Nachweis von Magnesium

Ich würde gerne Nachweisen wie viel Magnesium ich in meinen Getränken habe!
Nun weiß ich leider nicht wie ich die Menge nachweisen kann.

Hoffe ihr könnt mir helfen.

MfG Christian

Lieber Christian,

das ist leider alles andere als trivial.
Erstens: Welche Getränke? Das reicht ja von der aufgelösten Mg-Brauusetablette mit viel Mg bis zur Homöopatzhie mit nix drin…
Zweitens: Was ist noch alles drin?
Der Nachweis (und auch die Bestimmung) von Mg in reinem Wasser ist einfach, aber wehe, da sind noch andere zweiwertige Elemente drin, z.B. Ca.
Man kann natürlich komplexometrisch titrieren, einmal Ca und Mg zusammen, gegen Eriochrom T und einmal Ca alleine gegen Calgoncarbonsäure, in jedem Fall sollte man Al, Fe und andere Störionen mit TEA maskieren.
Achja: Ein entsprechendes Labor mit den eingestellten Lösungen braucht´s auch, das ist mit Papas Briefwaage und Mamas Litermaß nicht zu machen…
http://lims.uni-duisburg.de/forschung/molt/ag_molt/P…
http://www.chemieonline.de/forum/showthread.php?t=10…

Ich würde raten, sich eher auf die Durchschnittsangaben der hersteller zu verlassen, oder mal nachgoogeln mit Getränkebezeichnung und Magnesium.

Gruß
AKQJ10s

Moin Christian,

als Laie ist die quantitative Bestimmung von Mg nicht trivial.
Die Schnelltests, die man in Gartenläden kaufen kann, sind eher halbquantitativ, reichen m.E. aber völlig aus.
Wenn Du genaue Werte ahben möchtest, solltest Du das in einem Labor für Analytik machen lassen.
Chemische Untersuchungsämter vor Ort sind ein Ansprechpartner.

Gandalf

Ich hab das auch gar nicht vor zu hause durchzuführen sondern im Chemielabor in meiner Schule.
Wir haben die Aufgabe in unterschiedelichen Getränke(Bier, Wasser, Isogetränke) Inhaltsstoffe nachzuweisen, ich hab Mg erwischt.
Und wir sollten uns vorab schonmal informieren wie man das machen könnte.

Hi!

Der „normale“ Weg wäre eine Bestimmung mit einem Atom Absoption Spektrometer (AAS). Dabei wird die Flüssigkeit in einer heißen Flamme zerstäubt, wodurch die Ionen angeregt werden. Durch diese Flamme wird das Licht einer speziellen Lampe (Magnesium-Hohlkatode) geschickt. Magnesium in der Flamme absorbiert einen Teil des Lichtes, auf der anderen Seite wird gemessen, wieviel noch durchkommt. Die Lichtabschwächung ist innerhalb eines gewissen Bereiches proportional zur Magnesium-Menge in der Flüssigkeit. Wenn man so will: „Hochtemperatur-Photometrie“

Die High-End-Variante wäre, das Zeug so stark zu erhitzen, das es von sich aus zu Leuchten anfängt. Aus dem Menge des abgestrahlten Lichtes einer für Magnesium charakteristischen Wellenlänge kann man dann auf den Mg-Gehalt zurückschließen. Dummerweise wird eine normale Flamme nicht heiss genug dafür, da muss man dann schon schwerere Geschütze auffahren, das nennt sich „Induktiv gekoppeltes Plasma“ (ICP).

Aber wenn ich das unbedingt mit den Möglichkeiten eines gewöhnlichen Schullabors machen müsste, dann würde ich zur „gewöhnlichen“ EDTA-Titration greifen - Stichwort Wasserhärte.
Die anderen haben zwar recht, das mit einer solchen Titration auch alle möglichen anderen zweiwertigen Ionen wie Eisen etc. erfasst werden, aber in Getränken ist der Gehalt dieser Stoffe i.A. so niedrig, das sie noch unterhalb des normalen Messfehlers einer durchschnittlichen Bürette bleiben und daher ignoriert werden können.
Das einzige, was wirklich stört, ist Calicium - aber das kann man ja durch ansäuern mit Schwefelsäure einfach als schwerlösliches Sulfat (= Gips) ausfällen.

Jetzt solltest du eigentlich genug Schlagwörter haben, um mit Hilfe der Wikipedia eine satte Eins hinzulegen :wink:

Hoffe, gehelft zu haben,
lg, mabuse

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Ich glaube nicht, dass in deinem Getränk gelöstes, reines Magnesium ist ,weil es mit Kontakt von Wasser sofort exotherm unter der Bildung von H2 (Wasserstoff) reagiert!

Lg,
brathirn

Wir kriegen Bier, Isogetränke, Mineralwasser etc. und sollen das halt nachweisen

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Dann musst du Verbindungen nachweisen. Reines Mg findest du da niemals, aber ich glaube mit einem Spektroskop kannst du es nachweisen.