Nadeldrucker unter Windows 2000

Hallo Ihr Lieben!

Ich hab hier ein etwas kniffeliges Problem:

Ich bin gerade dabei, unsere antiquierte Rechner-Anlage von Win98 auf 2000 umzustellen. Mit ein paar wüsten Registry-Hacks und Sonderfreigaben für einzelne bockige Programme läuft jetzt auch alles tadellos und ohne Administrator-Account.

Mit einer bemerkenswerten Ausnahme, nämlich den Nadeldruckern. Ist eine bunte Sammlung Oki-Drucker (Mikroline 395, 590, 3390), auf die unser Chef leider besteht, weil er unbedingt dünne Durchschläge haben will (ich würd ja einfach alles zwei bzw. dreimal durch den Laser jagen, aber ihm werden dann die Akten zu dick . . . nun ja, er bezahlt die Gehälter, also . . .)

Normalerweise steckt man oben ein Blatt Papier rein und der Drucker zieht es selber in die Druckposition. Unter Win98 ging das auch immer tadellos, aber unter Win2000 macht er das mit wechselnden Positionen. Alos meistens das erste Blatt richtig, das zweite Blatt einen Zentimeter zu weit, das dritte Blatt zwei Zentimeter zu weit, auf einem Drucker auch ganz gerne mal ein oder zwei Zentimeter zu wenig . . .
Mit dem Ergebnis, das unsere gesammelten Vorlagen nicht mehr benutzbar sind, weil man einfach nicht vorhersagen kann, in welcher Höhe die Drucker zu drucken beginnen.

Normalerweise würde ich sagen, das das gar nicht mit Windows zu tun haben sollte, weil sich der Drucker ja selber um diesen Einzug kümmert, aber da es unter Win98 funktioniert und unter 2000 nicht, scheint da wohl doch das System bzw. der/die Treiber irgendwie Mist zu machen.
Treiber sind - soweit greifbar - aktuell, Einstellungen wie früher (bedruckbarer Bereich) scheint es unter Win2000 nicht mehr zu geben.

Auf einem Drucker funktioniert sogar das Drucken im Hintergrund nicht mehr, solange die Mühle druckt, geht gar nichts mehr. Der Witz an der Sache ist, das es sich um vier Rechner mit identischer Hardware und geklonter System- und Software-Installation handelt (mit Sysprep vorbehandelt und mit Acronis geklont). Wenn alle gleich rumbocken würden, würd ich ja noch sagen, ich hab irgendwo einen Bock geschossen, aber jeder Rechner hat sein ganz persönliches Männecken . . .

Ach ja, Windows 2000, Office 97 auf Celeron 2400 mit 1 GB RAM.
Auf den Laserdruckern (Zwei HP s/w-Laser, ein HP Farblaser, alles LAN-Drucker) und dem PDF-Writer gibt es die Probleme nicht. Ein grundsätzliches Problem im Druck-System halte ich daher für eher unwahrscheinlich.

Hat irgendjemand hier schon mal was Ähnliches erlebt oder davon gehört oder kann mir sonstwie irgend einen Tipp geben?

Hallo Fragewurm,

Das Papierformat stimmt nicht.

A4-Hoch Zebrapapier ist etwas länger als A4 (12" = 304,8 mm anstatt 297mm). Das entspricht normalerweise zwei Druckzeilen.
Dadurch konnte man bei einem ausgedruckten Stapel unten und oben einen Streifen abschneiden um einzelne Blätter zu erhalten.

Die nächste Frage ist nun, wie der Treiber den Vorschub auf den nächsten Blattanfang bewerkstelligt:

  1. Er sendet ein FormFeed an den Drucker.
    In diesem Fall muss der Drucker auf das richtige Papierformat eingestellt werden. Entweder kann man das über DIP-Schalter am Drucker oder durch eine entsprechende Steuersequenz einstellen.
    Zu DOS-Zeiten hatte ich dazu einen Batch-Job welcher mir den Drucker richtig aufgesetzt hat.

  2. Der Druckertreiber rechnet die Zeilenzahl selber mit.
    Dann schickt der Treiber die entsprechende Anzahl Zeilenvorschübe an den Drucker.
    Du musst also irgendwo im Treiber das richtige Papierformat einstellen.

Bei den meisten Druckern konnte man noch „Skip over Perforation“ einstellen. Dann lässt der Drucker vor und nach der Perforation eine Druckzeile aus.

Allerdings habe ich unter W2k noch keine Nadeldrucker installiert. Hast du schon gesucht, ob es passende W2k-Treiber für diese Nadeldrucker, oder verwandte, gibt ?
Viele der alten Nadeldrucker kannten verschiedene Befehlssätze, bzw. konnten andere Drucker emulieren.
Fast alle konnten ESC-P, dann passt auch ein Epson-Treiber.

MfG Peter(TOO)

Hallo Ihr Lieben!

Ich hab hier ein etwas kniffeliges Problem:

Hallo,

das Problem existiert natürlich nur bei Endlospapier, die anderen Drucker haben ja alle Einzelblätter.

Windows regelt die Position des nächsten Blatts dadurch, dass die fehlende Länge per Treibersoftware vorgeschoben wird. Der übliche Fehler besteht darin, A4 einzustellen - das ist es nicht, wie Peter schon bemerkt hat. Die Treiber für Endlospapier haben dafür eine besondere Einstellung, die z.B. „Fanfold 12 inch“ oder so ähnlich heisst. Das kommt daher, weil die A4-Höhe durch den Zeilenabstand nicht teilbar ist. 12 inch ist korrekt.

Dein Chef allerdings sollte sich mal ausrechnen, was ihn die vorgedruckten Trennsätze tatsächlich kosten - verglichen mit Einzelblättern oder gar rein weissem Papier abenteuerlich. Und übrigens braucht heute auch niemand mehr eine Rechnung mit 3 Durchschlägen.

Gruss Reinhard

Hallo Fragewurm,

Hallo Peter :smiley:

Das Papierformat stimmt nicht.
A4-Hoch Zebrapapier ist etwas länger als A4 (12" = 304,8 mm
anstatt 297mm). Das entspricht normalerweise zwei Druckzeilen.
Dadurch konnte man bei einem ausgedruckten Stapel unten und
oben einen Streifen abschneiden um einzelne Blätter zu
erhalten.

Sorry, jetzt hab ich soviele Informationen wie möglichst aufschreiben wollen . . . und doch wieder was vergessen.

Es ist A4-Papier, er wird mit einzelnen Blättern (also, dreilagigem Papier) gefüttert. Und beim automatischen Einzug des neuen Blattes, da tritt dann das Problem auf.

Da liegt ja mein Verständnisproblem: Eigentlich würde ich erwarten, das der Rechner an den Drucker ein FF sendet (tut er offensichtlich auch) und dann einfach weiterdruckt. Zuerst mal in den Druckerpuffer und von dort dann auf’s Papier, sobald das nächste Blatt eingelegt wird und der Drucker wieder online geht.

Eigentlich gibt es gar keinen logischen Grund, warum der Einzug immer unterschiedlich sein sollte, da dieser - so wie ich die Sache sehe - ja vom Drucker erledigt wird. Aber da das Problem erst mit Win2000 aufkam . . .

Du musst also irgendwo im Treiber das richtige Papierformat
einstellen.

Tja, A4 ist eingestellt.
Ich hatte gehofft, irgendwie etwas mit dem nicht bedruckbaren Bereich tricksen zu können, aber diese Funktion ist mit den W2k-Treibern irgendwie verschwunden, früher konnt man da etwas „Finetunen“

Allerdings habe ich unter W2k noch keine Nadeldrucker
installiert. Hast du schon gesucht, ob es passende W2k-Treiber
für diese Nadeldrucker, oder verwandte, gibt ?

Zweie (ML 395 & 590) sind bei Windwos dabei, für die bietet Oki auch gar keine Treiber für Win2k an.
Bei einem Drucker (3390) hat Windows abgenickt, also hab ich den von Oki geladen und installiert. Bis auf den letzten Ausweg (Downgrade auf Epson-Kompatibel) also keine Variationsmöglichkeiten.

Hab jetzt allerdings im Handbuch etwas gefunden, wie man den automatischen Einzug auf eine definierte Höhe einstellt. Hab mal bei allen Druckern ein bischen hin- und hergestellt, vieleicht tut’s das.

Werd mich die Tage nochmal melden.

Fast alle konnten ESC-P, dann passt auch ein Epson-Treiber.

Ja . . . allerletze Ausweichmöglichkeit.

Heissen Dank erst mal bis hierhin und ein schönes Wochenende euch allen,
Falk

Hallo
Erkläre deinem Chef den Unterschied zwischen Federkiel und Schreibmaschine; vielleicht versteht er das?
Sei nicht so langmütig!
Erich

Dein Chef allerdings sollte sich mal ausrechnen, was ihn die
vorgedruckten Trennsätze tatsächlich kosten - verglichen mit
Einzelblättern oder gar rein weissem Papier abenteuerlich. Und
übrigens braucht heute auch niemand mehr eine Rechnung mit 3
Durchschlägen.

Ihr habt ja völlig recht.

Aber um mal meinen Chef zu skizzieren: der kommt so alle zwei Wochen in mein Büro und überreicht mir sein Laptop mit den Worten: „Hol mir mal meine emails ab“. Hand aufs Herz: das ist kein Witz!

Ich denke mal, das bedarf keines weiteren Kommentares.

Ich darf hier meine Gutachten und Korrespondenz nicht selber schreiben, sondern muss diktieren, weil ich für zum schreiben zu teuer bin. Ich hab schon hundertmal versucht, dem zu erklären, was Textbausteine sind, und das die nötigen Korrekturen, wenn Tippsen Berichte mit chemischen und rechtlichen Fachbegriffen schreiben, viel aufwändiger sind . . . zwecklos.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hab jetzt allerdings im Handbuch etwas gefunden, wie man den
automatischen Einzug auf eine definierte Höhe einstellt. Hab
mal bei allen Druckern ein bischen hin- und hergestellt,
vieleicht tut’s das.

Und damit hat es funktioniert!

Mir ist zwar rätselhalft, wieso das mit dem Umstieg auf Win2000 zu einem Problem wurde, aber auf allen Druckern mal kurz den automatischen Einzug neu eingeregelt, und schon läuft alles wieder wunderbar.

Verbuchen wir es unter "M$ . . . wenn ich die Zeit und Nerven dafür hätte, würde ich mir mal Linux ansehen . . . "

Dennoch vielen Dank euch allen!

Ein Blick in vorgeschichtliche Abgründe!
Es gibt nur 2 Möglichkeiten:

  1. Es handelt sich um einen staatlichen Dienst, dann -> weiterschlafen
  2. Es ist eine private Firma, dann
    2a. Firma übernehmen (aber wie wirst du den Alten los?)
    2b. warten bis Konkurs eintritt, dann zuschlagen
    „Hoffnungslos“ sagt dazu
    Erich