Namen ändern - wie?

Grüße,
wie schon im Titel erwähnt bezieht sich meine Frage auf den Weg, den man gehen muss, um eine Änderung an Vor- und/oder Nachnamen vorzunehmen.
Welche Behörden sind dafür zuständig und an wen muss man sich bei solchen Anliegen wenden?
Finde leider nirgendwo konkrete Informationen darüber.
(Der Vollständigkeit halber: Bezugspunkt Bayern)

Hoffe hier findet sich jemand der soetwas weis, ich bedanke mich im Vorraus.

gez. Emma

Hallo Emma,

so weit ich weiss, (also hier in NRW) ist das Standesamt, evtl. eine Kreisbehörde dafür zuständig. Ich habe mal telefonisch beim Rathaus nachgefragt, wer mir bei Namensänderungen helfen kann, die waren sehr nett und haben mir auch prima schon nur am Telefon geholfen.
Versuche es doch einfach auch mal beim Rathaus.
Grüsse aus Neuss
Rainer

Grüße,
wie schon im Titel erwähnt bezieht sich meine Frage auf den
Weg, den man gehen muss, um eine Änderung an Vor- und/oder
Nachnamen vorzunehmen.

Hallo Emma,
man musss vorweg schicken, dass man in unserem Rechtskreis seinen Vor- und/oder Familiennamen (=Nachnamen) nicht so einfach ändern kann.

Welche Behörden sind dafür zuständig und an wen muss man sich
bei solchen Anliegen wenden?
(Der Vollständigkeit halber: Bezugspunkt Bayern)

Wenn Du auch den Vornamen erwähnst, kann sich Dein Wunsch, den Namen zu ändern, nur auf den öffentlich-rechtlichen Weg beziehen. Denn der Vorname lässt sich grundsätzlich nicht mehr ändern. (Es sei denn, Du hast dafür eine stichhaltige Begründung, dann aber ö.-r.).
Für den Familiennamen gibt es im Zivilrecht (BGB) noch verschiedene Möglichkeiten (z.B. Eheschließung, Einbenennung Kind etc.). Aber das hast Du sicherlich nicht vor. Also bleibt Dir nur der Weg zur Namensänderungsbehörde. Das mag in manchen Bundesländern (aber nicht in Bayern, soweit ich weiß) in Personalunion der Standesbeamte sein, es ist aber immer eine Ordnungsbehörde, keine Zivilstandsbehörde (=Standesamt). In Bayern ist das wohl bei den Landkreisen angesiedelt.

Wennn Dir Emma nicht mehr zusagt, denkt Dir aber eine gute Begründung aus, warum das so ist. Z. B.: Die Möwen sehen alle aus, als wenn sie Emma hießen… . Für einen Bayern sicherlich eine Zumutung. :wink:
Gruß HeinzEric

Hallo,

sehr informativ dein Artikel.
Sternchen hast du aber (auch) deswegen von mir gekriegt:

Die Möwen sehen alle
aus, als wenn sie Emma hießen… . Für einen Bayern sicherlich
eine Zumutung.

Gruß
Elke

Hallo Emma,

Wenn du deinen Geburtsnamen wieder annehmen möchtest, z.B. nach einer Scheidung, dann ist das Standesamt dafür zuständig. Willst du aus anderen Gründen deinen Namen und sogar Vornamen ändern, kann auch eine andere Behörde dafür zuständig sein (in manchen Gemeinden ist das die Ausländerbehörde). Die Mitarbeiter des Standesamtes können dir auf jeden Fall weiterhelfen, entweder, weil sie selbst zuständig sind, oder weil sie dir sagen können, an welches Amt du dich wenden solltest.

Liebe Grüße
Ina

PS. Also ich persönlich finde Emma sehr schön!

In Bayern ist das wohl bei den Landkreisen angesiedelt.

Wennn Dir Emma nicht mehr zusagt, denkt Dir aber eine gute
Begründung aus, warum das so ist. Z. B.: Die Möwen sehen alle
aus, als wenn sie Emma hießen… . Für einen Bayern sicherlich
eine Zumutung. :wink:
Gruß HeinzEric

Zunächst danke ich für die Antworten. Von Behörden verstehe ich leider wenig. Darum kann ich mir auch unter den „landkreisen“ wenig vorstellen.

dass die ganze sache nicht einfach ist, das ist mir bewusst. auch dass „emma“ kein hässlicher name ist. das ganze ist keine lust und laune aktion, sondern mir sehr ernst. mein name und sämtliches was daran an familärer vergangenheit hängt ist mir verhasst und ich sehe es als wesentlichen bestandteil für den aufbau meines neuen lebens meinen „eigenen“ namen zu haben und jemand zu sein mit dem ich mich identifizieren kann und will.

Blos wohin und an wen wenden ist mir nach wie vor unklar.
sind jeweils die gemeinden dafür zuständig oder ist das etwas größeres?
sitzen im ausländeramt vllt leute die öfter namensänderungsfälle bearbeiten und mir deswegen etwas dazu sagen können?

Moin, Emma,

mach’s Dir nicht so schwer, geh einfach dahin, wo Du mal Deine Wohnung gemeldet hast (vermutlich Einwohnermeldeamt), die Leute dort helfen Dir auf jeden Fall weiter. Wenn sie das nicht können, dann wissen sie ganz sicher, wer das kann.

Eine Namensänderung kann nur aus gewichtigen Gründen erfolgen, also leg Dir vorher die Gründe zurecht. Geh zu einem Arzt, erkläre ihm, warum Du mit dem jetzigen Namen nicht leben kannst, der wird dafür sorgen, dass Du eine entsprechende Bescheinigung bekommst.

Das Ausländeramt hat normalerweise nur mit Ausländern zu tun, nicht mit Namensänderungen für Inländer. (Mir ist eh schleierhaft, warum man dort mehr als anderswo von Namensänderungen verstehen sollte.)

Gruß Ralf

Moin, Emma,

mach’s Dir nicht so schwer, geh einfach dahin, wo Du mal Deine
Wohnung gemeldet hast (vermutlich Einwohnermeldeamt), die
Leute dort helfen Dir auf jeden Fall weiter. Wenn sie das
nicht können, dann wissen sie ganz sicher, wer das kann.

Eine Namensänderung kann nur aus gewichtigen Gründen erfolgen,
also leg Dir vorher die Gründe zurecht. Geh zu einem Arzt,
erkläre ihm, warum Du mit dem jetzigen Namen nicht leben
kannst, der wird dafür sorgen, dass Du eine entsprechende
Bescheinigung bekommst.

macht das ein allgemeiner arzt, oder suche ich da besser einen psychologen auf?
kann mir nicht vorstellen, dass das so einfach ist da eine entsprechende bescheinigung zu bekommen …

Das Ausländeramt hat normalerweise nur mit Ausländern zu tun,
nicht mit Namensänderungen für Inländer. (Mir ist eh
schleierhaft, warum man dort mehr als anderswo von
Namensänderungen verstehen sollte.)

Gruß Ralf

Denke insofern mehr, weil es ein häufigerer fall ist ausländisch klingende namen „anzudeutschen“, wofür es rechtlich bessere wege gibt als für sonstige sonderfälle.

Moin, Emma,

macht das ein allgemeiner arzt, oder suche ich da besser einen
psychologen auf?

geh erstmal zu Deinem Hausarzt, der schickt Dich eventuell weiter.

Denke insofern mehr, weil es ein häufigerer fall ist
ausländisch klingende namen „anzudeutschen“, wofür es
rechtlich bessere wege gibt als für sonstige sonderfälle.

das wundert mich. Die Handvoll Leute, bei denen ich das mitbekam, haben sich bitterlich beschwert, wie die Schreibweise ihres Namens für den deutschen Pass verhunzt, auf neudeutsch „transkribiert“ wurde.

Gruß Ralf