Nahrungsmittelergänzung Vitamin C/ Zink

Hallo!

Zur Unterstützung meines Immunsystems nehme ich seit drei bis vier Wochen täglich eine Brausetablette mit 300mg Ascorbinsäure und 5mg Zink.

Die 300mg werden als Brausetablette auf „einen Schlag“ aufgenommen und sofort vom Körper aufgenommen bzw. ausgeschieden. (Ich hoffe das ist richtig so?)Alternativ gibt es ähnlich dosierte Präparate mit einer „Depotwirkung“, welche die Abgabe über Stunden aufrechterhalten soll.

Jetzt stellt sich für mich die Frage, ist es - mit der Absicht mein Immunsystem zu „stärken“/unterstützen" - vllt. sinnvoller, diese „Depotpillen“ zu verwenden?

Da ich die Einnahme jetzt doch schon eine längere Zeit aufrechterhalte und das auch noch vorhabe, bis das typ. „Erkältungswetter“ so langsam vorbei ist, frage ich mich, ob es dann eigentlich Probleme beim „Absetzen“ des Präparates geben kann? Ich meine kann es dann vllt. kurz nach dem Absetzen zu einem „Tiefpunkt“ der Immunabwehr kommen, oder ist das schwachsinnig?

Und die letzte Frage: Ist die Zinkdosierung bedenklich? Ich habe gelesen, dass Zink in Überdosierung das Krebsrisiko, einer „Quelle“ zufolge genauer gesagt das Hodenkrebsrisiko (und das will ja nieman(n)d :wink: ), erhöht? Ist die Einnahmemenge von 5mg Zink/Tag zusätzlich zu einer recht ausgewogenen Ernährung bedenklich?

Vielen Dank und mit freunlichen Grüßen,

el_cattivo

Zur Unterstützung meines Immunsystems nehme ich seit drei bis
vier Wochen täglich eine Brausetablette mit 300mg
Ascorbinsäure und 5mg Zink.

Ist das Immunsystem denn so schwach? Und woran merken Sie das? Laufen Sie ganz normal heum? Dann haben Sie auch ein normales Immunsystem.

Jetzt stellt sich für mich die Frage, ist es - mit der Absicht
mein Immunsystem zu „stärken“/unterstützen" - vllt.
sinnvoller, diese „Depotpillen“ zu verwenden?

Es gibt kein Mittel, das Immunsystem zu "stärken, weder mit Vitamin C, noch mit Zink, noch mit irgendeinem der vielen unsinnigen Nahrungsergänzungsmittelchen.

Ich meine kann es dann vllt. kurz nach dem
Absetzen zu einem „Tiefpunkt“ der Immunabwehr kommen, oder ist
das schwachsinnig?

Ich möchte das „schwachsinnig“ vermeiden, aber es ist falsch. Das ganze Zeugs bewirkt gar nichts (beim Hersteller allerdings eine Menge), und daher kann es auch gar nicht zu irgendeiner Änderung der Immunistätslage führen, weder im postiveen, noch im negativen Sinne.

Und die letzte Frage: Ist die Zinkdosierung bedenklich? Ich
habe gelesen, dass Zink in Überdosierung das Krebsrisiko,
einer „Quelle“ zufolge genauer gesagt das Hodenkrebsrisiko
(und das will ja nieman(n)d :wink: ), erhöht? Ist die
Einnahmemenge von 5mg Zink/Tag zusätzlich zu einer recht
ausgewogenen Ernährung bedenklich?

Nein, die Präparate sind harmlos und wirkungslos. Sonst unterlägen sie nämlich mindestens der Apothekenpflicht.

Lassen Sie den ganzen Quatsch. Und zum wiederholten Male: Der normale gesunde Mitteleuropäer nimmt mit der Nahrung alles auf, was er bracht. Irgendwelcher Zusatzmittel bedarf es nicht. Sie sind deshalnb auch sinnlos.

Nebenbei: Wußten Sie, daß der Hauptlieferant an Vitamin C die Kartoffel ist?

Und noch eins: Sie sind ein armes Opfer der Fernsehwerbung!

… und wenn es alle Ernährungswissenschaftler Jahr für Jahr, Monat für Monat immer wieder predigen…

Kein Mensch in Mitteleuropa braucht bei gesunder Ernährung Nahrungsergänzungsstoffe !!!

(bei ungesunder auch nicht!)

Und wer dann noch Geld dafür ausgibt - ist selber Schuld.

Hallo El Cattivo,

den anderen beiden Antworten, die du erhalten hast, möchte ich energisch widersprechen. Ich war kurz vor Weihnachten bei einem Vortrag meines Arztes, der ein Experte in Ernährungsfragen ist. Es ging genau um Dein Thema. Er sagte und begründete es auch (leider kann ich die Begründung nicht widergeben), dass wir heutzutage aufgrund unserer Lebensumstände, insbesondere Stress, einen erhöhten Vitaminbedarf haben. In wissenschaftlichen Untersuchungen ist festgestellt worden, daß der Vitamingehalt unseres Obstes und Gemüses in den letzten Jahrzehnten drastisch gesunken ist. Um unseren normalen Vitaminbedarf zu decken (ohne Stressbelastung) müssen wir 5 Portionen Obst bzw. Gemüse am Tag essen. Schaffen wir das?
Die Menge an Vitamin C und Zink, die du einnimmst, liegt weit unter dem, was unser Arzt empfiehlt. Auch mein Orthopäde sagte mir übrigens, daß er im Winter hoch dosiert Vitamine zu sich nimmt und so vor Infektionen verschont bleibt. Ich habe diesen Winter auf diese Ratschläge gehört und 2 g Vitamin C pro Tag, dazu Zink und Vitamin D genommen. Es hat sich absolut bewährt. Wenn ich dann doch mal einen kleinen Anflug von Erkältung bekommen habe, habe ich 3 g Vit. C pro Tag genommen und die Symptome waren ganz schnell wieder weg. Und genau das hat bei meiner ganzen Familie (5Personen) funktioniert.
Unser Arzt hat auch darüber berichtet, daß wissenschaftliche Studien die Bedeutung von Vitamin D für das Immunsystem belegen. Es gibt ein großes medizinisches Labor in Mainz, das seinen Mitarbeitern seit diesem Jahr kostenlos Vitamin D zur Verfügung stellt. Das ist für die Firma billiger als die Krankheitstage, die sonst entstehen würden.
Zum Thema Vitamin C Retard: Unser Arzt sagte, daß das Unsinn ist, aber auch nicht schädlich.
Wegen des Zinks und Krebsrisiko kann ich meinen Arzt vielleicht morgen mal fragen.
Ich kann hier jetzt im wesentlichen nur die Fakten widergeben, die ich mir gemerkt habe. Ich weiß auch genau, daß der Arzt alles begründet und belegt hat, nur diese Sachen kann ich mir leider nicht merken.

viele Grüße von Uschi

Hallo Ukoschi

den anderen beiden Antworten, die du erhalten hast, möchte ich
energisch widersprechen. Ich war kurz vor Weihnachten bei
einem Vortrag meines Arztes, der ein Experte in
Ernährungsfragen ist.

Hat er das studiert oder behauptet er das nur?

Es ging genau um Dein Thema. Er sagte
und begründete es auch (leider kann ich die Begründung nicht
widergeben), dass wir heutzutage aufgrund unserer
Lebensumstände, insbesondere Stress, einen erhöhten
Vitaminbedarf haben.

Mag sein, aber wir kriegen genug Vitamine. Ohne Nahrungsmittelergänzungsquatsch.

Ich hasse es wie die Pest jemandem zu sagen, er verstehe nichts davon und jetzt tue ich es zum ersten Male: Laut Ihrer Vika sind Sie wirklich nicht qualifiziert für medizinische Themen. Das ist kein Vorwurf, sondern die Begründung dafür, daß Sie Sich von irgendeinem Geschwätz einlullen lassen.
Sie wissen einfach zu wenig, um Aussagen von selbsternannten Fachleuten kritisch auseinander zu nehmen und zu untersuchen.

Kurz gesagt: Einem Laien kann ich mit volltönenden Reden jeden Quatsch verkaufen (davon lebt eine ganze Industrie).

Und wenn Sie hier Behauptungen aufstellen, müssen Sie sie auch belegen. Der Satz „leider kann ich die Begründung nicht widergeben“ spricht Bände. Offenbar können Sie den Weg zur Schlußfolgerung nicht kritisch überprüfen, sonst wäre es Ihnen nämlich möglich, die Argumentationskette hier wiederzugeben.

; In wissenschaftlichen Untersuchungen ist

festgestellt worden, daß der Vitamingehalt unseres Obstes und
Gemüses in den letzten Jahrzehnten drastisch gesunken ist.

In wissenschaftlichen Untersuchungen … ist festgestellt worden, daß nur Blenda… oder Colga… zu exzellenten Zähnen führt. Was soll das?

Die Menge an Vitamin C und Zink, die du einnimmst, liegt weit

unter dem, was unser Arzt empfiehlt.

Auch unter Ärzten gibt es merkwürdige Apostel.

Auch mein Orthopäde sagte
mir übrigens, daß er im Winter hoch dosiert Vitamine zu sich
nimmt und so vor Infektionen verschont bleibt.

Schenken Sie ihm ein Lehrbuch der Physiologie, das wird ihm gut tun - falls er es liest.

Unser Arzt hat auch darüber berichtet, daß wissenschaftliche
Studien die Bedeutung von Vitamin D für das Immunsystem
belegen. Es gibt ein großes medizinisches Labor in Mainz, das
seinen Mitarbeitern seit diesem Jahr kostenlos Vitamin D zur
Verfügung stellt. Das ist für die Firma billiger als die
Krankheitstage, die sonst entstehen würden.

Welches Labor? Warum? Weshlb? Wie wird das begründet? Auf welcher Basis welcher Untersuchungen?

Ich falle aber, so glaube ich, einem bestimmten Prinzip zum Opfer: Ein Vorurteil und ein Glaube kann nicht durch Fakten widerlegt werden.

Zum Thema Vitamin C Retard: Unser Arzt sagte, daß das Unsinn
ist, aber auch nicht schädlich.
Wegen des Zinks und Krebsrisiko kann ich meinen Arzt
vielleicht morgen mal fragen.

Lassen Sie doch Ihren Arzt hier mal schreiben! Ich nehme mir ihn gerne zur Brust.

Ich kann hier jetzt im wesentlichen nur die Fakten widergeben,
die ich mir gemerkt habe.

O nein, Sie haben die Behauptungen wiedergegeben, nicht Fakten.

Ich weiß auch genau, daß der Arzt
alles begründet und belegt hat, nur diese Sachen kann ich mir
leider nicht merken.

Und das ist der Haken an der Sache. Ich habe es leicht: Zur Quelle verweise ich nur auf die ständige medizinische Fachliteratur, jeder, der will, kann nachlesen.

Und Sie müssen (mitsamt Ihres Doktor) die Sache Punkt für Punkt belegen, weil Sie Sich nämlich mitsamt Ihres Doktors außerhalb der medizinischen Wissenschaft bewegen.

Falls Sie auf einen bestimmten Gedanken kommen: Ein Beleg beginnt nicht mit http:/ sondern heißt Zeitschrift, Ort, Seite, Buch etc.

Mit freundlichem Gruß

Priamos

7 „Gefällt mir“

Meine Antwort und Frage an el cattivo
Lieber Priamos,

warum antworten Sie denn so garstig?

Also mein Arzt ist Mediziner und daher gehe ich davon aus, daß er auch studiert hat. Wie jeder andere bildet er sich fort und sein spezialgebiet ist eben Ernährungsmedizin. Soll ich Ihnen seine Fortbildungs- und Studiennachweise zukommen lassen?

Ich dachte, dass ich mich hier im Themenbereich Ernährung und Diäten befinde. Und zu diesem Thema habe ich auch geschrieben und nicht zum Thema Medizin. Mit dem Thema Ernährung beschäftige ich mich schon seit längerem intensiv. Aufgrund meiner geistigen Kapazitäten bin ich durchaus in der Lage, die Argumentationsketten in naturwissenschaftlichen Vorträgen zu verstehen und zu bewerten.
Ich habe meinen Kenntnisstand weitergegeben und zwar aus dem Grund, daß ich sehr gute Erfahrungen mit den Ratschlägen und Informationen meines Arztes gemacht habe.

Wenn Sie meinen, daß ich hier meine Erfahrungen und bestimmte Fakten nicht mitteilen darf, dann sollten Sie das dem Moderator des Forums mitteilen. Wenn er der gleichen Meinung ist, werde ich mich hier wieder abmelden.

Ich kann mich gerne darum bemühen, die wissenschaftlichen Quellen zu beschaffen, deren Fehlen hier kritisiert wurde.

Frage an El Cattivo: Du hast die Frage gestellt. Bist du an diesen Quellen interessiert?

Lieber Priamos, ich wünsche Ihnen einen unaufgeregten Tag

Uschi

3 „Gefällt mir“

warum antworten Sie denn so garstig?

Hallo Uschi,
Priamos meint es gut mit Dir, glaub mir.

Also mein Arzt ist Mediziner und daher gehe ich davon aus, daß
er auch studiert hat.

Das ist eine Argumentation mit einer Autorität, auf die man verweist - ohne in der Sache etwas beizutragen. So wird von Esoterikern und Verschwörungstheoretikern gerne argumentiert. Also für die Sache, um die es geht, ganz irrelevant.

Aufgrund
meiner geistigen Kapazitäten bin ich durchaus in der Lage, die
Argumentationsketten in naturwissenschaftlichen Vorträgen zu
verstehen und zu bewerten.

Dann tu es auch! Und verweise nicht auf jemanden, der es können müsste!

Wenn er der gleichen Meinung
ist, werde ich mich hier wieder abmelden.

Bleib doch sportlich und argumentiere zur Sache. Der Hinweis auf den Mod ist ja schon wieder ein Verweis auf eine Autorität!

Ich kann mich gerne darum bemühen, die wissenschaftlichen
Quellen zu beschaffen, deren Fehlen hier kritisiert wurde.

Na also!

Frage an El Cattivo: Du hast die Frage gestellt. Bist du an
diesen Quellen interessiert?

Also Priamos wäre auch interessiert und ich auch!

Schönen Tag liebe Uschi
Gruss
PW

4 „Gefällt mir“

Hallo!

Da möcht ich auch mal Einspruch einlegen.

bei einem Vortrag meines Arztes, der ein Experte in Ernährungsfragen ist.

Gleich vorab: Ich bin Lebensmittelchemiker mit Wahlpflichtfach Ernährungswissenschaften. Ich denke, das qualifiziert mich mindestens ebensosehr.

dass wir heutzutage aufgrund unserer Lebensumstände, insbesondere Stress, einen erhöhten Vitaminbedarf haben.

Da möchte ich ihm noch nicht mal widersprechen.
Allerdings werden genau deshalb die Empfehlungen für die tägliche Zufuhr (in Deutschland erarbeitet durch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung DGE, http://www.dge.de/) regelmäßig geprüft und überarbeitet. Vor gar nicht so langer Zeit wurde die empfohlene Tagesdosis für Vitamin C von 60 auf 100 mg/d angehoben - aber wer sich hier normal ernährt, liegt auch ohne Präparate weit darüber.

In wissenschaftlichen Untersuchungen ist festgestellt worden, daß der Vitamingehalt unseres Obstes und Gemüses in den letzten Jahrzehnten drastisch gesunken ist.

Und das ist sowas von unreflektiert, da gehört er eigentlich für geschlagen.
Richtig ist, das moderne Zuchtformen weniger Vitamine enthalten als ältere, noch fast wilde Zuchtformen. Etwas weniger, nicht drastisch!
Richtig ist aber auch, das wir im Gegenzug durch moderne Lagerhaltung und Konservierungsmethoden dieses Obst und Gemüse jetzt das ganze Jahr über zur Verfügung haben, und nicht nur wenige Wochen oder Monate.

Und vor allen Dingen hat dein doller Arzt mal komplett übersehen, das wir heute eine stabile Versorgung mit Südfrüchten mit erheblich höheren Vitamingehalten haben, was unsere Großeltern so gut wie gar nicht kannten. Ich kann mich noch erinnern, wie in meiner Jugend die ersten Kiwis nach Deutschland kamen und was ganz dolles waren. Und die Kiwi ist eine Vitaminbombe, da kommt keines unserer heimischen Gewächse auch nur in die Nähe von!

unseren normalen Vitaminbedarf zu decken (ohne Stressbelastung) müssen wir 5 Portionen Obst bzw. Gemüse am Tag essen. Schaffen wir das?

Ja.
Denn dazu zählt auch ein Glas Orangensaft, der Apfel oder die Banane zwischendurch, die Tomatensuppe als Vorspeise oder die Tomatensauce auf den Nudeln, und nicht nur das Gemüse sondern auch der Salat als Beilage.
Außerdem muss man das auch nicht so verbissen sehen: Wenn’s mal an einem Tag nur drei oder vier waren bringt dich das auch nicht um . . .

Die Menge an Vitamin C und Zink, die du einnimmst, liegt weit unter dem, was unser Arzt empfiehlt. Auch mein Orthopäde sagte mir übrigens, daß er im Winter hoch dosiert Vitamine zu sich nimmt und so vor Infektionen verschont bleibt.

Ja, wenn er kein Obst isst . . .

Ich habe diesen Winter auf diese Ratschläge gehört und 2 g Vitamin C pro Tag, dazu Zink und Vitamin D genommen. Es hat sich absolut bewährt. Wenn ich dann doch mal einen kleinen Anflug von Erkältung bekommen habe, habe ich 3 g Vit. C pro Tag genommen und die Symptome waren ganz schnell wieder weg.

Ja, und eine Flasche O-Saft hätte genauso geholfen . . .

Guter Rat für dich, deinen Orthopäden und deinen ratgebenden Arzt:
Einfach mal in ein Bechrglas pinkeln und darin eine Vitamin-C Bestimmung machen lassen. Überraschung! Mangels Speicherfähigkeit unseres Körpers bei wasserlöslichen Vitaminen rauscht die Überdosierung einfach durch . . .

Es gibt ein großes medizinisches Labor in Mainz, das seinen Mitarbeitern seit diesem Jahr kostenlos Vitamin D zur Verfügung stellt. Das ist für die Firma billiger als die Krankheitstage, die sonst entstehen würden.

Das ist sogar richtig.
Vitamin D kann bei Menschen, die sich ungesund ernähren und zu wenig Sonne sehen (leider viel zu Häufig in unserer Gesellschaft), ein Problem sein. Aber ein Lehrgang gesunde Ernährung und Sport im Freien hätte den gleichen Effekt (nagut, nur wenn die Mitarbeiter sich davon was annehmen).

Bitte: ich will niemanden davon abhalten, zusätzlich ein paar Vitamine einzuwerfen. Unabhängig von der Sinnfrage - Schaden kann’s auch nicht. Um die Wahrheit zu sagen: derzeit nehme ich auch mehr oder weniger regelmäßig sowas ein, weil ich mich aus verschiedenen Gründen auf absehbare Zeit nicht vernünftig ernähren kann.

Aber dann tun’s wirklich auch die einfachen, billigen Brausetabletten aus’m Aldi, es gibt keinen Grund, dutzende bis hundert Euros in Apotheken für irgendwelche „Wudermittelchen“ auszugeben.

Man sollte sich immer vor Augen halten, dass das, was wir heute Vitamine nennen, nur ein kleiner Ausschnitt ist. Es gibt noch hunderte anderer Substanzen, die ebenfalls die Bezeichnung Vitamin verdient hätten, aber die Wissenschaftler haben halt irgendwann gemerkt, das das ein unüberschauberes Gebiet ist, und die alle unter der Bezeichnung „Sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe“ zusammengefasst.
Man kann seinen Vitaminbedarf (und damit meine ich jetzt die klassischen Vitamine, halt die mit eigenem Buchstaben) heutzutage rein chemisch decken, das ist richtig. Aber man erhält dann automatisch eine Unterdeckung der vielen anderen Substanzen!

Sinnvoller ist in jedem Fall eine halbwegs vernünftige Ernährung. Und 5 am Tag als grobe Faustregel (an die man sich auch nicht sklavisch halten muss) reicht bei einer abwechslungsreichen Ernährung eigentlich schon völlig aus.

lg, mabuse

6 „Gefällt mir“

Liebe Uschi

Ich dachte, dass ich mich hier im Themenbereich Ernährung und
Diäten befinde. Und zu diesem Thema habe ich auch geschrieben
und nicht zum Thema Medizin.

Man kann Ernährung, Diät und Medizin (was immer Sie auch darunter subsummieren wollen) letztendlich nicht auseinandernehmen. Hätten die MODs diesen Thread ins Medizinbrett verschoben, wäre das zu rechtfertigen gewesen. Genauso wie der Umstand, das nicht zu tun.

Mit dem Thema Ernährung
beschäftige ich mich schon seit längerem intensiv. Aufgrund
meiner geistigen Kapazitäten bin ich durchaus in der Lage, die
Argumentationsketten in naturwissenschaftlichen Vorträgen zu
verstehen und zu bewerten.

Mit geistiger Kapazität hat das nichts zu tun. Man muß die Regeln eines Versuchsaufbaus kennen, man muß die Arbeit selbst beurteilen können und am Schluß muß man noch eine Menge statistischer Mathematik gelernt haben, um das Ergebnis beurteilen zu können.

Ich habe meinen Kenntnisstand weitergegeben und zwar aus dem
Grund, daß ich sehr gute Erfahrungen mit den Ratschlägen und
Informationen meines Arztes gemacht habe.

Sehen Sie, und da sitzt schon ein Fehler: Ihre Erfahrung ist völlig wertlos (meine wäre es übrigens auch). Man nennt das wissenschaftlich eine Anekdote, und die wurden schon vor über 100 Jahren abgeschafft.

Wenn Sie meinen, daß ich hier meine Erfahrungen und bestimmte
Fakten nicht mitteilen darf, dann sollten Sie das dem
Moderator des Forums mitteilen. Wenn er der gleichen Meinung
ist, werde ich mich hier wieder abmelden.

Ich würde mit Ihnen dieses Recht für Sie verteidigen und mich abmeldedn, wenn man es Ihnen nähme.
Aber Sie müssen Sich schon eine kritische Analyse gefallen lassen, wie jeder hier.

Ich kann mich gerne darum bemühen, die wissenschaftlichen
Quellen zu beschaffen, deren Fehlen hier kritisiert wurde.

Frage an El Cattivo: Du hast die Frage gestellt. Bist du an
diesen Quellen interessiert?

Lieber Priamos, ich wünsche Ihnen einen unaufgeregten Tag

Uschi

Es gibt andere Dinge, über die ich mich hier ärgern kann (etwa vorsätzliche Mißachtung der deutschen Rechtschreibung), aber sachliche Probleme gehören nicht dazu.

Mit freundlichem Gruß

Priamos

4 „Gefällt mir“

Moin,

den anderen beiden Antworten, die du erhalten hast, möchte ich
energisch widersprechen.

nur zu!

Ich war kurz vor Weihnachten bei
einem Vortrag meines Arztes, der ein Experte in
Ernährungsfragen ist.

Eine vielleicht böse, aber nötige Nachfrage:
Auf wessen Lohnrolle stand er?
Oder ist er Autor von Büchern, die diese These vertreten?
Oder ist er an Firmen beteiligt, die solche Sachen vertreiben?
Dann kann er schließlich nicht anders, als diese Thesen vertreten.

Es ging genau um Dein Thema. Er sagte
und begründete es auch (leider kann ich die Begründung nicht
widergeben), dass wir heutzutage aufgrund unserer
Lebensumstände, insbesondere Stress, einen erhöhten
Vitaminbedarf haben.

Das Stress zu einer Bedarferhöhung führen kann steht außer Zweifel, aber ich wage es zu beweifeln, daß wir heutzutage auch nur näherungsweise den Stress haben, den unsere Altvorderen hatten, als sie keine Nahrung finden konnten, in widrigem Wetter frohren wie die Schneider, an (Mangel)erkrankungen litten etc.
Wie leben im Vergleich dazu im Paradies!

In wissenschaftlichen Untersuchungen ist
festgestellt worden, daß der Vitamingehalt unseres Obstes und
Gemüses in den letzten Jahrzehnten drastisch gesunken ist.

Ups, das klingt immer gut:
‚In wissenschaftlichen Untersuchungen‘!
Ich bin selber Wissenschaftler und glaube nur dann solchen Untersuchungen, wenn ich den genauen Ablauf und die Ergebnisse kenne.
‚In wissenschaftlichen Untersuchungen‘ heißt nicht automatisch, daß es so richtig ist.
Marktschreier nuten diese Floskel nur zu gerne, weil viele Leute dann karnickelvorderschlangesitzend den Behauptungen glauben.

Um
unseren normalen Vitaminbedarf zu decken (ohne
Stressbelastung) müssen wir 5 Portionen Obst bzw. Gemüse am
Tag essen.

Sagt wer?

Auch mein Orthopäde sagte
mir übrigens, daß er im Winter hoch dosiert Vitamine zu sich
nimmt und so vor Infektionen verschont bleibt

Da frage ich mich, wie die Leute bis vor gut 30 Jahren überhaupt haben überleben können.
Im Winter kaum Obst, als Gemüse nur Konserven oder Kohl in diversen Sorten, oder noch früher nur Sauerkraut.

Schon komisch,daß die Menschen ohne diese Ergänzungsmittel nicht jämmerlich ausgestorben sind.

Und wenn man sieht, wie über 99 % aller Menschen ohne Nahrungsergänzungsmittel überleben, ist das ja fast schon unverschämt von denen.

Gandalf

4 „Gefällt mir“

Hallo zusammen!

Zunächst mal vielen Dank für die Antworten!

Offenbar wird das Thema Vitamine und Nahrungsmittelergänzungen auch von der Fachwelt stark kontrovers diskutiert. Für eine Internetforendiskussion natürlich tödlich. Tut mir leid, mein Fehler! Das hätte ich wissen müssen.

Allerdings schließe ich daraus auch, dass meine Frage nicht ganz so trivial ist. Die positive Wirkung von Vit.C auf die körpereigene Abwehr kann ich wohl als belegt annehmen. Also liege ich auch nicht völlig falsch, wenn ich das Zeug zur Unterstützung nehme, um einer Erkältung vorzubeugen.

Auf die Frage ob die Einnahme gerechtfertigt ist oder nicht scheint es wohl keine allgemein gültige Antwort zu geben, demnach gehe ich auch nicht mehr darauf ein, diese Frage habe ich auch NIEMALS gestellt.

Zurück zu meiner ersten Frage, die ich im original formuliert hatte:

Die 300mg werden als Brausetablette auf „einen Schlag“ aufgenommen :und sofort vom Körper aufgenommen bzw. ausgeschieden. (Ich hoffe das :ist richtig so?)Alternativ gibt es ähnlich dosierte Präparate mit :einer „Depotwirkung“, welche die Abgabe über Stunden aufrechterhalten :soll. Jetzt stellt sich für mich die Frage, ist es - mit der Absicht :mein Immunsystem zu „stärken“/unterstützen" - vllt. sinnvoller, diese :„Depotpillen“ zu verwenden?

Das ich mit meiner Annahme richtig liege belegt mir der Beitrag von mabuse:

Guter Rat für dich, deinen Orthopäden und deinen ratgebenden Arzt:
Einfach mal in ein Bechrglas pinkeln und darin eine Vitamin-C :Bestimmung machen lassen. Überraschung! Mangels Speicherfähigkeit :unseres Körpers bei wasserlöslichen Vitaminen rauscht die :Überdosierung einfach durch . . .

Die Antwort auf meine Frage kann ich mir dann selbst zusammenreimen: Da ich die Tabletten nicht brauche, ist es egal, was ich nehme. Optimal.

Meine zweite Frage war, ob ein Risiko der Überdosierung von Zink besteht. Die Antwort „ist völlig ungefährlich, sonst wären die Apothekenpflichtig“ ist meiner Meinung nach einfach falsch. Wenn eine Überdosierung von Zink tatsächlich eine wie auch immer geartete negative Auswirkung hat, und ich als Mitteleuropäer alles ausreichend mit der normalen Ernährung aufnehme, dann dosiere ich damit schlichtweg über, zumindest über den Wert der täglich empfohlenen Dosis!

Zur allgemeinen Diskussion: Ich will von niemandem irgendwelche Studiennachweise oder sonstwas sehen. Ich brauche auch kein Vortragsmaterial, aber trotzdem vielen Dank!
Zu den Nachweisen und Belegen: Man muss auch nicht immer alles glauben, was in Büchern und Zeitschriften veröffentlicht wird.

So und nun noch zum Abschluss:
Die Brausetabletten sind aus der Norma und kosten 79 cent. Die angesprochenen Depottabletten hätte ich im Lidl gekauft und kosten fast noch weniger. Die werden auch nirgendwo beworben.

Ich finde es damit eine Unverschämtheit, mich als „armes Opfer der Fernsehwerbung“ zu bezeichnen!
Dabei habe ich nichtmal einen …

Freundliche Grüße

2 „Gefällt mir“

Man sollte nicht alles verteufeln,was Nahrungsergänzung betrifft.
Man weiß heute definitiv, wenn der Homocysteinspiegel zu hoch ist,das bei diesen Menschen Gefahr für das Herz bestehen kann. Den Homcysteinspiegel kann man gut senken ,mit einer Kapsel aus Vit. B3 und 6 und Folsäure. Meiner betrug 12 und ich habe ihn innerhalb von 2 Monaten auf 9 gesenkt.
Ein bekannter Kardiologe sagte mir, dies ist schon lange bewiesen mit dem zu hohen Homocystein und der Herzgefahr.
All meinen Bekannten ist dies nicht bekannt und auch die Hausärzte erwähnen dies nicht,da die Kosten zum Messen des Homocystein von den Kassen nicht übernommen werden. Das Gesundheitssystem ein immer mehr mafioses System ,an demm sich einige dumm und dämlich verdienen.

1 „Gefällt mir“

Hallo Priamos1!

Ein Beleg beginnt nicht mit http:/ sondern heißt Zeitschrift, Ort, Seite, Buch etc.

Sie sind sich aber schon darüber im Klaren, dass wir das Jahr 2010 schreiben und nicht mehr 1999? Und bei aller Skepsis, es gibt auch im Netz genügend seriöse wissenschaftliche Texte und Quellen, die jeder als „Beleg“ einfach und bequem nachlesen kann, ohne dass er sich die als Quelle genannten Bücher oder Zeitschrift kaufen oder ausleihen und wälzen muss und dann den Text womöglich doch nicht findet.

Gruß von Pegasus

3 „Gefällt mir“

Hallo,

ich finde für so etwas die Uni Hohenheim eine recht seriöse Quelle. Dort wird auch deutlich gesagt, was Stand der Wissenschaft ist. Dazu gehört bspw. auch, dass der Einfluss von Vitamin C und Erkältungsverbeugung nicht erwiesen ist.

Hier findest du einige hübsche Infos:

https://www.uni-hohenheim.de/wwwin140/info/info.htm

Dazu gehören dann auch Hinweise, bei welchen Vitaminen und Mineralstoffen bei einigermaßen vernünftiger Ernährung (und das heißt nicht, ständig und immer Gemüse und Obst) in welchen Lebenssituation überhaupt Mangel entsteht. E voila? Wer sich eben einigermaßen tauglich ernährt, hat keinen Mangel, an gar nix. Auch keinen Mangel an Zink:

https://www.uni-hohenheim.de/wwwin140/info/hinweise/…

Was allerdings - oh Wunder - tatsächlich funktioniert: Wenn wir uns mit dem ernähren, was uns die Natur so in der jeweiligen Saison schenkt. Kohl ist da bspw. im Augenblick ganz gut, oder Steckrüben oder ähnliches. Von den Zitrusfrüchten gar nicht zu reden. Und die schnöde Kartoffel erst.

Daher dann mal ein nettes, ganz anderes Beispiel: 1 Portion Pommes mit Tomatenketchup deckt den Vitamin C-Bedarf zu etwa 75 %…

Ein wenig mehr zum Thema Wintervitamine und passende Ernährung, wesentlich genussreicher als der Brausekram:

http://goccus.com/campus.php?id=208

LG Petra

3 „Gefällt mir“

Hi,

ich hab auch noch einen Linnk für dich, zu der Lehre, die die Gabe von Vitaminen und Mineralstoffen zu Vorbeugung und Heilung von Krankheiten vertritt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Orthomolekulare_Medizin

Die Antwort auf meine Frage kann ich mir dann selbst zusammenreimen: Da ich die Tabletten nicht brauche, ist es egal, was ich nehme. Optimal.

Heißt das, Du nimmst sie ein? Obwohl du weißt, dass du sie nicht brauchst? Du bist ein Kerl, glaub ich… kaufst Du Dir always, weil du es bei anderen siehst? Acu hein paar Cent sind rausgeschmissenes Geld. Wiederum ist Vitamin C wasserlöslich, und alles, was der Körper nicht braucht (= Überdosis) wird einfach beim Pinkeln ausgeschieden, ohne dass es unterwegs etwas tut - weder was nützliches, noch was schädliches.

Meine zweite Frage war, ob ein Risiko der Überdosierung von Zink besteht. Die Antwort „ist völlig ungefährlich, sonst wären die Apothekenpflichtig“ ist meiner Meinung nach einfach falsch. Wenn eine Überdosierung von Zink tatsächlich eine wie auch immer geartete negative Auswirkung hat, und ich als Mitteleuropäer alles ausreichend mit der normalen Ernährung aufnehme, dann dosiere ich damit schlichtweg über, […]

Genau, du dosierst über. Aber das tut dir nix. Wurde vorher ja schon geschrieben. Wenn eine Überdosis schaden würde, dürften nur Apotheken das Mittel verkaufen.

Ich will von niemandem irgendwelche Studiennachweise oder sonstwas sehen. Ich brauche auch kein Vortragsmaterial, aber trotzdem vielen Dank!

Herzlichen Glückwunsch, das verhindert auf jeder Ebene, dass man etwas dazulernt.

Man muss auch nicht immer alles glauben, was in Büchern und Zeitschriften veröffentlicht wird.

Aber dem Prof, den du gehört hast, glaubst du einfach so alles, obwohl du dich mit der Materie nicht auskennst (du fragst ja hier nach) und auch nicht willens bist, dazuzulernen (Quellen und Belege ignorierst du genauso wie Meinungen, die deiner widersprechen)?

Man kann auch ohne Fernseher auf Scharlatanerei hereinfallen. Und in anderen Diskussionen regen sich Leute darüber auf, dass sie für 0 zuzahlung ein Placebo verschrieben bekommen, das außer Vitaminen nichts enthält… aber das ist eine völlig andere Diskussion…

die Franzi

1 „Gefällt mir“

Moin,

Ein Beleg beginnt nicht mit http:/ sondern heißt Zeitschrift, Ort, Seite, Buch etc.

Sie sind sich aber schon darüber im Klaren, dass wir das Jahr
2010 schreiben und nicht mehr 1999?

es spielt keine Rolle, ob gedruckt oder per Onlineversion, schau mal z.B. mit
http://scholar.google.de/
http://scholar.google.de/scholar?q=nahrungserg%C3%A4…
an, wie seriöse Quellen aufgebaut sind.
Meist sind das Veröffentlichungen in Journalen, Büchern, oder diverser anderer Veröffentlichungsmedien, die dereinst (und z.T. auch heute noch) papiern waren und heute eben per Netz verbreitet werden.
Zitierfähig sind sie aber trotzdem nur, wenn sie per Zeitschrift (bzw. allgemein Veröffentlichungsmedium), Autor(en) Ort, Seite, Buch etc. identifizierbar sind.

Das waren und sind Regeln der Wissenschaft, die durchs Internet nicht aufgehoben wurden.

Gandalf

2 „Gefällt mir“

Hallo Gandalf,
leider hast Du beim Zitieren meines Textes den wesentlichen Teil meiner Aussage weggelassen! Ich weiß eben sehr wohl, dass es im Netz seriöse Quellen gibt und habe dies auch unmissverständlich zum Ausdruck gebracht:

Priamos:

Ein Beleg beginnt nicht mit http:/ sondern heißt Zeitschrift, Ort, Seite, Buch etc.

Pegasus:

Sie sind sich aber schon darüber im Klaren, dass wir das Jahr 2010 schreiben und nicht mehr 1999? Und bei aller Skepsis, es gibt auch im Netz genügend seriöse wissenschaftliche Texte und Quellen , die jeder als „Beleg“ einfach und bequem nachlesen kann, ohne dass er sich die als Quelle genannten Bücher oder Zeitschrift kaufen oder ausleihen und wälzen muss und dann den Text womöglich doch nicht findet.

Gandalf:

es spielt keine Rolle, ob gedruckt oder per Onlineversion, schau mal z.B. mit

http://scholar.google.de/
http://scholar.google.de/scholar?q=na
an, wie seriöse Quellen aufgebaut sind.

Da also auch Deine Quellen mit http:/ beginnen, wären sie für Priamos als „Beleg“ nicht akzeptabel.

Gruß von Pegasus

1 „Gefällt mir“

Hallo!

Meine zweite Frage war, ob ein Risiko der Überdosierung von Zink besteht. Die Antwort „ist völlig ungefährlich, sonst wären die Apothekenpflichtig“ ist meiner Meinung nach einfach falsch. Wenn eine Überdosierung von Zink tatsächlich eine wie auch immer geartete negative Auswirkung hat, und ich als Mitteleuropäer alles ausreichend mit der normalen Ernährung aufnehme, dann dosiere ich damit schlichtweg über, zumindest über den Wert der täglich empfohlenen Dosis!

Njain.
Wie überall, so gilt auch bei Vitaminen und Mineralstoffen:
Die Dosis macht das Gift.
Mit Ausnahme von Selen und Fluor, bei denen die empfohlene Tagesdosis und die Dosis, bei der Nebenwirkungen auftreten können, sehr eng beieinander liegen (etwa das Doppelte), wird man diese Dosis bei den anderen Vitaminen und Mineralstoffen (normal das Zehn- bis Hundertfache) bei normalem Konsum nur schwer erreichen können.

Was die Depot-Wirkung angeht: Das Depot (bei Vitamin C) ist deine Blutbahn. Es ist nicht so, das nur das aufgenommen wird, was gerade gebraucht wird. Mit einer Orange kommt man schon einen Tag über die Runden. Und auf ein Mangel führt auch nicht dazu, das man gleich am nächsten Tag krank wird, das kann Wochen und Monate bei kontsanter Unterversorgung dauern. Darum muss man Fünf am Tag auch nicht gar so verbissen sehen.
Fettlösliche Vitamine werden in der Leber gespeichert - bei Vitamin K haben wir einen Vorrat für mehrere Jahre.

Aber wenn du dir da unsicher bist, nimm doch die einfache Lösung: Tablette durchbrechen, Hälfte morgends, Hälfte abends.

So und nun noch zum Abschluss:
Die Brausetabletten sind aus der Norma und kosten 79 cent. Die angesprochenen Depottabletten hätte ich im Lidl gekauft und kosten fast noch weniger. Die werden auch nirgendwo beworben.

Kannst du bedenkenlos nehmen. Beide. Auch mehrere am Tag.
Am besten übrigend zu einer Mahlzeit, dann verteilt sich die Aufnahme natürlich über einen langeren Zeitraum (nämlich den der verdauung der ganzen Mahlzeit) - und bei Fettlöslichen Vitaminen ist das sogar nötig, denn ohne Fett (in einem Getränk) kann unser Körper die logischerweise so gut wie nicht aufnehmen.

Und was den Kostenhinweis betrifft: Wenn man das mal auf pro Glas umrechnet, ist es auch nicht nenneswert teurer als eine Tasse Tee oder ein Glas Orangensaft.

lg, mabuse

2 „Gefällt mir“

Hallo Gandalf,

um das mal ein wenig zu entschärfen:

Um unseren normalen Vitaminbedarf zu decken (ohne Stressbelastung) müssen wir 5 Portionen Obst bzw. Gemüse am Tag essen.

Sagt wer?

Initiative 5 am Tag: http://www.5amtag.de/
In meinen Augen die seriöseste Art, seine Vitamin-Versorgung sicherzustellen.

Da frage ich mich, wie die Leute bis vor gut 30 Jahren überhaupt haben überleben können. Im Winter kaum Obst, als Gemüse nur Konserven oder Kohl in diversen Sorten, oder noch früher nur Sauerkraut.

Da hast du zwar nicht ganz unrecht, aber erstens lag da die Lebenserwartung auch etwas geringer, und wenn ein älterer Mensch nicht mehr die Leistungsfähigkeit eines heutigen Renters erreichte, war das voll normal und vor allem:
Die haben sich damals auch hauptsächlich davon ernährt. Da gab’s nicht Döner mit einem Schälchen Salat oder Sauerkraut als Beilage zu einer Monster-Portion Kassler, da gab’s dann nur Salat oder Sauerkraut (mir ein paar Kartoffeln). Und es gab auch keine Häppchen mit Null-Vitamin-Gehalt zwischendruch (Kartoffelchips etc.). In der Summe haben die sich wahrscheinlich gesünder ernährt als wir heute . . .

Das Problem ist, das die Gesamt-Zusammensetzung unserer Nahrung über einen längeren Zeitraum betrachtet eher suboptimal ist.

Übrigends: Konserven enthalten durchaus Vitamine, gar nicht mal so wenig, wenn mal ehrlich vergleicht (ist in wissenschaftlichen Studien bewiesen worden ernsthaft: daran hab ich selbst mitgearbeitet)

lg, mabuse

1 „Gefällt mir“

Hallo uschi,

das mit fünfmal am tag wurde bereits als unwissenschaftlich zur seite gelegt. dies war eine kampagne der obst-und gemüseverarbeitenden industrie. gewirkt hat es nicht.
wenn dein arzt behauptet, wir bräuchten mehr vitamine als früher, lügt er.
in mitteleuropa herrscht übrigens ein überangebot an vitaminen, kein mangel.
es ist beim vitamin C als beispiel nicht mal bekannt, wieviel davon die optimale dosis ist. für jedes volk gelten andere richtwerte, die sich aber nicht an wissenschaftlichen erkenntnissen anlehnen, sondern als konsens ausgehandelt werden.

strubbel
3:open_mouth:)

1 „Gefällt mir“