Wer kann mir das Prinzip einer Nachtspeicherheizung erklären?
Ich will damit wissen, wie ich die Heizung behandeln muss, damit mit dem günstigen Nachtstrom geheizt wird. Die Heizung weiß ja nicht, wann Tag und Nacht ist.
Muß ich sie abends immer anwerfen und tagsüber ausschalten, oder wie funktioniert das?
Oder kann ich sie im Winterpermanent an lassen?
NachtSPEICHER heißt ja sicherlich, daß sie sich auflädt und die Wärme später wieder abgibt. Aber schaltet sie sich alleine an und aus, oder muß ich das von Hand steuern?
Danke!
Hilflos Zauberm@us die sich nur mit Gas- und Zentralheizung auskennt.
der Energieanschluss für die Nachtspeicherheizung muss von einem
zugelassenen Elektroinstallateur bei dem EVU beantragt werden. Danach wird ein zusätzlicher Energiezähler sowie eine
Schaltuhr installiert. Diese Schaltuhr ist dafür zuständig
dass nur in der Zeit von 22.00 - 6.00 Uhr Strom entnommen werden
kann.
Ich bin hier in eine Wohnung gezogen, wo in jedem Raum eine Nachtspeicherheizung montiert ist. Schaltuhren habe ich noch nirgends gesehen…
Aber beim renovieren neulich, habe ich in meinem Putzwahn irgendeinen Knopf verstellt und dann… dann war plötzlich die Heizung warm…*stöhn* da waren draußen noch 28°C…
Also, Schaltuhren habe ich hier noch nicht gesehen, und Heizung existiert schon länger. Es ist eine Wohnungsbaugenossenschaft und vielleicht wird es auch zentral gesteuert?
Vielleicht brauche ich mich auch gar nicht darum zu kümmern, und er nimmt automatisch immer den „Richtigen-“ (billigen) Strom?
Hoffnungsvoll Zauberm@us
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Ich habe selbst keine Nachtspeicherheizung und mein Wissen ist nicht unbedingt der neueste Stand.
Ich weiß, daß Nachtspeicherheizungen über das Stromnetz eingeschaltet wurden (vielleicht noch werden).
Eine sehr kurze Frequenzerhöhung im Netz schaltete die Öfen an.
Du hast also nichts zu tun, nur Deine Temperaturregelung zu bedienen. Zu bestimmten Nachtzeiten wird Deine Heizung eingeschaltet und „aufgeladen“, wenn Du tagsüber die Wärme brauchst, schaltet der Ofen zu.
Nachts wird weniger Strom verbraucht (niemand arbeitet, also gut, fast niemand), deshalb sind die Stromversorger bestrebt, auch nachts ihren Strom zu verkaufen, um nicht Kraftwerke mit Unterlast fahren zu müssen. Daher die Idee der Nachtspeicherung.
Es kann keine Schaltuhr dafür geben, da sonst auch tagsüber Strom entnommen werden würde und das wäre nicht Sinn der Sache.
Diese kurzzeitige Frequenzerhöhung hat in den 60er Jahren in Hamburg zu rätselhaften Defekten von Fernsehgeräten geführt.
Rätselhaft, weil immer um 22.00 in Hamburg viele Fernseher ihren Geist aufgaben. Als man dann die Lösung fand, hat man das Ganze so verändert, daß nichts mehr passierte.
Gruß Werner
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Vielleicht brauche ich mich auch gar nicht darum zu kümmern,
und er nimmt automatisch immer den „Richtigen-“ (billigen)
Strom?
Eigentlich schon, die Nachtspeicherheizung hat normalerweise einen extra Stromanschluss, der eben nur nachts Nachtstrom liefert. Da aber in Extremsituationen es z.B. tagsüber plötzlich kalt werden kann, gibt es noch einen Mechanismus, zusätzlich „Tagstrom“ zuzuschalten (Achtung - normaler teurer Strom!). Vielleicht bist du an diesen Knopf gekommen ???
Eingetlich müsste es eine Beschreibung der Heizkörper geben, frage im zweifelsfall deinen Vermieter.
Vielleicht brauche ich mich auch gar nicht darum zu kümmern,
und er nimmt automatisch immer den „Richtigen-“ (billigen)
Strom?
Hallo,
wir haben Nachtspeicherheizung(gekoppelt mit einem Temperaturfühler) und diese Heizung hat einen eigenen Zähler. Der Elektrizitätsversorger schaltet das Aufladen immer dann ein, wenn er zuviel Strom zur Verfügung hat, das passiert auch tagsüber(vormittags gegen neun oder am frühen Nachmittag. Nachts wird dann der Speicher, wenn nicht schon voll, dann richtig aufgeladen.
Ich würde beim E-Werk nachfragen, wie das mit der Nachtspeicherheizung funktioniert.
Gruss
Rainer