nägelkauen

wer kann helfen bei fingernägelkauen ursache?

Hallo,

Mangelnde Mutterliebe!

Gruß

quatsch (owt)

Hallo,

Mangelnde Mutterliebe!

Gruß

wer kann helfen bei fingernägelkauen ursache?

Sehr schoen formuliert.

Mangelnde Mutterliebe!

Kann mangelnde Mutterliebe wirklich helfen?

Gruss, Tychi

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Hallo, Doris,
auch wenn man die Ursachen nicht genau kennt, hat man doch schon einen wunderbar wissentlichen Namen für diese lästige Angewohnheit parat: Onychophagie (grch: onychos=Nagel und phagein=essen).

Man kann zwei unterschiedliche Formen beobachten: Nägelbeißen tritt als Verlegenheitshandlung (sog. Übersprunghandlung) auf. In dieser Form ist sie nichts anderes als Männchenmalen beim Telefonieren oder ungeduldiges Fingertrommeln, wenn man warten muss.
Aber Nägelbeißen kann auch als Zwangshandlung gesehen werden, dann wäre es das Symptom einer Verhaltensstörung.

Was man dagegen tun kann? Ich weiß nichts anderes, als es sich bewußt machen und vermeiden.

Gruß
Eckard

einst mit Sucher…
Hallo, Doris!
„wer kann helfen bei fingernägelkauen ursache?“
Nunja, der liebe Tychi hat den möglichen Hinterhalt Deiner Frage ja schon mit den Fingern greifbar gemacht…
Dabei hatte ich in meinem Leben eigentlich nie jemanden zum Mitkauen gesucht, höchstens mal den Wunsch empfunden, meine Frau würde mir auch mal ihre Nägel „zur Vergnügung“ stellen.
Wer nie bis zum Bluten gekaut hat, mag sich vielleicht fragen: „na und, was und wem schadet es, wenn ich MEINE Nägel kaue?“ Aber meine Frau hat mir natürlich nicht auf ihre eigenen Finnger hauen müssen.
Fingernägelkauen ist für mich wie Rauchen. Irgendwie angefangen und dann mehr zu einem „Automatisnmus“ geworden.
Merkwürdigerweise hat „das Kauen“ immer aufgehört in Zeiten wo ich verliebt war, eine Art LebensABSCHNITTSpartnerin hatte. Irgendwann hörte das aber von selbst auf. Wieso? und wieso angefangen? Ich weiß es nicht. Heute „lasse ich meine Maschinen kauen/arbeiten“ (Feile, Nailclipper"), und das nicht nur, seitdem/weil ich KEINE Zähne mehr habe. Dies ganze „schlaue und mitleidige“ Gequatsche von Kalkmangel und fehlender Mutterliebe!!! Wieviel Kalk enthalten eigentlich Fingernägel?
Und würde sich nicht der Körper den Kalk auf anderem Wege „aus den Fingernägeln saugen“?
Als ich als Junge mal auf Kur „verschickt“ war, da war da ein anderer, der hatte die Nägel immer „ganz bis unten abgekaut“, und der bekam nachts „Zwangshandschuhe“ übergeBUNDEN. Auch das nützte GARnichts!
Irngendwie erinnere ich mich, „ganz zu Anfang“ mal „nur die Nietnägel“ abkauen gewollt zu haben. Aber sehr schnell hatte ich dann durch Kauerei diese Nietnägel erst „produziert“ bzw. meine Finger abgesucht nach möglichen „Kaustellen“. Ich bin mein Leben lang (darunter gar nicht leidender) Perfektionist gewesen: war mein Nägelkauen vielleicht „nur“ eine „perfektionierte Nagelpflege“?
WARUM HÄNGEN MANCHE MENSCHEN AM NAGEL? Und das höifig die Sensibelsten?
Ob es hilft, „die schönsten Nägel der Welt“ haben zu wollen?
Ich weiß es nicht, aber eine kreative Zielsetzung kann auch hier helfen, meine ich.
Liebe Krüßße, moin, knuddel, Kuddel.

Pst.: Stellt Oich mal vor, wie ich nachts im Bett schließlich die Füße sogar bis hinter den Kopf biegen konnte! (Ihr wißt wohl jetzt schon!)
Pstpst: Eine Froindin fragte mich mal: „du hast sooo schöne Hände! Warum malträtierst Du sie so?“ Wir lebten „auseinander“, sie in Hamburg, ich in Bremen; mit bloßem „Besuchsrecht“. Wann ich aufgehört habe (zu kauen)? Ich weiß es gar nicht. Nur weil ich nun jenseits von Brut und Gmöse bin? :smile:

„i danni dati ai diti“ - die (nur?) den Fingern zugefügten Schäden
Es ist NICHT unbedingt Spaß an Selbstquälerei!
Nun hat mein Körper nicht „nur“ Gewinn am Rauchen noch am Kauen.
Aber in der Seele empfinde ich es so. Was werden all diese „GesundheitsfanatikerInnen und deren „wissenschaftliche“ Claqueure“ einst sagen, wenn ein positiver Effekt des Rauchens auf die Seele erstmals nachgewiesen werden sollte? Ich bin nun 57.
Hätte ich NIE geraucht, wäre ich wahrscheinlich schon 58. Und wie alt, wenn ich nie gekaut hätte? Wer schneller lebt ist doch nicht eher fertich!

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Hallo

Es wurde nach der Ursache für Fingernägelkauen gefragt und eine davon ist eben mangelnde Mutterliebe.

Gurß

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Doris,

wie Eckard schon schreibt: bewusst machen und sich
abgewoehnen. Man muss wollen. Deshalb klappt das
mit dem Finger-bitter-pinseln nur, wenn derjenige, der
bepinselt wird, auch selbst aufhoeren will (als Erinnerung
sozusagen).

Ich hab jahrelang nicht meine Naegel gekaut ,sondern die
Haut daneben ‚abgeknubbelt‘ bis es geblutet hat. Das ver-
grindet natuerlich und dann kann man es erst recht nicht
in Ruhe lassen. Meine Haende hab ich gern versteckt oder
seltsame Hobbies vorgeschoben.

Seit ein paar Jahren ist es besser: ich gehe oefter mal
zur Manikuere oder mache das selbst, das motiviert mich.
Kaum reist aber ein Haeutchen ein, kostet es mich grosse
Ueberwindung nicht wieder anzufangen.

Also: mein Tipp in kurz: regelmaessige Manikuere und Nagel-
lack (u.U. farbloser).

Gruesse
Elke

wer kann helfen bei fingernägelkauen ursache?

Sehr schoen formuliert.

Mangelnde Mutterliebe!

Kann mangelnde Mutterliebe wirklich helfen?

Gruss, Tychi

Hallo

Es wurde nach der Ursache für Fingernägelkauen gefragt und
eine davon ist eben mangelnde Mutterliebe.

Gurß

Hallo Zehra

Das ist eine moegliche Interpretation der grammatisch
unzusammenhaengenden Wortgruppe der Fragenden. Sowohl die Frage als
auch deine Antwort sind unnoetig mehrdeutig formuliert. Mit etwas
mehr sprachlichem Aufwand haettet ihr euch beide sicherlich so
ausdruecken koennen, dass es keinen Anlass zu Spott gegeben haette.
Soviel zur Form.
Nun der Inhalt: Woher weisst du, dass mangelnde Mutterliebe Ursache
fuer Naegelkauen sei? Sind deine Quellen vertrauenswuerdig? Gibt es
auch noch andere Ursachen? Welche Moeglichkeiten gibt es, das
Naegelkauen abzugewoehnen? Oder soll die Erkenntnis der Ursache schon
zum Einstellen des Verhaltens genuegen?

Ich mag mich selber nicht, wenn ich so oberlehrerhaft auftrete, aber
ich nehme in Kauf, mir die Antipathie einiger Leute einzuhandeln,
wenn ich damit das Niveau des Forums heben kann. Dabei setze ich
voraus, dass meine Beitraege dieses nicht senken, aber da bin ich mir
nicht so sicher.

Gruss, Tychi

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Hallo Doris,

wer kann helfen bei fingernägelkauen ursache?

falls Du diese Frage im Hinblick auf ein Kindes stellen solltest, dann kann ich Dir kurz folgende Infos zur Verfügung stellen:

Als Ursachen für das Nägelkauen gelten:

  • eine einengende, unterdrückende Erziehung, besonders im Hinblick auf die Bewegungsfreiheit des Kindes und das Bewältigen von Aggressionen,
  • „Gefühlskälte“ der Bezugspersonen.

Das Nägelkauen tritt v.a. bei zwei Gruppen von Kindern auf:

  • überängstliche Kinder,
  • unruhige und leicht erregbare Kinder.

Vor der Einleitung der eigentlichen Therapie wird empfohlen, genau zu untersuchen, was dazu führt, daß das Kind auf den Nägeln kaut(Verhaltensanalyse). Die Therapie selbst beinhaltet:

  • Statt Nägel zu kauen, wird das Kind dazu motiviert, etwas anderes zu tun (z.B. Sport oder anderes, wobei sich das Kind bewegt).
  • Entspannungstraining, um Angst und Unruhe abzubauen.
  • bei kleinen Kindern Spieltherapie.

Grüße,

Oliver Walter

Hallo,

wie Eckard schon schreibt: bewusst machen und sich
abgewoehnen. Man muss wollen. Deshalb klappt das
mit dem Finger-bitter-pinseln nur, wenn derjenige, der
bepinselt wird, auch selbst aufhoeren will (als Erinnerung
sozusagen).

da möchte ich doch mal widersprechen. Ich fand es als Kind selbst nie schlimm, dass ich an den Nägeln gekaut habe. Eine Freundin hatte mit solchem Pinselzeug aufhören können und hat mir das geschenkt (vorher natürlich Mami gefragt :wink:, ich hab es draufgepinselt und wurde mir dadurch erst bewusst wie oft ich wirklich meine Finger in den Mund gesteckt habe. Schmeckte eklig, also hab ichs gelassen.

Erst als ich dann leichte Fingernägelansätze bekam hab ich gemerkt, dass das ja viel besser aussieht als so abgekaut und wollte dann auch nicht mehr knabbern, habe das Pinsel-Zeug also nur noch eine Weile zur Unterstützung genommen.

Aber wie gesagt: Erst kam die Tinktur, dann der Wille. So hats auch geklappt.

LG Timi

Hi Timid,

du magst Recht haben, es bekommt bestimmt auf’s Alter
an. Das Finger-bitter-pinsel-zeug wird ja oft auch
fuer Daumenlutscher angewendet (die dann deutlich juenger
sind als 10) und da ist meine Erfahrung, dass es eben
nicht funktioniert.

Gruesse
Elke

Hallo Tychi,
Innerhalb des deutschen Sprachgebietes gibt es eine große Zahl von Aussprachevarietäten, die alle der deutschen Sprache zuzurechnen sind. Welche Varietät gesprochen wird, ist landschaftlich und sozial bedingt, kann vom Alter der Precherinnen und Sprecher abhängen und schließlich auch davon, in welcher Situation gerade geprochen wird.
Die Frage kann nur soviel an Antwort erhalten, als diese vom Fragenden gefordert wird, somit war meine Antwort der Fragestellung in ihrer Art, unter der Annahme, dass hinsichtlich der Fragenden keine Kriterien oder weitere Fragen entstanden sind, durchaus gerechtfertigt.

Spott ist das bewusste Lächerlichmachen eines Menschen, einer bestimmten Gruppe oder deren echter oder vermeintlicher Werte, was nicht unbedingt der Förderung eines Niveus entspricht, oder es darauf hindeutet dass der Spötter gar kein Niveu besitzt.

Es gibt viele Quellen die über „mangelnde Mutterliebe“ und deren Konsequenzen Auskunft geben, hier führe ich zur Zufriedenheit aller Anwesenden nur ein Beispiel auf, um nicht den Rahmen dieses Forums zu sprengen. Beim Aufmerksamen lesen, wird der bzw. die Fragende und oder die Kritisierenden und Spötter erkennen welche Probleme sich daraus entwickeln können und die Ursache des Nagelkauens unter anderem dort entdecken.
Da jede Ursache eine Wirkung hat, ist die Ursache eben auch die Wurzel der Wirkung. Hat es negative Wirkungen so ist auch die Ursache negativ. Also ist die logische Konsequenz, dass diesbezüglich es immer die beste Möglichkeit darstellt das Problem mit einer Änderung der Ursache zu lösen.
Natürlich gibt es über dies hinaus auch noch zig andere Gründe für schlechte Angewohnheiten des Menschen, die aber ebenfalls den Rahmen, bei ihrer Aufzählung, sprengen würden.

Säuglinge sind aufgrund ihrer Hilflosigkeit vor allem in den ersten Lebensmonaten völlig von Bezugspersonen, meistens den Eltern, abhängig. Sie fürchten nichts mehr als die mögliche Isolation und die Verlassenheit von der Bezugsperson, die ihnen Wärme und Geborgenheit bietet und sie vor allen Gefahren zu schützen versucht.
Freud (1992, S. 19), der von der Theorie der Primärangst (wie in Kapitel 2.6.1.1 bereits erwähnt), ausgeht, sieht die Ursprünge der menschlichen Angst im Geburtserlebnis verankert. Die plötzliche Reizüberflutung sowie Gefühle des Unwohlseins setzen sich als eine lebenslange erschreckende Erfahrung im Gedächtnis des Menschens fest. Diese von vielen Autoren in Frage gestellt Hypothese Freuds wird von Speichert (1977, S. 112) lediglich dahingehend bestätigt, daß bei der Geburt zur Wahrnehmung erster körperlicher Empfindungen wie Kälte, Lichtreize und andere Sinneseindrücke kommt.
Speichert stellt fest, daß die Reizüberflutung durch die Umwelt vom Säugling nicht zwingend als unangenehm empfunden werden muß, sondern daß der von den Eltern, hier in besonderer Weise von der Mutter, gebotene „Körperkontakt“ (Renggli, 1976, nach Speichert, 1977, S. 112) einer Angstentwicklung entgegenwirken kann. Diese Gesten fördern den Aufbau der Mutter-Kind-Beziehung, die für den Säugling in seiner momentanen Lebenssituation den größten Stellenwert besitzt. Seine angeborenen Bedürfnisse nach Nahrung und Schutz sowie seine Hilflosigkeit gegenüber den völlig veränderten Umwelteinflüßen machen ihn von seiner Mutter abhängig.
Die körperlichen Trennung von der Mutter direkt nach der Geburt, die vom Kind als fehlender Körperkontakt wahrgenommen wird, stellt für den Säugling ein angstauslösendes Ereignis dar. Sobald neue, unbekannte Reize, wie beispielsweise ein lautes Geräusch, die verspätete Nahrungsaufnahme oder auch nur ein ungeschicktes im Arm halten der übernervösen Mutter auftreten, empfindet das Kind Angst, weil es aus seiner hilflosen Position heraus jegliche Veränderungen als gefährlich einschätzt.
Wolmann (1979, S. 37) leitet daraus ab, daß der Mensch mit einer angeborenen Furcht auf die Welt kommt, die ihn instinktiv, genau wie das Tier, vor Gefahr schützen soll. Er teilt die Ängste des Kindes neben der angeborenen Angst in zwei weitere Kategorien ein, die Entwicklungsängste und die aufgrund von traumatischen Erlebnissen hervorgerufen Ängste.
Unter Entwicklungsängsten wird die Angst vor Fremden, die Trennungsangst und die Angst vor Tieren verstanden, die überwiegend im ersten Lebensjahr zum Ausdruck kommen. Die durch traumatische Erlebnisse angeeigneten Ängste können bereits im Säuglingsalter erworben werden, wenn das Kind beispielsweise beim Wickeln oder Füttern negative Erfahrungen gemacht hat.
Das Verhalten der Mutter in den ersten Monaten hat entscheidende Auswirkungen auf die Entwicklung der kindlichen Persönlichkeit. Entstehen Konflikte während der Nahrungsaufnahme, so werden diese Erinnerungen an den unerfüllten Wunsch nach Nahrung ins Unbewußte verdrängt und kommen beispielsweise im Erwachsenenalter in Form von neurotischer Abhängigkeit von anderen Personen zum Ausdruck. Nach Freud sind die kindlichen Erlebnisse bei der Triebbefriedigung also ausschlaggebend für spätere Verhaltensweisen und entstehende zwischenmenschliche Beziehungen.
Im Zusammenhang mit der angstauslösenden Wirkung der Trennung von der Mutter schließt sich Speichert (1977) der Meinung Freuds an, indem er bemerkt, daß das Fehlen der Bezugsperson negative Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes haben kann.
Obwohl das Kind die Mutter noch nicht als Person wahrnimmt, sondern mit ihr zunächst nur die bevorstehende Bedürfnisbefriedigung verbindet, wird in den ersten Lebenswochen die Grundlage des späteren sozialen und emotionalen Lebens geschaffen.
Übereinstimmend bemerken die Autoren, daß der fehlende Körperkontakt und die Abwesenheit der Mutter als Entzug liebevoller Zuwendung und Schutzes empfunden wird, auf den das Kind mit Angst reagiert. Der Entzug von Geborgenheit sorgt für ein gestörtes Vertrauensverhältnis zwischen Mutter und Kind, was ernsthafte Persönlichkeitsstörungen nach sich ziehen kann.
Freuds Theorie der kindlichen Entwicklung folgend befindet sich das Kind zwischen dem Zeitpunkt der Geburt und dem zwölften Lebensmonat in der oralen Phase. Dabei spielt der Mund die zentrale Rolle bei der Befriedigung von Bedürfnissen. Das Saugen an Spielsachen oder am eigenen Daumen wird dabei zur Lieblingsbeschäftigung des Kindes (vgl. Freud, 1972, nach Murray, 1992, S. 73). Es hat in dieser Phase bereits gelernt, ohne den ständigen Körperkontakt der Mutter auszukommen, wobei der Sicht- und Hörkontakt zu ihr weiterhin von größter Bedeutung ist. Verläßt die Mutter den Raum und entstehen ängstigende Reize, reagiert das Kind mit Weinen und Schreien, um der entstandenen Isolationsangst entgegenzuwirken. Das Kind hat somit eine Verhaltensweise entwickelt, durch die es ihm möglich ist, den geringsten Anzeichen von Isolationsangst entgegenzuwirken. Ist die Bezugsperson ständig verfügbar und beschäftigt sie sich ausreichend mit dem Kind, verliert es allmählich seine Ängste verlassen zu werden.
Besteht durch zwingende Umstände wie beispielsweise ein Krankenhausaufenthalt des Kindes keine andauernder Zugriff auf die Bezugsperson, kann die Bindung zu dieser schwächer werden. Die entstehenden Gefühle der Hilflosigkeit und des Liebesentzugs können die seelische Entwicklung des Kindes stark beeinflussen. Die empfundene Trennungsangst und den tiefsitzenden Trennungsschock (vgl. Schenk-Danzinger, 1993, S. 85-86) ruft beim Kind je nach seinen individuellen Voraussetzungen Schlafstörungen, Trotzigkeit, Beleidigtsein, häufiges Weinen und depressive Stimmung hervor.

Gruß

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Ich hab die Antwort auch so verstanden und man muss nich immer ewig rumsülzen Klugscheißer!

Hallo Zehra

Fuer diesen Beitrag habe ich dir ein Sternchen gegeben, schon allein
der Muehe wegen, die du dir gemacht hast. Inhaltlich gaebe dein
Beitrag Anlass zu weiterer Diskussion. Ich glaube nicht, dass mit den
vorgestellten Behauptungen, wenn sie auch von prominenten Leuten
kommen, die Ursachen des Naegelkauens richtig benannt werden,
zumindest nicht alle Ursachen. Weiterhin sehe ich hier gar keine
Therapiemoeglichkeit, denn ein naegelkauender Erwachsener kann die
fehlende Mutterliebe seiner Kindheit nicht ungeschehen machen.

Viele Gruesse und eine Entschuldigung fuer unangenehme Gefuehle, die
ich verursacht haben koennte, Tychi

Hallo Tychi
Erst mal vielen Dank für deine Bewertung. Leider, wie du siehst an „timekiller“ kann man es, ganz gleich wie man was macht, es doch keinem Recht machen!
Was dem einen zuwenig erscheint ist dem anderen schon wieder zu viel und man wird als, ich zitiere: „Klugscheißer“ abgestempelt. So ist der Mensch ein unergründliches Wesen.
Natürlich kann man weiter über die Dinge Diskutieren, aber ich denke das die/der Fragende/r seine Antwort, je nach Selbsteinschätzung seines Problems erkennen und finden wird.
Nagelkauen ist keine Krankheit. Sondern ein Symptom.
Dahinter stehen innere Spannungen, die aus ungelösten, meist sogar unbewussten, verdrängten Konflikten entstehen.
Erst wenn sich diese Spannungen lösen, ist ein Abschied vom Nagelkauen möglich. Dazu muss man sich die Konflikte erstmal bewusst machen. Und dazu stehen, dass man sie hat.
Das ist beschämend, verletzend, manchmal qualvoll. Weil man sich eingestehen muss, dass das wunderschöne Bild, das man von sich selbst pflegt, doch nicht immer zutrifft. So ein Eingeständnis ist wie sterben. Doch nur wenn der Nagelkauer stirbt, kann ein neuer Mensch geboren werden, der davon frei ist.
Man kann Nagelkauen nicht direkt bekämpfen. Jedenfalls nicht dauerhaft. Es wird immer wieder durchbrechen, solange die Ursache bestehen bleibt.
Es führt kein Weg vorbei an der schonungslosen Auseinandersetzung mit sich selbst. Wenn die zugrundeliegende seelische Spannung wegfällt, verschwindet das Nagelkauen automatisch mit.
Nun ist bei der angenommenen Ursache, das Kind erwachsen geworden und hat dieses Symtom immer noch. Es gibt für ihn zwar nicht die Möglichkeit, die Mutterliebe mit einer Zeitmaschine zurück zu bekommen, jedoch hat er viele andere Möglichkeiten sich zu ändern. Er ist mit der Pupertät zu einem Erwachsenen geworden und trägt folgedessen die Verantwortung für sich selbst. Durch eine Ausgewogenheit, die er z.B. in seiner Beziehung, Familie, Ethik, Sport, Hobbys, Beruf… findet, bildet er wieder eine Waage und macht sich das Symtom bewußt. Wie wir wissen kann der Wille Berge versetzen. Denn jede Therapie ist eine positive Beeinflußung des Unterbewußtseins. Eine Methode wäre z.B. eine Hypnose, mehrere Sitzungen bei einem Psychologen. Manchmal hilft auch einfach schon ein anderer Mensch, ein guter Freund, oder Partner.

Ich bin durchaus ein Mensch der Kritik vertragen kann, sei sie positiv oder negativ. Und bei dir ist sie von einem gesunden Menschenverstand entsprungen, was mir bewießen hat das deine Worte durchaus angebracht waren und das Ziel einer sachlichen Ebene erreicht haben dürfte, wenn auch nicht mit den perfekt bewiesenen Fakten. Dies ist wie gesagt aber auch sehr schwer, wenn man eine Person nicht persönlich kennt. Denn es erschwert die Stellung des Mitgefühls und Einschätzung erheblich. Vielleicht hören wir von der Fragestellerin, ob sie sich bei den Antworten irgendwo wiedergefunden hat.

Viele Grüsse und Dank , Zehra

Hallo Zehra

Danke fuer deine versoehnlichen Worte und die weiteren Erlaeuterungen
deiner Ansichten. Ich fuege dem jetzt nichts mehr hinzu.

Gruss, Tychi