Nackenmuskulatur, Dauerschwindel, Hilfeee

Hallo, ich leide jetzt seit fast zwei Jahren an Dauerschwindel, Nacken- und Kopfschmerzen. Ich habe alle möglichen Untersuchungen machen lassen und niemand kann helfen. Ich arbeite viel am PC und dies ist wohl auch eine Ursache, meine Muskulatur im Nacken- und Kopfbereich hat sich zurückgebildet und somit kann der Kopf nicht mehr optimal gestützt werden. Jegliche Bewegungen führen zu Verspannungen und Schwindel… Wie kann man die Muskulatur wieder aufbauen, wer hat Erfahrung damit? Ich habe schon ein paar Physiotherapien bekommen, aber nach den wenigen Behandlungen wird es nur minimal besser… bin am verzweifeln!!!

Hi,

Ich habe schon ein paar
Physiotherapien bekommen, aber nach den wenigen Behandlungen
wird es nur minimal besser… bin am verzweifeln!!!

Die sollst du ja auch zu Hause fortführen. Machst du das?

Grüße
Liete

Hey,laß Dich von einem Orthopäden behandeln,der muß aber Akkupnktur und Chiropraktik beherrschen,dann geht das ohne Medikamente!!!
Hab das selber schon durch

Hallo,
danke für eure Antworten!
Also einen Chiropraktiker habe ich schon aufgesucht, der verschreibt mir nur Physio und Akkupunktur, aber das ist so wenig, nach der Akkupunktur ging es mir sogar schlechter. Ich soll mit einem Terraband Kopfübungen machen, aber genau davon wird es wieder schlimmer… oder muss man das ewig durchziehen und irgendwann wird’s besser???
Mittlerweile reicht ne leichte drehung um mich aus dem gleichgewicht zu bringen… Hat nicht noch jemand eine idee was man selbst machen kann, übungen etc.???

Hi,

man muss Akkupunktur nicht beherrschen; man kann auch einfach so irgendwohin Nadeln stecken - das hat den gleichen Effekt.

Grüße
Liete

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Hey,
das ist doch blödsinn …
Bei mir hat es sehr gut geholfen!!!
Aber Du mußt Dir nicht helfen lassen,oder kannst Dich ja mit Tabletten vollpumpen wenn Dir das lieber ist.

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[MOD Volker]
Moin,

den folgenden Teilthread sperre ich mal, damit nicht wieder eine Endlosdiskussion entsteht.

Gruß Volker

Hallo,

anfängliche Verschlechterungen bei Physio, Akupunktur oder anderen Verfahren sind je nach Schwere der Symptome relativ häufig. Bei den „Verschlechterungen“ handelt es sich häufig um den üblichen „Muskelkater“. Stundenlange verkrampfte einseitige Haltungen, über Monate und Jahre hinweg, verursachen verschiedene Probleme wie Verkürzungen von Sehnen und Muskulatur (auch im Schulter- und Armbereich), schlechtere Durchblutung, schlechtere Nährstoffversorgung von Wirbelgelenken, Bandscheiben, Nervenreizungen etc.

Wichtig ist, regelmäßig Übungen zu machen, die Intensität nach dem Grad der Beschwerden ausrichten (Übungen dürfen nicht zu großen Schmerzen führen) und für jede Übungseinheit ausreichend Zeit nehmen (20min sollten es schon sein).

Hat nicht noch jemand eine idee was man selbst machen kann, übungen etc.???

Klar doch, alles ohne Hilfsmittel, und am besten die angegebene Reihenfolge einhalten. Die empfohlenen Übungen mit Theraband weiß ich jetzt nicht, solltest du dennoch auf jeden Fall machen.

Manuelle Verfahren
oder Massagen, selbst durchführen oder durch einen Partner massieren lassen. Umfassendere Massagen der Muskulaturen im Hals-, Schulter, Arm- und Rückenbereich. Über schmerzhafte Punkte oder Muskelpartien eher mit Handballen streichen und leicht mit Handfläche klopfen, keinen punktuellen Druck ausüben. Gezieltere Massagen mittels Akupressur, insbesondere hilfreich gegen die allgemeinen, nicht lokalisierbaren Kopfschmerzen (Schmerzpunkte gibt es auch an völlig anderen Körperbereichen, musst dich ein wenig einlesen).

Dehnungsübungen
Sehr einfach im Grunde genommen, zur Dehnung der verkürzten Muskel- und Sehnenbereiche. Kopf abwechselnd seitlich, nach vorne/hinten „abhängen“ lassen. Darauf achten, bei beginnenden ziehenden Schmerzen einzuhalten und die Muskulatur bewusst erst locker werden lassen. Dann wieder ein wenig weiter den Kopf senken. 2-3min jeweils, und auch Arm- und Schultermuskeln dabei entspannen, einfach locker lassen.

„Achtsamkeitsübungen“
Sehr feine Bewegungen für die Wirbelgelenke im Halsbereich, auch nach Bandscheiben-OPs zur Erhaltung/Verbesserung von Beweglichkeit und Vermeidung der Beeinträchtigung darüber oder darunter liegender Wirbelbereiche aufgrund von Schonhaltungen.
Gerade stehen, versuchen die Halswirbelsäule senkrecht auszurichten, Schultern bewusst hängen lassen, alle Bewegungen sehr langsam ausführen, gedanklich mit der Nasenspitze als Führungsinstrument arbeiten!

HWS langsam nach oben strecken, dann senken und zwischen den Schultern „versenken“. Darauf achten, dass die Bewegung wirklich nur senkrecht erfolgt. Solange wie es Spaß macht.

Kreisende und abwechselnd 8-förmige Bewegung der Nasenspitze, erst nur horizontal, dann vertikal. Durchmesser der Kreisbewegung etwa 2-Euro-Stück, mehr nicht. Die Bewegung aus der HWS heraus machen, sie streckt und verkürzt sich minimal, bewegt sich nach vorne und hinten, kreisend und spiralförmig (wenn man die Bewegungen in ruhiger Umgebung ausführt, hört man häufig ein leichtes Knirschen/Knacken der Gelenke, Sehnen, Knorpel etc.).

So, das wars. Wichtig: Zeit nehmen und regelmäßig durchführen, kann auch mehrmals am Tag sein. Die paar Übungen reichen im Block locker für eine 1-2-stündige Übungseinheit. Dann wird sich auch Erfolg einstellen.

Viel Spaß und gute Besserung.

Franz

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