Nächtliches Einnässen

Hallo,
mein Sohn ist nun 7 Jahre, normal entwickelt und hat seit kurzem wieder ein „kleines“ Problem. Er pinkelt nachts ins Bett.

Es ist ihm peinlich, wenn er in seiner Pfütze liegt (ich schimpfe nicht!) aber er weigert sich über dieses Problem mit seinem Arzt zu reden.

Frage: Ist gelegentliches, nächtliches Einnässen in diesem Alter „behandlungsbedürftig“ oder ist es noch im zeitlichen Rahmen.

Seit letzter Nacht besteht er darauf, dass wir ihn nachts wecken, damit er zur Toilette kann.

Chrisma

Hi,

mein Sohn ist nun 7 Jahre, normal entwickelt und hat seit
kurzem wieder ein „kleines“ Problem. Er pinkelt nachts ins
Bett.
Frage: Ist gelegentliches, nächtliches Einnässen in diesem
Alter „behandlungsbedürftig“ oder ist es noch im zeitlichen
Rahmen.

soweit ich weiß, sollte auf jeden Fall ein Arzt drauf schaun, wenn er wieder einnässt, sprich, vorher schon mal trocken war. Das kann sowohl körperliche als auch psychische Hintergründe haben, aber ein normaler Hintergrund käme nur dann in Frage, wenn er noch nie trocken war.

Gruß
Cess

Hallo,

ich denke mal es ist eher ein psychisches Problem. Mein Sohn reagierte im Alter von 3 bis ca 6 Jahren mit einnässen auf „Stress“. Und gestresst war er als er in den Kindergarten kam, als er ein Jahr später die Gruppe wechseln musste.
Mit Beginn der Schule wechselte das. Er nässte nicht mehr ein, sondern bekam Bauchschmerzen und Durchfall. Das hat er heute mit 14 Jahren immer noch.
Welchen Stress könnte dein Kind haben? Hat er einen neuen Lehrer, eine neue Klasse oder vielleicht irgendwelche Hausaufgaben „vergessen“?

Es kann natürlich auch ganz andere Ursachen haben. Sollte nur ein Denkanstoss sein.

Gruß

Katl

Hallo,

mein Sohn ist nun 7 Jahre, normal entwickelt und hat seit
kurzem wieder ein „kleines“ Problem.

Was bedeutet „seit kurzem“?
Vielleicht hat er einfach eine Blasenentzündung? Die kann man sich bei diesem pseudo-fruehsommerlichen Wetter leicht mal holen und Kindern faellt gar nicht unbedingt auf, dass sie tagsueber oefter mal muessen. Oder er moechte nicht mit dir drueber reden (*das Alter*).
Erklaers ihm, lass ihn daheim in den Becher pinkeln - und Du ersparst ihm evtl den ihm unangenehmen Besuch beim Kinderarzt.

lG
tine :smile:

Hallo Chrisma,

auf jeden Fall ernst nehmen - wenns eine Blasenentzündung ist, gut, ist schnell behandelt und vorbei. Wenn psychische Probleme sind, wirds ev. schwer, die zu fassen. Noch mehr Liebe und Zuwendung kann schon mal nicht schaden bei Kindern in dem Alter, aber ev. gegen diversen Stress heilsam wirken.
Für Deinen Sohn muß das besonders in diesem `bei andern übernachten Alter´ und ev. schon angedachten Klassen- oder Schülerladenfahrten recht unangenehm sein.

Alles Gute, Anne

Seit letzter Nacht besteht er darauf, dass wir ihn nachts
wecken, damit er zur Toilette kann.

hi und hallo,
mein Sohn hatte mit knapp 7 auch noch mal so eine Phase in der er Nachts …eigentlich eher am frühen Morgen so gegen 5 Uhr… ins Bett gemacht hat.
Wir haben genau die selbe Taktik angewandt und nach 2 Wochen war die Sache erledigt.
Ich würde ihn wecken wenn er das will - Vertrauensbildende Massnahme und er hat das Gefühl die Sache im Griff zu haben.

Viele Grüße
Susanne

Hallo Chrisma,

bei meinem Sohn war es organisch bedingt. Leider weiß ich den Fachausdruck nicht mehr, kan aber ungefähr erklären, was es war.

Es funktionierte die ‚Kommunikation‘ zw. Niere und Gehirn nicht richtig.
Die Niere (oder war es die Blase?) schüttet eine Art ‚Transmitterstoff‘ aus, der dem Gehirn sendet, dass die Blase entleert werden muss.

Diese Übermittlung kam nicht im Gehirn an und es wurde ihm nicht bewusst, dass er euf die Toilette muss. Ein guter, tiefer Schlaf tat sein übriges. Er bekam dann eine ‚Klingelwindel‘. Das war eine Fließeinlage für den Schlüpfer, welcher mit einem Gurt verbunden war. An diesem Gurt war ein Teil mit einem Signal angebracht, welches dann ertönte, wenn das Fließ nass wurde.

Er wachte dann auf und ging auf’s Klo.

Es ging recht schnell vorüber und es ersparte ihm das Gefühl, dass er wie ein kleines Baby in die Hose macht :wink:

Gruß Marion

Hallo,

das könnte psychologisch bedingt sein.

Druck oder fehlende Selbstbestimmung(dominante Eltern), aber auch eine leichte,harmlose Form der Epilepsie könnten das verursachen.
Kann er sich an seine Träume im Moment des Einnässens erinnern?