'Nahrungserg.Stoffe'=Auslöser v.Migräne/Blähungen?

Gibt es einen Zusammenhang zwischen plötzlich auftretenden fürchterlichen Blähungen und wöchentl. Migräneattacken? Es helfen keinerlei Medikamente.
Ich habe lange Zeit Aufschreibungen durchgeführt, über das was ich esse -leider ohne Erfolg/Ergebnis. Eines weiß ich aber mittlerweile, daß kleinste Mengen Süßstoffe die fürchterliche Blähungen auslösen. Man weiß ja, daß gewisse Nahrungsmittel Migräne auslösen. Infolgedessen folgere ich, daß auch Zusatzstoffe, die zunehmend in unseren Nahrungsmitteln und Getränken sind, diese Darmprobleme verursachen und letztendlich auch die Migräneattacken auslösen können (Allergie).

  • Kann ein Arzt eine möglicherweise eine Allergie im Darm feststellen, damit ich weiß was ich essen darf? Welcher Arzt ist dafür zuständig?
    Gruß Ernst

Ein Allergologe wird wohl der richtige Ansprechpartner sein, der entsprechende Tests durchführen kann.

Sowohl Blähungen als auch Migräne können durchaus durch aufgenommene Nahrung oder enthaltene darin Stoffe, gegen welche man allergisch ist, hervorgerufen werden.

Ich denke da z.B. an einen Zuckerersatzstoff namens Aspartam, an Citronensäure (Säurungs- und Konservierungsmittel), Benzoesäure (Konservierungsmittel). Gerade diese Stoffe sind ganz oft in allen möglichen Nahrungsmitteln enthalten.

Diese - um nur einen Miniteil zu nennen, stehen z.B. in Verdacht, Allergien zu verstärken bzw. sogar auszulösen.

Was auch in deinem Fall möglich sein könnte, eine Laktoseintoleranz.
Infos z.B. unter www.libase.de.

Viel Erfolg bei der Ursachenforschung und Bekämpfung der unangenehmen Symptome.

Migräne
Hallo Ernst!

Hast Du früher schon mal unter Migräne gelitten?

Wie äußert sich ein Anfall, ist er streng einseitig, wie lange hält er an, stehst Du damit bereits auf - oder nimmt der Schmerz im Tagesverlauf zu?

Migräne-Auslöser können sein:
Nüsse, Rotwein, Käse, Schokolade, Alkohol, Chinagewürz.

Auch veränderte Schlafrhythmen und Tiefdruckgebiete führen zu Kopfschmerzattacken.

Wie ich sehe bist Du Rollifahrer, und damit in der Beweglichkeit eingeschränkt.
Da könnte die HWS bzw. Verspannungen der Muskulatur auch heftige Schmerzen auslösen.

Zu den Blähungen hast Du ja schon einige Denkansätze bekommen.

Gute Besserung!

Angelika

Hallo NAgelika

Migräne-Auslöser können sein:
Nüsse, Rotwein, Käse, Schokolade, Alkohol, Chinagewürz.

Genau, können, müssen aber nicht. Ich kann all den Kram essen und habe trotzdem Migräne.

Auch veränderte Schlafrhythmen und Tiefdruckgebiete führen zu
Kopfschmerzattacken.

Hier gilt das Gleiche. Ich habe nun schon seit mehr als acht Jahren Migräne und mir ist kein Auslöser bekannt. Es kommt einfach.

LG

Avera

Hallo Ernst,

wenn Du es selbst so beobachtest, dann ist es erst mal auch so. Welche Überempfindlichkeit oder Allergie dahinter steht, kannst Du sicher nur über einen Allegietest und weitere Beobachtungen herausfinden.

Ich habe eine eher umgekehrte Reaktion bei mir bemerkt. Manche Migräneattacken gehen bei mir nicht nur mit Übelkeit (und gelegentlichem Erbrechen) einher, sondern führen zu einer sehr beschleunigten Verdauung. Ich habe daher auch schon überlegt, ob mein Körper mir dadrch zu verstehen gibt, daß entweder ein bestimmter Level von „irgendwas“ erreicht ist und er buchstäblich die Schnauze voll hat, oder ob es eine direkte Reaktion auf einen bestimmten Auslöser ist, den ich aber bisher noch nicht ausmachen konnte.

Alles Gute

Avera

Danke für alle Antworten! Ich habe mich im W.W.W. weiter informiert und bin zum Ergebnis gekommen, daß eine „Anti-Histaminika“-Therapie angesagt ist, mit einem Bluttest und Eliminationsdiät. Es scheint also tatsächlich irgendeine Nahrungsmittelallergie zu sein, nur welche?. Das wird nicht einfach werden.
Nochmal Danke!, für Eure Antworten!

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Hallo,

Auslöser kann auch eine Stoffwechselstörung von Leber/Galle oder Magen
sein. Eventuell auch eine Blockierung im Bereich der Halswirbelsäule.
Histamin ist in einigen Lebensmitteln enthalten und wird auch von Körper selbst gebildet. Es ist ein lebensnotwendiger Stoff.

Gruß Kerstin

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Es scheint also tatsächlich irgendeine Nahrungsmittelallergie zu sein, nur welche?. Das wird nicht einfach werden.

Nein, einfach wird das nicht, es ist eine langwierige Aufgabe, die speziellen Dinge herauszufiltern, gegen welche du allergisch bist. Aber das ist zu schaffen, wie ich aus eigener Erfahrung weiß.

Womit du jedoch IMMER richtig liegen wirst, egal ob du bereits allergisch dagegen bist oder nicht, wenn du bei Lebensmitteln/Arzneien/Kosmetik darauf achtest, ob sie Stoffe enthalten, die in Verdacht stehen oder wo es bereits bewiesen ist, dass sie Allergien auslösen oder verstärken.

Diese würde ich IMMER meiden!

Kannst ja mal in einer Suchmaschine nach diesen Stoffen suchen.

Fertiggerichte würde ich auch meiden, lieber - falls die Zeit vorhanden ist - selbst kochen, dann weißt du, was du hast.

Viel Erfolg und gute Besserung!

Hallo Avera!

Seit etwa 2,5 Jahren bekomme ich recht erfolgreich niedrig dosierte Amitriptyline.
Auch bei mir ist kein konkreter Auslöser zu finden gewesen, und ich leide seit über 40 Jahren unter heftigen Migrne-Attacken mit starkem Erbrechen und fast 2 Tagen Bettruhe.

Durch die Amitriptyline (in Tropfenform, abends 6 Tropfen = 12 mg) bin ich so gut wie beschwerdefrei!

Vielleicht wäre das auch für Dich eine Möglichkeit. Frag doch mal Deinen Neurologen.

Angelika

http://www.dmkg.de/grundla/J10n03/news07.htm

Hallo Avera!

Ich habe eine eher umgekehrte Reaktion bei mir bemerkt. Manche
Migräneattacken gehen bei mir nicht nur mit Übelkeit (und
gelegentlichem Erbrechen) einher, sondern führen zu einer sehr
beschleunigten Verdauung.

Das ist eine bekannte Begleiterscheinung bei Migräne.
Ebenso, wie „von oben“ = Magen nichts mehr weitertransportiert wird, entleert sich „nach unten“ alles was drin ist enorm schnell.

Aus dem Grund wirken auch Migränemittel nicht, wenn nicht 20 Min. vor der Einnahme eines (Schmerz)Mittels mit z.B. Paspertin (Wirkstoff Metoclopramid)die Motorik angeregt wird, damit die Migränemittel dann auch aus dem MAgen weitertransportiert werden und wirken können.

Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass ich oft 12 - 15 Stunden nach einer Mahlzeit dieselbe genauso von mir gegeben habe, wie ich sie gegessen hatte.

Am besten ist es aber, eine vernünftige Migräne-Prophylaxe zu finden. Siehe dazu unten meinen Beitrag bezüglich Amitriptylin.

Angelika