habe gerade ein Buch über die Inquisition gelesen. Mir kam dabei die Frage auf, warum die Päpste oft die gleichen Namen tragen (Gregor, Paul, Johannes, Pius, …). Hat es etwas mit ihren Neigungen oder Sympathien zu früheren Personen zu tun, daß sie sich Jahnnes Paul II., Pius XII. oder Gregor VII. nennen oder sonst wie?
Hat es etwas mit ihren Neigungen oder Sympathien zu früheren Personen zu tun,
Es ist mehr als Neigung und Sympathie.
Papstnamen sind Programme.
Darum sind auch manche Namen nicht mehr opportun. Ich glaube nicht, dass sich einer Urban, Alexander oder Gregor nennen wird in den nächsten hundert Jahren
Als sich Woityla „Johannes Paul“ nannte, also sich nach Paul VI. dem stockkonservativen Pillen-Paule und Johannes XXIII:, dem liberalen Reform- und Konzilspapst, zugleich, sagte er: Ich will Bewahrer und Erneuerer sein.
Dass die Erneuerung nach hinten ging, war aber eigentlich von Anfang an zu erwarten. Nur Naivgläubige ließen sich da täuschen.
Als sich Woityla „Johannes Paul“ nannte, also sich nach Paul
VI. dem stockkonservativen Pillen-Paule und Johannes XXIII:,
dem liberalen Reform- und Konzilspapst, zugleich, sagte er:
Ich will Bewahrer und Erneuerer sein.
Da hast du aber glatt einen Papst übersprungen! Den ersten Doppelnamen führte Albino Luciani, Papst Johannes-Paul I.
Durch seinen Namen, dem ersten Doppelnamen in der Geschichte des Papsttums, versuchte der neue Pontifex seinem Bestreben Ausdruck zu verleihen, die progressiven Qualitäten Johannes’ XXIII. und die traditionellen des Montini-Papstes in sich zu vereinen, was die römische Tageszeitung »Vita« zum Kommentar animierte: »Viel Johannes und wenig Paul«.
(Quelle: http://www.bautz.de/bbkl/j/johannes_paul_i.shtml)
Dass die Erneuerung nach hinten ging, war aber eigentlich von
Anfang an zu erwarten. Nur Naivgläubige ließen sich da
täuschen.
Er hatte halt zu wenig Zeit, um sein Programm umzusetzen…