nächtliches Trockenwerden

Hallo an alle,

unsere Tochter ist nunmehr 5 und 1/2 Jahr alt. Seit einiger Zeit versucht sie, nachts nicht mehr die Windel zu benutzen.
Unsere Kinderärztin meinte, dass es i. O. sei, dass sie jetzt erst damit anfängt, das ist also nicht das Problem.
Vor kurzem hat sie festgestellt, dass ihr Freund, der jünger ist als sie, fast ganz trocken ist, und nun will sie das auch schaffen. Fein, wir haben uns dann geeinigt, dass wir sie abends nochmal auf Toilette setzen, bevor wir ins Bett gehen (zw. 22:00 und 23:30 ungefähr) Es ist jede Nacht so, dass sie dann auch ordentlich pinkelt.

Unser Problem ist aber nun, dass sie dennoch fast jeden Morgen ins Bett macht. Also wenn sie nicht zw. 6:00 und 6:30 wach wird, ist sie spätestens um 7 nass. Nun machen wir morgens einigen Krach, damit sie aufwacht, aber es fällt uns z. B. am WE schwer so früh aufzustehen, wenn wir denn nun schon mal länger schlafen könnten.

Ausserdem denke ich, das ist irgendwie nicht Sinn der Sache, dass wir sie wecken, damit sie pinkelt, sondern sie sollte MERKEN, dass sie aufs Klo muss.

Nun meine Frage, es ist ja wohl nicht sinnvoll, ihr wieder die Windeln anzuziehen, das wäre doch in ihren Augen ein Rückschritt oder?
Manchmal reicht aber auch meine Bettwäsche nicht mehr, ich schaff es nicht immer sofort die Wäsche zu waschen, und bei dem wetter trocknet sie nun auch nicht gerade von heute auf morgen.

Wir schimpfen nicht mit ihr, sie soll mir meist helfen die Wäsche weg zu räumen, und das Bett frisch zu beziehen, einen Kalender mit „Sternchen“ hat sie auch.

Was kann ich noch tun?
vielleicht hat jemand noch einen Tipp?
Danke schonmal sagt
Conny

Hallo

unsere Tochter ist nunmehr 5 und 1/2 Jahr alt.

Unser Problem ist aber nun, dass sie dennoch fast
jeden Morgen ins Bett macht.

Wie ist die Entwicklung bisher verlaufen? War sie
schon mal früher auf dem Wege zur „Trockenheit“?
Gab es im Alter von …
Ist die Diagnose einer unkomplizierten, monosymptomatischen
Enuresis (nocturna) gesichert, hat sich ein systematisches
Vorgehen bewährt. Das optimale Behandlungsalter liegt zwischen
sechs und acht Jahren. Kleinkinder sollten nicht behandelt
werden. Zunächst geht es um eine Änderung der Trink- und
Miktionsgewohnheiten mit Hilfe des Tagebuchs (Urotherapie).
Fünf- bis zehnjährige Kinder brauchen ein bis anderthalb
Liter Flüssigkeit pro Tag, je nach Aktivität auch mehr.
Zwei Drittel bis drei Viertel dieser Trinkmenge sollten
vor 16 bis 18 Uhr aufgenommen werden.
…Grüße

CMБ

Hallo Conny,

oha, wenn sie wirklich schon 5 1/2 Jahre ist, wird das sicher nicht leicht, ich denke mal die Kleine wird das schon ziemlich verinnerlicht haben das sie nachts in die Windel machen kann…

Aber egal, nun isses halt so :smile: Ich würde sagen da bleibt nichts als Geduld & Konsequenz, auch am Wochenende also wecken, da müsst ihr wohl oder übel durch :wink: Ich denke aber auch sie müsste es eigentlich alleine merken, aber wahrscheinlich ist es einfach reine Gewohnheit von ihr, das dauert halt jetzt ein bisschen bis sie sich umgewöhnt. Das du nicht mit ihr schimpfst ist meiner Meinung nach richtig, würde wohl auch nur das Gegenteil bewirken…

lg
Claudia

Hi Conny,

mit über 5 Jahren ist Deine Tochter sehr spät dran. Das würde ich auf jeden Fall mit dem Kinderarzt besprechen. Normalerweise klappt das so mit 3 Jahren, oder spätestens mit 4.
In dem Alter können die Kleinen morgens um 7 auch mal allein zur Toilette gehen. Oder ihr stellt den Topf bereit. Hauptsache sie weiß wo sie hin kann. Falls sie noch im Kinderbett liegt, mit geschlossenem Seitenteil, nehmt die beiden Klettersprossen raus. Dann kann sie das allein erledigen.
Trinken würde ich auf keinen Fall einschränken. Die Blase ist morgens auf jeden Fall voll. Wenn nicht hat man Flüssigkeitsmangel. Außerdem ist die Steuerung der Blasenfunktion nicht abhängig von der Trinkmenge.

Gruß,
Stephan

Hallo Conny,
als Erstes, laß Dich nicht unter Druck setzen, denn das überträgt sich auch auf Deine Kleine.
Wir haben unserer Tochter einen Topf neben das Bett hingestellt und wenn wir sie anfangs Nachts geweckt haben, sie auch auf den Topf gesetzt. Somit hatte sie sich den Weg zum Topf langsam verinnerlicht.
Die Windeln wieder anzuziehen wäre wirklich ein Rückschritt.
Wir haben auch bei unserer Tochter eine Stunde vor den Zubettgehen (am Anfang des nächtlichen Trockenwerdens) das Trinken eingestellt. Da kann mir auch keiner Erzählen, das Arme Kind es verdurstet oder sowas ähnliches.
Direkt vor dem Zubettgehen ging sie auch nocheinmal auf die Toilette. In der Früh wenn Du mal ein wenig wach wirst, ist das beste Deine Tochter wieder auf den Topf zu setzten. Dann könnt IHr ja alle noch etwas weiter dösen.
Logisch das auch ich genügend Betten überzogen habe, aber es spielte sich dann doch innerhalb eines Monates ein.

Als weitere Anmerkung, wenn es über längeren Zeitraum wirklich nicht klappen will, laß doch einmal die Blasenkapazität überprüfen. Bei meiner Freundin Ihrer Tochter, mittlerweile auch fast 5 Jahre, wurde festgestellt das diese zu klein wäre und sie somit nächtlich einnässst.
Tips für Trocken werden, unter diesen Ümständen kann Dir dann nur der Arzt geben.

Ich hoffe dieser kleine Bericht kann Dir etwas weiterhelfen.
Gruß Karin

Wie ist die Entwicklung bisher verlaufen? War sie
schon mal früher auf dem Wege zur „Trockenheit“?
Gab es im Alter von vor 16 bis 18 Uhr aufgenommen werden.
…Grüße

Das ist wahrscheinlich das nächste Problem, sie trinkt m.E. zu wenig, auf anderthalb Liter kommt sie nie im Leben, desahlb bin ich froh, wenn sie zum Abendessen mal ein ganzes Glas trinkt :smile:

Vielen Dank für die Links, die schau ich mir gleich mal an.
Gruß
Conny

Hallo Conny.
So ein Kind hatten wir auch. Das Trockenwerden dauerte fast bis zehn und hat uns schier zur Verzweiflung getrieben. Das Bett war jede Nacht nass, trotz Pieseln, wenn wir ins Bett gingen.
Ich habe dann zwei Liegelind Einlagen gekauft ( aus Baumwolle), die habe ich auf die Bettwäsche gelegt. Damit blieb der Schaden meistens auf dieser Matte und wir mussten nicht immer alles frisch beziehen.
Als wir unseren Sohn endlich nachts trocken hatten, hat er tagsüber in die Hose gepieselt, beim Spielen alles rund um sich vergessen, vor allem, wenn er draußen war.
Wir waren beim Urologen mit ihm und der hat ihm schlussendlich auch geholfen. Er bekam drei Wochen Miktonetten und damit war dann ein für alle Mal Ruhe.
Ich habe die medikamentöse Therapie lange abgelehnt, weil ich dachte, alles kommt wieder, wenn man das absetzt. War aber nicht so.
Ich will dir hier nicht eine Medikamententherapie aufschwätzen, ich will dir nur zu verstehen geben, dass es noch nicht unnormal ist. Es ist spät - sicher - aber nicht zu spät. Seid geduldig. Bis zu ihrer Hochzeit wirds schon werden. Aber Windeln würde ich auf keinen Fall mehr nehmen.

Grüße
T

oha, wenn sie wirklich schon 5 1/2 Jahre ist, wird das sicher
nicht leicht, ich denke mal die Kleine wird das schon ziemlich
verinnerlicht haben das sie nachts in die Windel machen
kann…

*seufz* ja sie ist schon 5 1/2… da bin ich mir ganz sicher.

Ich habe befürchtet, dass dies von irgendjemand gesagt wird.
Ich danke dir,
schönen Tag
Conny

mit über 5 Jahren ist Deine Tochter sehr spät dran. Das würde
ich auf jeden Fall mit dem Kinderarzt besprechen.

Das habe ich schon getan, diese sagte, man solle/brauche nichts zu unternehmen, bis sie in die Schule kommt.

Normalerweise klappt das so mit 3 Jahren, oder spätestens mit
4.

Eben, alle anderen Kinder haben das schon hinter sich, die einen mit, die anderen ohne Unterstützung.
Wo sie hinkann, weiss sie eigentlich schon aus dem FF, und das Töpfchen lehnte sie schon als Kleinkind ab :smile:

Ich bin einfach verunsichert, durch die Aussage der KiÄ. und den erfahrungen in meinem Umfeld.

Danke auch Dir.
Conny

Wir haben auch bei unserer Tochter eine Stunde vor den
Zubettgehen (am Anfang des nächtlichen Trockenwerdens) das
Trinken eingestellt. Da kann mir auch keiner Erzählen, das
Arme Kind es verdurstet oder sowas ähnliches.

Ich habe da die Befürchtung, dass sie echt zu wenig bekommt, weil sie wenn sie aus dem KiGa kommt, nur schwer zu bewegen ist, etwas flüssiges zu sich zu nehmen, und beim abendessen bekommt sie immerhin ein Glas weg (aber auch nur mit sanftem Druck).

Als weitere Anmerkung, wenn es über längeren Zeitraum wirklich
nicht klappen will, laß doch einmal die Blasenkapazität
überprüfen. Bei meiner Freundin Ihrer Tochter, mittlerweile
auch fast 5 Jahre, wurde festgestellt das diese zu klein wäre
und sie somit nächtlich einnässst.

Würde man sowas nicht auch tagsüber merken?
Unsere Tochter kann sehr lang einhalten, und ist (wie unten schon bemerkt) seit sie knapp 2 ist tagsüber sicher trocken.

Vielen Dank schon mal,
Gruß Conny

Ich habe dann zwei Liegelind Einlagen gekauft ( aus
Baumwolle), die habe ich auf die Bettwäsche gelegt. Damit
blieb der Schaden meistens auf dieser Matte und wir mussten
nicht immer alles frisch beziehen.

*lach* ich habe schon Moltons aus der Klinik mitgenommen, aber die Lütte dreht sich immer so, dass sie genau dort liegt, wo diese nicht sind, deshalb unter dem Laken, damit wenigstens die Matratze geschont wird.

Er bekam drei Wochen Miktonetten und damit war
dann ein für alle Mal Ruhe.

Und das war dann mit 10? weil er dann wieder tagsüber pieselte…
Wie lautete denn die Diagnose?
irgendwelche Schliessmuskel probleme ?..

Seid geduldig. Bis zu ihrer Hochzeit wirds schon werden.
Aber Windeln würde ich auf keinen Fall mehr nehmen.

Vielen Dank, ich fürchte es wird noch lang dauern,
heute hab ich 3:30 das Bett bezogen *gähn*
schönen Tag noch,
Gruß Conny

Die Links sind suuuper…
es ist doch beruhigend zu wissen, dass es nicht ganz so selten ist, dass die „spantanheilung“ relativ hoch ist…
Ich kann damit viel anfangen
ein *dankeschönküsschen*
und natürlich sternchen-
Conny

Hallo Conny,

mit über 5 Jahren ist Deine Tochter sehr spät dran. Das würde
ich auf jeden Fall mit dem Kinderarzt besprechen.

Das habe ich schon getan, diese sagte, man solle/brauche
nichts zu unternehmen, bis sie in die Schule kommt.
Ich bin einfach verunsichert, durch die Aussage der KiÄ. und
den erfahrungen in meinem Umfeld.

Verunsichert es dich weniger ,wenn du weisst, dass es
anderen auch so ging?
Unser Sohn war ohne ‚potty training‘ mit 2 3/4 tagsueber
trocken. Nachts erst mit 7 richtig.
Er schlief einfach zu gut — wenn wir in Urlaub waren,
hatte er das Problem nicht. Er wachte auf, weil er eben
nicht so tief schlief, wenn er merkte, dass er auf’s Klo
musste. Zuhause schlief er eben. Irgendwann hat’s geklappt.
Wenn ihr die Sache fuer euch ‚praktisch‘ im Griff habt (Windeln,
oder Gummiauflage oder was fuer euch passt), dann einfach
Geduld.

Gruesse
Elke

Hallo Elke,

Verunsichert es dich weniger ,wenn du weisst, dass es
anderen auch so ging?

Genauso ist es, und die Links von Semjon(?) ganz unten waren am Besten zu meiner Beruhigung geeignet.
Ich denke die Lütte schläft eben zu fest, als dass sie zu hause merkt, wann sie Pipi muss, ob das nun durch die Hormone kommt, die noch nicht richtig arbeiten oder durch was auch immer.
Ausserdem fand ich gut zu wissen, dass 1 von 10 Kindern nachts noch nicht trocken ist, wenn es in die Schule kommt.
*lach* irgendjemand muss ja die Statistik erfüllen.

Wenn ihr die Sache fuer euch ‚praktisch‘ im Griff habt
(Windeln,
oder Gummiauflage oder was fuer euch passt), dann einfach
Geduld.

genau, wer weiss, vielleicht ist das mein Training (geduld ist nicht meine Stärke :wink: )

Dank auch dir,
Gruß
Conny

Hallo,

Ausserdem fand ich gut zu wissen, dass 1 von 10 Kindern nachts
noch nicht trocken ist, wenn es in die Schule kommt.
*lach* irgendjemand muss ja die Statistik erfüllen.

Ja, das ist wirklich so. Ich habe mit Kindergartenkindern übernachtet. Was glaubt ihr, wieviele ältere (um die 5 Jahre) Kinder sich da noch (mehr oder weniger selbstbewusst) zur Sicherheit ne Windel umgeschnallt haben? Manche machen da kein Geheimnis draus, anderen war das anfangs sehr unangenehm, bis sie gesehen haben, dass sie nicht die einzigen sind.
Lass ihr einfach Zeit.

Gruß
Tato

Hallo Conny!

Hast du schon mal von der Klingelhose (oder so ähnlich) gehört?
http://hausarzt.qualimedic.de/Bettnaessen_tricks.html

Viel Erfolg
emina