Nachweis privates Surfen, wie?

Hallo zusammen!
Als erstes hoffe ich mal, ich hab das richtige Brett gewählt, sonst sagt es mir bitte, dann verschieb ichs :wink:
(Ja, es geht um Arbeit + private Internetnutzung, aber nicht die rechtliche, sondern die „technische“ Seite)
Folgendes:
Nehmen wir mal an, A. arbeitet in einer recht kleinen Firma (ca 20 Leute), in der es keinen ständig anwesenden IT-Experten gibt, sondern nur jemanden, der ein- bis zweimal die Woche vorbeikommt.
Alle Rechner der Mitarbeiter hängen an einem Netzwerk, auf welchem gemeinam genutzte oder wichtige Dateien abgespeichert werden.
(Ich weiß nicht genau, was hier alles wichtig wichtig ist, deswegen schreib ich mal alles ,-))
Als Betriebssystem wird WindosXP genutzt, als Browser zum Surfen Mozilla Firfox. Jeder Nutzer meldet sich unter seinen persönlichen Zugangsdaten an, Administrator-Rechte hat nur der IT-Mensch.
Jetzt hat der Chef vor ein paar Tagen auf einmal beschlossen, dass niemand mehr privat das Internet oder Emails nutzen darf, damit keine „Viren“ runtergeladen werden. (Entweder Vorwand oder meines Erachtens Bestätigung dessen, dass der Chef nicht sooo viel Ahnung von Computern hat).
Rechtlich ist es schon klar: Internet und Email (privat) sind jetzt tabu, aus welchen Gründen auch immer: Das verbot ist ausgesprochen und besteht nun.
Aber: Person A. regt sich jeden Tag auf. Sie kommt sich - gerade auch durch das Email-Verbot, fast schon etwas „isoliert“ vor. Es geht nicht darum, exzessiv Zeitung zu lesen, in Foren zu schreiben, Porno-Seiten zu besuchen, sondern mal (in den 10 Minuten, die regelmäßig auftauchen, in denen grad nix zu tun ist) zu schaun: Hat die Freundin, die grad in LA ist, geemailt? Welchen Bus muss ich heut Abend nehmen um pünktlich beim Sport zu sein? Oh, vielleicht wäre Kino heut Abend nett, was läuft eigentlich im Stamm-Kino? etc.
Wenn A. nicht „live“ erwischt wird dabei, d.h. Chef steht hinter ihrem Rücken, wie groß ist dann die Gefahr, dass es entdeckt wird und wie genau wird das nachgewiesen (es besteht kein „Verdacht“ gegen A)?
A muss übrigens auch beruflich dauernd was im Internet recherchieren und ist auf den absonderlichsten Seiten, nur welche mit ÖPNV oder Gmx ließen sich nur schwerlich argumentieren…
Vielen Dank!
NOrah

Hallo,

Wenn A. nicht „live“ erwischt wird dabei, d.h. Chef steht
hinter ihrem Rücken, wie groß ist dann die Gefahr, dass es
entdeckt wird und wie genau wird das nachgewiesen (es besteht
kein „Verdacht“ gegen A)?

Das kommt allein darauf an, wie gründlich die Logdateien angeschaut werden. Wenn sich jemand die Mühe macht, das gründlich durchzugehen, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, erwischt zu werden.

Vielleicht wäre es besser, nochmal vernünftig mit dem Chef zu reden (falls das möglich ist :wink:, und eine Aufweichung des Verbots aushandeln…

Grüße,
Moritz

Hallo,

du könntest einen kleinen Trick versuchen:

gehe zu: http://anonymouse.org/anonwww_de.html

Wenn du dort deine Seite eingibst, dürfte niemand sehen wo du warst, sondern es steht immer nur das auf auf anonymouse.org. warst.

Wenn du das brgünden könntest hättest du schon wahrscheinlich eine lösung. Denn die Seite oben lädt die eigentliche seite für dich. So das du im prinzip die ganze zeit nur auf anonymouse.org bist.

Aber ich verspreche nicht das dies nicht enttrarnt werden kann!

Gruß
Jonny

Hallo,
wenn ein Interesse besteht, lässt sich sehr schnell und relativ einfach herausfinden ob/wann jemand im Internet gesurft hat bzw. welche Seiten er besucht hat.

Generell stelle ich aber mal fest. Es ist wohl ein nicht wirkliches Kavaliersdelikt wenn Mitarbeiter im Internet während der bezahlten Arbeitszeit surfen und private Mails lesen. Es sind ja nicht nur die Internetzugangskosten (die nur in privaten Bereichen mit Flatrates abgedekt wird!) sondern es ist auch die verlorene Arbeitszeit!

Letztlich ist es das selbe als wenn man sich „Dinge“ aus dem Lager mit nach Hause nimmt … Nur wird es gern anders gesehen (wie bei Raubkopien).

Ich persönlich würde einfach kein Internet für Mitarbeiter freigeben (generell) und nur die Mitarbeiter die notwendiger Weise ins Internet gehen müssen (aus beruflichen Gründen) würden einen Zugang bekommen, wenn ich missbrauch feststellen würde, müsste jede Internetseite im Firmenproxy freigeschaltet werden gegen Antrag.

Mal unabhängig davon ist Dein Computerwissen auch nicht besonders hoch, der Cheff hat durchaus Recht wenn er Angst vor Viren aus Privatmails hat. Letztlich kann schon das „normale“ surfen im Internet teure (in der Entfernung) und nervige Schäden hervorrufen und kann dem Unternehmen einen Betriebswirtschaftlichen Schaden verursachen.

Gruß aus Hamburg
Knud Schiffmann
http://internet-partner.de

Hallo Norah,

also um Deine eigentliche Frage zuerst zu beantworten:
Es ist überhaupt kein Problem herauszubekommen wer, wann und was er sich im Internet angeschaut hat.

Wenn Dein Chef Angst vor Viren etc. hat sollte er den halbtags Admin sofort feuern. Dann ist das Netzwerk unsicher und schlampig konfiguriert.

Letztlich hat das Erlauben oder Verbieten der privaten Nutzung des Firmennetzwerks aber auch andere Gründe, nämlich rechtliche.
Bei erlaubter Nutzung dürfte der Chef auch bei längerer Krankheit eines MA nicht dessen e-mails lesen. Bei erlaubter Nutzung wird der AG rechtlich genauso behandelt wie ein Telekommunikationsanbieter, und da steht der Datenschutz an erster Stelle.

Der Tipp weiter unten ist als wackelig zu bezeichnen. Wenn so eine Seite in der Logdatei auftaucht ist für jeden klar ersichtlich das das Verbot umgangen wird und der Zugang zum Netz wird dann sicher erst recht zugemacht. Letztlich braucht der Admin diese Seite nur zu sperren und dann kommst Du auch nicht weiter.
Der Busfahrplan und das Kinoprogramm hat nichts mit den Firmeninteressen zu tun und das kann sich A auch gefälligst zu Hause anschauen.
MA werden für Ihre Arbeitsleistung bezahlt und nicht für ihr Privatvergnügen. Dementsprechend werden Seiten wie Ebay, YouTube etc. sofort auf die Blacklist gesetzt.

Gruss Sebastian

Hi,

[unwichtiges gelöscht]

Jetzt hat der Chef vor ein paar Tagen auf einmal beschlossen,
dass niemand mehr privat das Internet oder Emails nutzen darf,

das darf er ohne weiteres.

[unwichtiges gelöscht]

Aber: Person A. regt sich jeden Tag auf.

Ihr Problem.

Wenn A. nicht „live“ erwischt wird dabei, d.h. Chef steht
hinter ihrem Rücken, wie groß ist dann die Gefahr, dass es
entdeckt wird und wie genau wird das nachgewiesen (es besteht
kein „Verdacht“ gegen A)?

Wenn Chef will: 100%
Technisch ist das überhaupt kein Problem und nicht zu umgehen.

Nachgewiesen wird das durch Logfiles, die auf Wunsch so detailliert wie gewünscht erfasst werden. Alle Tips, die versprechen, man könne das unerkennbar austricksen, sind gelogen.

Gruß,

Malte

Das ist Käse, mit einem Patch vom letzten Patchdy bei MS ist das auch geknackt zumal, anmouse.org ist bei nem Linuxrouter meist ehr schon standardmäßig auf der Blacklist.
Ansonsten wie schon gesagt, wenn man weiß wie und dazu muss man nur lesen können kann das jeder wieder aushebeln!

Wenn Cheffe sagt nein und es keine Ausdrückliche Erlaubnis gibt, ist es sowieso verboten. Genauso kann die Private nutzung des Telefons verboten werden oder das Benutzen von Radios. Bei nur 20 Mitarbeitern greift das Betriebsverfassungsgesetz nicht.

ciao

shanon

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