man sorgt auf diese weise unbewußt dafür, daß die Gewebeversorgung an jeder Stelle optimal bleibt.
Gruß Steffi
Hallo Giogio,
Gibt es dafür organische Gründe, oder ist es psychologisch
verursacht?
Wenn Du eine ganze Nacht auf einer Stelle liegen würdest, würde das Gewebe dort schlechter versorgt werden und es kommt zudem zu Verspannungen. Menschen, die sich nicht mehr selber bewegen können, müssen vom Pflegepersonal oder speziellen Matratzen bewegt werden, sonst liegen sie sich wund. Das nennt man dann Dekubitus http://de.wikipedia.org/wiki/Dekubitus
Gandalf
ich dreh mich nicht…schmerzen
oh…wenn ich mich hier mal reinhängen darf?
Ich habe nämlich genau ein Problem, zu dem ich ein Thema aufmachen wollte, was aber hier rein passt.
Mein Problem ist, dass ich mich Nachts quasi nicht drehe. Wenn ich schlafe, schlafe ich in der Regel wie ein Stein. Wenn ich aufwache liege ich meist noch haargenauso wie ich eingeschlafen bin, drehe mich dann um und schlafe dann weiter, um am Morgen eben dann genau so aufzuwachen wie ich mich zuletzt hingelegt habe.
Viele Nächte wache ich Nachts auf weil mir bestimmte Körperteile eingeschlafen sind, dass es schon schmerzt teilweise. Das ist echt unangenehm.
Aber heute Nacht war es besonders schlimm.
Ich bin auf dem Rücken liegend eingeschlafen mit angewinklet aufgestellten Beinen. Etwa 2 Stunden später wachte ich auf und mein linkes Knie schmerzte höllisch. Ich konnte mein Bein zunächst wegen der Schmerzen gar nicht bewegen. Ich habe es immer ein Stück weiter versucht, aber es war eine echte Überwindung. Mir liefen sogar die Tränen weil es so weh tat. Irgendwann ging es dann und der Schmerz verschwand auch. Es war quasi, als wäre das Knie nicht oder unzureichend durchblutet worden, und als ich es dann schließlich streckte kehrte das Leben zurück. Heute tagsüber hatte ich keine ungewöhnlichen Probleme, es war als wäre nie was gewesen.
Mir ist gleich eine Geschichte eingefallen, die ich neulich gehört hatte. Da war ein Junge, der sich zu seinem 18. Geburtstag zum ersten und einzigen mal in seinem Leben betrunken hat. Er hat sich natürlich gleich übernommen und war ziemlich betrunken als er Heim kam. Er ist vor seinem Bett knieend eingeschlafen. Am Nächsten Morgen rief er verzweifelt seine Butter, er würde seine Beine nicht spüren…beide Unterschenkel mussten amputiert werden. Er hatte über 7 Stunden so dagekniet und durch den Alkohol die Schmerzen quasi nicht wahrgenommen und seine Beine waren die ganze Zeit von der Durchblutung abgeschnürt gewesen.
Ich frag mich nun schon, ob mein Schlafverhalten irgendwie gefährlich sein kann.
Ich vermute übrigens dass die Wurzeln dafür in meiner Kindheit liegen. Ich bin als Kindergarten/frühes Grundschulkind Nachts öfter (etwa ein Dutzend mal würde ich sagen) auf dem Bauch liegend aufgewacht und konnte nicht atmen und mich nicht bewegen. Ich wusste immer, ich muss mich umdrehen um atmen zu können, aber das fiel so schwer, dafür Kraft aufzubringen. Manches mal hatte ich das Gefühl, mich gerade noch im letzten Moment bewegen zu können und endlich Luft holen zu können, so dass mir schon die Lungen weh taten.
Ich hatte verständlicherweise immer Angst, auf dem Bauch aufzuwachen und ich denke ich habe mir deswegen das Bewegen abgewöhnt…obwohl wohl auch schon vorher was seltsam gewesen sein muss, da solche Situationen auftraten. Die Atemprobleme habe ich jetzt allerdings schon sehr lange nicht mehr.