Nachtspeicherofen - Für und Wider

Moinmoin!

Meine Frau u ich haben uns in ein Häuschen (klein, idyllisch gelegen) verguckt. Nich groß u (hoffentlich) auch nich allzu teuer, aber das Haus wird entweder mit Nachtspeicheröfen oder Kamin beheizt. Vom Kamin aus gehen noch 2 Wärme-Schächte in die darüberliegenden Zimmer, um sie zu heizen. Das ganze soll auch nur zur Miete sein, andere Heizungsmöglichkeiten stehen nicht zur Debatte.

Was denkt ihr, wäre es ratsam, das Häuschen in Betracht zu ziehen oder sollten wir doch lieber die Finger davon lassen? Heizen wird immer Geld kosten u ich könnte glücklicherweise auf „eigenes“ Holz fürn Kamin zurückgreifen, da meine Eltern Waldbesitzer sind u ich somit sehr günstig an Kaminholz kommen würde.

Ich bitte also in erster Linie um fachlich fundierte Antworten zu Nachtspeicheröfen, ein evtl aufgeführtes Für und Wider wäre auch nicht schlecht.

Wie hoch is der Verbrauch von insgesamt 3 Öfen anzusetzen, die insgesamt ~80 m² Wohnfläche (auf 2 Etagen) beheizen müss(t)en?

Gibts irgendwas, was gegen den Kamin spricht? Holz is in Hülle und Fülle vorhanden u die (Vor-)Arbeit (schlagen, sägen, hacken, trocknen, reintragen) wäre auch kein Problem.

Gruss

Mutschy

Hallo Mutschy,

wir sind auch vor einigen Jahren in ein Haus gezogen, dessen sämtliche Zimmer mit Nachspeicheröfen ausgestattet waren.
Die ersten Jahre haben wir an die 60 Euro monatlich bezahlt und ab und an mit Holz geheizt. Am Anfang des kommenden Jahres mussten wir 800 Euro nachzahlen.
Danach wurden wir schlauer und haben uns Holzlose von der Gemeinde gekauft. im Ersten Jahr hatten wir eine Ersparniss von 1000 Euro. Im folgenden Jahr waren wir wieder um einige Kosten ärmer.
Seitdem heizen wir nur noch mit Holz. Alle Nachtspeicheröfen wurden aus den Zimmern entfernt. Wir haben an die 3 Allesverbrenner und verbrennen darin aber auch wirklich alles.

Gibts irgendwas, was gegen den Kamin spricht? Holz is in Hülle
und Fülle vorhanden u die (Vor-)Arbeit (schlagen, sägen,
hacken, trocknen, reintragen) wäre auch kein Problem.

Wenn ihr Holz in Hülle und Fülle habt, dann habt ihr Gold :wink: Die Wärme eines Nachtspeicherofens ist wie die Flamme eines Streichholz. Der Allesbrenner hingegen lässt dich erleben was eine Sauna im Haus ist :wink:)

Grüsse
Paula

Ich bitte also in erster Linie um fachlich fundierte Antworten
zu Nachtspeicheröfen, ein evtl aufgeführtes Für und Wider wäre
auch nicht schlecht.

Hallo Mutschy!

Nun, ich beschäftige mich auch schon seit einiger Zeit damit, wie ich meine alte Bude in den nächsten Jahrzehnten warm bekomme.
Ich bin da schon mal so alle Möglichkeiten durchgegangen,
und habe auch zwecks Nachtstrom gelesen.

Also das ist devinitiv vorbei. Weil, wenn es überhaupt noch billigen Nachtstrom gibt, ist der nicht mehr billig, so wie früher, als der die Hälfte des normalen Preises gekostet hat.
Da werden sich demnächst einige Leute sehr warm anziehen müssen.
Ausserdem ist das ökologischer Wahnsinn,
ich hab sogar schon irgendwo gelesen, dass es Bestrebungen gibt oder gab, das zu verbieten. Also Elektroheizungen.

Wenn in dem Haus die Kaminheizung funktioniert und ausreicht,
du das Holz umsonst bekommst, und Du die Arbeit damit bewältigen kannst,
dann mach es. Günstiger geht es nicht.

Wenn ich so die Preisentwicklung vom Erdöl beobachte, werde ich mich bald auch warm anziehen müssen.
Ich selbst wollte ja schon ein Heizhaus mit Kohleheizung anbauen, aber mein Vater will das nicht. Kohle ist derzeit der mit Abstand billigste Brennstoff.
Aber der Tag kommt bestimmt, wo mein Vater morgens ganz kleinlaut um die Ecke kommt, mit den Worten:
„Moin Steffen, ich weiss ja, dass du so gerne mit dem Bagger fährst und gern mauerst und schweisst und so, ich hab mir überlegt, ähm, dass Du, ähm,
vielleicht, ähm, in der nächsten Zeit mal, ähm, was bauen könntest…“
Ich kann nur hoffen, dass er bis dahin nicht das ganze Geld für Heizöl ausgegeben hat.

Grüße, Steffen!

Hi!

Bezüglich der Nachtspeicheröfen: Ich will ja selbst welche (auf denen kann man so schön rumliegen und fernsehen…), mein Vater, der Architekt ist, hat mir aber erzählt, dass wohl bis 2020 Nachtspeicheröfen abgeschafft bzw ausgebaut werden müssen. Jetzt frag mich nicht, ob das stimmt - ich hab da nur nochwas im Hinterkopf. Kann auch so rum gewesen sein, dass dann die Nutzung des billigen Nachtstroms für Heizungszwecke verboten wird. Irgendsowas. Zumindest leider keine Heizvariante, die Zukunft hat. Leider leider.

Gruß
Sarah

Hallo Mutschy,

bei Nachtspeicheröfen fällt mir nur etwas zum Thema „Wider“ ein… Ich habe in meiner Wohnung drei Stück davon, wobei ich nur einen benutze (Küche und Schlafzimmer werden bei mir grundsätzlich nicht beheizt). Muß ganz ehrlich sagen: wenn ich damals mehr über diese Nachtspeicheröfen gewußt hätte, hätte ich die Wohnung nicht angemietet. Allein für den einen Ofen, der nur das Wohnzimmer heizt, zahle ich mich dumm und dusslig. Bin ansonsten jemand, der wirklich Strom spart, wo’s nur geht (d.h. es laufen keinen Computer rund um die Uhr, keine Geräte auf Standby etc.), und trotzdem „darf“ ich jedes Jahr wieder an die 200 € nachzahlen.
Fazit: ich persönlich würde jedem von Nachtspeicheröfen abraten.

Gruß
„Raven“

Moin, Mutschy,

Nachtspeicheröfen sind gut für den Vermieter, weil kein baulicher Aufwand für die Installation anfällt. Nachtspeicheröfen sind schlecht für den Mieter, weil das die teuerste Art zu heizen ist. Weitere Nachteile: Knochentrockene Luft, aufgewirbelter Staub, wenn sie alt genug sind, stinkt der im Heizkörper angesammelte Staub auch noch.

Gruß Ralf

Danke an alle…
…die geantwortet haben. Haben uns das Häuschen heute nochmals mit meinem Daddy zusammen angeguckt, da der als gelernter Maurer n bisschen mehr Ahnung vom Bau hat als ich.

Fazit: Wenn er nich schon ein Haus hätte, wär das auf jeden Fall ne Option für ihn.

Wir nehmen es also. Die Nachtspeicheröfen sollen ja nur als FallBack dienen, falls der Kamin mal (aus welchen Gründen auch immer) ausfällt. Dass sie allerdings nen Vorlauf von einem Tag brauchen, weiss ich mittlerweile auch.

Gruss

Mutschy

Hallo,

falls der Kamin mal (aus welchen Gründen auch
immer) ausfällt.

was ist das eigentlich für ein Kamin?
Kaminofen? Kachelofen? Offener Kamin?

Gruß, Niels

Kaminofen

Hallo,

Moin!

falls der Kamin mal (aus welchen Gründen auch
immer) ausfällt.

was ist das eigentlich für ein Kamin?
Kaminofen? Kachelofen? Offener Kamin?

Ein Kaminofen. Andere Möglichkeiten bestehen meines Erachtens nich:
Platz für nen Kachelofen (wie ich ihn kenne; 2m breit, 1,80 m hoch…) zu klein, offener Kamin geht auch nich, da nur ne Öffnung für n Ofenrohr im Schornstein is.

Gruß, Niels

Gruss

Mutschy

Ein Pellet-Kaminofen wäre noch eine Überlegung wert.

MfG Markus