was haltet ihr von der Idee alle Lehrer und Schüler zum Tragen von Namensschildern auf dem Schulgelände zu verpflichten? Eventuell auch mit Foto auf den Schildern.
Die Schüler sind fast alle im Bereich der Sekundar II.
Die Schilder würden gegen ein Pfand ausgegeben, was bei Verlust des Schildes verfällt.
Ich würde denjenigen, der mit der Idee angekommen ist, wahrscheinlich erschießen.
Und wenn ich als Schüler für diesen Schwachsinn auch noch bezahlen soll, dann würde ich demjenigen in die Hölle folgen und ihn nochmal erschießen.
Was soll das denn bringen?
Die Schüler kennen sich untereinander, wer sich nicht kennt, fragt.
Und von einem Lehrer kann man doch nun wirklich mal erwarten, dass er sich die Namen der Leute merkt. Der übliche Verwechsler von Corinna mit Marianne oder von Timo mit Michael ist doch nix schlimmes.
Mir erscheint die Aufwand/Nutzen-Rechnung hier gewaltig schief zu hängen. Dazu kommt die Opression von Oben, die ich weder als Schülerin noch heute leiden mag.
Wer druckt denn die Schilder? Wer sammelt die Daten? Wer macht die Fotos? Oder sollen die auch noch von den Schülern bezahlt werden? Am besten noch biometrische Bilder, gell?
Vor allem, wenn der jenige das Schild TRÄGT wozu soll da noch ein Bild zu?
Mir bleibt der Sinn des ganzen vollkommen verborgen.
Pah Namenschilder! Echte Pädagogen chippen!
Ich halte das für eine wirklich gute Idee. Nur so kann man eine Schule von allen Eventualitäten schützen.
Um aber wirklich sicher zu gehen sollte man einen biometrischen Pass einführen und die Gesichter der Kinder täglich einscannen. Nachher schleicht sich da noch einer an, der einem nur ähnlich sieht.
Die Pässe müssen absolut fälschungssicher sein, jeder weiß ja wie gut man mit 16 darin ist, einen Ausweis so zu präparieren, dass man als 18 durchkommt!
Vielleicht wäre aus auch besser die Kinder direkt zu chippen, wie man das bei Hunden machen kann.
Wenn das Kind dann durch die Elektro-Schleuse der Schule gegangen ist, wird automatisch auf der Homepage der Schule in einer Art Live-Ticker veröffentlicht welches Kind da ist und welche noch fehlt.
Ungefähr so:
07:55 - Laura Marie Sophie/3b = pünktlich erschienen - keinen Waffen im Lillifee-Rucksack.
Durch den Chip kann man dann nicht nur feststellen wer noch fehlt, sondern, dank Sateliten-Technik auch WO er ist!
Desweiteren könnte man aber auch Gentests zur Einschulung einführen. Wenn da nun herauskommt, dass jemand an einer schweren Krankheit erkranken wird und mit 25 eh stirbt kann man sich den ganzen Heckmeck und den Ärger den pubertierende Schüler so machen, sparen. Man sagt dann den Eltern einfach: Hören Sie zu, ihr kleiner Cedrik sollte uns die Kosten für eine Chipkarte ersparen und lieber seine letzen Jahre genießen.
Ja und?
Von den 151-86 Lehrern meiner Ex Schule kannte ich auch nur 15. Und ich vermisse nichts.
Ich glaube auch nicht, dass die restlichen 136-71 mich vermissen.
Warum sollte jeder jeden kennen?
Und hast du auch schonmal drüber nachgedacht, was euch an Datenschutzauflagen etc. blühen könnte? Und was passiert, wenn ihr fahrlässig mit den Daten umgeht?
nein habe ich nicht, weil diese Sache nicht meine Idee ist.
Datenschutzrechtlich sehe ich allerdings auch keine wirklichen Probleme, sonst dürfte das in Firmen auch nicht erlaubt sein. Und dort ist es ja sehr häufig anzutreffen.
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ich kenne das nur von einer Bildungseinrichtung in der Schulaussteiger / verhaltensauffällige / straffällige Jugendliche zur Schule gehen.
Die Schilder dienen dazu schulfremde Jugendliche zu identifizieren die im Schulbereich Quatsch machen oder dealen etc.
Ausserdem soll für jeden Lehrer klar sein mit wem er es zu tun hat.
Die Lehrkräfte tragen übrigens auch Namensschilder.
Allerdings gibt es da auch andere disziplinarische Vorgaben…zum Beispiel wird jede! Fehlminute aufgeschrieben und nachgeholt, absolutes Handyverbot usw usw.
Für eine „normale“ Schule halte ich sowas für total überflüssig.
an unserer amerikanischen Partnerschule ist das so üblich.
Außerdem: Alle Schuleingänge sind nach Beginn der ersten Stunde verschlossen (nur von innen zu öffnen). Wer in die Schule kommen möchte, klingelt am Haupteingang, wird hereingelassen und muss sich am Empfang (besetzt mit Eltern) (als Besucher) rechtfertigen und in eine Liste eintragen. Ein weiteres Bewegen im Gebäude ist nur mit Besucherausweis (Grundlage ist Kopie des Führerscheins) möglich.
Zusätzlich hat die Schule einen police officer, der täglich mehrere Stunden in der Schule anwesend ist.
Lehrer führen Aufsicht mit Walkie-Talkies, Schüler dürfen sich in den Stunden nur mit schriftlicher Erlaubnis ihres Lehrers im Gebäude bewegen („potty pass“).
(Die Liste ließe sich fortsetzen… - es ist übrigens eine stinknormale High School in einer besseren Wohngegend.)
Wenn eine Schule auf Sicherheit achten möchte, dann können manche dieser Maßnahmen sicherlich sinnvoll sein. „Nur“ den Schülerausweis (oder Lehrerausweis) sichtbar an einem Band um den Hals zu tragen, während man sich auf dem Schulgelände aufhält, ist wohl nur ein Anfang.
obwohl ich nicht uneingeschränkt für die Maßnahmen bin - wie würdest du eine Schule in einer Großstadt schützen?
Bereits bei unserer Schule besteht das Problem, dass der Haupteingang auf ein Waldstück weist, das Sekretariat aber auf den Schulhof. Jeder kann theoretisch in das Schulhaus kommen, ohne dass er bemerkt wird. Während des Unterrichts ist das problemlos möglich.
Wir hatten schon Fälle von Diebstahl. Das Problem ist unbefriedigend gelöst, indem wir die Eingangstür immer abschließen (nur von innen zu öffnen) und ein Schild hinhängen, dass man bitte den Eingang über den Schulhof wählen soll.
Nun ist unsere Schule, zumindest unser Zweig, nur eine Grundschule. Aber in den anderen Zweigen kommt es öfter vor, dass sich Schüler aus fremden Schulen unter die hiesigen mischen. Fällt bei insgesamt 2000 Schüler nicht auf. Wenn dann was verschwindet oder gewisse Geschäfte getätigt werden (das ist schon geschehen), dann wird das sehr schwierig zu kontrollieren.
Ich kenne die Hausordnungen amerikanischer Schulen, oftmals 10-15 Seiten lang und bis zur erlaubten Haarfarbe ist dort im Grunde alles geregelt.
Und was will uns das hier in D sagen?
-> Welche Eltern sind bereit, sich an den Eingang zu setzen? - Keine. (Besetzung beim Elternabend einer beruflichen Schule: maximal 10 Personen pro Klasse, sehr viele Klassen bei denen Lehrer in leeren Räumen stehen. Bei der Wahl zum Elternvertreter oftmals Null Kandidaten).
-> Haupttür abgeschlossen? Wie soll das gehen, wenn 40 Klassen zu ganz unterschiedlichen Zeiten beginnen?
-> Wer bitte soll Hauspässe erstellen? Das Sekretariat ist schon voll ausgelastet.
-> Lehrer mit Walkie-Talkie? Wer soll die Geräte bezahlen? Bei uns lassen sicht nich einmal alle Klassenzimmer richtig abschließen, da Türschlösser häufig defekt.
Usw.