Ich hoffe, dass ich das richtige Unterforum gefunden habe. Und zwar treffe ich jedes Jahr an derselben Stelle auf einem Waldweg auf eine Obstgattung, die ich nicht bestimmen kann. Riechen tut es nach Birne und/oder Apfel. Das Verwunderliche ist, dass die herumstehenden Bäume diese „Früchte“ nicht beherbergen und sie somit „aus der Luft“ auf der Erde zum Liegen kommen.
Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen und sagen, um welche „Frucht“ es sich hierbei handelt. Meine Pics können hier abgerufen werden:
Galläpfel ganz sicher nicht, weil die weder Stiel- noch Blütenansatz haben, nämlich keine Früchte sind, obwohl sie „-äpfel“ heißen.
Speierling: Möglich; aber dieser (Sorbus domestica) und Holzbirne (Pyrus pyraster) ist anhand der Frucht allein kaum voneinander zu unterscheiden. Für Sorbus spricht der ziemlich breite Blütenansatz auf der Frucht; gegen Sorbus spricht, dass diese - wenn sie nicht ganz im Schatten hängen - schon früh in der Reife deutlich rot überhaucht sind. Ich halte also dagegen und spreche für Pyrus pyraster (oder auch irgendeinen ausgewilderten Sämling aus Kulturbirnen, dafür müsste man mehr zum Standort wissen).
Beide wachsen im geschlossenen Bestand anders als als Solitäre. Es ist gänzlich unwahrscheinlich, dass der Baum zu der Frucht nicht in der Nähe steht. Vielleicht kannst Du in einigen Wochen den Ort noch einmal aufsuchen? An der intensiven Laubfärbung (leuchtend eiergelb bis tief weinrot) sollte der Baum leicht zu erkennen sein.
ich glaube eben schon, dass es Galläpfel sind, gerade WEIL ich weder Stiel noch Blütenrest noch Kerne sehe… - die „Ecke“ auf dem ersten Bild ist die Stelle, an der dat Dingens am Eichenblatt sitzt…
Frage: wie gross sind denn die Dinger? (Durchmesser…)
auf der ersten der Nahaufnahmen ist oben links an dem Gegenstand etwas zu erkennen, was entweder ein Blütenansatz von einer Rosazee ist - die sind bei Walnüssen ganz unscheinbar, nie so groß und rund ausgeprägt - oder tatsächlich die Stelle, wo eine Wespengalle mit dem Blatt des Trägers verwachsen war (bzw. von diesem hervorgebracht worden ist). Die Gesamtschau auf dem Weg gibt zwar auch keinen klaren Maßstab, aber je länger ich das anschaue, desto eher glaube ich Kai. Und desto mehr komme ich ins Grübeln, welchen Anlass Gallen wohl haben könnten, in solchen Mengen von den Wirtsblättern gelöst auf den Boden zu plumpsen.
Die auf der zweiten Nahaufnahme sichtbare angefressene Stelle bliebe bei einer Walnuss nicht hell, sondern würde sich in Augenblicken dunkelbraun färben.
Schad, dass Taschenmesser nicht mehr üblich sind: Ein Querschnitt durch das Objekt hätte alsbald gänzliche Klarheit verschafft.
Erst einmal vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Was da nicht alles zum Vorschein kam. *hihi* Bevor hier aber die Spekulationen ins Kraut schießen *AchtungWortspiel*, hier zwei Funde von heute morgen mit jeweils Blätter, Stil und Anhängsel:
Und letztlich beweisen folgende zwei Pics, dass das „Anhängsel“ nun doch Kerne aufweist (wobei erste Variante etwas reifer wirkt als die zweite abgebildete):