Hallo,
mal angenommen, man sieht da ein Angebot von einem Makler, welches da lautet, „Grundstück xxx €, Haus auf dem Grundstück schenken wir ihnen dazu“… Beim Haus handelt es sich um ein sog. Senne - Fertighaus, 70 ger Baujahr. Nach Prüfung scheint der Grundstückspreis schon in Ordnung. Von bisheriger Außenbesichtigung macht das Haus auch einen passablen Eindruck (mit Klinker ect.). Die Lage allgemein wäre top und optimal, schön ruhig, kaum einsichtig usw.
Fragen:
Geht man mal davon aus, das Haus wäre von innen auch einigermaßen passabel, wie könnte man dann ganz pauschal den Wert des Hauses ermitteln, erst mal so über den Daumen, ohne gleich ein Gutachter einzuschalten, nur erstmal aus Eigeninteresse. ? Natürlich kann man auch den Makler fragen, aber seine Angaben müssen ja nicht die Richtigen sein.
Das Haus hat einen Haken. Nachspeicheröfen. Wo erkundigt man sich, was die nachträgliche Verlegung von Gasleitung zum Haus kosten kann oder gibt es hierfür auch erstmal eine Pi x Daum Kostenregel. ? Wäre sowas wohl allgemein ein Problem bei einem Fertighaus. ?
Zu 1.) Warum wohl muss sich ein Gutachter lange Zeit mit solchen Tabellen, Listen und Kursen beschäftigen? Um es danach breit zu streuen und vor allem in so einem nicht gerade einfachen Fall dem Laien zu überlassen? Wenn am Anfang Geld gespart werden soll, bedeutet das oft genug, dass hinterher mehr ausgegeben werden muss.
zu 2.) Wie wird denn Warmwasser erzeugt? Außer den Kosten der Gaszuleitung müsste dann ja auch drinnen irgendwie die Wärme verteilt werden. Und was ist mit anderen Energiequellen? Auch hier könnte es vielleicht Sinn machen, den Fachmann zu Rate zu ziehen. Einer der in beiden Fragen ganz gute und brauchbare Antworten geben könnte, wäre ein Architekt. Der weiß, was so ein Umbau kostet, kann auch in etwa abschätzen, was das Haus kostet.
Und findet den Haken, warum das Haus verschenkt wird. Denn der ist garantiert vorhanden.
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Das ist doch garnicht so selten, dass ältere Häuser zu Preisen verkauft werden, die etwa dem Grundstückswert entsprechen.
In der Regel ist dann erheblicher Renovierungsbedarf vorhanden.
Ein altes Haus zu modernisieren kann oft teurer sein als ein Neubau, da zu den Installationspreisen noch Abrisskosten kommen.
Beispiel Aussenputz: Bei einem Rohbau wird neuer Putz aufgebracht fertig! Bei einem Altbau mit bröckelndem Aussenputz muss dieser abgeschlagen werden, der Abfall zum Bauschutt, danach gereinuigt und grundiert bevor neuer Putz draufkann. Locker die doppelten Kosten!
So ist es auch mit der Heizung, ihr müsst nicht nur eine neue einbauen, sondern die alte auch ausbauen und entsorgen (Asbest).
So ist es in vielen Bereichen, man sollte deshalb die Renovierungskosten nie unterschätzen. Bei einem 70er Jahre Bau kann einiges anstehen, muss jedoch nicht.
Das heisst ohne gründliche Begutachtung des Hauses von jemand der sich auskennt könnt ihr keine Kosten abschätzen.
Und Überraschungen können trotzdem noch auftauchen…
Gruß elmore
prüft bitte sehr genau, warum das Haus „verschenkt“ wird. Üblicherweise ist ein Hausverkäufer an einem möglichst hohen Preis für sein Objekt interessiert. Wenn der möglichst hohe Preis nun auf annähernd 0 taxiert wird, hat das seinen Grund.
Ein klein wenig um die Ecke gedacht: Prüft auch das Grundstück auf Mängel:
Altlasten im Umweltbereich
Lasten im Grundbuch
bereits geplante oder projektierte Vorhaben z.B. im Straßenbau.
Sind alles Dinge, die den Wert des Grundstückes sofort oder in ein paar Jahren erheblich drücken können.
Nochmal ganz deutlich: Keiner verschenkt einfach so etwas.
Und findet den Haken, warum das Haus verschenkt wird. Denn der
ist garantiert vorhanden.
…
Der Haken ist, wie schon erwähnt, dass das Haus wohl überhaupt nicht dem aktuellem Standard entspricht. Fertighaus aus den 70ern, da fällt wohl demnächst einiges an.
Wenn Ihr keine Erfahrung u. kein Wissen habt, würde ich auch zum Sachverständigen plädieren. Lasst Euch vor Kauf unbedingt beraten, aber auch nicht beirren.
Wir haben ein Haus aus den 50ern „geschenkt“ bekommen, auch zum Grundstückspreis … und haben die letzten 5 Jahre saniert, jedoch fast alles selbst … Handwerker hätten wir nicht bezahlen können!
Ach ja, und … Asbestentsorgung ist sooo teuer gar nicht ! Das wird auch oft nur gemutmaßt !